Archive | April, 2007

Ne(x)t Generation Learning II.

Posted on 30 April 2007 by jrobes

Dieser Arbeitsbericht fasst zusammen, was nicht zusammen gehört. Fragen des E-Assessments sind Fragen des Bildungsmanagements. So spricht Karsten D. Wolf in seinem Beitrag von einem “Prüfungsaufkommen von mindestens 70.000 Prüfungen pro Semester” (28), das mit der Einführung von Bachelor- und Master-Studiengängen an einer Universität wie Bremen anfallen wird. Das legt natürlich nahe darüber nachzudenken, ob sich dieses Aufkommen durch “E-Klausuren” nicht effizienter bewältigen lässt. Hat das Thema noch weitere Dimensionen und Schnittstellen zu anderen Fragen des netzgestützten Lernens? Sicher (z.B. “E-Assessments der dritten Generation”, 37), aber sie stehen (derzeit) nicht im Vordergrund.

Die Einführung von E-Portfolios zielt dagegen darauf ab, neue Möglichkeiten der Dokumentation und Reflektion von Lernprozessen zu eröffnen. Das wird auch in der Einführung sowie im Beitrag von Sandra Schaffert (u.a.) unterstrichen. Doch schon der Titel dieses Beitrags, in dem von “Möglichkeiten und Herausforderungen” die Rede ist, macht ein Dilemma deutlich. Da ist zwar von der langen Tradition der Portfolio-Methode die Rede, von aktuellen Projekten auf verschiedenen Ebenen (europäisch, national, lokal), aber es fällt offensichtlich immer noch schwer, von konkreten Praxiserfahrungen zu berichten. Gerade wenn die AutorInnen betonen, dass es “nicht das eine Tool für den E-Portfolio-Einsatz geben kann” (84), ist es natürlich noch interessanter, mal den “O-Ton” eines Beteiligten zu hören.

“Aus technologischer Perspektive lassen sich E-Assessments und E-Portfolios ebenfalls deutlich voneinander abgrenzen. Während ein E-Assessment eher ein Bestandteil eines „klassischen“ Learning Management Systems darstellt, sind E-Portfolios meist ein zentrales Element einer Personal Learning Environments (PLEs), was als eine konsequente Implementierung eines lernerzentrierten Design-Ansatzes betrachtet werden kann.” (19) Das ist auch mein Verständnis.
Taiga Brahm und Sabine Seufert, Swiss Centre for Innovations in Learning (SCIL), 13. SCIL-Arbeitsbericht, März 2007 (pdf)

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An Interview with Morten Flate Paulsen: Focusing on His Theory of Cooperative Freedom in Online Education

Posted on 27 April 2007 by jrobes

Morten Flate Paulsen ist Professor of Online Education und Director of Development am NKI Distance Education in Norwegen. In diesem längeren Interview führt er in seine Theorie der “Cooperative Freedom” ein. Sein Ausgangspunkt: “There is a tension between the urge for individual independence and the necessity to contribute in a collective learning community. Thus, cooperative learning seeks to develop virtual learning environments that allow students to have optimal individual freedom within online learning communities.”

Wie man diese Spannung auflösen kann, wird am Beispiel einiger Projekte und Initiativen am NKI gezeigt. Interessant sind hier vor allem der “Learning Partner Service”, der an Prozesse bekannter Community-Angebote erinnert; sowie das Cooperative Gating (COG), bei dem Studierende erst auf Informationen zugreifen können, wenn sie selbst einen Beitrag geleistet oder eine Aufgabe gelöst haben (via Stephen Downes).
Michael F. Shaughnessy, EdNews, 25 April 2007

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For an ePortfolio enabled architecture

Posted on 26 April 2007 by jrobes

Lore Ress hat kürzlich darauf aufmerksam gemacht, dass jetzt die ersten Schulen in Hessen mit ePortfolios ihre Erfahrungen sammeln (hier mehr darüber). Ich weiß nicht, ob den Beteiligten mit diesem Positionspapier geholfen ist. Denn der launige Einstieg (”Is MySpace an ePortfolio? Is 43things an ePortfolio? Is Elgg really an ePortfolio?”) täuscht nicht darüber hinweg, dass Serge Ravet hier keine kurzweilige Einführung ins Thema geschrieben hat, sondern sich sehr differenziert den verschiedenen Ebenen und Perspektiven einer “ePortfolio enabled environment” widmet. Wer also bereit ist, sich auf die Unterscheidung zwischen “ePortfolios, ePortfolio systems, ePortfolio editing systems and ePortfolio management systems” einzulassen, ist hier richtig.
Serge Ravet, European Institute for E-Learning (EIfEL), 4 April 2007

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Do Learning Management Systems Have a Future?

