Hochschulen und Web 2.0

Posted on 03 May 2007 by jrobes

Festzuhalten ist: Magdeburg, Bonn, Freiburg, Hamburg, Erlangen-Nürnberg und viele andere Hochschulen tun es: Sie nutzen Web 2.0-Technologien - vor allem Wikis, Blogs und Social Networking Tools - fürs Lehren & Lernen. Mit Second Life dagegen weiß man noch nichts rechtes anzufangen. Das Ganze funktioniert, so die Autorin, selbst organisiert und bottom up. Und vielleicht kann man auf den anderen Seiten des Campus Innovation-Portals nachlesen, wie sich bottom up und top down vertragen: Thema des Monats April/ Mai sind nämlich Campus Management-Systeme.
Claudia Musekamp, Campus Innovation, 21 März 2007
[Kategorien: eUniversity, Web 2.0, Weblogs, Podcasting]

Popularity: 27% [?]

7 Comments For This Post

  1. Joachim Wedekind Says:

    So so, Magdeburg, Bonn u.a. “tun es” also. Bei solchen Formulierungen bekomme ich leicht Bauchschmerzen. Einige (vermutlich wenige) in Magdeburg, Bonn usw. tun es. Es heißt ja auch bottom up. Hochschulstrategien zu E-Learning gibt es immer noch wenige, von rühmlichen Ausnahmen wie z.B. Duisburg-Essen oder Frankfurt abgesehen, Strategien speziell zu Web 2.0-Einsatz wohl gar nicht. Ich nutze auch Web 2.0-Technologien in meinen Lehrveranstaltungen, einige andere an der Uni Tübingen vermutlich auch (genaueres weiß man/ich nicht), aber die Uni Tübingen “tut es” sicher eher nicht.

  2. Jochen Robes Says:

    Ja, natürlich - und ich hoffe, spätestens bei der Lektüre des Originals wird deutlich, dass es an keinem der Orte um eine “Web 2.0-Strategie” geht - wenn es so etwas von der Sache her überhaupt geben kann.
    Gruß, JR

  3. Thorsten Says:

    Die Hochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl nutzt einige E-Learning-Plattformen. Das Web 2.0 erfreut sich jedoch vor allem an dem neuen bottom-up-Projekt Verwaltung.modern@Kehl (http://www.verwaltungmodern.de).

  4. Claudia Musekamp Says:

    Wahrscheinlich haben noch viel mehr Hochschulen Web 2.0-Anwendungen, nur weiss die Pressestelle nicht immer davon. Von 30 angefragten Universitäten haben überhaupt nur 12 auf die persönlich adressierten E-Mails reagiert.

  5. Ralf Hilgenstock Says:

    Jochen hast Du mal dahintergeschaut, was uns Campus Innovation da zu verkaufe versucht? Ich habe nur mal meine Heimatstadt Bonn angesehen, die mit ihrer Uni als Beispiel genannt wird für:
    “Das Web 2.0 hat in die Hochschulen Einzug gehalten. Und zwar genauso wie es typisch ist für diese Generation des Internets. Nicht als von oben für die gesamte institution verordnete Plattform. Sondern als Instrument von Studierenden, Lehrkräften, Fachschaften, Fachbereichen und Fakultäten zum einfachen und spontanten Austausch. ” Unter der Überschrift “Podcast” zeigt die Uni Bonn “auf dieser Seite bieten wir ausgewählte Mitschnitte von Reden und Veranstaltungen der Universität Bonn als Videodatei an”. Mit einem Podcast hat das nichts und auch gar nichts zu tun. Darunter die Anpsrache des Rektor zu Rede der Bundesministerin und dann diese Rede gleich dazu. Beides im ASX-Format nur für Windows Media Player.

    Das ist entweder Volksverdummung oder, ach ich weiß nicht was. Zumindest dumm und dreist uns das als Web 2.0 zu verkaufen.

    Die Uni Magdeburg bietet “Vorlesung zum Mitnehmen”. 10 minütige Podcasts sind nichts anderses als 10 minütige Vorlesungszusammenfassungen auf einer Webseite zum Downloaden. Wo ist da “Pod-Cast”? Nicht mal nen RSS-Feed gibt es.
    Undder Professor dazu: “Ich wette, dass es nicht einen Studenten gibt, der sich 90 Minuten eine Vorlesung hinterher anschaut. Die Vorlesung ist zusammengefasst mit Wort und Bild, das ist doch viel interessanter für einen Studenten”, meint Professor Rüdiger Bähr vom Institut für Fertigungstechnik. Er hat dieses ergänzende Podcast-Angebot entwickelt.”
    Was sagt uns das über die Vorlesung?

    Satire!!!: Ich habe da noch einen Tipp. Auf meinen Webseiten gibt es jetzt völlig interaktive Web 2.2. Anwendungen. Ich habe ganz neu ein paar PDF hochgeladen. Und bis zum hochladen, war ich mit zwei anderen Autoren echt inter-aktiv.

    Sorry, etwas mehr Kritik ist hier endlich mal nötig. Sonst verwässern uns die Begriffe von völlig. DerFrontalangriff des Dozenten mit einer Vor-Lesung wird dann demnächst auch noch zum interaktiven Event, vielleicht auch noch konstruktivistisch genannt, weil der Prof ja noch konstruktiv war.

  6. Jochen Robes Says:

    Danke für die Erdung, Ralf! Da ist einiges dran an den Punkten, die Du erwähnst! Über die Definition eines Podcast müssen wir uns sicher nicht lange unterhalten. Aber vielleicht sind wir doch an vielen Stellen schon über “Open Access” so glücklich (und die Campus Innovation-Angebote zähle ich auch mal dazu), dass wir die dahinter steckenden Bildungskonzepte nicht immer im Blick haben bzw. gar nicht nach ihnen fragen. Das auf die Schnelle!
    Gruß, Jochen

  7. Ralf Hilgenstock Says:

    Jochen,

    unser Problem wird immer mehr, dass klassische Infopräsentation schon zu Web 2.0 wird. Und im nächsten Schritt werden wir die Konsequenzen der Qualität der Vernetzungen der Blogs diskutieren.

    Was nützt es wenn unkritisch und unreflektiert Informationen miteinander verlinkt werden. Das ist die Multiplikation des nicht Verbreitungswürdigen.D as führt nur zu noch mehr Informationsoverkill, den wir immer weniger beherrschen. Die Instrumente, die eine Hilfe zur Informationsarbeitung werden sollten, werden selber zum Fluch.

About me

Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management,
Social Media und MOOCs
XING

Newsletter (wöchentliche Übersicht)

E-mail:   

Subscribe    Unsubscribe

Photos from our Flickr stream

Hochschulforum Digitalisierung Gruppenbild

cMOOC-Runde

gfwm-beiratstreffen-2013

corporatelearningcamp 2013

robes_mld2013

13:14:02

13:30:41

sportograf-43743811

See all photos