Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Wiedergeburt eines Sorgenkinds

Eine treffende Zusammenfassung: „Vor zehn Jahren wars ein Prestigeobjekt, später ein Reizwort – nun erlebt Wissensmanagement eine Renaissance.“ Was sich auch in der Publikation dieses Artikels niederschlägt. Nach einem kurzen Rückblick und der Erinnerung, Wissen nicht mit Information zu verwechseln, geht es um die Frage, wie Wissen gesichert und geteilt werden kann. Stichworte wie Wissensstafette (VW Coaching) und Cafeteria fallen.

In einem zweiten Artikel („Sonst beginnen wir immer bei null“) wirds noch praktischer: Mitarbeiter von Schweizer Post und Deza (Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit) schildern, wie sie mit Communities of Practices, Yellow Pages und Netzwerkveranstaltungen den Wissensaustausch fördern. Nichts Neues, Web 2.0-frei, aber doch interessant! (via Johannes Müller)
Mathias Morgenthaler, Der Bund, 6 September 2007
[Kategorien: Knowledge Management]

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4 Responses to “Wiedergeburt eines Sorgenkinds”

  1. Lore Reß

    Quote:
    «Unsere Mitarbeiter sind grundsätzlich interessiert, ihr Wissen zu teilen», sagt Flury, «so lange die Leistung allerdings auf individueller Ebene beurteilt und entlöhnt wird, ist der Anreiz für die Weitergabe von Wissen denkbar schlecht.»
    Das ist eines der zentralen Elemente bei der Einführung von WM: solange auf ein Konkurrenzdenken gesetzt und die Leistung des Einzelnen belohnt wird, wird es nicht funktionieren. Ein Gegenbeispiel bietet HP, wo Experten einen gewissenAnteil ihrer Zeit dafür aufwenden müssen.

  2. Gabi Reinmann

    Wie schön! Dann kommt ja unser Buch zum Persönlichen Wissensmanagement (wir hoffen auf das Erscheinen im November) gerade recht :-). Auch das wird weitgehend Web 2.0-frei sein und viele bekannte Punkte bündeln – aber eben bündeln und hoffentlich praktisch nutzbar machen.

    Gabi

  3. Ralf Klamma

    Es gibt dieses berühmte Bonmot: „Der Kommunismus ist eine gute Sache. Nur die Kommunisten sind §@&§“§%?“. Wie immer man über den Kommunismus denken mag, an der Aussage ist was dran. Und Wissensmanagement ist manchmal dem Kommunismus doch sehr ähnlich. Sie teilen utopische Ideale über die Natur des Menschen. Eine Institution übrigens, die die Natur des Menschen aus vielen Einzelgesprächen sehr gut kennt – die katholische Kirche – betreibt ein recht gutes Wissensmanagement. Es ist auf jeden Fall gelungen über 2000 Jahre, einen recht guten Wissensfluss zu organisieren.
    Hier sieht man sehr gut, warum communities of practice doch ein relativ stringentes Konzept sind. Der tiefe Glaube an eine gemeinsame Mission, die gegenseitige emotionalen Bindungen, das Teilen einer gemeinsamen Geschichte lassen manche Egoismen kleiner erscheinen. Das das Ganze dann ins Sektierertum und ins Gespenstische abgleiten kann, musste auch die Kirche immer sehr leidvoll erfahren.

  4. Lore Reß

    @Ralf Klamma:
    Sehr interessanter Vergleich , vielleicht haben viele deshalb so viel Angst davor?

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