Posted on 25 April 2007 by jrobes

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Gary Woodill, Brandon Hall Research, präsentiert hier einen kurzen Überblick über die Evolution von Learning Management Systemen, um dann zur Frage nach ihrer Zukunft überzuleiten. Ich teile seine Einschätzung: “As long as there is a demand for tracking and reporting of courses, assessments, and achievements within large organizations, I believe there will be a demand for some form of learning management systems.”
Gary Woodill, Canadian HR Reporter, 24 April 2007
[Kategorien: Learning Management Systems]

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WHO SAYS WE KNOW. On the New Politics of Knowledge

Posted on 24 April 2007 by jrobes

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Larry Sanger ist Mitbegründer von Wikipedia, hat aber heute mit dem strikt egalitären Ansatz der Wikipedianer seine Probleme und deshalb eine neue Online-Enzyklopädie, Citizendium, gegründet. In diesem wort- und argumentreichen Artikel legt er dar, dass man Experten und Nicht-Experten benötigt, will man die Qualität einer Online-Enzyklopädie sichern bzw. verbessern. Experten sind unverzichtbar, so Sanger, und wenn wir es schaffen, sie zu integrieren, steigt unsere Chance “of getting the truth”.

“As it turns out, our many Web 2.0 revolutionaries have been so thoroughly seized with the successes of strong collaboration that they are resistant to recognizing some hard truths. As wonderful as it might be that the hegemony of professionals over knowledge is lessening, there is a downside: our grasp of and respect for reliable information suffers. With the rejection of professionalism has come a widespread rejection of expertise — of the proper role in society of people who make it their life’s work to know stuff. This, I maintain, is not a positive development; but it is also not a necessary one. We can imagine a Web 2.0 with experts. We can imagine an Internet that is still egalitarian, but which is more open and welcoming to specialists. The new politics of knowledge that I advocate would place experts at the head of the table, but — unlike the old order — gives the general public a place at the table as well. (Hervorhebungen von mir, JR)
Larry Sanger, Edge, April 2007
[Kategorien: Knowledge Management]

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You Learning – the Impact of User Generated Content on Education

Posted on 23 April 2007 by jrobes

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Karsten D. Wolf, dessen Lehr- und Forschungsgebiet die didaktische Gestaltung multimedialer Lernumgebungen an der Universität Bremen ist, hat auf der ITK07 in Finnland die Keynote gehalten und seine Slides online (Slideshare) gestellt. Empfehlenswert - sogar ohne die Worte des Referenten. Am Beispiel von Wikipedia kreist Karsten Wolf länger um den “equal participation gap” (”20% of people are doing 80% of the work”), bevor er user-generated content aus pädagogischer Sicht näher unter die Lupe nimmt (”but does it change education as we know it?”). Aber am besten hat mir seine Zusammenfassung (siehe Grafik) gefallen! (via Helge Städtler)
Karsten D. Wolf, 20 April 2007
[Kategorien: Trends in der Weiterbildung, Social Software]

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Aus der Rolle fallen

Posted on 23 April 2007 by jrobes

Prinzipiell wird die Forderung von allen Beteiligten unterschrieben: das Bildungsmanagement muss sich von einem “reaktiven Dienstleister” zu einem “proaktiven professionellen Gestalter und Bildungspartner” entwickeln, will es als “strategischer Geschäftspartner” ernst genommen werden. Die Lücke klafft, so auch die SCIL-Autoren mit Verweis auf eigene Studien, zwischen Theorie und Praxis. Um diese zu schließen, wird auf vier Aufgabenfelder eines strategischen Bildungsmanagements verwiesen: Strategieentwicklung, Qualitätsmanagement, Change Management, Learning Design.
Der Artikel schließt mit dem Beispiel der Führungskräfteentwicklung der Lufthansa School of Business.
Sabine Seufert, Dieter Euler und Michael Christ, Personalwirtschaft, 3/2007 (pdf)
[Kategorien: HR Management]

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Participative Web: User-created content

