Archive | December, 2006

Weihnachtsgrüße

Posted on 22 December 2006 by jrobes

Genug geschrieben für dieses Jahr! Ich biege - wieder einmal - mit etwas hängender Zunge auf die Zielgerade ein. Eine Pause ist nötig, um neue Vorsätze und Ideen zu sammeln! Ich halte Euch/ Sie auf dem Laufenden. Versprochen! Bis dahin

wünsche ich alles Gute, ein frohes Fest und einen erfolgreichen Start ins neue Jahr! Bis 2007!

Jochen Robes

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E-Learning Top Ten Readings 2006

Posted on 22 December 2006 by jrobes

Was mir wieder auffällt, wenn ich Ereignisse, Erfahrungen und Eindrücke dieses Jahres Revue passieren lasse: Es gibt – mindestens – zwei Sichtweisen auf e-Learning: In der einen Welt, der betrieblichen Weiterbildung, ist die Rede vom Web-based Training. Hier entwickeln wir Programme mit einer bestimmten Lerndauer, mit einer definierten Anzahl von Seiten und einer Schnittstelle mit einer Lernplattform. Die Didaktik ist bekannt: Eine feste Abfolge von Informationen, Lernerfolgskontrollen und Testaufgaben, mit multimedialen Anteilen und interaktiv, mal streng geführt, mal fallorientiert, mal mit spielerischen Elementen.

Es gibt einige gute Gründe für diese Art von Lernprogrammen: Eine komplexe Beratungssoftware muss geschult, Grundlagenwissen soll vermittelt werden. Mitarbeiter oder Partner sollen aktuelle Produkte beherrschen, um sie optimal anbieten und verkaufen zu können. Hier geht es nicht um Freiheiten oder Spielräume; im Gegenteil, von den Vorteilen und dem Nutzen eines Produkts, über die “Verpackung” dieser Attribute gegenüber dem Kunden, bis zum begleitenden Einsatz der Software soll alles punktgenau und effizient umgesetzt werden. Kurz, Mitarbeiter sollen geführt werden.

Es gibt aber auch gute Gründe, bei dieser Art von Lernprogrammen nicht stehenzubleiben: Vor einigen Tagen erzählte mir ein Trainingsmanager eines Automobilkonzerns, dass ihre Verkäufer und Vertriebspartner heute über 25 Automodelle kompetent beraten müssen! Dabei konkurrieren unzählige Produktinformationen, Werbe- und Marketingbroschüren sowie Trainings um die Zeit und Aufmerksamkeit dieser Verkäufer! Dieser Zustand wirft sicher verschiedene Fragen und Probleme auf; aber ein Punkt betrifft auch die Informationskompetenz der Verkäufer, die Fähigkeit, sich schnell die Informationen zu holen, die gerade benötigt werden; vielleicht in einer Mischung von “push” und “pull”, mit Zugriff auf Expertensysteme und Wissensdatenbanken, RSS und Social Software … Das wäre die Zukunft!

Damit haben wir uns schon der anderen Welt genähert, in der ich auch zu Hause bin: e-Learning 2.0 oder informelles e-Learning, wie es in aktuellen Kurzformeln so schön heißt. Das Weiterbildungsblog bzw. das e-Learning, das ich selbst praktiziere, wenn ich mir aus verschiedenen Quellen die Informationen zusammensuche, gehören dazu. flickr, furl, bloglines, slideshare, xing und wie sie alle heißen. Diese Form des e-Learnings hat in Corporate Learning noch keine Heimat; es gibt keine Geschäftsmodelle, eher Fragen und Zweifel, wie die von Johannes Bruhn von der Münchener Rück, der jüngst sinngemäß äußerte: Lasst uns doch erst einmal unsere frisch installierten Lernplattformen nutzen, bevor wir uns dem Web 2.0 zuwenden!

Diese Vorsicht ist mit Blick auf vergangene Fehlinvestitionen gut zu verstehen; sie blendet allerdings aus, dass es dieses e-Learning jenseits der Lernplattformen, der Curricula, des Web-based Training und der Online-Tests bereits gibt. Bei e-Learning 2.0 geht es allerdings weniger um neue Technologien oder zusätzliche Kosten; sondern um die Entwicklung bestimmter Rahmenbedingungen, in denen selbst organisiertes, informelles Lernen stattfinden kann. Und mit denen Menschen aktiv arbeiten können, jene digital natives, knowledge worker und manager, deren Bedürfnisse und Interessen über ein Web-based Training hinausgehen.

