Archive | November, 2006

The First Wave: The Beginnings of Radio in Canadian Distance Education

Posted on 28 November 2006 by jrobes

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Eine kleine Zeitreise. Zurück in die 1920er Jahre, als eine staatliche Bahngesellschaft, die Canadian National Railway (CNR), überlegte, wie sie das Reisen für ihre Kunden attraktiver machen könnte und dabei, fast nebenher, das Radio als Bildungsmedium entdeckte. Das Ganze liest sich wie ein kleines Lehrstück. Mit Zitaten zum Aufheben: “Not since the invention of movable type by Gutenberg in the middle of the fifteenth century has there been any force so revolutionary in its effect on the human mind.” (J.E. Morgan, 1930 über das Radio).

Der Artikel schließt mit der Hoffnung des Autors, einige dieser frühen Ideen “may be worthwhile to consider in light of ‘new’ approaches such as podcasts and netcasts”. Schön wärs. (via Stephen Downes)
George H. Buck, Journal of Distance Education, Vol. 21, No 1, Spring 2006
[Kategorien: Weiterbildung allgemein, Podcasting]

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The Myth of the Knowledge Economy

Posted on 28 November 2006 by jrobes

Gibt es sie wirklich, die “Knowledge Economy”? Oder ist nur ein neoliberales Etikett, um bestehende Widersprüche und offene Fragen zu überdecken? Für Norm Friesen ist sie - zumindest, was die Schilderungen ihrer Apologeten betrifft - ein Mythos. Zwei Punkte führt er beispielhaft an: Zum einen hat er einen Blick auf die Vorhersagen des US Department of Labor geworfen, um festzustellen, dass die drei Top-Wachstumsbranchen der Knowledge Economy überraschenderweise “Hospitality”, “Health Care” und “Retail” heißen sollen; und zum anderen weist er darauf hin, dass einer Minderheit hochqualifizierter Knowledge Worker eine größer werdende Mehrheit an Menschen gegenübersteht, die auf “traditionelle” Art ihren Lebensunterhalt bestreitet.

Vor diesem Hintergrund, so Norm Friesen, ist es nicht nur notwendig, die digital divide zu thematisieren, sondern auch immer wieder zu fragen, wer die Träger des Wissens in der Knowledge Economy sind und in wessen Interessen sie handeln.
Norm Friesen, Ipseity, 24 November 2006
[Kategorien: Weiterbildung allgemein]

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Lernen im Prozess der Arbeit

Posted on 27 November 2006 by jrobes

Wenn ich richtig mitgezählt habe, ist es das vorletzte QUEM-Bulletin, bevor das Programm “Lernkultur Kompetenzentwicklung” Ende 2006 ausläuft. Offensichtlich ein Anlass für die Beteiligten, die Arbeit der einzelnen Programmbereiche noch einmal kurz zusammenzufassen. Im vorliegenden Bulletin steht der Programmbereich “Lernen im Prozess der Arbeit” (LiPA) im Mittelpunkt. Untersuchungsgegenstand, Programmmanagement und ausgewählte Ergebnisfelder werden kurz vorgestellt: z.B. Lernkultur und Kompetenzentwicklung, interkulturelle Kompetenzentwicklung und arbeitsintegrierte Lernformen.

Klar, dass im Rahmen einer solchen Übersicht wichtige Punkte nur mit einem Satz gestreift werden können: z.B. der Hinweis, dass Lernen im Prozess der Arbeit zwar weiter an Bedeutung gewinnen wird, “die Dokumentation, Klassifizierung, Messung, Bewertung und Anerkennung/ Zertifizierung der dabei erworbenen Kompetenzen” jedoch schwierig ist. Oder die Beobachtung, dass die konsequente Hinwendung der Unternehmen zum Konzept der Kompetenzentwicklung und zum Lernen im Prozess der Arbeit “betriebliche Strukturen und Führungsverhalten weitreichend” verändert.
Ursula Reuter, QUEM-Bulletin 5/2006 (pdf, 1,77 MB)
[Kategorien: Weiterbildung allgemein]

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Wem gehört das Wissen?

