Archive | July, 2007

Could Facebook Become The Next Microsoft?

Posted on 31 July 2007 by jrobes

Seit einigen Tagen habe ich einen Account auf Facebook, DER aktuellen Social Networking-Seite. Und bereits einen Freund gefunden (Danke, Tim!). Mehr kann ich über Facebook noch nicht sagen. Muss ich auch gar nicht, denn die Meldungen überschlagen sich derzeit . “The next Google” hieß es vor einigen Tagen im Economist, und Duncan Riley macht es hier keine Nummer kleiner. Aber auch er beschreibt die Qualitäten von Facebook am anschaulichsten im Vergleich mit Google:
“The difference with Facebook will be how the various applications are glued together, and this is where Facebook already has the advantage: Facebook’s origins as a social networking site means that everything they launch is linked in to that central core. Google has great products, but very little to tie them all together.” Die 168 Kommentare habe ich nicht gelesen.
Duncan Riley, TechCrunch, 19 Juli 2007

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The Dynamics of Social Networks

Posted on 31 July 2007 by jrobes

“Social networks are by nature complex phenomena”, so leitet Dave Pollard diesen längeren Beitrag ein, in dem er dann doch versucht, einige Rettungsanker auszuwerfen. Zum Beispiel:

- In Netzwerken sind wir nicht als Individuen, sondern in jeweils wechselnden Identitäten (je nachdem, ob Rolle, Mitgliedschaft oder Event bzw. Projekt im Vordergrund stehen).
- Informelle Netzwerke (”self-selected, self-organized networks”) sind tendenziell effektiver als formelle Netzwerke. Allerdings sind sie auch fragiler, weil sich unsere Identitäten dauernd verändern.
- Informelle Netzwerke sind nur schwer zu beeinflussen (aber Dave listet einige Erfolgsfaktoren auf …).
- In Unternehmen finden sich häufig formelle neben informellen Netzwerken; aus beiden ziehen Mitarbeiter Vorteile.

Der Beitrag enthält viele interessante Stichworte und Beobachtungen. Es sind die Begrifflichkeiten, die es manchmal schwierig machen, Dave Pollards Gedanken zu folgen. So möchte ich gerne “Rolle” lesen, wo der Autor von “identity” spricht; oder, wo es “formal networks” heißt, möchte ich lieber von “communities” sprechen. Aber, wie eingangs gesagt: es sind “komplexe Phänomene”!
Dave Pollard, how to save the world, 26 Juli 2007
[Kategorien: Social Software]

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Sie denken nicht an Humboldt

Posted on 30 July 2007 by jrobes

Nein, es gibt eigentlich nicht Neues zum Thema (Corporate Universities) zu berichten. Aber der Artikel gibt einen guten Überblick und ist unterhaltsam geschrieben: “1998 glänzte mit der Idee [der Corporate University, JR] das erste deutsche Unternehmen. Thomas Sattelberger, heute Personalvorstand der Telekom, hatte bei Welch Honig gesaugt und feixt heute noch darüber, dass er mit der Gründung der „Lufthansa School of Business“ ein paar Tage schneller gewesen sei als Jürgen Schrempp mit Daimler-Chrysler.”

Der Autor erinnert u.a. an einen Treiber der CU’s (”konkretes geschäftsbezogenes Lernen möglichst nahtlos in die Arbeit einzubauen”), und daran, dass man sich heute ganz auf die Belange von Führungskräften konzentriert. Und ganz am Rande habe ich vom European Corporate Learning Forum (ELF), erfahren, einer Community mit interessantem Mitgliederverzeichnis.
(via Robert Freund)
Thomas Reinhold, FAZjob.NET, 29 Juli 2007

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Spaziergang mit Jochen Robes

Posted on 27 July 2007 by jrobes

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Wie man hoffentlich unschwer erkennen kann, bin ich wild entschlossen, die Lücke zu schließen, die die aktuellen Ereignisse im Radsport gerissen haben! Das Training habe ich bereits angezogen (das Foto entstand auf dem Feldberg, dem hessischen!), ein Fitnesscheck in Freiburg steht noch aus, dann stehe ich Sponsoren uneingeschränkt zur Verfügung! In diesem Interview geht es aber noch um mein altes Steckenpferd, Lernen & Bildung, das Ganze getarnt als Spaziergang. Dabei habe ich mich u.a. folgenden Fragen gestellt:
- Wie würden Sie am liebsten lernen - wenn sie es sich frei aussuchen könnten?
- Wie vermuten sie, dass ihre Kinder/Enkel lernen werden?
- Welche Probleme erwarten sie in Zukunft?

