Archive | October, 2006

Neue Ansätze der Personalentwicklung für kleine und mittelständische Unternehmen. Anregungen aus Wissenschaft und Praxis

Posted on 31 October 2006 by jrobes

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“Dieses PraxisPapier ist das Ergebnis einer Fachtagung an der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) in Bielefeld.”, heißt es im Vorwort. Stattgefunden am 16. November 2005. Es enthält Beiträge aus Wissenschaft und Praxis. Mitnehmen kann man, dass die persönlichen Kompetenzen der Mitarbeiter immer mehr zum Ausgangs- und Zielpunkt der Personalentwicklung werden; dass - damit einhergehend - eine “Stärkung der Stärken” in den Vordergrund rückt; dass Verschiedenheit und Vielfalt der Mitarbeiter als wichtige Ressource erkannt werden (“Managing Diversity”); und dass all dies in vielen Unternehmen noch nicht angekommen ist.

Die Praxisberichte beschreiben u.a., wie ein Familienunternehmen den Generationenwechsel und die Betreiber von Spielotheken die hohe Fluktuation ihres Personals angegangen sind. Die Klammer dieser Entwicklungsprojekte bildet der Einsatz eines Instruments zur Kompetenzanalyse, KODE, wobei allerdings nur kurz die Prozesse, nicht jedoch die Erfahrungen der Beteiligten beschrieben werden. (via Strukturnetz Blog)
Deutsche Gesellschaft für Personalführung (DGfP), PraxisPapiere, 6/2006
[Kategorien: Weiterbildung allgemein, Kompetenzen]

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Multimedia und Lernstiltyp: Unterstützt Online-Distance-Learning unterschiedliche Lernstiltypen und führt zu mehr Lernerfolg?

Posted on 30 October 2006 by jrobes

Beim Blättern in verschiedenen Online-Magazinen bin ich noch auf einige Artikel gestoßen, die ich mir zum Lesen herausgelegt habe. Wie z.B. den vorliegenden aus der MedienPädagogik. Es geht hier um die Frage, ob es einen Zusammenhang zwischen Lernstiltypen, Multimedianutzung und Lernerfolg gibt.

Bevor ich die Antwort verrate, eine kurze Einschätzung: Ich halte die Differenzierung verschiedener Lernstiltypen für einen guten Einstieg, um das eigene Lernverhalten zu reflektieren. Aber mehr? Dutzende unterschiedlicher Lernstiltypologien und die Erkenntnis, dass Lernprozesse und Lernverhalten stark kontextabhängig sind, machen es schwer, in den Untersuchungen etwas zu finden, das man für den Arbeitsalltag nutzen kann.

Im Rahmen der vorliegenden Studie konnten Studierende frei zwischen verschiedenen Multimediatypen eines Online-Kurses wählen. Doch ein Zusammenhang zwischen Lernstiltypen, Multimedianutzung und Lernerfolg war nicht nachzuweisen. Mögliche Erklärungsversuche werden angeboten. Und eine Schlussfolgerung, die ich gut nachvollziehen kann: “Zukünftige Studien sollten deshalb vermehrt statt Lernstiltypen die individuellen Lernstrategien der Studierenden erfassen.” Ja!
Petra Lindemann-Matthies, Daniela Meyer und Melanie Paschke, MedienPädagogik, 27.09.2006
[Kategorien: e-learning, Learning Styles]

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20 Open Access Journale

Posted on 27 October 2006 by jrobes

Die folgende Zusammenstellung ist (fast) zufällig entstanden. Vor einigen Tagen habe ich überlegt, wie viele Online Journale es gibt, die sich im weitesten Sinne mit dem Thema e-Learning beschäftigen und deren Artikel komplett online zugänglich sind. Einige Magazine hatte ich im Kopf, weil ich dort regelmäßig vorbeischaue; auf andere bin ich über bestehende Listen (wieder) gestoßen, wie z.B. diese des Lehrstuhls für Mediendidaktik und Wissensmanagement an der Universität Duisburg-Essen. Und dann habe ich dem Zufall etwas nachgeholfen und zwanzig Quellen aussortiert.

Die Mehrzahl der folgenden Journale richtet sich an ein akademisches Publikum, ihr Editorial Board ist mit Hochschullehrern besetzt, und sie sind peer-reviewed. Einige richten sich an Praktiker, die sich in Unternehmen und Organisationen mit Weiterbildung bzw. e-Learning beschäftigen. Und einzelne versuchen, zwischen beiden Welten eine Brücke zu schlagen.