Posted on 20 April 2007 by jrobes

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Es ist immer wieder erstaunlich, was alles unter dem Dach der OECD diskutiert und erforscht wird. Hier also steht “user-created content” bzw. “UCC” auf dem Prüfstand. “This study describes the rapid growth of UCC, its increasing role in worldwide communication and draws out implications for policy.” Viele interessante Beschreibungen, Definitionen, Klassifizierungen und Statistiken, die belegen, dass es sich bei UCC um einen wirklich globalen Trend handelt. Lesenswert sind vor allem die Kapitel “Value chains and emerging business models” und “Economic impacts of user-created content”. In der Summary heißt es dazu:
“There are five basic models: i) voluntary contributions, ii) charging viewers for services - pay-per-item or subscription models, including bundling with existing subscriptions, iii) advertising-based models, iv) licensing of content and technology to third parties, and v) selling goods and services to the community (’monetising the audience via online sales’). These models can also remunerate creators, either by sharing revenues or by direct payments from other users.”
Sacha Wunsch-Vincent und Graham Vickery, OECD, 12 April 2007 (pdf)
[Kategorien: Social Software]

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Learning and the line: the role of line managers in training, learning and development

Posted on 20 April 2007 by jrobes

Nicht nur an Universitäten soll gelernt werden, auch in Unternehmen. Und dabei spielt der direkte Vorgesetzte, der “line manager”, eine entscheidende Rolle - “as facilitators and providers of learning”. In der vorliegenden “Change Agenda”, wie das CIPD seinen Report nennt, wird die Bedeutung des line managers unterstrichen und mit Ergebnissen aus Untersuchungen und Interviews unterlegt. Die Autoren diskutieren darüber hinaus, unter welchen Bedingungen Vorgesetzte ihrer Rolle und Verantwortung gerecht werden und wie HR und Senior Management sie dabei unterstützen können. Ein Resumee: Hoher Arbeitsdruck und mangelndes Wissen führen dazu, so die Autoren, dass “there’s still a tendency to give priority to the provision of formal training programmes”.
Sue Hutchinson und John Purcell, Chartered Institute of Personnel and Development (CIPD), April 2007
[Kategorien: HR Management]

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Opportunities in our Laps?

Posted on 20 April 2007 by jrobes

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Über Nicholas Negropontes “One Laptop Per Child” (OLPC)- Initiative ist bereits viel gesagt und geschrieben worden. Trotzdem: Wayne Hodgins Artikel fasst nicht nur die wichtigsten Eckdaten des Projekts kurz zusammen. Er stellt darüber hinaus viele Fragen. Nicht um das Projekt zu kritisieren, sondern weil er fasziniert ist vom Potenzial dieser Idee. Die wichtigsten Fragen betreffen aus meiner Sicht die Rolle der Lehrer in diesem Projekt:

“Imagine “classrooms” in many of these countries that are in extremely remote locations, without power, desks or most other basics, and yet literally the next day, each student walks in with one of these laptops in hand. The children, with the combination of their great gifts of constant curiosity and so little to “unlearn”, will likely take to these laptops with great ease and speed. But what will be the reaction of teachers and other adults in the community?

There is no current funding or plans for any associated teacher training programs to go with the OLPC project. Is this foolish or brilliant? Should such teacher training and “train the trainer” programs be formally developed or will it be better to leave this to the teachers and adults themselves? Will teachers learn (and teach) best by doing so with their students and adopting a “guide on the side” type approach?” (via Stephen Downes)
Wayne Hodgins, Off Course - On Target, 19 April 2007
[Kategorien: Trends in der Weiterbildung]

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E-Learning 2.0 – Neue Lehr-/Lernkultur mit Social Software?

Posted on 19 April 2007 by jrobes

Am Montag, den 23. April, hat jeder Gelegenheit, via e-teaching.org an einer Ringvorlesung mit Tanja Jadin und Günter Wageneder teilzunehmen. Das “Begleitmaterial” steht bereits online. Unter “eLearning 2.0″ verstehen die Autoren in diesem Artikel Lehr- und Lernszenarien, “in denen Social Software, vor allem Wikis, Weblogs und RSS als didaktische Werkzeuge eingesetzt werden”. Dabei sprechen sie auch vom “seminaristischen eLearning” und stellen sehr anschaulich eine Reihe entsprechender Lehrveranstaltungen aus jüngster Vergangenheit vor. Interessant sind auch die Probleme, die erste Evaluationen dieser Veranstaltungen ans Licht bringen: der hohe zeitliche Aufwand für alle Beteiligten; die häufig fehlende Bereitschaft der Studierenden, sich aktiv zu beteiligen; der oft unreflektierte Umgang mit dem Netz und seinen Inhalten; die fehlende Medienkompetenz.
Tanja Jadin und Günter Wageneder, e-teaching.org, April 2007
[Kategorien: e-learning 2.0, Social Software, Weblogs]

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Offene Bildung im/mit dem Web 2.0!?!