Ulrike Reinhard, timelines, 25 Juli 2007
[Kategorien: Weiterbildung allgemein]

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Schwerpunkt “eLearning”

Posted on 26 July 2007 by jrobes

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Wann gab es den letzten Überblick zum Thema “eLearning”, der ohne aktuelle Reizworte wie “Web 2.0″, “Social Software” auskam, von “eLearning 2.0″ ganz zu schweigen? Nun, der aktuelle TAB-Brief mit dem Schwerpunkt “eLearning” schafft es. “TAB” steht für das “Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag”, und seit Ende 2003 hat man dort mit der Durchführung eines eLearning-Monitorings begonnen. Seine Arbeit ist, soweit ich es verstanden habe, wesentlich in die vorliegende Zusammenfassung eingeflossen.

Drei Themenfelder hebt der Bericht hervor: Zum einen “eLearning in der beruflichen Bildung”. Hier sind vor allem die Ausführungen zur Gestaltung prozessorientierter Lernangebote interessant, weil sie Fragen wie die Folgende auf die Agenda setzen: “Wie können die in den betrieblichen Prozessen erworbenen Erfahrungen der Mitarbeiter und Auszubildenden als Prozesswissen erfasst und wiederum in den Wissenskreislauf der Ausbildung eingebracht werden?” (19) Von hieraus lässt sich dann auch der Bogen von eLearning zu dem spannen, was im TAB-Brief treffend “angewandtes Wissensmanagement” genannt wird.

Ein zweites Themenfeld lautet “eLearning in Forschung, Lehre und Weiterbildung - Deutschland im internationalen Vergleich”. Hier wird (noch einmal) betont, dass eLearning als Teil eines umfassenden Hochschulentwicklungsprozesses gesehen werden muss, der aber an vielen Orten gerade erst begonnen hat. Diese Feststellung wird verbunden mit einem kritischen Blick auf die zurückliegende Förderpraxis: “Insbesondere beim Programm »Neue Medien in der Bildung « zeigte sich, dass trotz präziser Förderkriterien gerade die Nachhaltigkeit der Entwicklungen in den Hochschulen weniger Beachtung fand. Auch entsteht gelegentlich der Eindruck eines »l’art pour l’art« bei der
eLearning-Entwicklung …”
(22). Und im internationalen Vergleich ist noch deutlicher von der “fehlende(n) Gesamtkoordination und geringe(n) Vernetzung der vielfältigen öffentlichen und privaten eLearning-Akteure in Deutschland” (26) die Rede.

Das letzte Kapitel ist mit “Zielgruppenorientiertes eLearning” überschrieben und widmet sich den Zielgruppen “Kinder” und “Ältere Menschen”.
Christoph Revermann, TAB-Brief 31, S. 13-37, Juni 2007 (pdf, 2,14 MB)
[Kategorien: e-learning]

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Keine Angst vorm Second Life

Posted on 26 July 2007 by jrobes

Ich weiß nicht, wer auf diesen Titel gekommen ist, denn das Codeword “Second Life” fällt kein einziges Mal. Stattdessen wird die akademische Welt an das Internet als Teil einer modernen Lehr- und Lernkultur erinnert sowie auf Trends wie user-generated content (MeinProf.de) und Open Content (MIT’s OpenCourseWare) aufmerksam gemacht. Ein Special für ZEIT-Leser.
Ulrich Schmid, Die ZEIT, 19 Juli 2007
[Kategorien: eUniversity]

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Do schools kill creativity?

