Posted on 09 March 2007 by jrobes

Vor einigen Tagen gab es in der ehrwürdigen New York Times einen Artikel über “Social Networking’s Next Phase”. Derzeit bestimmen Angebote wie MySpace, Xing oder Facebook die Szene. Bald aber, so der Artikel, werden die Tools zur Verfügung stehen, mit deren Hilfe wir alle unsere eigenen Netzwerke gestalten können. In dieser Welt wird es (noch) umständlicher, mit dem Betreten einer Community jedesmal ein persönliches Profil inkl. Username und Passwort anzugeben. Hier soll ein Standard wie OpenID helfen, der den gesicherten Transfer dieser Informationen ermöglichen soll. Oder, wie es auf Wikipedia heißt: “OpenID is a decentralized system to verify one’s online identity.”
Mark Burton greift hier diese Idee auf und schreibt sie gleich allen e-Learning-Entwicklern ins Pflichtenheft: “And if you are developing e-learning sites or tools for the web, and you aren’t seriously considering OpenID, we figure that you must either work for BlackBoard, or you just don’t get it (e.g. you are a good candidate to work for BlackBoard).”
Mark Burton, Edugator, 8 März 2007
[Kategorien: Trends in der Weiterbildung]
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Posted on 08 March 2007 by jrobes

Ein kurzes Bildungsbarometer. Entdeckt auf der ersten Seite des aktuellen Newsletters (”Betriebliche Weiterbildung: Infrastrukturen lebensbegleitenden Lernens”) des Forschungsinstituts Betriebliche Bildung (f-bb).
Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb), Newsletter 01/ 2007, 7 März 2007 (pdf)
[Kategorien: Weiterbildung allgemein]
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Posted on 08 March 2007 by jrobes
In den letzten Tagen hat sich eine spannende Diskussion zwischen einigen Edublog-Protagonisten entwickelt. Losgetreten hat sie Dave Tosh, der hinter ELGG steht. ELGG ist “an open source social networking platform”, das gerne als ePortfolio-Beispiel und lerner-zentriertes Personal Learning Environment zitiert wird. In seinem Beitrag (der derzeit leider nicht online zugänglich ist) beschreibt Dave Tosh das Scheitern von ELGG als Business Model und als Open Source-Projekt – und hat damit, natürlich möchte man sagen, eine Reihe von Antworten provoziert.
Ich zitiere die Statements von Dave Tosh etwas ausführlicher, weil er Fragen ausspricht, die bei vielen ähnlichen Bildungsprojekten sicher auch im Raum stehen. Denn gerade in diesem Bereich werden ja oft sehr engagiert Zeit und Ressourcen investiert, und die Frage nach erfolgreichen Geschäftsmodellen jenseits staatlicher Grundversorgung, öffentlichen Förderprojekten und privaten Stiftungsgeldern ist ja ein Dauerbrenner. Aber zu Dave Tosh:
1) No real revenue stream outwith the big guns like Linux, My SQL and Apache …
2) You cannot get investment, which is crucial for growth, for an open source product released under a GPL license.
3) Open source works as a two way street - however the reality is that most people just take and then complain if it isn’t quite right, hardly a fair balance.
4) You get treated the same as a commercial product but aren’t receiving any money for your goods or services. …
5) You can’t raise funding to work on open source projects if you are the developers …
6) Open source projects which are deemed to be successful are often not truly open source …
7) Most people in the decision making positions don’t seem to trust open source …
In seinem Artikel setzt sich Stephen Downes ausführlich mit diesen Fragen auseinander und verlinkt zu weiteren Kommentaren. Lesenswert.
Stephen Downes, Half an Hour, 3 März 2007
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Posted on 07 March 2007 by jrobes
Dieses Working Paper versucht eine “Bestandsaufnahme der demografischen Entwicklungen, des Lernens im höheren Lebensalter und der Perspektiven für die Weiterbildung”. Umfassend aus meiner Sicht. So dass ich an dieser Stelle nur zwei Entwicklungen mit kurzen Zitaten unterstreichen möchte:
“Die Erwerbsphase wird sich wahrscheinlich verlängern, doch bleibt sie voraussichtlich von der nachberuflichen Lebensphase strukturell getrennt. Allerdings kann sich dieser Lebensabschnitt von einer „Restzeit“ mit Freizeit und Konsum zu einer Phase der gesellschaftlichen Partizipation wandeln (…). Anteile an der Erwerbsarbeit, soziales Ehrenamt, Transferleistungen für die Familie und Vermögensverhältnisse machen die Älteren potenziell zu produktiven Mitgliedern der Gesellschaft und zu einflussreichen Kunden auf dem Markt.” (S. 16)
“Ältere Menschen sind immer stärker ältere Arbeitnehmende, Teilzeitbeschäftigte, Ehrenamtliche und Kunden spezifischer Angebote im Dienstleistungsbereich. Sie werden so zu einer differenzierten Adressatengruppe für die Weiterbildung.” (S.20)
Jens Friebe, Deutsches Institut für Erwachsenenbildung (DIE) - texte.online zur Erwachsenenbildung, 27 Februar 2007 (pdf)
[Kategorien: Weiterbildung allgemein]
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Posted on 06 March 2007 by jrobes