Posted on 24 November 2006 by jrobes

Die Frage ist der Ausgangspunkt, um von verschiedenen Seiten einen Blick auf das Thema Urheberrecht zu werfen: Tauschbörsen, Probleme der Musik- und Filmindustrie, Digital Rights Management, Creative Commons und, als Letztes, die Kultur-Flatrate. Im Untertitel heißt es: “Raubkopierer sind nicht zu stoppen. … Intelligente Lösungen lassen auf sich warten.” Hier liegt aber möglicherweise auch das Problem dieser Aufzählung von Interessen und Perspektiven und dem Warten auf “intelligente Lösungen”: Es lässt sich nicht alles mit allem vereinbaren. Irgendwann ist es eine Frage des Standpunkts.
Gunhild Lütge, Die ZEIT, 46/ 2006, 9 November 2006
[Kategorien: Knowledge Management]

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Add graphics to your blog, book, or presentation

Posted on 23 November 2006 by jrobes

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Mit dem nahen Ende der herbstlichen Konferenz-Saison kommt diese kleine Gehhilfe gerade Recht. Sie enthält einfache, aber sehr nützliche Tipps, um eine Botschaft grafisch klar und ansprechend zu vermitteln. Zum Beispiel, wenn es um die Gestaltung von PowerPoint-Folien geht. Vor allem Hochschulprofessoren, das hat sich in den letzten Wochen leider wieder bestätigt, sind in dieser Sache ja oft absolut schmerzfrei: Text, bis die Seite kracht; Grafiken für die erste Reihe (besonders beliebt sind z.B. OECD-Rankings mit 32 Staaten in der Horizontalen!) und eine oft mutige Auswahl an weiteren Farb- und Gestaltungselementen. Bitte lesen!
Kathy Sierra, Creating Passionate Users, 10 November 2006
[Kategorien: Weiterbildung allgemein]

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Inspirational Thinking

Posted on 23 November 2006 by jrobes

Ich freue mich schon darauf, Jay Cross in wenigen Tagen auf der Online Educa in Berlin zu sehen. Hier wirbt er wieder einmal für einen radikalen Sichtwechsel, dem dieses Mal sogar der Begriff zum Opfer fällt, den er - nach eigener Auskunft - selbst erfunden hat.

“Why do I suggest abandoning a word like eLearning? A new term refocuses our thinking on the future. We’ve got to cultivate emergent learning. Emergent learning encourages experiment and innovation; eLearning fosters incrementalism and complacency.

Learning has become a core business process. Emergent learning enables us to push beyond the confines of eLearning to explore combinations with informal learning, storytelling, social network analysis, appreciative inquiry, workflow learning, conversation, contextual collaboration, organic KM, simulation, dynamic portals, expert location and blogs.”
Jay Cross, Learning Light, September 2006 (pdf)

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Selbst gesteuert kooperativ lernen mit neuen Medien

Posted on 22 November 2006 by jrobes

Zum besseren Verständnis dieser Satz der Autoren vorneweg: “Selbst gesteuert und kooperativ zu lernen bedeutet, dass die Gruppe autonom arbeitet und Aufgaben eigenständig löst.” Wie das aussehen kann, wird in diesem Bericht an drei Projekt-Beispielen aus Hochschule, Schule und Weiterbildung erläutert. Wobei in den aufgeführten Beispielen das selbst gesteuerte Lernen natürlich an den Vorgaben der jeweiligen Kursangebote ansetzt. Und dann heißt es in dem Bericht, dass das selbst gesteuerte und kooperative Lernen mit neuen Medien “hohe Anforderungen hinsichtlich des gemeinsamen Arbeitens und Wissenserwerbs” stellt - und ich frage mich in diesem Moment, wie wir es vor zwanzig Jahren im Studium eigentlich geschafft haben, unsere gemeinsame Projektarbeit und unseren gemeinsamen Wissenserwerb zu organisieren? Sind die Anforderungen heute höher oder niedriger? Nur am Rande. (via netzlernen.ch)
Birgitta Kopp und Heinz Mandl, Praxisbericht Nr. 33, Ludwig-Maximilians-Universität, Lehrstuhl für Empirische Pädagogik und Pädagogische Psychologie, München, Februar 2006
[Kategorien: e-learning, Weiterbildung allgemein]

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Where does Virtual Conferencing fit?

Posted on 21 November 2006 by jrobes

Ich bin gerade einigen Links gefolgt und zu dieser Diskussion gelangt: Der Autor fragt, ob Virtual Conferencing (Tools) zu dem gehören, was man Social Software nennt. Dabei verweist er auf Wikipedia und die dortige Definition: “Social software enables people to rendezvous, connect or collaborate through computer-mediated communication and to form online communities. …”

Ganz klar, wenn man diesen Zeilen folgt, ist Virtual Conferencing dabei. Und auch, wenn man “bottom up”, “open source” und “free” als weitere Merkmale aus Wikipedia und anderen Bestimmungsversuchen nimmt, finden sich entsprechende Virtual Conferencing Tools.