Posted on 25 July 2007 by jrobes

About this Talk:
Sir Ken Robinson makes an entertaining (and profoundly moving) case for creating an education system that nurtures creativity, rather than undermining it. With ample anecdotes and witty asides, Robinson points out the many ways our schools fail to recognize — much less cultivate — the talents of many brilliant people. “We are educating people out of their creativity,” Robinson says. The universality of his message is evidenced by its rampant popularity online. A typical review: “If you have not yet seen Sir Ken Robinson’s TED talk, please stop whatever you’re doing and watch it now.”
Ken Robinson, TED Talks, Juni 2006

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HBS Cases: How Wikipedia Works (or Doesn’t)

Posted on 24 July 2007 by jrobes

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Harvard-Professor Andy McAfee hat sich Wikipedia im Selbstversuch genähert. Er hat “seinen” Begriff “Enterprise 2.0″ aktiv über einen längeren Editionsprozess hinweg begleitet und seine Erfahrungen anschließend in einer Harvard-Case Study zusammengefasst. Der vorliegende Artikel berichtet über diese Geschichte und seine wichtigste Botschaft lautet: Auch wenn Wikipedia auf den ersten Blick chaotisch und offen scheint, im Hintergrund sorgen eine Reihe von Spielregeln dafür, dass alles funktioniert. Genauso wichtig: Diese Regeln sind transparent und flexibel.

Im zweiten Teil stellen sich Andy McAfee und Karim Lakhani der Frage, ob und wie Wikis als Web 2.0-Technologien in Unternehmen funktionieren. Sein Rat: “Look, if you want to activate this Web 2.0-style energy inside your company, management is going to make all the difference. And if you manage it the old-fashioned way, or if you don’t manage it and you just have the if-we-build-it-they-will-come philosophy, you’re probably going to be disappointed.”
Sean Silverthorne, HBS Working Knowledge, 23 Juli 2007
[Kategorien: Web 2.0, Wikis]

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Understanding E-Learning 2.0

Posted on 23 July 2007 by jrobes

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Was der Artikel enthält: Eine kurze Einführung in “e-Learning 2.0″, seine Hintergründe und Bausteine sowie eine tabellarische Übersicht über drei Entwicklungsstufen, nämlich “E-Learning 1.0″, “E-Learning 1.3″ und “E-Learning 2.0″. Dabei steht “E-Learning 1.3″ für das e-Learning “dazwischen”.
Der Artikel richtet sich explizit an Bildungsexperten, aber auch hier gilt: “The reality is that the impact of E-Learning 2.0 tools on day-to-day work and personal learning is difficult to understand until they’ve been experience by an individual.”

Wenn man E-Learning 2.0 erst einmal die Tür geöffnet hat, ergeben sich, so Tony Karrer, automatisch weitere Fragen:
- What is the role of instructional designers in an E-Learning 2.0 world?
- Do instructional designers become aggregators?
- Will courseware development follow a similar trend as instructor-led training?
- Will learning development departments become less important as control shifts to the worker/learner in e-learning 2.0?

Aber hier spielt der Autor mit seiner Antwort noch etwas auf Zeit.
Tony Karrer, LearningCircuits, 7 Juli 2007
[Kategorien: e-learning 2.0]

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“Can workers really e-Learn at their desks?”

Posted on 20 July 2007 by jrobes

Am 5. Juli diesen Jahres hatte Elliott Masie die Leser seines Newsletters um Rückmeldung gebeten. Ist das heute noch ein Thema, hatte ich mich kurz gefragt? Ist es offensichtlich, wie die über 50 Antworten zeigen! Allerdings ohne klare Tendenz, von “yes” über “it depends” bis “no” ist alles vertreten.

“I had a phone call just this morning with our head of HR in Europe on this very issue. We were discussing plans for our pilot of a new global development program for our managers. His concern was that eLearning at the desk would result in low completion rates. I asked him if he was thinking of the “old” style eLearning — the kind of stand-alone learning that takes students from start to finish on a topic and takes 30+ minutes to complete. He was.