Posted on 18 April 2007 by jrobes

Eine kleine Auszeit liegt hinter mir. Ich war Montag und Dienstag in Salzburg auf der 3. Interdisziplinären EduMedia Fachtagung, die sich ganz dem Thema “Offene Bildung im/mit dem Web 2.0!?!?” verschrieben hatte. Vorneweg: Strahlendes Frühlingswetter, über 200 Teilnehmer, darunter einige Edublogger wie Mandy Schiefner, Marco Kalz und Andreas Auwärter – gute Rahmenbedingungen also, um sich mal zwei Tage der internationalen Open Educational Resources-Bewegung anzuschließen.

Nun ist ja in den letzten Wochen und Monaten einiges zum Thema “Open Educational Resources” (OER) veröffentlicht worden, so dass es nicht schwierig war, schnell Anschluss zu finden. Einen profunden Überblick bekamen zudem alle Teilnehmer zu Beginn der Veranstaltung in die Hand gedrückt: Die “OLCOS Roadmap 2012″. OLCOS steht für “Open eLearning Content Observatory Services”, ein europäisches Projekt, getragen von mehreren Kooperationspartnern, zu denen auch die EduMedia Gruppe der Salzburg Research gehört.

Was passierte in Salzburg? Ein Statement prägte aus meiner Sicht die Veranstaltung: Immer wieder war zu hören, dass Open Content und OER nur ein erster Schritt sein können, letztendlich sogar ein vergeblicher, wenn sich die pädagogischen Konzepte und damit das Lernen selbst nicht verändern. Das heißt, auch wenn sich bis heute bereits vieles getan hat, die entscheidenden Veränderungen stehen noch aus!

Einige Stichworte zu den Vorträgen und Themen der Konferenz: Die einleitende Podiumsdiskussion stand unter dem Titel “Freie Information, Wissen und Kreativität im Web 2.0?!”. Drei Wiki-Projekte (Wikipedia, “Mozart for all”, Salzburgwiki) gaben der Diskussion den roten Faden, wobei – wenig überraschend – Mathias Schindler von der Wikimedia Deutschland am ausführlichsten Rede und Antwort stehen musste. Ein Höhepunkt des zweiten Tages war sicher das Referat von Bernie Dodge aus San Diego, der sehr unterhaltsam für sein Steckenpferd “WebQuests” (hier zur Webseite) warb. Hier habe ich gemerkt, dass ich auch noch einmal kräftig nachlegen muss!

Ein anderer Punkt, den ich mir notiert habe: Im Mai geht die Informationsplattform “open access” live, über die Rubina Vock von der FU Berlin informierte. Hier bin ich wirklich gespannt! Ansonsten war das Programm sehr vielfältig: Einige Sessions konzentrierten sich z.B. stark auf Beispiele aus dem Schulalltag, was ich leider nicht immer rechtzeitig bemerkt hatte. Abschließend versuchte das Podium noch etwas zu provozieren (”Was nichts kostet, ist nichts wert!?”), ohne allerdings erkennbar am Engagement und der Überzeugung der Open Content/ Open Source-Anhänger rütteln zu können.

Meine Präsentation, oder besser: meine Assoziationen (”Warum verlangen Sie kein Geld dafür?”), sind hier online zu sehen.
3. Interdisziplinäre EduMedia Fachtagung, Salzburg, 16/17 April 2007
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The Future Of Learning Is Informal And Mobile: A Video Interview With Teemu Arina

Posted on 13 April 2007 by jrobes

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Ein interessantes Interview, zu dem sich Robin Good alias Luigi Canali De Rossi und Teemu Arina hier in Rom am Rande einer Konferenz getroffen haben. Teemu Arina, das ist jener Mann, dem wir diese nette Illustration des informellen Lernens verdanken, beschreibt hier Lernprozesse abseits des strukturierenden Bildungsmanagements und eingebettet in soziale Beziehungen und reale Plätze. Und mittendrin Social Software.