Dann nimmt Stephen Downes den Ball auf und liefert eine nachdenkenswerte Definition (und einige weitere Stichworte, die das Nachlesen lohnen):
The point about social software is that it creates persistent links between users, and through these persistent links, a community is formed. Moreover, the ownership and control of these links - who is linked, and who isn’t - is in the hands of the user. Thus, these links are asymmetrical - you might link to me, but I might not link to you. Also, these links are functional, not decorative - you can choose not to receive any content from people you are not connected to, for example.
All of the conferencing systems I have seen fail to even approximate this set of criteria. That is why I would not include them in a definbition of social software.”

Val Evans, Social Software for Learning, 19 November 2006
[Kategorien: Social Software]

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Second Live - Drei Schritte zu professionellen virtuellen Veranstaltungen

Posted on 21 November 2006 by jrobes

Matthias Rückel hat mir etwas voraus: Er hat sich nämlich bereits in die virtuelle Welt von Second Life begeben und seine Eindrücke in mehreren Berichten festgehalten. Dabei hat er vor allem ein Auge auf die verschiedenen Veranstaltungsformate geworfen, die es in Second Life gibt, und den Treffpunkt einer deutschsprachigen Gruppe, die Filiale des E-Learning Anbieters NETg und das Corecon Congress Center besucht. In einem ersten Kommentar stellte er dabei “überraschend fest, daß Veranstaltungen in Second Life mehr Ähnlichkeiten mit Präsenzveranstaltungen besitzen als klassische Webkonferenzen oder Webinare.”

Sein abschließendes Fazit ist dann etwas nüchterner: “Mit den jetzt bestehenden Veranstaltungsformaten der Pioniere in Second Live ist ein erster mutiger Schritt getan. Dabei darf es nicht bleiben, sondern es müssen gezielt Vorteile und ein subjektiver Mehrwert gegenüber bestehenden Webcasts, Webinaren und Webkonferenzen herausgearbeitet werden.”
Sehr anschaulich sind auch die Screenshots der Veranstaltungsräume! Wenn da nicht die Phantasie sofort loslegt!
Matthias Rückel, Live Online Collaboration, 20 November 2006 (weitere Eintragungen: 8 Nov, 5 Nov, 3 Nov)
[Kategorien: Zukunft des Internet]

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Der Fluch der Unterbrechung

Posted on 20 November 2006 by jrobes

Als im Oktober letzten Jahres in der New York Times der Artikel “Meet the Life Hackers” erschien, der sich ausführlich mit unserem “interrupt driven”-Alltag beschäftigte, dachte ich, dass das Thema schnell auch in Deutschland landen würde. Aber es hat jetzt doch über ein Jahr gebraucht. Und was auffällt, ist die Tendenz im vorliegenden Artikel: Unterbrechungen sind vor allem ein Problem, ein “Fluch”, “zersplittern” das Bewußtsein, was nach einer “Befriedung der Arbeitswelt” verlangt. Im amerikanischen “Original” nimmt die Diskussion verschiedener Lösungsstrategien dagegen einen breiteren Raum ein: David Allen’s “Getting Things Done”, “life hacking”-Websites und Berichte aus den Forschungslabors von Microsoft. Was irgendwie auch zum Gesamtbild gehört. Aber das Thema bzw. die Frage, wie wir persönlich unter solchen Bedingungen produktiv arbeiten können, ist in jedem Fall spannend. Und der Artikel enthält einige Links zum Weiterlesen! (via Mandy Schiefner)
Jürgen von Rutenberg, Die ZEIT, 46/ 2006, 9 November 2006
[Kategorien: Knowledge Worker Productivity]

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Im Irrgarten der Intelligenz

Posted on 17 November 2006 by jrobes

Da alle Welt sich derzeit wieder ausgiebig mit PISA-Sonderstudien und Ähnlichem beschäftigt, kommt diese kleine Polemik gerade recht. Enzensberger nimmt hier die Intelligenzmessung aufs Korn und wirft einen Blick auf Geschichte und Gegenwart einer “eigentümlichen Obsession”. Was ist Intelligenz? Lässt sich Intelligenz messen? Oder ist Intelligenz nur das, was Intelligenztests testen?