Einige der aufgeführten Journale fühlen sich der Open Access-Bewegung verpflichtet und machen dies in ihrer Mission deutlich. Andere wiederum nutzen die Möglichkeiten des Internets en passent; und einige publizieren ein Journal, um ein Geschäftsmodell abzurunden, das aus weiteren Angeboten, wie z.B. regelmäßigen Konferenzen, besteht.

Einige der aufgeführten Zeitschriften sind älter das Internet. Einige sind durch ihr Thema - e-Learning! - unmittelbar mit dem Internet verbunden. Als Online-Ausgaben sind die ersten von ihnen fast zeitgleich 1995 erschienen. Andere sind erst jüngst auf diesen Zug aufgesprungen.

Auch die Angebote selbst unterscheiden sich deutlich: Während einige Journale in Form und Inhalt im Web 2.0 angekommen sind und verschiedene Ausgabeformate, Kommentare der Leser und RSS unterstützen, sind andere schlichtes HTML. Anything goes! Viel Spass beim Stöbern!

1. AACE Journal (Association for the Advancement of Computing In Education Journal)

Das Online-Journal wird von der gleichnamigen amerikanischen Organisation herausgegeben, einer “not-for profit organization dedicated to the advancement of the knowledge, theory, and quality of learning and teaching at all levels with information technology”. Eine von mehreren Zeitschriften dieser Organisation übrigens, aber die einzige, auf deren Artikel man online zugreifen kann. Die Autorenschaft des AACE Journals ist international, die Beiträge sind archiviert und verschlagwortet. Was auch notwendig ist, denn es die Ausgaben haben kein Thema, das die Beiträge verbindet.

Aktuelle Leseprobe: Tel Amiel: Mistaking Computers for Technology: Technology Literacy and the Digital Divide, Vol. 14, Iss. 3, 2006

2. bwp@online

“bwp” steht für “Berufs- und Wirtschaftspädagogik” und ist am Institut für Berufs- und Wirtschaftspädagogik an der Universität Hamburg angesiedelt. Das Online-Magazin erscheint seit November 2001 zweimal im Jahr. Wer sich ausschließlich für e-Learning interessiert, muss hier nicht haltmachen. Wer seinen Horizont um klassische Felder der Wirtschaftspädagogik und Bildungsarbeit erweitern möchte, sollte unbedingt einen Blick in die Ausgaben der letzten Jahre werfen. Themen waren z.B. Lernfirmen, Betrieb als Lernort sowie Prüfungen und Standards in der beruflichen Bildung. Ein Newsletter sowie weitere Informationsdienste runden den Service ab.

Aktuelle Leseprobe: Gerhard Gerdsmeier: Problemstellen des Wissenserwerbs in Lernfirmen, Nr. 10, Juli 2006

3. Chief Learning Officer Magazine

Das Archiv des CLO Magazines reicht zurück bis September 2002, und ich verbinde seinen Launch auch unmittelbar mit der zeitweiligen Popularität der “Corporate Universities” und “Chief Learning Officers”. Fast gegen den Trend hat sich das Magazin mit einer monatlichen Erscheinungsweise bis heute gehalten und bietet einen guten Überblick über aktuelle Themen in Corporate Learning. Die thematische Klammer bilden das Management von Learning/ e-Learning, seine Integration in Unternehmensstrategien und eine klare Output-Orientierung. Prominente Bildungsexperten und Berater wie Jay Cross, Elliott Masie, Josh Bersin und Jeanne Meister schreiben regelmäßige Kolumnen.

Aktuelle Leseprobe: Elliott Masie: The Dark Side of Learning. November 2006

4. Educause Review

Wenn man eine Organisation und ihre Publikationen in dieser Zusammenstellung hervorheben will, dann EDUCAUSE – “a nonprofit association whose mission is to advance higher education by promoting the intelligent use of information technology.” Die Homepage von EDUCAUSE bietet einen hervorragenden und benutzerfreundlichen Zugriff auf unzählige Materialien, Informationen, Newsletter – sicher ein Vorbild für alle Initiativen, die sich ähnlichen Zielen verschrieben haben.