Aber genug davon an dieser Stelle. Denn diese Zeilen versuchen nur zu erklären, warum meine Lieblingslektüre des vergangenen Jahres mit allen möglichen Themen zu tun hat, aber nicht mit klassischem Web-based Training. Denn gelehrt und trainiert wird seit Urzeiten. Der Rest ist aus meiner Sicht, aus Sicht eines Anbieters, Projektmanagement. Die Kultur des “rip, mix & learn” stellt die spannenderen, neuen Themen.

Meine (e-)Learning - Top Ten Readings 2006

  1. E-Learning: Glanz und Elend an der Hochschule, Paneldiskussion der GMW-Tagung, September 2006
  2. “In diesem Modul können Sie die Paneldiskussion der GMW-Tagung 2006 auf Video anschauen und auch kommentieren. Die Paneldiskussion dauerte insgesamt 100 Minuten. Sie unterteilt sich in 5 Abschnitt: (a) Einleitung, (b) E-Learning für Arme, (c) E-Learning für Reiche, (d) E-Learning von oben, (e) E-Learning von unten.”

  3. Über die Ketten der Wissensgesellschaft, Richard Sietmann, Juni 2006
  4. “Seitdem die Wissenschaftsverlage das Clickstream-Business entdeckt haben, prallen im Internet zwei Kulturen aufeinander. Der Grundsatz, dass die Ergebnisse der öffentlich finanzierten Forschung öffentlich zugänglich sein sollten, kollidiert mit den Profitinteressen der Verwerter, die überwiegend an die öffentlichen Forschungseinrichtungen wieder vermarkten, was ihnen die angestellten oder beamteten Forscher kostenlos und satzgerecht formatiert zur Verfügung stellen.”

  5. The Strength of Internet Ties, Pew Internet & American Life Project, Januar 2006
  6. “This report confronts one of the great debates about the internet: What is it doing to the relationships and social capital that Americans have with friends, relatives, neighbors, and workmates? Those on one side of the debate extol the internet’s ability to expand relationships — socially and geographically. Those on the other side of the debate fear that the internet will alienate people from their richer, more authentic relations.”

  7. Podcasting, wikis and blogs: Learning at the BBC, Nigel Paine, August 2006
  8. “We’re hearing the buzz around Podcasting, Wikis and Blogs for education but what about real applications? An informal interview with Nigel Paine provides fascinating insight into how these technologies have revolutionized knowledge sharing at the BBC …”

  9. You Play World of Warcraft? You’re Hired!, John Seely Brown und Douglas Thomas, April 2006
  10. “Gaming tends to be regarded as a harmless diversion at best, a vile corruptor of youth at worst. But the usual critiques fail to recognize its potential for experiential learning. Unlike education acquired through textbooks, lectures, and classroom instruction, what takes place in massively multiplayer online games is what we call accidental learning.”

  11. What Lies Beyond E-Learning?, Marc J. Rosenberg, März 2006
  12. “To be more influential, e-learning must be reinvented. While continuing to provide a viable instructional option in a formal learning setting, it must also move toward informational and collaborative solutions that focus more prominently on the specific jobs people do. It must move beyond courseware and classrooms and into work. To reinvent e-learning is, in many ways, to reinvent learning itself.”

  13. The Horizon Report, The New Media Consortium, März 2006
  14. “Each year, the report describes six areas of emerging technology that will have significant impact in higher education within three adoption horizons over the next one to five years.”

  15. Rise of the Participation Culture, CTD, November 2006
  16. “Josiah is a 20 year old college student who hasn’t known a time when he didn’t have access to a computer. For him, computers have always been available in school, and he simply expects that he will have one to use. Doing so is second nature to him. He also knows that internet access (usually wireless) will be readily available wherever he goes, and if some resource he needs is not yet available at the click of a mouse today, it’s just a matter of “when” and not “if” it will be.”

  17. DIGITAL MAOISM: The Hazards of the New Online Collectivism, Jaron Lanier, Mai 2006
  18. “The beauty of the Internet is that it connects people. The value is in the other people. If we start to believe that the Internet itself is an entity that has something to say, we’re devaluing those people and making ourselves into idiots.”