I explained that the role of our new eLearning is different. We’re using eLearning to tee up the subsequent experiences that will deliver the bulk of the learning. More specifically, we’re using 5-10 minute podcasts and video segments to frame upcoming conversations and to facilitate coaching and mentoring relationships (think jumpstarting social networking around a particular competency). “In that case,” my colleague said, “ELearning seems like a great idea.”
(Michael Glazer, Dean, Burson-Marsteller University)
The MASIE Center, 20 Juli 2007
[Kategorien: e-learning]

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Keen vs. Weinberger

Posted on 20 July 2007 by jrobes

Ein Streitgespräch, das mehr Gedanken über das Internet und Web 2.0 anregt als alle Artikel, die ich in den letzten Monaten gelesen habe!! Auf der Bühne sitzen Andrew Keen (”The Cult of the Amateur: How Today’s Internet Is Killing Our Culture”) und David Weinberger (”Everything Is Miscellaneous: The Power of the New Digital Disorder”).

Hier nur kurz der Hut, den Andrew Keen wirft: “Is Web 2.0 a dream or a nightmare? … Yes, the people have finally spoken. And spoken. And spoken.
Now they won’t shut up. The problem is that YOU! have forgotten how to listen, how to read, how to watch. … That’s the dark side of the Web 2.0 story, more Kafka than Disney. While we are all busy embracing our inner user-generated-content, the world — real life rather than Second Life — is passing us by. This is infantilized self-stimulation rather than serious media for adults. Web 2.0’s democratization of information and entertainment is creating a generation of media illiterates. That’s the nightmare. And it’s easy to see. Just go online and look at YouTube, the blogosphere, Wikipedia, MySpace or Facebook.”

Andrew Keen und David Weinberger, The Wall Street Journal Online, 18 Juli 2007
[Kategorien: Zukunft des Internet]

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Wikis - Diskurse, Theorien und Anwendungen

Posted on 19 July 2007 by jrobes

Wikis haben Konjunktur. Wikipedia kennt (fast) jeder, aber was lässt sich vom Erfolgsmodell auf die Praxis in Bildungseinrichtungen, in Organisationen und Betrieben übertragen? Im Editorial der aktuellen Sonderausgabe von kommunikation&gesellschaft mit Schwerpunkt “Wikis” sprechen die Herausgeber einige Fallen der aktuellen Diskussion an. Sie weisen vor allem darauf hin, dass der Erfolg von Wikipedia oft vorschnell mit der Wiki-Technik verknüpft wird. In der Folge sucht man nach Anwendungen für diese spannende und benutzerfreundliche Software, ohne sich in Ruhe zu fragen, was die Nutzer von Wikipedia (oder eines anderen Wikis) eigentlich treibt. Viele der Beiträge dieser Sonderausgabe - die Titel lassen es zumindest vermuten - sind gerade diesen sozialen Faktoren von Wiki-Communities auf der Spur.

Bestätigen kann ich es für den Beitrag von Christoph Koenig, Antje Müller und Julia Neumann. Die Autoren berichten vom Einsatz eines Wikis an der TU Darmstadt. In ihrer Untersuchung orientieren sie sich an der Dynamik von Wikis in Open Source-Projekten und beschreiben sehr anschaulich, was davon unter den Bedingungen universitärer Lehre bleibt. Ein Fazit: “Aufgrund unserer Erfahrungen können wir sagen, dass in einem Wiki, das versucht, eine ähnliche Dynamik wie in Open Source Projekten anzuregen, eine aufgabenbasierte Didaktik nicht funktioniert.”

Ganz andere Rahmenbedingungen wiederum setzt die betriebliche Praxis. Aber auf den ersten Blick habe ich keine Artikel oder Praxisberichte entdecken können, die sich entsprechenden Einsatzszenarien zuwenden.
kommunikation&gesellschaft. Journal für alte und neue Medien aus soziologischer, kulturanthropologischer und kommunikationswissenschaftlicher Perspektive, 8. Jg., 2007
[Kategorien: Wikis]

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Interview with Morten Flate Paulsen

Posted on 18 July 2007 by jrobes

Über Morten Flate Paulsen, Director of Development am Norwegian Knowledge Institute (NKI), hatte ich vor einigen Wochen schon einmal berichtet. In diesem längeren Interview unterstreicht der e-Learning-Experte noch einmal, dass wir an vielen Punkten erst ganz am Anfang stehen: “It is also timely to point out that development of online pedagogy has made relatively little progress. We still tend to apply traditional pedagogy in a new environment, and we have barely started to investigate the potential of social software and cooperative learning in online environments.”