“Wir stellen uns die folgende Versuchsanordnung vor. Ein beliebiger Forscher aus Stanford, London oder Berlin wird mit einer der folgenden Personen konfrontiert, die seine Intelligenz einschätzen sollen: (a) mit einem Inuit aus Grönland, (b) mit einem Indio aus dem Amazonasbecken, (c) mit einem Seefahrer aus Polynesien. Es gehört wenig Phantasie dazu, um zu erraten, wie ein solcher Test ausfiele. Unser Experte wäre hoffnungslos überfordert. Schon dass er es mit Analphabeten zu tun hätte, würde ihn wahrscheinlich irritieren. Vollends verstört wäre er, wenn diese Leute seine geistigen Fähigkeiten daraufhin überprüfen würden, ob sie ausreichten, Tausende von Pflanzen zu unterscheiden, Fährten zu lesen oder tiefe Strömungen an winzigen Nuancen der Meeresoberfläche zu erkennen. Die Blamage wäre eklatant.”
(via Robert Freund)
Hans Magnus Enzensberger, NZZ Online, 11 November 2006
[Kategorien: Weiterbildung allgemein]

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Finden Ihre Mitarbeiter die Informationen, die sie benötigen?

Posted on 17 November 2006 by jrobes

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Der Wissensmanagement-Stammtisch in Frankfurt war gestern zu Gast bei Factiva im Frankfurter Messeturm. Factiva ist eine gemeinsame Tochter von Dow Jones und Reuters und nennt sich selbst “the number one provider of news and business information to organizations worldwide”. Matthias Hoffmann, Marketing Manager bei Factiva, hielt den Vortrag zu “Finden Ihre Mitarbeiter die Informationen, die sie benötigen? Taxonomien sind der Schlüssel!” Taxonomien? Wo alle Welt von Web 2.0, Tagging und Folksonomies spricht? Nun, bei Factiva sitzen allein 200 Mitarbeiter daran, Indices und Taxonomien täglich zu pflegen, sie kundengerecht aufzubereiten und Informationen aus Hunderten von Quellen entsprechend zu verschlagworten. Um ihren Kunden keine unendlichen Ergebnislisten, sondern wirklich relevante Informationen zu bieten. Dafür sind Unternehmen auch bereit zu zahlen. Aber Matthias Hoffmann versicherte auch, dass Factiva Web 2.0-Entwicklungen aufmerksam beobachtet: “user-generated content” als Informationsquellen sowieso, aber auch Entwicklungen wie “tagging” und “folksonomies”. Schließlich ist er selbst aktiver Blogger.
Gesellschaft für Wissensmanagement (GfWM), 16 November 2006
[Kategorien: Knowledge Management]

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Going pro

Posted on 17 November 2006 by jrobes

Okay, ersetzen wir einmal “Bildung” durch “Business” und schauen auf diese Meldung. “More people are quitting their day jobs to blog for a living” heißt die etwas aussagekräftigere Unterzeile. Die Rede ist von einer dritten “Kategorie” von Bloggern: neben den Schreibern privater Tagebücher und den professionellen Redaktionsgemeinschaften gibt es anscheinend in den USA immer mehr “mom-and-pop blogs” (steht da wirklich!). Beispiel gefällig?
“On her blog, called Dooce, Heather Armstrong chronicles her life as a disenchanted Mormon in Salt Lake City, her former career as a high-flying web designer in Los Angeles, her pregnancy and postpartum depression, and so on. A year ago, her blog started generating enough advertising revenue to become the main source of income for her family. She is not alone. There are now just enough people like Ms Armstrong to signify a new trend: blogging as a small business.”
Ich werde darüber nachdenken!
Economist, 16 November 2006

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Are College Students Techno Idiots?

Posted on 16 November 2006 by jrobes

Der Artikel ist eine kurze Zusammenfassung und Kommentierung eines aktuellen Reports des amerikanischen Educational Testing Services (ETS), “finds that students lack many basic skills in information literacy”. Dabei wurden 6.300 Studierende an 63 Universitäten und Colleges gebeten, mehrere Übungen zu bearbeiten. Heraus kam, dass einer Mehrheit der Befragten selbst einfache Aufgaben misslangen, wie z.B. eine Suche in Google weiter zu präzisieren. Überraschende Resultate? Nein, und ich befürchte, es sieht hierzulande noch schlimmer aus. Was ist zu tun? “Information Literacy” auf alle Lehrpläne setzen? (Ist das nicht schon passiert?) Ein neues Aufgabengebiet für Bibliothekare? Die Antworten der Leser diskutieren diese Fragen, aber beklagen sich auch heftig über den Titel des Artikels.
Paul D. Thacker, Inside Higher Ed, 15 November 2006
[Kategorien: Media Literacy]