EDUCAUSE Review ist eine Publikation, die seit 2000 im Zwei-Monats-Rhythmus erscheint (vorher Educom Review). Die Beiträge sind aktuell, kompetent geschrieben und schaffen es immer wieder, wissenschaftliches Hintergrundwissen und praktische Erfahrungen miteinander zu verbinden. Themen in 2006 waren u.a. “Privacy & Security”, “Open Content” und “Digital Game-Based Learning”. Selbstverständlich bietet EDUCAUSE Review Services wie RSS und Kommentarfunktionen.

Aktuelle Leseprobe: Fred H. Cate: The Privacy and Security Policy Vacuum in Higher Education, Volume 41, Number 5, September/October 2006

5. EQ Educause Quarterly

EQ EDUAUSE Quarterly ist das Flagschiff von EDUCAUSE, peer-reviewed und “a practitioner’s journal for college and university managers and users of information resources -information, technology, and services”. Mir fällt es schwer, qualitative Unterschiede zwischen den EDUCAUSE-Publikationen zu finden – beide sind exzellent! EQ erreicht nach eigenen Angaben 8.500 Leser an über 1.300 Hochschulen.

Aktuelle Leseprobe: Diana Oblinger: Games and Learning, Volume 29, Number 3, 2006

6. eJournal of Instructional Science and Technology (e-JIST)

e-JIST gibt es seit Oktober 1995 – übrigens von der ersten Ausgabe an als Online-Journal -, und hat seine Heimat in Australien, an der University of Southern Queensland. Das Journal ist international, peer-reviewed, und seit der ersten Ausgabe kontinuierlich gewachsen. Heute umfassen die meisten Ausgaben neben Artikeln auch Praxisberichte, Buchbesprechungen und Kommentare. Aktuelles Thema: “student learning experiences”.

Aktuelle Leseprobe: Christopher Irwin & Zane Berge: Socialization in the Online Classroom, Vol. 9 No. 1, March 2006

7. eLearn Magazine

Das Magazin wird von der Association for Computing Machinery (ACM), einer “not-for-profit educational association”, herausgegeben. Im Editorial Advisory Board sitzen u.a. Michael Feldstein (e-Literate Weblog) und Stephen Downes (OLDaily). Die Rubriken des Online Magazins sind Top Story, Opinion, Design, Technology, Usability, Business und Culture. Das Archiv reicht zurück bis 2001, wobei die Beiträge anscheinend nach und nach zu einer Ausgabe zusammengefasst werden. Im eLearn Magazin hat z.B. Stephen Downes seinen bekannten Artikel “E-Learning 2.0″ veröffentlicht (Oktober 2005)!

Aktuelle Leseprobe: Michael Feldstein: The Digital Promise: Using Technology to Transform Learning, 14.09.2006

8. Electronic Journal of e-Learning (EJEL)

Seit 2003 widmet sich dieses Journal der Theorie und Praxis von e-Learning, ist offen für Forschungsreports, Case Studies, Kommentare und Rezensionen. Es erscheint gegenwärtig zweimal im Jahr (peer-reviewed), einmal davon als Conference Edition. Herausgegeben wird es von der englischen Academic Conferences Limited, die auch zwei große e-Learning-Konfernzen organisiert. Das Editorial Board ist von Hochschullehrern aus UK und Irland besetzt.

Aktuelle Leseprobe: Zailan Arabee und Azmi Mansur: MyGfL: A Lifelong Learning Platform for Malaysian Society, Volume 4, Issue 1, March 2006

9. European Journal of Open, Distance and E-Learning (EURODL)

EURODL wird unterstützt vom European Distance and E-Learning Network (EDEN) und will europäischen Erfahrungen mit e-Learning eine Plattform geben. Das tut es mit Blick auf das Online-Archiv seit mindestens 1997, peer-reviewed und unterstützt von einem Editorial Board, dem Vertreter verschiedener europäischer Hochschulen und Organisationen angehören. EURODL stellt sich als “rolling issue” dar, d.h., Artikel werden ein halbes Jahr ausgestellt, bevor sie ins offene Archiv wandern. Thematische Blöcke gibt es nicht, dafür eine Reihe weiterer Angebote, die den Austausch zwischen Autoren und Lesern unterstützen sollen, aber selten genutzt werden.