Interessant auch sein Hinweis, dass er die größte pädagogische Herausforderung darin sieht, individuelle Flexibilität und Freiheit auf der einen Seite und kollaboratives Lernen auf der anderen Seite zu verbinden. Und wie das NKI auf den ersten Punkt reagiert: “For example, NKI reaches a larger market than traditional colleges, since NKI allows students to start 365 days a year. That is 364 days more per year than traditional colleges.”
Michael F. Shaughnessy und Susan M. Fulgham, Educational Technology, Juli/ August 2007 (pdf)

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Creativity@Work in der Wissensarbeit

Posted on 17 July 2007 by jrobes

Eigentlich ist dieser Artikel eine Anzeige. Er wirbt für ein Tool, das erst in der Betaversion da ist und selbst diese ist hinter einer Registrierung versteckt. Doch der Artikel arbeitet mit einigen Reizworten, die bei mir funktionieren. Es geht um den Wissensarbeiter und die Frage, wie man seine Kreativität direkt am Arbeitsplatz unterstützen kann. “Neurovation” heißt die Antwort, die Experten im Umfeld von TU Graz und Know-Center anbieten: “Neurovation bildet eine Kreativitätsumgebung, die den kreativen Wissensarbeiter in den Phasen der Wissensgenerierung unterstützt.” (www.neurovation.at) Was meine Neugierde auch weckt, ist der charmante Hinweis auf “so genannte Prozessverluste”, die häufig mit gruppendynamischen Kreativitätstechniken (sprich: z.B. Brainstorming) verbunden sind. Jede Lösung, die hier das Spektrum an Möglichkeiten erweitert, ist einen Blick wert.
Klaus Tochtermann, Anna Maria Köck, Reinhard Willfort, wissensmanagement, 1/2007 (pdf)
[Kategorien: Knowledge Management, Knowledge Worker Productivity]

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Investors’ views of human capital

Posted on 16 July 2007 by jrobes

Auch das gehört zur Bildung: Da ist die Rede von der wachsenden Bedeutung des Humankapitals, aber in der Praxis interessieren sich Investoren wenig für detaillierte Informationen über Mitarbeiter. Finanzzahlen interessieren, allenfalls noch Informationen über das Top-Management. Das ist das Ergebnis verschiedener Interviews, die das CIPD durchgeführt hat. Wie heißt es an einer Stelle so schön: “Investors and analysts tend to focus on senior managers and their ability to develop and implement strategy effectively.” Kurz: Es liegen wenig Zahlen vor; wo welche vorliegen, wird kein Zusammenhang zwischen “people management and financial performance” sichtbar; Standards, die Vergleiche zuließen, fehlen; und dann fehlt oft KnowHow, um den spezifischen Kontext solcher Informationen einschätzen zu können. Ernüchternd.
Chartered Institute of Personnel and Development (CIPD), Juni 2007

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Write Articles, Not Blog Postings

Posted on 13 July 2007 by jrobes

An dieser Stelle muss ich Sie warnen: Hören Sie sofort auf zu lesen!! Die Gefahr, dass Sie einen schnell dahin geschriebenen Eintrag lesen, der Sie auf der Suche nach den großen Antworten nicht voran bringt, ist groß! Vielleicht wartet die Weisheit auf einem der Nachbarblogs? Können Sie mit dieser Ungewissheit leben? Oder wollen Sie nicht lieber auf Nummer sicher gehen und ihre kostbare Zeit einem Fachartikel widmen, bei dem Sie davon ausgehen können, dass sein Autor Zeit und Muße investiert hat, um Sie - und sich selbst (!) - voranzubringen?