“When we see mobile technologies, social technologies and physical spaces intersecting very well, I think that’s when we see what true learning is all about.”
Robin Good, 12 April 2007
[Kategorien: Informelles Lernen]

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Blended learning

Posted on 13 April 2007 by jrobes

Es ist ruhiger geworden um “Blended Learning”. Zu selbstverständlich - auch wenn die einzelnen Bausteine entsprechender Angebote oft nur lose durch ein breites Curriculum zusammengehalten werden. Das macht es auch bei der aktuellen Ausgabe der eLearning Papers schwierig, Gemeinsamkeiten zwischen den Projektberichten zu entdecken. Ich habe den Artikel von Tim Scholze und Sabine Wiemann (”Erfolgreiche Blended Learning Projekte 2006: Erfahrungen in verschiedenen formellen, nicht-formellen und informellen Lernumgebungen”) gelesen, die ein interkulturelles Trainingsangebot (”Integration”) sowie ein interessantes eCoaching-System für die Einführung eines Umweltmanagements an europäischen Schulen vorstellen (”Joint Environmental Management/ JEM”).

Sie verweisen übrigens konsequent auf den Göttinger Katalog didaktischer Modelle (GKDM), der bei der Entwicklung aller Blended Learning-Szenarien Pate gestanden haben soll. Ist bis heute völlig an mir vorbeigegangen! Leider habe ich im Netz nur eine Darstellung von 20 Grundmodellen didaktischen Handelns gefunden (hier), eine Liste aus den siebziger Jahren, die heute etwas phantasielos wirkt.
Vielleicht planen die Beteiligten auch deshalb, sich für die zukünftige Entwicklung eines Trainingsangebots für “Blended Learning Designer” intensiver um die Integration von Web 2.0-Tools zu bemühen!? Wie auch immer, hier bin ich für etwas Nachhilfe immer offen!
eLearning Papers, Nr. 3, März 2007

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LMS and LCMS Demystified

Posted on 12 April 2007 by jrobes

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Die Berater um Brandon Hall bieten hier all jenen eine erste Entscheidungshilfe, deren Hausaufgabe die Einführung einer Lernplattform ist. Einige Informationen darüber, was ein LMS von einem LCMS unterscheidet (siehe die Grafik; zum Vergrößern anklicken) und wie man sich der Aufgabe am besten nähert. Aber etwas Vorsicht ist geboten: Hier werden keine Sinnfragen gestellt, Open Source ist kein Thema und an vielen Stellen heißt der Rat: “contact an e-learning consulting group”. Interessant fand ich folgenden Hinweis auf die Zahl der selbst entwickelten Lernplattformen, etwas, was mir in der Praxis nur noch selten begegnet:

“Because of the high, enterprise-level pricing of many LMS solutions, many companies choose to build their own LMS from scratch rather than purchase a system. In fact, the use of proprietary systems is still number one in market share when compared with even the most popular LMS solutions. …
On average, it will take between $200,000 to $500,000 and about 18 months to build an LMS with moderate functionality. For some very large organizations, that may be a cost savings over purchasing a commercial solution.”

Brandon-Hall Research Group, Elearning! Magazine, Spring 2007
[Kategorien: Learning Management Systems]

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Offene Lehre ist freie Lehre ist gute Lehre

Posted on 11 April 2007 by jrobes

Der Titel macht an. Das Buch ist angesiedelt in Linz, der Europäischen Kulturhauptstadt 2009, und die Herausgeber versuchen einen interessanten Spagat: auf der einen Seiten geben sie einen Überblick über das Spektrum der Open Source-Themen und auf der anderen Seite versuchen sie, diese Themen “vor Ort” zu verankern.

“Offene Lehre ist freie Lehre ist gute Lehre” ist ein Kapitel dieses Buches. Hier heißt es, Bildung als “zentrale Währung der Wissensökonomie” kann von freier digitaler Verfügbarkeit nur profitieren. Am MIT wurde diese Einsicht mit dem OpenCourseWare-Projekt in konkretes Handeln umgesetzt. So steigen die Autorinnen ein, um dann zu fragen, wie es eigentlich in Österreich aussieht. “Durchwachsen” könnte man sagen: Die Universität Klagenfurt ist als einzige österreichische Universität im internationalen Open Courseware Consortium vertreten und versucht derzeit, mit einer “One-Man”-Show Open Courseware zu praktizieren. Die Universität Linz ist davon noch weit entfernt und stellt ihr Multimedia-Angebot nur eingeschriebenen und zahlenden Teilnehmern zur Verfügung.