Aktuelle Leseprobe: Christian Dalsgaard: Social software: E-learning beyond learning management systems, 12.07.2006

10. First Monday

First Monday “is one of the first openly accessible, peer–reviewed journals on the Internet, solely devoted to the Internet.” Die Geschichte des Magazins beginnt 1995 in Kopenhagen, aber mittlerweile stehen die Server in Chicago. In der ersten Ausgabe hieß es: “”First Monday” is an experiment and it will change and alter over time. We hope to take advantage of the Internet as a medium and expand the concept of an academic journal.” Ich finde, das Experiment ist hervorragend gelungen! Die Artikel der monatlichen Ausgaben beschäftigen sich mit allen Aspekten des Internets – politischen, ökonomischen, technischen und sozialen. Von daher sind auch aus Bildungssicht immer wieder Themen und Artikel von unmittelbarer oder mittelbarer Relevanz dabei.

Aktuelle Leseprobe: Frank P. Albritton, Jr.: Performance on tests of economic literacy: A comparison of face–to–face with online instruction, Volume 11, Number 10, 2 October 2006

11. Innovate – Journal of Online Education

Seit seinem Erscheinen im Oktober 2004 hat sich Innovate zu einem meiner Favoriten unter den e-Learning-Journalen entwickelt! Das Magazin besitzt alles, was ich mir wünsche: ein regelmäßiges (alle zwei Monate) Erscheinen, meist einen thematischen roten Faden, der die Artikel verbindet, hervorragende Autoren (Stephen Downes schreibt gegenwärtig z.B. die Kolumne “Places to go”) sowie eine state-of-the-art und benutzerfreundliche Darstellung, die an Formaten und Features nichts zu wünschen übrig lässt. Dieses Glanzstück ist peer-reviewed und wird von der Fischler School of Education and Human Services an der Nova Southeastern University herausgegeben. Selbstredend, dass mir auch die Ziele des Journals sympathisch sind: “The journal focuses on the creative use of information technology (IT) to enhance educational processes in academic, commercial, and governmental settings. Our basic assumption is that innovative uses of technology in one sector can inform innovative uses of technology in each of the other sectors.”

Aktuelle Leseprobe: Patrick Carey und Bernard Gleason: Vision 2010. The Future of Higher Education Business and Learning Applications, Volume 3, Issue 1, October/November 2006

12. Inside learning technologies

Das Journal ist Teil eines Pakets, das auch noch eine jährliche Konferenz und Ausstellung zum Thema Bildungstechnologien enthält. Dieses Paket gibt es seit Januar 2000, und es wird vom englischen Unternehmen Learning Technologies herausgegeben. Das Journal selbst erscheint dreimal im Jahr und enthält “in-depth articles on the latest learning trends and developments as well as covering all the major issues affecting organisational learning and learning technology.” Natürlich konzentrieren sich die Artikel auf Corporate (e)Learning – und sind pragmatisch, geschäftsorientiert und aktuell.

Aktuelle Leseprobe: Donald Taylor: Your Boss Doesn’t Care About Training, October 2006

13. International Review of Research in Open and Distance Learning (IRRODL)

Das Editorial der Juni-Ausgabe (2006) könnte eigentlich dieser Auflistung voranstehen. Die Überschrift lautete “Open Access in Action!” und Editor Terry Anderson nutzte die Gelegenheit, um IRRODLs-Ansatz in einen größeren Zusammenhang zu stellen: “IRRODL’s position is, as expected, to be solidly behind all moves to insure Open Access publication. We are proudly listed with the 2,256 other journals in the Directory of Open Access Journals and our publisher, Athabasca University, is a signature to the Budapest Open Access Initiative.” IRRODL folgt diesem Weg mit zwei oder drei jährlichen Ausgaben seit 2000; alle Artikel sind peer-reviewed und oft zu einem thematischen Block zusammengefasst. Darüber hinaus gibt es viele Services, die den Nutzer freuen: verschiedene Ausgabeformate (inkl. mp3!!), eine Suchfunktion, RSS usw.

Aktuelle Leseprobe: Heather Kanuka: Issues, Challenges and Possibilities for Academics and Tutors at Open and Distance Learning Environments, Vol 7, No 2 (2006)

14. Journal of Computer-Mediated Communication (JCMC)

Bildung steht nicht im Mittelpunkt dieses Journals. Aber es gibt kaum ein Thema, dass nicht Bildungsthemen kreuzt, wie z.B. die Artikel über Computerspiele in der letzten Ausgabe (Vol. 11, No.4). Das Journal gehört zu den ersten Online-Journalen (seit 1995), erscheint seitdem quartalsweise, peer-reviewed und mit interdisziplinärer Ausrichtung: “Its focus is social science research on computer-mediated communication via the Internet, the World Wide Web, and wireless technologies.” Auf dem Gebiet der CMC ist das Heft als offizielles Organ der International Communication Association wegweisend und wird von Einrichtungen der Indiana University (USA) unterstützt.

