Posted on 09 July 2007 by jrobes

Tippt man in der deutschsprachigen Wikipedia “mash-up” ein, wird man interessanterweise auf die Seite “Bastard Pop” geführt und erfährt, dass es sich um ein “Mitte der 1990er entstandenes Remixphänomen” handelt, “bei dem eine Musikcollage aus Stücken von zwei oder mehr Interpreten zusammengemischt wird”. Nun ja, hier hinkt selbst die “wisdom of crowds” noch etwas zurück, denn “mash-ups” reichen heute weit über die Musik hinaus und bezeichnen das “mixing of any number of digital media sources” bis zu “data mash ups”, “which combine the data and functionalities of two or more Web applications”. Beispiele sind HousingMaps, Yahoo’s Pipes and die vielen Varianten des “geotagging”, also der Kombination von Google Maps mit anderen Daten.
Vielleicht ist der Artikel von Brian Lamb seiner Zeit etwas voraus. Aber er führt viele verschiedenen Informationen und Perspektiven zusammen: Einleitend sind seine ausführlichen Hinweise, dass Kreativität immer auf Bestehendem aufbaut (und ich übernehme ein Zitat von Jonathan Lethem, ein “Must-Read”, wie Brian Lamb sagt): “Finding one’s voice isn’t just an emptying and purifying oneself of the words of others but an adopting and embracing of filiations, communities, and discourses.” Dann nimmt er noch Walter Benjamin und sein “Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit” (1936, und auf Englisch (!) online verfügbar) mit. Und erst dann beschreibt er notwendige Voraussetzungen und Anwendungen von “Mash-Ups”.
Wie gesagt, es gibt hier keine lange Liste mit Referenzen auf Bildungsprojekte. Kurze Verweise auf die Open University und Berkeley müssen genügen. Aber der Autor ist vom Potenzial der Sache für die Bildung überzeugt. Mit Recht, wie ich finde: “… and whatever educators think of the term mashup, the complex relationships between individuals, organizations, content, data, and applications will never be the same.”
Brian Lamb, EDUCAUSE Review, Vol. 42, No. 4, July/August 2007´
[Kategorien: Trends in der Weiterbildung, Web 2.0]
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Posted on 06 July 2007 by jrobes

In seinem “Wir sind das Netz”-Special verabschiedet der Spiegel gerade das Businessmodell “Podcasting”. Die “Goldgräberstimmung” vorbei, der “kommerzielle Durchbruch” ungewiss - für wen ist also Podcasting noch interessant? Na, zum Beispiel für alle Frankfurter, die es nicht zur “Nacht des Wissens” nach Hamburg geschafft haben, aber trotzdem hören wollen, was Jan Philipp Reemtsa zu sagen hatte. Grund genug!
Jan Philipp Reemtsma, podcampus, 3 Juli 2007
[Kategorien: Podcasting]
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Posted on 06 July 2007 by jrobes

