Eine Lernrevolution bahnt sich ihren Weg

Posted on 18 June 2007 by jrobes

Das Internet ist ja toll, um Informationen und, ja, Wissen zu vermitteln. Doch wie steht es um Kompetenzen, also die Fähigkeiten, in “unsicheren, offenen Situationen selbstorganisiert handeln zu können, ohne bekannte Lösungswege „qualifiziert“ abzuarbeiten, ohne das Resultat schon von vornherein zu kennen. …”? Braucht es dazu nicht die Praxis und ihre Unsicherheiten sowie die Zusammenarbeit mit anderen und ihr Feedback? Kein Problem, behaupten die Autoren und verbinden (in einer sehr verdichteten Darstellung!) Kompetenzforschung, Konnektivismus und Web 2.0. Das Ganze nennen sie “kompetenzzentriertes E-Learning” und demonstrieren gleich am Beispiel eines berufsbegleitenden MBA-Studienganges, wie das neue e-Learning funktioniert.

Das geschilderte Lernarrangement umfasst Prozesse der Kompetenzmessung, Workshops, Seminare, selbstorganisierte Lernphasen (unterstützt durch Social Software) sowie Einzellernen, Lerntandems , Lerngruppen und schließlich eine Master-Thesis. Das passt zum Rahmen eines MBA-Studienganges. Sollen andere, breitere Zielgruppen angesprochen werden, müssen viele der geschilderten Prozessschritte wohl stärker in die tägliche Arbeit integriert werden. Und das Szenario steht noch aus.
John Erpenbeck und Werner Sauter, in: Personalwirtschaft, 2/2007 (pdf)

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1 Comments For This Post

  1. Lore Reß Says:

    “Klassisches E-Learning im Web 1.0 und kompetenzzentriertes E-Learning im Web 2.0 unterscheiden sich deutlich. Klassisches E-Learning im Web 1.0 kennt in der Regel keine echten Dialoge, sondern rückgekoppelte Monologe. Es besteht eine Trennung von Experten (Lernprogrammentwickler) und Lernern.”
    Wer bisher eLearning in dieser Form definiert hat, der hat aber die Scheuklappen sehr eng eingestellt. Seit Jahren werden auf verschiedensten Lernplattformen Szenarien für kooperatives Lernen entwickelt UND ERFLGREICH EINGESETZT.

    Der erste Satz dieser Publikation ist für mich ein marktschreierisches Anpreisen bestehender Konzepte, mit denen auf den Zug “Web 2.0″ aufgesprungen werden soll.

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management,
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