  19. Competing in a “flat” world, Richard Straub, Mai 2006
  20. “The knowledge worker of the 21st century can no longer rely on the way learning was delivered in the 20th and preceding centuries. In fact, traditional education has seen little innovation since the inception of universities and schools. To address today’s challenge of lifelong learning in new ways, technology will play a larger role by enabling and enhancing learning processes with speed, flexibility and individualisation.”

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“Es geht nicht darum, Madonnas Musik zu stehlen”

Posted on 22 December 2006 by jrobes

Es kommt nicht allzu häufig vor, dass es Lawrence Lessig ins deutsche Feuilleton schafft. Dieses Mal hat die Süddeutsche dankenswerter Weise dem Gründer des Stanford Center for Internet and Society sowie der Initiative Creative Commons viel Platz eingeräumt, um seine Vorstellungen vom Copyright im digitalen Zeitalter auszubreiten. Sein Hauptargument: Es macht keinen Sinn, das Copyright des 20. Jahrhunderts auf das Internet zu übertragen. Ebenso wenig macht es Sinn, alle Medien - Texte, Musik, Filme usw. - mit dem gleichen Copyright-Modell zu behandeln.

“Es geht nicht darum, Madonnas Musik zu stehlen, sondern um neue Formen der Kreativität, die die Fähigkeiten der Menschen fördern. Viele Befürworter eines strengen Copyrights kommen mir vor wie die alten Sowjets 1988: Sie merken nicht, dass die Revolution schon gekommen ist, und sie meinen, sie könnten diesen merkwürdigen komplizierten bürokratischen Komplex weiter ausbauen. Genauso ist das Copyright-System heute. Wenn wir alle neuen kreativen Ausdrucksmöglichkeiten unterbinden, werden die Jungen die Rechtslage einfach ignorieren. Wir müssen das Urheberrecht reformieren, sonst wird es übergangen. Ich möchte dieses System neu gestalten, damit es im digitalen Zeitalter überlebt, damit es auch in Zukunft die Anreize schafft, die es braucht, um Künstler hervorzubringen.” Lesenswert!
Interview mit Lawrence Lessig, Süddeutsche Zeitung v. 22 Dezember 2006
[Kategorien: Zukunft des Internet]

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Interview: eLearning ist keine Mode-Erscheinung

Posted on 21 December 2006 by jrobes

Bei dem Titel bin ich, wieder einmal, kurz zusammengezuckt und habe mich gefragt, wen diese Aussage wachrütteln will. Oder glaubt wirklich noch jemand ernsthaft daran, dass man morgen ohne Hilfe des Internets studieren, lernen oder sich weiterbilden kann? Egal, Überschriften haben oft ihre eigene Geschichte, und im Interview geht Nicolas Apostolopoulos, Leiter des Centers für Digitale Systeme (CeDiS), dem Kompetenzzentrum für eLearning und Multimedia an der Freien Universität Berlin (FU), auch auf den e-Learning-Alltag ein. Dabei gibt er u.a. Auskunft über die Verbreitung von e-Learning an deutschen Hochschulen (“Es gibt kaum noch Universitätsleitungen, die eLearning für eine Modeerscheinung halten”, aber “es gibt etwa 20 Universitäten, die das Thema eLearning konsequent vorantreiben”) sowie e-Learning im internationalen Vergleich (”Aber die amerikanischen Universitäten haben längst ihre eAdministration-Probleme gelöst”).
Interview mit Nicolas Apostolopoulos, www.learner.de, 20 Dezember 2006
[Kategorien: e-learning, eUniversity]

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Cultural Implications of Social Software, Teaching, and Learning: Ready or Not

Posted on 20 December 2006 by jrobes

Christopher D. Sessums, gerade ausgezeichnet als “Best Invidual Blog”, hat sich Gedanken über die Akzeptanz und Verbreitung von Social Software gemacht. Auslöser ist ein Fast Company-Artikel, der sich mit den Auswirkungen von Social Software auf individueller und geschäftlicher Ebene beschäftigt (”The Growth of Social Software”). Die dortige Aufzählung nimmt er zum Anlass, um auf die Schwierigkeiten vieler Lehrer und Erzieher hinzuweisen, sich mit diesen Technologien auseinanderzusetzen.