Da ist also noch Potenzial. Und so haben die Autorinnen dem Kapitel gleich einige Projektskizzen angehängt, die alle 2009 an den Start gehen könnten. Wenn Linz - siehe oben - Kulturhauptstadt wird.
Rebecca Kampl und Barbara Hofmann, in: Freie Netze. Freies Wissen. Hrsg. von Leonhard Dobusch und Christian Forsterleitner, Wien 2007

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HR’s Dinosaurs

Posted on 10 April 2007 by jrobes

Für meine Ex-Kollegen in HR. John Sullivan, Management-Professor und agent provocateur der Personalszene, hat wieder eine Kostprobe seines Könnens abgegeben: “Why do we still have HR generalists? I have met thousands of them in both large and small corporations and unfortunately have found most to be little more than hand-holding, silo-building, no-change agents who serve as barriers to HR having a measurable business impact.”

Dann zählt Sullivan auf: “They build silos”, “They resist measurement” usw. Das ist natürlich einseitig und überzogen, andererseits nährt es möglicherweise bestehende Zweifel am Sinn und Nutzen einer ganzen Profession. Wo immer man steht: Dutzende “Generalisten” haben sich bereits zu Wort gemeldet. Aber vielleicht sollte man einfach noch mal vier Wochen abwarten. In der Regel dreht John Sullivan dann selbst den Spieß um und schreibt über die “Unverzichtbarkeit des visionären HR Managers in stürmischen Zeiten”.
John Sullivan, Workforce Management, 26 März 2007
[Kategorien: HR Management]

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Informal Learning

Posted on 05 April 2007 by jrobes

Teemu Arina, CEO von Dicole Oy in Helsinki (hier sein Blog) hat eine wunderschöne Grafik erstellt, die das informelle Lernen und damit die Mehrzahl unserer Lernaktivitäten ins Zentrum rückt - und so viele Ansatzpunkte für weitere Ideen liefert.
via Jay Cross, Informal Learning Blog, 13 März 2007

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LMS-Stories

Posted on 05 April 2007 by jrobes

Jede einzelne der folgenden Meldungen erscheint mir wenig aufregend, aber in der Summe spiegeln sie vielleicht wider, was den LMS-Markt gerade bewegt. Da verleiht die eLearning Guild seine Member’s Choice Awards für Lernplattformen und gleich dreimal geht Platin an Moodle (”Learning Management Systems”). Auch Richard Nantel, Brandon Hall, macht Werbung für seine kostenpflichtigen Research-Anstrengungen und informiert uns über “LMS Pricing Trends - Installed Implementations” - etwas abstrakt und ohne Moodle. Ebenfalls ohne Moodle, aber mit 17 CEOs von LMS/ LCMS-Companies hat Elliott Masie kurze Interviews geführt und als Podcast online gestellt (”LMS CEO Interviews”). Etwas für die Ostertage und LMS-Professionals.
[Kategorien: Learning Management Systems]

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Teaching and Learning with the Net Generation

Posted on 04 April 2007 by jrobes

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Am Ende raucht etwas der Kopf und man fragt sich, ob der ganze Aufwand auch angemessen ist: Da wird über das lebenslange Lernen geredet, aber eigentlich dreht sich alles um eine Generation, die der 1982-1991 Geborenen, die “Net Generation” eben. So auch in diesem Artikel, der die aktuelle Ausgabe von innovate, ein Themenheft zur “Net Generation”, einleitet. Wie erfahren etwas über die Einstellungen dieser Generation, z.B. dass sie “education-oriented” und “extremely goal-oriented” ist, aber auch, dass sie ein “greater desire for active, engaged learning experiences” auszeichnet. Es gibt auch eine Kehrseite: “lack of discipline”, sagen einige; und dass “their critical thinking skills … often weak” seien, sagen andere. Dementsprechend das Fazit:

“Our research observes the existence of a fine line: Educators should continue to find ways to exploit the skills students develop outside of class without accommodating the habits of instant gratification and shallow thinking. To be human is to learn, and we learn from good teachers. Russell Ackoff has often noted that the current education system does not teach students how to learn …. Today’s digital and computer technologies allow us to remedy this by giving us the tools to teach Net Geners not just what to learn but how to learn.”
Kaum ein Artikel kommt übrigens ohne die mehrfache Erwähnung von “Educating the Net Generation” von D. G. Oblinger und J. L. Oblinger (2005) aus.
Kassandra Barnes, Raymond C. Marateo und S. Pixy Ferris, innovate - journal of online education, April/ Mai 2007
[Kategorien: Learning Styles]

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management,
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