Ein nützliches Paper für alle, die über Podcasting in der Hochschullehre nachdenken. Die Autorin Ashley Deal (Carnegie Mellon University) betrachtet den Einsatz von Podcasts in drei Zusammenhängen: (a) “the creation and distribution of lecture archives for review”, (b) “the delivery of supplemental educational materials and content”, und (c) “assignments requiring students to produce and submit their own podcasts”.
Dabei zitiert sie aus verschiedenen Studien, wägt deren Reichweite ab und verweist auch auf kritische Stimmen (so z.B. “Socrates in Earpods?: The Ipodification of Education”, Tara Brabazon, in: Fast Capitalism, 2.1/ 2006). Interessant ist z.B. der Hinweis einer Studie, dass die Mehrheit der Studierenden Podcasts am heimischen Rechner hört und damit das “anytime, anywhere”-Argument unterläuft. Auch kommen Podasts als Bausteine eines umfassenden Bildungskonzepts in den Reviews besser weg als aufgezeichnete Vorlesungen. Und so überrascht auch der Schluss nicht: “Does podcasting enhance education? … Podcasting does not contain any inherent value. It is only valuable inasmuch as it helps the instructor and students reach their educational goals, by facilitating thoughtful, engaging learning activities that are designed to work in support of those goals.”
Julie K. Little, EDUCAUSE Connect, 5 Juli 2007
[Kategorien: Podcasting]
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Posted on 05 July 2007 by jrobes
Was man in 1:47 über Social Networking sagen kann …
Wer mehr will: Commoncraft hat auch kleine Lehrfilmchen über Wikis und RSS gedreht! (via Stephen Downes)
Lee LeFever, YouTube, 3 Juli 2007
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Posted on 04 July 2007 by jrobes
Respekt! Kaum auf dem Markt da hält Elliott Masie das Wunderding schon in der Hand und lädt Bildungsexperten zum Nachdenken ein!“This is a short five minute video from Elliott Masie after our first few hours of use and testing. Elliott details the aspects of the iPhone that are high potential for learning (instructional videos, collaboration and more), some of the challenges (no current use of Flash Video) and a few trends in the mobile learning arena.”
Elliott Masie, Learning 2007, 2 Juli 2007
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Posted on 03 July 2007 by jrobes
Dieser Artikel findet sich auf den Seiten von elearningeuropa und ist einem Projekt zugeordnet, das Fe-ConE, “Framework for e-Learning Contents Evaluation”, heißt. Auch wenn ich keinen Zusammenhang zwischen Projekt und Artikel erkennen kann: Letzterer ist unbedingt lesenswert!

Denn Graham Attwell stellt hier unser Bildungssystem in einen größeren, geschichtlichen Zusammenhang, um dann zu fragen, ob dieses System - “the present ‘industrial’ model of schooling” - den Herausforderungen der Gegenwart noch angemessen ist. Ist es nicht, behauptet Graham Attwell, und weist auf die Anforderungen des Lebenslangen Lernens sowie die Bedürfnisse und Lebensgewohnheiten einer neuen Generation hin.
Und er sagt auch, wo er den größten Handlungsdruck sieht: “However it is at the level of post primary – or secondary education that the systems seem to be particularly challenged. It is notable that at least in Europe almost every system is in the process of reforming post 10 or post 11-year-old education systems and provision. The problem is that these reforms are not working. Despite the relatively high investment in education, the proportion on non achievers remains persistently high, teachers are often disillusioned, employers complain about the low levels of skills and competence form school graduates and many young people, when questioned, are less than enthusiastic about school. At best, it is just a hurdle which has to be jumped in order to progress on in their lives. Continued reform avoids the issue that postprimary education systems and institutions are dysfunctional within today’s culture and society.”
Graham Attwell, elearningeuropa.info, 20 Juni 2007
[Kategorien: Trends in der Weiterbildung, Web 2.0]
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Posted on 02 July 2007 by jrobes

HRM.de ist noch eine relativ neue Plattform, über die ich nicht viel sagen kann, außer dass das Mannheimer Unternehmen spring Messe Management dahinter steht. Ziel ist es offensichtlich, eine Verbindung aus Fachinformationen und Community aufzubauen. Mal sehen, wie es laufen wird …
In diesem Interview stellt sich Michael Kerres seinem Lieblingsthema “Web 2.0″. Zwei Aussagen möchte ich herausgreifen: Zum einen weist er darauf hin, dass sich mit den Möglichkeiten von Web 2.0 - endlich oder wieder - eine Chance ergibt, Weiterbildung und Wissensmanagement miteinander zu verbinden. Das Stichwort wird uns sicher bleiben, allein schon deshalb, weil die Auseinandersetzung von Unternehmen mit Web 2.0 nicht auf der Bildungsseite beginnt.
Auch sein Hinweis, dass sich Weiterbildungsanbieter dem Thema aktiver stellen müssen, ist sicher korrekt: “Die Anbieterseite entwickelt sich so langsam, weil Konzepte fehlen, wie sich das Thema Web 2.0 in kursorientierte Mechanismen einbauen lässt. Das bisherige Portfolio ist dafür kaum geeignet, deshalb müssten die Weiterbildungsanbieter über die Art der Produkte nachdenken. Ich bin überzeugt, dass das die Kunden fordern werden.”
Interview mit Michael Kerres, HRM.de, 8 Mai 2007
[Kategorien: Web 2.0]
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