Zum einen: “When introducing a piece of software like Blogger or Del.icio.us, I have seen teachers absolutely panic over having to learn how an application works (unlike their students who willingly push buttons to see what happens) rather than looking ahead to see how such a medium might be useful.”

Und dann: “The second barrier I’ve witnessed time and time again is related to communication skills. Here again, I work with many skilled practitioners who fear sharing their thoughts and feelings through writing and digital media (i.e., pictures, video or audio recordings). The fear of sending the wrong message, uninvited criticism, or lack of confidence in their communication skills will prevent many practitioners from adopting social software.”
Christopher D. Sessums, Weblog, 20 Dezember 2006
[Kategorien: Social Software]

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Using Social Networking to Fill the Talent Acquisition Pipeline

Posted on 19 December 2006 by jrobes

Mal eine andere Sicht auf Social Networking: Die in diesem Artikel zitierten Arbeitgeber und Headhunter geben an, verstärkt auch auf Angebote wie LinkedIn (das amerikanischen Pendant zu XING formerly known as openBC) zurückzugreifen, um geeignete Kandidaten zu finden. “The real power of the technology lies in its ability to reach passive candidates for positions that require specialized skills and experience”, heißt es hier. Eine neue Facette des Recruiting-Portfolios sozusagen. Was (noch) fehlt, sind die professionellen Ratgeber, wie man diese Dienste als Nutzer nicht nur sporadisch, sondern strategisch einsetzt, sich also seinen eigenen Online-Brand entwickelt.
Fay Hansen, Workforce Management Online, Dezember 2006
[Kategorien: Social Software]

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Edublog Awards 2006

Posted on 18 December 2006 by jrobes

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Die Sieger der Edublog Awards sind “draußen”, zum dritten Mal in diesem Jahr und mit einer ganzen Reihe neuer Namen. Die Kategorien lauteten “Best Audio and/or Visual Blog”, “Best Group Blog”, “Best Individual Blog”, “Most Influential Post, Resource or Presentation”, “Best Library/ Librarian Blog”, “Best Newcomer”, “Best Research Paper”, “Best Teacher Blog”, “Best Undergraduate Blog”, “Best Wiki” (?). Zusätzlich gab’s den “Edublog Star Award”: “Duck Diaries”. Zum Selbstentdecken!
Josie Fraser, 17 Dezember 2006

Auf EdTechTalk kann man sich die ganze Zeremonie anhören.
The 2006 Edublogs - EdTechTalk 75, 17 Dezember 2006

Und Dave Cormier hat bei dieser Gelegenheit gleich seine “Top 10 News Events of The Edublog Year” präsentiert (eigentlich ist es eine Top 11 …). Ein kleines Lesevergnügen - von 11. Patents trademarks and servicemarks OHMY! bis 1. ME! (oder auch YOU wie im aktuellen TIME Magazine!)
Dave Cormier, Dave’s Educational Blog, 18 Dezember 2006
[Kategorien: Weblogs]

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VW nimmt Abschied von der AutoUni

Posted on 18 December 2006 by jrobes

Sie hat in den letzten Jahren fast im Alleingang dafür gesorgt, dass das Thema Corporate University nicht ganz in Vergessenheit geraten ist, die AutoUni des VW Konzerns. Jetzt scheint sie das Schicksal anderer Prestige-Objekte auf diesem Feld letztendlich doch ereilt zu haben. Man nimmt Abschied von den ambitionierten Plänen des Startjahres 2002, heißt es, will sich künftig auf die Fortbildung von Führungskräften konzentrieren, und Gründungspräsident Walther Zimmerli verlässt folgerichtig Wolfsburg. Wie so häufig, wenn sich Visionen und ökonomische Realität kreuzen, bleibt es beim unbedingt Notwendigen.
Spiegel Online, 15 Dezember 2006

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Web 2.0, E-Learning 2.0 and Personal Learning Environments

Posted on 15 December 2006 by jrobes

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Etwas zum Durchblättern und Reinhören: Die Slides bilden einen schönen Querschnitt durch die Themen und Services, die man mit Web 2.0 und e-Learning 2.0 verbindet. Die Botschaft von Stephen Downes ist klar: “By using these new web services, e-learning has the potential to become far more personal, social and flexible.” Da man nur die Tonspur des Präsentierenden hört, hat der Vortrag den strengen Charakter einer Vorlesung. Aber dadurch, dass Stephen Downes hier einen Blick in sein Tonstudio gestattet, bin ich etwas länger drangeblieben.
Stephen Downes, Stephen’s Web, 15 Dezember 2006
[Kategorien: Web 2.0, e-learning 2.0]

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“Die Zukunft des Lernens: schneller, höher, weiter?”

