A Wider World: Youth, Privacy, and Social Networking Technologies

Posted on 12 December 2006 by jrobes

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Vielleicht sollte man auf der nächsten e-Learning-Konferenz einfach mal Jugendlichen und Studierenden die Bühne überlassen und ihnen Gelegenheit geben, über ihre Online-Erfahrungen zu berichten: Wie sie in ihren Peer-Groups Infos, Musik und Filme austauschen, welche gadgets gerade angesagt sind oder wie sie sich auf Spiele-Plattformen ihre Profile zulegen. Vermutlich würde man hier mehr über das e-Learning von morgen erfahren als in den nüchternen Zahlenreihen von Gartner. Aber das nur als Vorspann: Im vorliegenden Artikel diskutiert die Autorin eine Reihe von Fragestellungen, die sich aus solchen Online-Aktivitäten von Schülern und Studierenden ergeben, vor allem aus der Teilnahme an Facebook, einem an amerikanischen Colleges beliebten Community-Angebot (das deutsche Pendant, studiVZ, sorgt ja gerade für eine Menge Gesprächsstoff, z.B. hier.).

Während einige Bildungsinstituitionen, unsicher, was die Konsequenzen dieser Aktivitäten betrifft, den Zugang zu diesen Seiten sperren lassen, plädiert die Autorin für einen aufgeklärten Umgang. Sie unterstreicht in verschiedenen Beispielen, wie clever die Jugendlichen mit diesen Angeboten umgehen; aber sie macht auch deutlich, warum sie selbst kein Profil auf Facebook anlegen wird:
“I don’t want someone else to own my or Cornell’s intellectual property or to collect, hold, or sell my personally identifiable information, nor do I want to be beholden to someone else’s commercial interests.” Sicher eine Sorge, die jugendliche Teilnehmer kaum teilen.
Tracy Mitrano, EDUCAUSE Review, November/ Dezember 2006
[Kategorien: Social Software, Zukunft des Internet]

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3 Comments For This Post

  1. Helge Staedtler Says:

    Dass Jugendliche diese Sorge (Verkauf von Information / Reputationsbeschädigung) nicht teilen mag vielleicht daran liegen, dass sie zu denen gehören, die man “Habenichtse” nennt (Keine Reputation und kein Geld). “Wer nichts hat, hat nichts zu verlieren.” sagt schon der Volksmund, sondern nur zu gewinnen. So gesehen würden diese Jugendlichen vermutlich später im Leben gefragt soetwas antworten wie: “Ich war jung und brauchte das Netzwerk.” - das gilt wohl für facebook ebenso wie für studiVZ.

    Ist aber bloss eine Vermutung meinerseits.

  2. Jochen Robes Says:

    … aber absolut plausibel! Wunderschöner Vergleich übrigens (”Ich war jung …”)!!
    Gruß, Jochen

  3. Helge Staedtler Says:

    Vielleicht würden einige auch zu diesen Jugendlichen sagen “Generation Ahnungslos”, z.B. hier:

    http://www.arte.tv/de/geschichte-gesellschaft/Generation_20Ahnungslos/1389098.html

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management,
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