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European e-Learning award 2007

Posted on 16 November 2006 by jrobes

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Wer es noch nicht wusste: Ich bin Jury-Mitglied! Ich werde in den nächsten Tagen acht der 117 Projekte prüfen und bewerten, die bis Ende Oktober für den “Europäischen E-Learning Award” eingereicht wurden. Aber was heißt “prüfen und bewerten”? Von den acht Projekten liegen in der Regel eine kurze Projektbeschreibung sowie verschiedene ergänzende Materialien vor. Zugriff auf die Online-Lösung gibt es in dieser ersten Evaluationsrunde nur, soweit die Beteiligten es anbieten. Über die Umsetzung der Projekte, über Lernerfahrungen und Lernerfolge erfährt man in der Regel wenig. Aber das ist hier nicht anders als bei anderen Awards! Also werde ich mich mit den schriftlichen Materialien auseinandersetzen. Und ich bin absolut berechenbar: Wer sein Projekt sorgfältig beschreibt und die Fragen der eureleA-Organisatoren aufnimmt, wer Informationen über Ziele, Zielgruppen, Didaktik, Projektverlauf, Rückmeldungen der Teilnehmer usw. anbietet, erhält entsprechende Punkte. Wer nur eine einzige Seite eingereicht hat oder mehrere Flyer aus anderen Zusammenhängen zum Download anbietet, eben nicht. Das werde ich tun – und mich in einigen Wochen trotzdem wundern, dass auch Kandidaten, die ich aussortiert habe, die nächste Runde geschafft haben, weil andere Jury-Mitglieder bereit waren, vorhandene Informationslücken mit ihrer Phantasie zu schließen.
european e-Learning award 2007
[Kategorien: e-learning]

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Qualitätskriterien für E-Learning

Posted on 15 November 2006 by jrobes

Ein solider und hilfreicher Leitfaden liegt vor, ein “Leitfaden für Lehrer/innen, Lehrende und Content-Ersteller/innen”, der in drei Kapiteln Qualitätskriterien für Didaktik, Content und Schulungen vorstellt. Er kommt aus Österreich und wurde vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur gefördert. Es ist zugleich ein pragmatischer Leitfaden, der sich auf das Naheliegende konzentriert und dafür entsprechende Checklisten und Literaturhinweise anbietet. Pragmatisch sage ich, weil hier zwei Fragen nicht erörtert werden: zum einen die Frage, ob Qualität nicht etwas ist, das ohne den Lerner und seine Bedürfnisse und Interessen gar nicht beschrieben werden kann; zum anderen die Frage, wie wir mit Qualitätskriterien für Lernprozesse umgehen, wenn diese immer mehr in Arbeitsprozessen und im Alltagshandeln aufgehen (sollen). (via BildungsBlog)
Robert Kristöfl, Heimo Sandtner, Maria Jandl (Hg.), September 2006 (pdf)
[Kategorien: e-learning, Weiterbildung allgemein]

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Communities of Practice

Posted on 14 November 2006 by jrobes

“I was an observer in a debate recently on the question of whether a community of practice had to be self-organising, or if it could be directed. My own view is that communities can evolve, but cannot be designed top down. Of course you can stimulate and direct evolution. However a CoP “Roll out” plan always gets me worried. The original work on this was done by Wenger and in the debate he was being criticised for basing his theory on the endpoint of a process that had taken years to evolve.”

Zwei Dinge funktionieren in den Augen Dave Snowdens nicht: a) eine fertige Vorlage für den Rollout und Betrieb einer Community of Practice zu entwickeln; b) eine paternalistische Haltung gegenüber Mitarbeitern einzunehmen, aus der heraus man diesen zeigt, wie es richtig geht. Stattdessen sollte man sich lieber auf die Rahmen- und Startbedingungen von Communities konzentrieren. Nachvollziehbar, wenn auch nicht immer gewünscht.
Dave Snowden, Cognitive Edge, 31 Oktober 2006
[Kategorien: Online-Communities, Informelles Lernen]

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The Engaged E-Learner

Posted on 14 November 2006 by jrobes

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Ich zitiere aus dem vorliegenden Artikel: “The 2006 National Survey of Student Engagement, released today, for the first time offers a close look at distance education, offering provocative new data suggesting that e-learners report higher levels of engagement, satisfaction and academic challenge than their on-campus peers.” Allerdings muss man festhalten, dass e-Learning als “distance education” nur einer von mehreren Punkten dieser Untersuchung ist.