Posted on 15 December 2006 by jrobes

Ein interessantes Interview: Johannes Bruhn vom Kompetenz-Zentrum eLearning der Münchener Rückversicherungsgesellschaft AG äußert sich hier skeptisch, was den Einsatz von Web 2.0 und Social Software in der betrieblichen Weiterbildung angeht. Seine zentrale These: “Wir haben bereits extrem gute Technologien, aber wir sollten anfangen, sie auch zu nutzen.”

Die Technologien, die Johannes Bruhn im Auge hat, sind allerdings Learning Management Systeme, die “die meisten Unternehmen … nicht sachgerecht einsetzen”. Und dann folgen vor allem Hinweise auf SCORM und was alles möglich wäre, wenn man diese Schnittstelle nur richtig nutzen würde. Das ist sicher korrekt. Aber diese Hinweise zielen einzig auf das Management von Bildungsangeboten, auf Kurse und Content. Auf das Potenzial von Web 2.0 und Social Software, selbst organisierte, kollaborative und informelle Lernprozesse zu unterstützen, gehen sie nicht ein. Hier hilft der Blick auf zentral gesteuerte Lernplattformen nicht weiter. Was aus meiner Sicht bleibt, ist die berechtigte Frage, wie Unternehmen und Mitarbeiter die neuen “bottom up”-Technologien sinnvoll nutzen können. Man kann diese Frage mit Johannes Bruhn auf der LEARNTEC vertiefen. Mal sehen.
Interview mit Johannes Bruhn, CHECKPOINT elearning, Dezember 2006
[Kategorien: e-learning, Social Software]

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Bibliothek 2.0: Die Bibliothek der Zukunft?

Posted on 15 December 2006 by jrobes

Ich habe schon mehrmals darauf hingewiesen, dass sich viele der neuen Rollenbilder, die das Internet und Web 2.0 mit sich bringen, am Beispiel der Bibliotheken besonders anschaulich diskutieren lassen. War es für wissenschaftliche Bibliotheken lange Zeit ausreichend, Informationsbestände zu erfassen, zu pflegen und zu systematisieren und die Nutzer in den richtigen Umgang mit diesen Beständen einzuweisen, so wird heute diese Aufgabenteilung mehr und mehr kritisch hinterfragt. Hier setzen auch die Autoren an: Die “Bibliothek 2.0″ ist eine, “in der der Benutzer mitarbeitet, und so selbst Teil des Bibliotheksbetriebs wird”. Grundlage dieses “Paradigmenwechsels” sind neue Möglichkeiten wie RSS, Social Bookmarking, Weblogs, Tagging und Folksonomies, die an einigen Beispielen beschrieben werden, bevor man sich dem “Bibliothekar 2.0″ zuwendet:

“Bibliothekare sollten ihre abwartende Haltung gegenüber den neuartigen Webmedien aufgeben. Der größte Fehler wäre, wegen des partizipatorischen Charakters von Wikis, Weblogs, Social Bookmarking und Co. diese Technologien als im Kern “nicht-wissenschaftlich” zu verwerfen, sie als Gimmicks fürs Bibliotheksmarketing zu betrachten, oder sich eigentlich gar nicht zuständig zu fühlen. Ein wissenschaftlicher Bibliothekar, der seinen Benutzern Informations- und Medienkompetenz auf der Höhe der Zeit vermitteln will, sollte optimalerweise auch über die Vor- und Nachteile des Verfassens einer wissenschaftlichen Abschlussarbeit in einem Weblog beraten können. … Bibliothekare sollten kompetente Ansprechpartner ihrer Hochschule sein, wenn diese eine Weblogplattform einführt, und beispielsweise Aussagen darüber treffen, welche Klassifikations- und Taggingsysteme den Weblogautoren in welcher Form zur Verfügung stehen sollten.”
Patrick Danowski und Lambert Heller, Bibliotheksdienst 11/ 2006 (via E-LIS)
[Kategorien: Web 2.0, Zukunft des Internet]

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Social Networking in Business: An Update