Bevor Sie sich entscheiden, lesen Sie vielleicht noch diesen Artikel von Usability-Papst Jakob Nielsen. Sein Rat: “To demonstrate world-class expertise, avoid quickly written, shallow postings. Instead, invest your time in thorough, value-added content that attracts paying customers.” Jakob Nielsen bietet einige interessante statistische Experimente an, um seine Argumentation zu stützen. Meines Erachtens vergeblich, denn er stolpert an (mindestens) zwei Hürden:

1) Er nutzt eine Perspektive auf Qualität, mit der man jedes Format aushebeln kann. Mein Rat (nach Nielsen) lautet also kurz: “Write Books, Not Articles” Oder auch wahlweise: “Write Good Books/ Articles/ Blog Postings, Not Rubbish”.

2) Er betrachtet das Schreiben als Investment, als Business Case. Er zieht jedoch nicht in Erwägung, dass es auch andere Motive für das Schreiben geben kann. In der Argumentation von Nielsen scheitert nicht nur der Blogger, sondern auch der, der seine Zeit in Open Source- oder Open Educational Resources-Projekte steckt.

Das nur für den Fall, dass Sie meinem Rat der ersten Zeile nicht gefolgt sind. (via Alan Levine)
Jakob Nielsen, Jakob Nielsen’s Alertbox, 9 Juli 2007
[Kategorien: Weblogs]

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Wiki Pedagogy

Posted on 13 July 2007 by jrobes

Der Artikel liegt schon seit einigen Tagen auf meinem Tisch. Eine wirklich umfassende Darstellung des Phänomens Wiki mit Antworten auf einfache, aber wiederkehrende Fragen, z.B. “What is the difference between a wiki and a blog?”, sowie vielen hilfreichen Übersichten, z.B.
- den vier “Wiki Essences” (Brian Lamb),
- dem pädagogischen Potenzial von Wikis (von “Wikis maximize interplay” bis “Wikis endorse particular ways of writing”),
- den “Guidelines for wiki work”,
- einer “How to wiki”-Anleitung sowie
- Hinweisen auf Wiki-Research and Evaluationen. (via Tim Schlotfeldt)
Renée Fountain, profetic/ dossiers technopédagogiques, 2007
[Kategorien: Wikis]

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Web 2.0: Strategievorschläge zur Stärkung von Bildung und Innovation in Deutschland

Posted on 12 July 2007 by jrobes

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Am Mittwoch hatte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) nach Bonn eingeladen. Der Hintergrund: Das BMBF plant eine Fördermaßnahme zum Thema Web 2.0, hatte vor einigen Monaten eine Expertenkommission einberufen, einen entsprechenden Bericht zu entwerfen und wollte diesen jetzt in einem größeren Kreis diskutieren.

Hier kurz die wichtigsten Handlungsempfehlungen der Expertenkommission. Man will:
“- neue Anwendungen für die Wissensgesellschaft initiieren
- Erfolgsfaktoren für den Einsatz von Web 2.0-Anwendungen stärken
- Aktivitäten auf relevante Ziel- und Gesellschaftsgruppen fokussieren”

Etwas konkreter werden anschließend Maßnahmen in drei Bereichen vorgeschlagen:
“- Leuchtturmprojekte fördern, die prinzipielle Erfolgsfaktoren erforschen
und übertragbar pilotieren (Ideenfindung durch Wissenschaft und Wirtschaft)
- Anwendungen initiieren (Ideenwettbewerb, Projektförderung)
- Qualifizierung der Nutzer vorantreiben (Bewusstseinsbildung in der
Wirtschaft, den Bildungsinstitutionen und der Gesellschaft).”

Das waren die Vorgaben. Bei über 40 Teilnehmern und einem Zeitfenster von drei Stunden ging die Diskussion natürlich kreuz und quer. Viele Stichworte, einige wiederkehrende Fragen, z.B.: Wie kann man verhindern, dass - wie in der e-Learning-Vergangenheit häufig geschehen - an der Praxis vorbei Projekte gefördert werden? Wie können Zielgruppen und Nutzer selbst in die Projekte einbezogen werden? Wie können sowohl technische als auch didaktische Aspekte zu ihrem Recht kommen? Vor allem: Wie müssen Programme formuliert werden, damit sie in die Aufgabenteilung von Bund, Ländern und Kommunen passen!