Aktuelle Leseprobe: Constance Steinkuehler und Dmitri Williams: Where Everybody Knows Your (Screen) Name: Online Games as ‘Third Places’, Volume 11, Issue 4, July 2006

15. Journal of Educational Technology and Society

Mir sind die Artikel häufig etwas zu speziell, manchmal zu technisch, aber es richtet sich auch explizit an Entwickler von e-Learning und Pädagogen, die e-Learning-Systeme implementieren und betreuen, und will hier eine Brücke schlagen. Das Journal erscheint quartalsweise seit 1999, peer-reviewed, wird herausgegeben vom International Forum of Educational Technology & Society und “is included in the Thomson Scientific Social Sciences Citation Index (SSCI) with impact factor of 0.267 according to Thomson Scientific 2005 Journal Citations Report.” (!?) Wie auch immer: Für April 2007 ist eine Spezialausgabe, “Quality of E-Learning”, angekündigt.

Aktuelle Leseprobe: Jarkko Suhonen und Erkki Sutinen: FODEM: developing digital learning environments in widely dispersed learning communities, Vol. 9, Issue 3, 2006

16. Learning Circuits

Learning Circuits ist eine von vielen Publikationen der American Society for Training & Development (ASTD), der weltweit größten Organisation für “workplace learning and performance professionals”, wie es politically correct seit einigen Jahren heißt. Learning Circuits ist in der Blütezeit des e-Learning (Januar 2000) entstanden, als das Thema das ASTD-Flagschiff, das T+D Magazine, zu sprengen drohte. Die Artikel in Learning Circuits sind praxisorientiert, zuweilen sehr “amerikanisch” (“how-to …”), geben aber einen guten Überblick über das Marktgeschehen. Begleitend gibt es das Learning Circuits Blog, das von prominenten Gastautoren gepflegt wird und einen Blick lohnt.

Aktuelle Leseprobe: Darin Hartley: Beyond the Virtual Meeting, September 2006

17. MedienPädagogik

Die Medienpädagogik, Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung, hat sich den wissenschaftlichen Anspruch ins Impressum geschrieben. Sie richtet sich an Kommunikations- und Medienwissenschaftler, ist peer-reviewed, hat ihr Zentrum an der Pädagogischen Hochschule Zürich und im wissenschaftlichen Beirat eine Reihe bekannter Pädagogen und Medienpädagogen versammelt. Die Seite ist sehr einfach aufgebaut, ohne ergänzende Services oder Kommunikationsangebote für Leser. Neue Artikel werden sukzessive ergänzt und dann zu Themenheften zusammengefasst. Die Titel der Ausgaben des Jahres 2005 lauteten “IT im schulischen Kontext” und “Media Education: Stand der Medienpädagogik im internationalen Raum”.

Aktuelle Leseprobe: Petra Lindemann-Matthies, Daniela Meyer und Melanie Paschke: Multimedia und Lernstiltyp: Unterstützt Online-Distance-Learning unterschiedliche Lernstiltypen und führt zu mehr Lernerfolg? 27.09.2006

18. Technology & Learning

Technology & Learning ist eine Publikation der NewBay Media in New York; auf der Homepage von techLearning ist das Magazin nur ein Angebot von vielen. Man versucht dort, drei Zielgruppen – Pädagogen, Technische Koordinatoren und Administratoren – anzusprechen und mit praxisnahen Informationen, z.B. Publikationen, Ressourcen, Veranstaltungen, zu unterstützen. Hier setzt auch das Magazin an: einige längere Artikel, News, Marktinformationen und Produktbeschreibungen sowie eine “How To”-Sektion. Im 27. Jahrgang, und seit 1999 steht alles online.