Posted on 14 December 2006 by jrobes

Dave Pollard kümmert sich in “how to save the world” um viele Dinge, darunter immer wieder auch Personal Knowledge Management und Social Networking-Themen. Als großer Freund von Versuchen, unübersichtliche Erscheinungen zu strukturieren und zu systematisieren, hat mir diese Typologie sehr gefallen. Dabei benutzt Dave Pollard Social Networking synonym mit Social Software und unterscheidet folgende Kategorien:

1. People-Connector Tools: Useful for Identifying & Finding This Kind of People
People-Finders (LinkedIn), Social Network Mappers (InFlow), Proximity Locaters (DodgeBall), Affinity Detectors

2. Social Publishing & Info-Sharing Tools: Useful for Publishing & Finding This Kind of Information
Journals (Blogs, Podcasts), Social Bookmarkers (Furl), Photo Journals (Flickr), Memediggers (Digg), Product Evaluators (Wize), Personal Diaries/ Music/ Video Sharers (MySpace)

3. Collaboration and Communication Tools: Useful for This Kind of Collaboration and Communication
Wikis, Forums (Yahoo Groups), Commercial Collaboration Tools (BaseCamp), Mindmaps (Freemind), VoIP (Skype), Virtual Presence (Vyew), Peer Production, ‘Unconferencing’ (Open Space)
Dave Pollard, how to save the world, 5 Dezember 2006
[Kategorien: Social Software]

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eUniversity - Update Bologna

Posted on 13 December 2006 by jrobes

Dokumentation und Ankündigung: Zum einen sind Eindrücke, Erfahrungen und nicht zuletzt die Präsentationen der Konferenz online, die am 8. und 9. November 2006 im Bonner Bundeshaus stattfand: als Film, Foto, Audio, PDF usw. Kurz: umfassend und in hervorragender Qualität!

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Aber daneben findet sich auch die Ankündigung des Multimedia Kontor Hamburgs, über die Veranstaltung hinaus ein “Portal für die Hochschule im Informationszeitalter” aufzubauen. Mit monatlich wechselnden Schwerpunktthemen, darunter z.B. “Open Education Resources: Kurse und Software – Wem nützt der freie Zugang?” (Februar 2007) und “Chief Information Officer für Hochschulen? Kompetenzen, Anforderungen, Befugnisse” (März). Inklusive der Einladung mitzudiskutieren. Ich denke, diese Themen haben eine dauerhafte Plattform verdient. Ich bin gespannt.
Campus Innovation (Beta), Dezember 2006
[Kategorien: eUniversity]

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Hässlich, unzivilisiert und böse

Posted on 13 December 2006 by jrobes

Jaron Lanier hatte vor einigen Wochen seine Bedenken an der allumfassenden Kraft der Weisheit der Massen formuliert (”DIGITAL MAOISM: The Hazards of the New Online Collectivism”). Ein vielbeachteter Artikel: Endlich einmal jemand, der die Jubelarien um Wikipedia und andere Dienste unterbricht! Jetzt hat er in der Süddeutschen nochmals einige Antworten gegeben, u.a.:

SZ: “Die vielbeschworene Schwarmintelligenz ist also ein Irrweg?”
Lanier: “Ja, denn die dahinter steckende Idee suggeriert, es müssten nur möglichst viele Leute das Gleiche tun, und schon käme etwas Tolles raus. In Wahrheit sind es immer Individuen oder kleine Gruppen, die Kreatives hervorbringen. Das einzig Positive am Internet in diesem Zusammenhang besteht darin, dass es möglichst viele kreative Individuen schnell und unkompliziert zusammenbringen kann. Aber dann müssen die Leute außerdem noch eine gute Idee haben und anschließend hart arbeiten, um die Idee zu einem marktfähigen Produkt oder gar zu einer für den Menschen tatsächlich hilfreichen Organisation aufzubauen.”
Interview mit Jaron Lanier, Süddeutsche Zeitung v. 12 Dezember 2006
[Kategorien: Zukunft des Internet]

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Social Software, Personal Learning Environments and Lifelong Competence Development

Posted on 12 December 2006 by jrobes

Graham Attwell habe ich auf der Online Educa vor einigen Tagen nur als Moderator erlebt. Von daher trifft es sich gut, hier einige seiner Gedanken zum Lernen & Lehren in geordneter Form nachzuvollziehen. Folgende Punkte versucht Graham Attwell in diesem Paper zu verbinden:

- die bis heute zumeist vergeblichen Versuche, die technologischen Möglichkeiten in der Bildung zu nutzen – weil wir versuchen, so Graham Attwell, “to adapt the technology to the existing paradigm of schooling with the resulting virtual classroom and virtual college”.

