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Amazons Rezensionsdemokratie

Posted on 13 September 2007 by jrobes

Kai Meyer ärgert sich über die Kundenrezensionen auf Amazon. Kai Meyer ist Autor, somit “Betroffener”, hat einen eigenen Webauftritt und dort seinem Ärger Luft gemacht:
“Das Schlimme an dem, was da jedermann bei Amazon verbreiten darf, sind gar nicht so sehr die Beweggründe der Rezensenten, sondern vielmehr die mangelnde Einflussnahme von Seiten Amazons. Es gibt keine ernsthafte Qualitätskontrolle. …
Ziel soll keineswegs sein, jede schlechte Leserkritik zu verbannen. Amazons Rezensionsdemokratie treibt kuriose Blüten im Negativen und Positiven: Viele gute Besprechungen sind ebenso naiv, schauderhaft formuliert und uninformiert wie die schlechten. Katastrophal ist vielmehr, dass eine redaktionelle Betreuung zwar behauptet wird, aber nicht stattfindet.”

Das “Read & Write”-Web. “User-generated content”. Man hat die Geister gerufen, und jetzt wird man sie nicht mehr los. “Qualität” wird allerorten bemüht. Die Profis wollen ihr eigenes Spiel und die Amateure kontrollieren. “Rezensionsdemokratie” ja, aber nach Regeln! Wer diese Diskussion vertiefen möchte, sollte vielleicht nach Berlin zur Online Educa fahren, wo sich Andrew Keen (”The Cult of the Amateur: How Today’s Internet is Killing Our Culture”) der Diskussion stellt.
Kai Meyer, Journal, 11 September 2007
[Kategorien: Zukunft des Internet]

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3 Comments For This Post

  1. Tim Schlotfeldt Says:

    Sehr schön auch der Telepolis-Artikel “Der Troll als Leser”. Dort wird ein neben den üblichen Trollereien ein Fall beschrieben, wie wahrscheinlich Verlagskonkurrenz Verisse plaziert hat:

    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/23/23816/1.html

  2. Jochen Robes Says:

    Danke, Tim. Vielleicht kommt Amazon in diesen Zeilen auch zu gut weg: man sollte halt nichts versprechen, was man nicht halten kann! Aber tiefer werde ich in das Thema nicht einsteigen ;-) Gruß, Jochen

  3. Thomas Says:

    Interessanter sind meiner Meinung nach allerdings die Hinweise, dass negative Rezensionen nicht veröffentlicht bzw. gelöscht werden. Dafür finden sich immer wieder einmal hinreißende Rezensionen von Produkten/Büchern, die noch nicht erschienen sind. Hrn Meyers Bücher werden im Allgemeinen allerdings sehr positiv rezensiert. Ach ja, da ist einmal nur ein Stern.

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management,
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