Im Rahmen der National Survey of Student Engagement (NSSE), die übrigens seit 1999 durchgeführt wird, wurden 260.000 (!) zufällig ausgewählte Studierende an 523 amerikanischen “four-year institutions” befragt. Wenn man also Daten sucht, denen eine solide empirische Basis zugrunde liegt, wird man hier fündig. Interessant ist auch die Diskussion, die diesem Artikel folgt: Zum einen geht es hier um die Frage, welche Aussagekraft die Selbstauskunft von Studierenden überhaupt haben kann; und zum anderen, warum nicht alle beteiligten Institutionen ihre eigenen Daten bereitwillig veröffentlichen.
Elizabeth Redden, Inside Higher Ed, 13 November 2006
[Kategorien: Weiterbildung allgemein]

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E-Learning-Potenziale im E-Government in NRW

Posted on 13 November 2006 by jrobes

Was den Hochschulen ihr Bologna und die eUniversity, ist den Kommunen das E-Government. Neue Services für die Bürger, neue Strukturen in den Verwaltungen und damit einhergehend auch ein immenser Qualifizierungsbedarf für die Mitarbeiter. Grund genug, auch bei dieser Zielgruppe – immerhin derzeit 4 Millionen Arbeitnehmer! - einmal systematisch nach dem Stand der Verbreitung von e-Learning zu fragen. Die vorliegende Studie, durchgeführt vom MMB Institut für Medien- und Kompetenzforschung im Auftrag des Informationsbüros d-NRW, trägt Einiges an Informationen zusammen. Man hat vorhandene Literatur gesichtet, Thesen entwickelt, diese mit Experten diskutiert und vorhandene Fallstudien zum Thema zusammengetragen.

Die Studie ist wohl das Umfassendste und Aktuellste, was es zum Thema gibt. Die Befunde sind nicht spektakulär und zeichnen nüchtern das Bild einer verzögerten Entwicklung. Was in Unternehmen und Hochschulen bereits länger in Gang ist, nämlich die Digitalisierung aller wichtigen Arbeitsabläufe, erreicht jetzt auch die Verwaltungen. Die aus meiner Sicht wichtigsten Ergebnisse:
- E-Learning ist heute noch die Ausnahme und spielt für die Weiterbildung in der Öffentlichen Verwaltung kaum eine Rolle.
- Alle Experten bestätigen mit Blick auf die geschilderten Herausforderungen das Potenzial von e-Learning (an einer Stelle heißt es plakativ “E-Government needs E-Learning!” (10)).
- Doch nur im Rahmen einer strategisch ausgerichteten Weiterbildung macht e-Learning wirklich Sinn, aber: “Weiterbildung und Personalentwicklung weisen in der Öffentlichen Verwaltung noch ein großes Systematisierungspotenzial auf.” (33)
Informationsbüro d-NRW, November 2006

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Making the Grade: Online Education in the United States, 2006

Posted on 10 November 2006 by jrobes

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Ich weiß nicht, ob die Macher dieses vierten Jahresberichts “on the state of online learning in U.S. higher education” über das, was sie da herausgefunden haben, wirklich glücklich sind. Wieder wurden mit Unterstützung der Sloan Foundation 2.200 Colleges und Universitäten befragt. Und wieder kann man berichten, dass der Trend ungebrochen ist: 3,18 Millionen Studierende haben im Herbst 2005 mindestens einen Online-Kurs besucht. Das ist ein Plus von über 800.000 gegenüber der letzten Studie. Auch alle anderen Ergebnisse sind fast deckungsgleich mit denen vom November 2005: Es sind nach wie vor eher die großen Institutionen, die Online-Programme anbieten. 62 Prozent der Chief Academic Officers schätzen die Qualität des Online-Lernen gegenüber dem Präsenzlernen als gleichwertig oder besser ein; aber trotzdem glauben nur 4 Prozent der Befragten, dass es keine Barrieren bei der weiteren Verbreitung des Online-Lernens mehr gibt. “No major changes from previous patterns” also, aber mit Blick auf Web 2.0 und andere Veränderungen im Hochschulbereich vielleicht auch ein Grund, das Arsenal von Fragen fürs nächste Jahr weiterzuentwickeln.
The Sloan Consortium, November 2006
[Kategorien: e-learning, eUniversity]

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management,
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