- die Idee der Personal Learning Environments (PLE), die aus Sicht Graham Attwells (und vieler anderer!) die Beschränkungen des alten Paradigmas hinter sicht lässt: “The idea of a Personal Learning Environment recognises that learning is continuing and seeks to provide tools to support that learning. It also recognises the role of the individual in organising their own learning. … Linked to this is an increasing recognition of the importance of informal learning. Ubiquitous computing and social software are changing the way in which we learn.”

- das Lernen in kleinen und mittleren Unternehmen (SME).
Diese Verbindung ist einleuchtend und schwierig gleichermaßen. Einleuchtend, weil Lernen in SMEs vor allem und seit jeher informelles Lernen ist und Social Software unmittelbare Anknüpfungspunkte bietet. Graham Attwell betont hier vor allem die Chance, das Lernen in Communities of Practice zu unterstützen. Schwierig, weil einem sofort einfällt, wie heterogen die Ausgangs- und Rahmenbedingungen in diesem Bereich sind.
Graham Attwell, The Wales-Wide Web, 11 Dezember 2006
[Kategorien: Social Software]

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A Wider World: Youth, Privacy, and Social Networking Technologies

Posted on 12 December 2006 by jrobes

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Vielleicht sollte man auf der nächsten e-Learning-Konferenz einfach mal Jugendlichen und Studierenden die Bühne überlassen und ihnen Gelegenheit geben, über ihre Online-Erfahrungen zu berichten: Wie sie in ihren Peer-Groups Infos, Musik und Filme austauschen, welche gadgets gerade angesagt sind oder wie sie sich auf Spiele-Plattformen ihre Profile zulegen. Vermutlich würde man hier mehr über das e-Learning von morgen erfahren als in den nüchternen Zahlenreihen von Gartner. Aber das nur als Vorspann: Im vorliegenden Artikel diskutiert die Autorin eine Reihe von Fragestellungen, die sich aus solchen Online-Aktivitäten von Schülern und Studierenden ergeben, vor allem aus der Teilnahme an Facebook, einem an amerikanischen Colleges beliebten Community-Angebot (das deutsche Pendant, studiVZ, sorgt ja gerade für eine Menge Gesprächsstoff, z.B. hier.).

Während einige Bildungsinstituitionen, unsicher, was die Konsequenzen dieser Aktivitäten betrifft, den Zugang zu diesen Seiten sperren lassen, plädiert die Autorin für einen aufgeklärten Umgang. Sie unterstreicht in verschiedenen Beispielen, wie clever die Jugendlichen mit diesen Angeboten umgehen; aber sie macht auch deutlich, warum sie selbst kein Profil auf Facebook anlegen wird:
“I don’t want someone else to own my or Cornell’s intellectual property or to collect, hold, or sell my personally identifiable information, nor do I want to be beholden to someone else’s commercial interests.” Sicher eine Sorge, die jugendliche Teilnehmer kaum teilen.
Tracy Mitrano, EDUCAUSE Review, November/ Dezember 2006
[Kategorien: Social Software, Zukunft des Internet]

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A Patent Dilemma

Posted on 11 December 2006 by jrobes

Viel ist bereits darüber berichtet worden: Blackboard, einer der weltweit führenden Anbieter auf dem LMS-Markt, hat am 26. Juli 2006 einen Schritt unternommen, der für große und bis heute andauernde Aufregung gesorgt hat. An diesem Tag hat sich Blackboard nämlich 44 Funktionen eines LMS in den USA patentieren lassen. Im vorliegenden Artikel fasst Stephen Downes die vielfältigen Reaktionen zusammen, ausführlich und verärgert. Denn die Funktionen, um die es in diesem Patent geht, wurden nachweislich nicht von Blackboard erfunden und galten bis heute als “Gemeingut”. Warum also dann dieses Patent, an das sich zugleich eine Klage gegen einen kanadischen Konkurrenten anschloss? Stephen Downes, und mit ihm viele andere, ordnen diesen Schritt in den Wandel des LMS-Marktes ein, auf dem Open Source-Anbieter immer stärker Fuß zu fassen beginnen.