Eine Frage, die sich mir auf der Heimreise stellte: Wie verträgt sich das Thema Web 2.0 überhaupt mit staatlicher Förderung? Wie lassen sich “bottom-up”-Entwicklungen, die oft auf dem Engagement einzelner Verrückter aufbauen, fördern? Wie kommen staatliche Förderung mit ihren eigenen Zeitfenstern und Prozessen sowie Web 2.0-Innovationen zusammen? Es war von daher für mich wenig überraschend, dass die technisch-wirtschaftliche Seite des zukünftigen Förderprogramms (von der Suche nach “Innovationen” bis zu “wettbewerbsfähigen Anwendungen”) kaum angesprochen wurde.

Es bleibt genug zu tun. Denn viele Anwendungsbereiche und Zielgruppen brauchen Starthilfe und Förderung mit öffentlichen Mitteln, um erste Schritte in Richtung Web 2.0 gehen zu können. Da, wo neue Technologien Antworten auf ihre Probleme bieten können! Auch wenn es am Ende womöglich keine “Leuchtturmprojekte” werden.
Bericht der Expertenkommission Bildung mit neuen Medien, 12 März 2007 (pdf, via Jan Schmidt, der auch einen längeren Beitrag zur Veranstaltung geschrieben hat)
[Kategorien: Web 2.0]

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Bildung, please!

Posted on 11 July 2007 by jrobes

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Eigentlich müsste man sich ärgern, dass die Herausgeber nur einige Texte ins Netz stellen und diese auch nur in Auszügen. “Was ist Bildung?”, fragt z.B. Reinhard Brandt in seinem Artikel. Um dann einige Zeilen später eine Antwort zu versuchen: “Bildung ist Einweisung zur/m selbstbewußten Weltbürger/in in der jeweiligen Zivilgesellschaft. Dazu bedarf es bestimmter Grundkenntnisse und Fähigkeiten, über die alle verfügen müssen, und zugleich der Eigenentwicklung, die das jeweilige Individuum charakterisiert. Zum letzten gehört, daß man Genie oder Versager sein kann und daß beides einbezogen wird in das Mitspielen in der Gesellschaft.”

Das klingt schon fast wie ein Versprechen, dass Heft und Artikel durchaus 11,00 Euro wert sein können.
Reinhard Brandt, Lettre International 77 (2007)
[Kategorien: Weiterbildung allgemein]

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Microlearning as a challenge to instructional design

Posted on 10 July 2007 by jrobes

Die Quintessenz dieses Artikels lautet: Die Ankunft von Web 2.0 - und Microlearning ordnet sich hier nahtlos ein - stellt das klassische Instructional Design vor neue Herausforderungen: Es wird noch komplexer, weil jetzt eine weitere Perspektive hinzukommt: “Instructional design as a user-generated activity.”

Der Artikel gibt einen Überblick über verschiedene Instructional Design-Ansätze und Traditionen, um anschließend zu fragen, was sich mit Web 2.0, e-Learning 2.0 und Personal Learning Environments ändert. 15 “Guidelines for a elearning scenario following a ‘Web 2.0′ approach” deuten die Richtung an.

Aber dann heißt es auch: “Our analysis of a typical elearning scenario that follows a “web 2.0” approach demonstrates that instructional design is not dispensable but even becomes more complex. It does not imply a completely new approach but should integrate the various views to instructional design developed in different theoretical traditions.”
Es ist das Wort “integrate”, das mich an dieser Stelle überrascht. Hier habe ich eher einen Ansatz erwartet, der das Instructional Design an konkreten Zielgruppen und Bildungsbedürfnissen orientiert, wie z.B. von Peter Baumgartner (Lehren I, II, III) beschrieben. Oder bin ich jetzt wieder in eine alte Tradition zurückgefallen?
Michael Kerres, in: In: Theo Hug und Martin Lindner (Hrsg.): Didactics of Microlearning. Muenster: Waxmann 2007 (via Universität Duisburg-Essen) (pdf)

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management,
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