Stephen Downes hat es gleich “best post of the year” genannt! Vicki Davis (links ihr Avatar) hat sich hier intensiv mit der virtuellen Welt von Second Life beschäftigt und ihre Eindrücke wunderbar zusammengefasst. Zwei Dinge betont sie besonders:
- Web 3D, wie sie es nennt, wird “the next evolution of the web”.
- Und: Auch wenn derzeit bereits viele Lehrer und Erzieher mit Second Life experimentieren: “It is not ready yet for classes!”
Abgesehen davon rät sie jedem, sich mit den neuen 3D-Welten wie Second Life auseinanderzusetzen und hat dafür gleich eine Reihe von Videos (via YouTube) und Links in ihrem Beitrag zusammengetragen. Aber sie erinnert auch daran, dass Second Life Business ist und damit zwar sehr reale, aber eben nicht immer ideale Voraussetzungen für Lernerfahrungen bieten mag. MUST READ!
Vicki Davis, Cool Cat Teacher Blog, 2 März 2007
[Kategorien: Trends in der Weiterbildung]
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Posted on 05 March 2007 by jrobes
Irgendwie ist ein Traum von Steve Wozniak, dem Mitbegründer von Apple, in die ZEIT gelangt (im Abspann heißt es “aufgezeichnet von …”, wie immer ich mir das auch vorstellen muss). Der virtuelle Lehrer, von dem Steve Wozniak träumt, ist die Antwort auf viele bekannte Schwächen realer Bildungsinstitutionen und ihrer Bewohner. “In meinem Traum höre ich plötzlich einen lauten Aufschrei aller Pädagogen. »Was wird aus uns? Wir verlieren unsere Jobs!« …” (via www.petersheim.de)
Aufgezeichnet von Heiner Uber, Die ZEIT v. 1 März 2007
[Kategorien: e-learning]
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Posted on 02 March 2007 by jrobes
“28% of Online Americans Have Used the Internet to Tag Content”, heißt die Schlagzeile eines aktuellen Reports des Pew Internet and American Life Projects. Der Report stellt kurz den Untersuchungsgegenstand vor (”Tagging is the process of creating labels for online content.”), kann aber am durchschnittlichen Tagger nichts Auffälliges feststellen: “Taggers look like classic early adopters of technology.” Deshalb muss David Weinberger (”Small Pieces Loosely Joined”) abschließend kurz auf die Bühne:
Q: What’s the future of tagging?
Weinberger: Because it’s useful when there’s lots of information and the information is truly meaningful to individuals, it’ll be adopted more and more widely. But we’re also going to invent new ways to harvest tagging. Flickr, for example, is already able to cluster photographs by subject with impressive accuracy just by analyzing their tags, so that photos of Gerald Ford are separated from photos of Ford Motor cars. We’ll also undoubtedly figure out how to intersect tags with social networks, so that the tags created by people we know and respect have more “weight” when we search for tagged items. In fact, by analyzing how various social groups use tags, we can do better at understanding how seemingly different worldviews map to one another.”
Lee Rainie, PEW Internet & American Life Project, 31 Januar 2007 (pdf)
[Kategorien: Web 2.0, Social Software]
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Posted on 02 March 2007 by jrobes
Hugo Chávez, der Präsident Venezuelas, verfolgt einen “Sozialismus des 21. Jahrhunderts”. So liest man. Dazu gehört ein Projekt, von dem ich heute zum ersten Mal gehört habe: Es heißt “Migración a Software Libre” und bedeutet die Umstellung von Windows auf Linux in den Ministerien, Verwaltungen und Schulen des Landes. “Ein politischer Schritt … weg von US-Produkten”, heißt es in der Frankfurter Rundschau. Freie Software wiederum ist die Grundlage der “digitalen Alphabetisierung”, der sich Venezuela für die nächsten Jahre verschrieben hat.
Aber auch in den USA gibt es Pläne. “Wi-Fi for the masses” titelt der Economist, und meint das Vorhaben einiger amerikanischer Großstädte, freien Zugang zum Internet anzubieten. Allerdings ist man sich in Fragen der Trägerschaft (richtig: ein Sponsor ist natürlich Google) wohl noch nicht ganz einig.
Heike Demmel und Andreas Klug, Frankfurter Rundschau, 2 März 2007
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Posted on 02 March 2007 by jrobes
Ich bin immer wieder beeindruckt, wie elegant Elliott Masie Marketing (für die “LMS 2007″ im April in Las Vegas) und Information miteinander verbindet. Hier gibt er aus Corporate Learning-Perspektive einen kurzen, multimedialen Überblick über das Thema “Learning Management Systeme” (nachdem mich am Mittwoch schon sein aktueller Newsletter - “Why People LEAVE or SWITCH an LMS?” - eingestimmt hatte). Wie auch immer, das Thema ist ein Dauerbrenner, schon mit Blick auf die steigenden Anforderungen des Gesetzgebers an Unternehmen, über durchgeführte Schulungsmaßnahmen jederzeit Rechenschaft ablegen zu können. Elliott Masie, und das ist das Schöne, weiß aber auch, dass sich Lernen nicht nur innerhalb der Grenzen eines LMS abspielt, so dass folgerichtig auch Stichworte wie “informelles Lernen” und “user-generated content” fallen.
Elliott Masie, LMS 2007, 2 März 2007
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Posted on 01 March 2007 by jrobes
Der Soziologe Wolf Lepenies will, dass sich die Geisteswissenschaften im Zeitalter des Web 2.0 neu positionieren. Sein kleiner Essay erinnert an ihre “große Zeit … in einer Technischen Universität”: “Hoffentlich schaden Sie der Technik!”, rief ehemals Paul Celan dem dort frisch berufenen Walter Höllerer zu.
“Heute wäre über die Seele im Zeitalter des Internet nachzudenken, über den Menschen in der Ära von Google, von Web 2.0 und „Second Life“ – der virtuellen 3D-Welt, in welcher wir uns eine alternative Existenz aufbauen können. Es ist höchste Zeit, den Ort der Geisteswissenschaften in Technischen Universitäten neu zu bestimmen. Unzeitgemäß ist es, sie dort vom Platz zu stellen.”
Wolf Lepenies, Die Welt, 28 Februar 2007
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