Vielleicht drückt das folgende Zitat von Alfred Essa, ehemals MIT, die Befürchtungen am besten aus: “I don’t believe they will directly go after the open source projects. They don’t need to. Blackboard just needs to create enough FUD [fear, uncertainty, and doubt] among lawyers, whose entire frame of reference is built around litigation avoidance, so that new institutions interested in adopting an open source solution just won’t go there.”
Stephen Downes, innovate - journal of online education, Dezember 2006/ Januar 2007
[Kategorien: Learning Management Systems]

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eLearning Papers

Posted on 08 December 2006 by jrobes

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Die EU-Kommission pflegt seit 2002 das Internetportal www.elearningeuropa.info, um über europäische Projekte zu informieren und Experten, Nutzern und Lesern eine reichhaltige Kommunikationsplattform zur Verfügung zu stellen. Jetzt ist man auf die Idee gekommen, das Angebot um eine “digitale E-Learning-Zeitschrift” zu ergänzen, eben jene eLearning Papers, die von nun an zweimonatlich erscheinen sollen. Das erste Heft liegt in neunzehn Sprachen (!) vor und enthält Kurzfassungen von fünf Artikeln; die kompletten Artikel gibt es nur in der von den Autoren gewählten Sprache.

Auf den ersten Blick ist nicht zu erkennen, welchen Mehrwert die eLearning Papers gegenüber der bestehenden Plattform und ihren Angeboten bieten. Im Gegenteil: Wenn man im Editorial ankündigt, “den Lesern mit einem rigoroseren redaktionellen Verfahren bessere Textstrukturen und -qualitäten an(zu)bieten”, dann sollte man gerade in der ersten Nummer versuchen, diesem Anspruch gerecht zu werden. Ich habe die sieben Seiten gelesen. Es hat keinen Spaß gemacht. Kein Text lädt zur Lektüre der Langfassung ein. Bleiben die 19 Übersetzungen. Hoffentlich sind solche Aktionen wenigstens gut für Europa.
eLearning Papers, www.elearningeuropa.info, Nr.1, November 2006
[Kategorien: e-learning]

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Rise of the Participation Culture

Posted on 08 December 2006 by jrobes

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Ich hatte geglaubt, zum Thema “Web 2.0″ sei alles gesagt. Ist es vielleicht auch, und es kommt nur noch auf die Verpackung an. Die ist in diesem Fall wirklich gelungen: CTD, ein mir bis dahin unbekannter Anbieter (”leading provider of guidance, insight and ideas for the next generation Internet”), hat hier eine schöne, reich bebilderte und verlinkte Guided Tour entwickelt. Das (neue) Paradigma “participation” wird in vier Kapiteln vorgestellt: 1) Internet as a Platform; 2) Participation Applications; 3) People und 4) What’s Next.

Besonders gefallen hat mir die Aufteilung der “Participation Applications”:
- Social Software
- Media Creation and Sharing
- Aggregation and Social Promotion
- Personal and Group Productivity (Collaboration)
- Gaming and Virtual Worlds

Sicher kann man “Social Software” auch als Überschrift aller folgenden Dienste betrachten. Im vorliegenden Fall bildet der Begriff das Dach für Weblogs und Social Networking Sites. Wie auch immer, die Einteilung ist übersichtlich, und man gelangt direkt zu den jeweiligen Beispielen. Gelungen, vor allem für Einsteiger (auch als pdf).
CTD, November 2006
[Kategorien: Web 2.0, Social Software]

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Meine Top20 Wissensmanagement-Links

Posted on 08 December 2006 by jrobes

Simon Dückert, Vizepräsident der Gesellschaft für Wissensmanagement, ist nach seinen Lieblingslinks gefragt worden, hat sich an die Arbeit gemacht, eine Liste zusammengestellt und die einzelnen Einträge kurz kommentiert. Von 1. “The nonsense of ‘knowledge management’” (T.D. Wilson) bis 20. “www.cogneon.de/weblogs”, der zweiten Heimat von Simon Dückert.
Simon Dückert, Gesellschaft für Wissensmanagement (GfWM), 3 Dezember 2006
[Kategorien: Knowledge Management]

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management,
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