Aktuelle Leseprobe: David Warlick: A Day in the Life of Web 2.0, Volume 27, Issue 3, October 2006

19. The Turkish Online Journal of Distance Education (TOJDE)

Allein schon deswegen sollte man das Journal nicht aus den Augen verlieren: “TOJDE is planning to extend its readership by reaching every part of the world. It will focus on different regions by allocating much more space to contributors from the regions of North Africa (such as Morocco, Algeria, Tunisia and Egypt), the Middle East (such as Israel, Iran, Iraq, Pakistan), the New Turkic Republics, the Baltic Countries and Eastern European Countries (such as Poland, Romania, Hungary).” Diesem Ziel versucht das Journal seit Januar 2000 treu zu bleiben: quartalsweise, peer-reviewed. Für die aktuelle Ausgabe (Oktober 2006) haben Autoren aus Griechenland, Indien, Türkei, Bangladesh, Korea, Nigeria und Deutschland geschrieben.

Aktuelle Leseprobe: Paraskevi Vassala: The Field Study as an Educational Technique in Open and Distance Learning, Volume: 7 Number: 4, October 2006

20. Zeitschrift für Hochschuldidaktik (ZFDH)

Auf die ZFDH bin ich gestoßen, als es im März 2005 ein Heft zum Thema “e-Learning und Change Management” gab. Die Zeitschrift wird von der Österreichischen Gesellschaft für Hochschuldidaktik herausgegeben und erscheint mit wechselnden Themenschwerpunkten vierteljährlich. Im Editorial Board sitzen z.B. Dieter Euler und Michael Kerres, die Beiträge sind peer-reviewed. Auch wenn der Aufbau der Seite eindeutig Web 1.0 zuzuordnen ist, lohnt ein regelmäßiger Blick, denn e-Learning ist hier ein Dauerthema.

Aktuelle Leseprobe: Thomas Pfeffer: Content Management und Blended Learning: Jenseits der Hörsaalgrenzen, 19.09.2006

Alle Angaben nach bestem Wissen und Gewissen. Über Korrekturen, Kommentare und Ergänzungen freue ich mich immer!
[Kategorien: Open Access/ Open Content]

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Take your Conference With You

Posted on 26 October 2006 by jrobes

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Dieser Eintrag richtet sich speziell an all diejenigen, die überlegen, wie sie Konferenzkonzepte und Themen in Zeiten des Web 2.0 näher zusammenführen können:

“I’m sitting in my hotel room, getting ready for the CECA 2006 conference, here outside of Hartford, Connecticut. The theme of their conference is Communicating In A Global Society — and they are taking that theme seriously. Each attendee will receive a free iPod Nano. Let’s pause for a moment for affect.”
David Warlick, Techlearning Blog, 23 Oktober 2006
[Kategorien: Trends in der Weiterbildung]

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Interview with Martin Dougiamas, Creator of Moodle

Posted on 26 October 2006 by jrobes

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Martin Dougiamas wird hier vor die Aufgabe gestellt, einem Lehrer, der noch nie etwas von Moodle gehört hat, das System in wenigen Worten zu erklären. Auch sonst erfährt man einiges - von der persönlichen Beziehung des Interviewten zum Distance Learning bis zum Geschäftsmodell, das es Menschen erlaubt, nicht nur Moodle weiterzuentwickeln, sondern auch, davon zu leben. Aber im Zentrum steht immer wieder der Hinweis, dass das Erfolgsmodell von Moodle auf dem Prinzip Open Source und den Vorteilen einer funktionierenden Community of Practice aufbaut. Und, nur am Rande, die Lernplattform der Open University heißt - Moodle.
Steve Hargadon, 23 Oktober 2006
[Kategorien: Learning Management Systems]

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The Open University launches OpenLearn

Posted on 25 October 2006 by jrobes

Natürlich werden bald wieder einige sagen, dass das kein e-Learning sei oder nur “e-Learning für Arme”; dass es nur Content sei, der hier zugänglich sein wird. Wie auch immer: MIT’s OpenCourseWare hat einen prominenten Mitstreiter bekommen. Denn mit fast 200.000 Studierenden im Fernstudium ist die Open University nicht irgendeine Universität. Und man kündigt nicht nur Content, sondern auch “state of the art learning support and collaboration tools to connect learners and educators” an.

