Dies ist eine Bestätigung, dass es eine trügerische Hoffnung und Vorstellung von Politik und Bildungsplanern ist, dass die nachwachsenden Generationen durch Osmose und Sozialisation sich die Technikkompetenzen aneignen, die der Entscheider-Generation zu dunkel wie verschlossen bleibt (und gerade deshalb wahlweise als -im vergleich zu hochwertigen klassischen Kulturkompetenzen und -inhalten für „minderwertig“ oder in neidvoller Überhöhung als alleinseligmachend erachtet werden).

Zwar gibt es seit Jahren keine Sonntagsrede mehr, in der nicht die Bedeutung von „Bildung“ (Was auch immer im Einzelnen damit gemeint ist) und insbesondere der gar nicht mehr so „Neuen Medien“ beschworen wird. Dabei findet systematische Medienbildung (immer) noch nicht statt.
Jedenfalls nicht in dem Maße, wie man sich dies von planvoller, informierter Pädagogik und Bildungspolitik wünschen und erwarten würde,

In Schulen gibt es hochkompetente, umtriebige Akteure. Lehrer/innen, bei denen sich Technikkompetenz mit didaktischer und inhaltlicher Kompetenz und Kreativität vereinen und die als Innovatoren fungieren (können) und Medien differenzierter zum Einsatz bringen können, als das bei einem Referat eine Powerpoint-Präsentation erstellt wird.
Denn Medienkompetenz, so würde man doch meinen, ist nicht identisch mit Microsoftkompetenz.