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“This £5.65 million project, supported by a grant from the William and Flora Hewlett Foundation, will cover a full range of subjects from arts and history to science and nature, at all study levels from access to postgraduate. Available to learners and educators throughout the UK and worldwide, the project will be of particular significance in The Open University’s efforts to open access to hard-to-reach groups and tackle educational disadvantage both within the developed and developing worlds.”
The Open University, News, 25 Oktober 2006
[Kategorien: Trends in der Weiterbildung, Open Access/ Open Content]

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E-Learning: Glanz und Elend an der Hochschule

Posted on 24 October 2006 by jrobes

Unbedingt anschauen! Die Aufzeichnung der Paneldiskussion der GMW-Tagung 2006 in Zürich steht online, in hervorragender Qualität und mit erstklassiger Benutzerführung! Den Anstoß bilden die kritischen Anmerkungen Rolf Schulmeisters (Hamburg) zu den amerikanischen e-Learning-Verhältnissen und ihrem Vorbildcharakter. Peter Baumgartner (Krems) hofft nach wie vor, mit e-Learning auch die Didaktik wieder auf die Agenda der Hochschulen zu bringen. Für Arndt Bode (München) gehört e-Learning fest zur Zukunft der digitalen Hochschule. Thomas Sporer, Gründungsmitglied der studentischen Initiative Knowledgebay, könnte sich e-Learning als Spielfeld vorstellen, das Studierende selbst gestalten. Und Martina Roth (Intel) könnte sich vorstellen, solche Initiativen aktiv zu unterstützen. Dazwischen kurze vorbereitete Videoanker. Und immer wieder Bologna und die Frage, was es aus den Hochschulen und e-Learning macht!

100 Minuten, aber ein kurzweiliges Vergnügen, auch wenn man sein Studium bereits beendet hat - ohne Bachelor, credit points und e-Learning!
Paneldiskussion der GMW-Tagung 2006, 21 September 2006 (via Ökonomie & Bildung e.V.)
[Kategorien: e-learning, eUniversity]

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The Future of Learning

Posted on 23 October 2006 by jrobes

Learning Management Systeme sind bekanntlich nicht nur an Hochschulen ein Thema; auch viele Großunternehmen beschäftigen sich damit oder besitzen bereits eine Lernplattform. Viele von ihnen eine von Saba. Wo liegt also aus der Sicht eines Global Players auf dem LMS-Markt die Zukunft des Lernens? Die Autorin erlaubt sich bei ihrer Antwort einen Kunstgriff: Sie benutzt auf 19 Seiten nur ein- oder zweimal das Wort LMS, Web 2.0 fällt überhaupt nicht, und auch Open Source ist kein Thema. Natürlich bleiben noch genügend Ideen und Trends, die sie um Stichworte wie “Culture & People”, “Making it Work”, “Development & Design” und “Delivery & Measuring” sammelt. Ansonsten: “This means that the infrastructure of your organization is a vital concern for learning today and in the future.”
Amy Finn, SabaNews, 23 Oktober 2006 (pdf)
[Kategorien: Learning Management Systems]

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Learning or Management System? A Review of Learning Management System Reviews

Posted on 23 October 2006 by jrobes

Wenn Learning Management Systeme (LMS) evaluiert und eingeführt werden, steht das Management von Bildungsprozessen oft einseitig im Vordergrund, so George Siemens. Lerner und Lernprozesse spielen nur eine untergeordnete Rolle. Die Idee der Personal Learning Environments (PLE) setzt dagegen auf offene, dezentrale Strukturen und versucht, den Bedürfnissen und Erfahrungen der Lerner gerecht zu werden. Vor diesem Hintergrund fasst George Siemens einige Reports zusammen, die sich mit der Auswahl des “richtigen” LMS beschäftigen. Dabei sind es vor allem drei Punkte, die er betont:

a) die Grenzen zentraler Learning Management Systeme:
“The enterprise-wide, controlled, centralized learning model serves a particular type of learning (often entry-level or foundational). As learners move beyond content consumption and into stages of critical thinking, collaboration, and content creation, LMS weaknesses become apparent. For this reason, the definition of a university’s learning philosophy is critical in guiding LMS activities. …
… The experience of many educators parallels my own — learners are very active with technology, but once in an LMS space, they seldom do more than the minimum required.”

b) die Grenzen bestehender Auswahlkriterien und -prozesse, die zu diesem Mismatch führen:
“The position offered in this report encourages an organizational definition of learning as the starting point for selecting a technology platform for creating and delivery learning content.”

c) die Chance, im Rahmen von PLEs die Vielfalt von Bedürfnissen und Ansätzen besser abzubilden:
“To meet the needs of all learners in various stages of their education, a multi-faceted (holistic) view of learning must be considered. Increasingly, personal learning environments provide the tools and model to attend to the diverse learning needs of individuals today.”
George Siemens, Learning Technologies Centre Research Blog, University of Manitoba, 6 Oktober 2006
[Kategorien: Learning Management Systems]

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Wissensbilanzen: Bewertung und Entwicklung des intellektuellen Kapitals

Posted on 20 October 2006 by jrobes

Der Artikel enthält eine Denkhilfe, für die man den Autoren danken muss:
“So kursierte in unzähligen Fachartikeln zu Zeiten des Börsenhype die Mär, dass die enorme Differenz von Marktwert und Buchwert eines Unternehmens seinem nicht quantifizierbaren Wissen geschuldet sei. Beim darauf erfolgten Zusammenbruch zahlreicher wissensbasierter Unternehmen und damit ihrer Wissenswerte kam aber niemand auf die Idee, diese Firmen des kollektiven Alzheimers zu bezichtigen. Dass nämlich Unternehmen mit Wissen operieren, ist nun wirklich keine besonders überraschende Erkenntnis. Viel spannender hingegen ist die Frage, wie sie dies tun.”

Da diese “Mär” auch heute noch einen willkommenen Einstieg vieler Präsentationen zum Thema darstellt, sollte man sich den Hinweis unbedingt merken! Ansonsten gibt der Artikel einen guten Überblick über unterschiedliche Ansätze der Wissensbilanzierung - bis zu aktuellen Bemühungen einer EU-weiten Harmonisierung. Dabei betonen Günter Koch und Günther Szogs die Chancen für Unternehmen, vor allem KMUs, sich durch die Entwicklung eigener Wissensbilanzen einen Vorsprung bei der Kapitalbeschaffung zu sichern.
Günter Koch und Günther Szogs, Jahrbuch Personalentwicklung 2006 (pdf, via execupery)
[Kategorien: Human Capital Management]

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Die EnBW auf dem Weg zur wissensorientierten Unternehmensführung

Posted on 20 October 2006 by jrobes

Ulrich Schmidt hat zwei Hüte auf. Er ist Präsident der Gesellschaft für Wissensmanagement (GfWM), und er betreut beim Energieriesen EnBW das Thema Wissensmanagement. Und gestern besuchte er noch den Frankfurter Wissensmanagement-Stammtisch, um die EnBW-Aktivitäten näher vorzustellen.

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In aller Kürze: Da gibt es zum einen Utz Claasen, Vorstandsvorsitzender der EnBW, der das Unternehmen zur “Nummer eins beim Wissensmanagement” machen will. Grundlage für konkrete Aktivitäten bildet dabei die Erstellung einer Wissensbilanz, die EnBW 2005 zum ersten Mal im Geschäftsbericht (pdf, 3 MB, S. 124-127) vorgestellt hat. Hintergrund dieser Wissensbilanz, erste Ergebnisse und Aktionen standen auch im Mittelpunkt der Präsentation von Ulrich Schmidt.

Er führte aus, dass die EnBW sich bei der Entwicklung ihrer Wissensbilanz vor allem am BMWA-Projekt “Wissensbilanzen - Made in Germany” orientiert hat, in dessen Rahmen 2004 auch ein umfassender Leitfaden zum Thema entwickelt wurde (hier). Die EnBW ist nun, so Ulrich Schmidt, das erste Großunternehmen in Deutschland, das versucht, systematisch und umfassend den Stand seines intellektuellen Kapitals auszuweisen und daraus konkrete Handlungen abzuleiten. Interessant ist vor allem, wie die EnBW das Intellektuelle Kapital in Humankapital, Strukturkapital und Beziehungskapital differenziert und für jeden Bereich bestimmte Einflussfaktoren identifiziert.

Ich habe leider (noch) nicht die Präsentation von Ulrich Schmidt vorliegen, aber eine ganz Ähnliche aus dem Hause EnBW, so dass einige Punkte besser nachzuvollziehen sind. Ansonsten sind die Seiten des Arbeitskreises Wissensbilanzen (hier) sowie das Wissensbilanz-Blog (hier) hervorragende Quellen für weitere Informationen.
Michael Freitag, EnBW, 12 Juli 2006 (via Universität Karlsruhe)
[Kategorien: Human Capital Management]

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Ageing Workforce

Posted on 19 October 2006 by jrobes

Gestern hatte die LEARNTEC in Frankfurt einen Pressetag veranstaltet, und ich habe mich wieder mal der schreibenden Zunft angeschlossen. Das war zugleich eine schöne Gelegenheit, das Frankfurter Literaturhaus aufzusuchen – als Frankfurter brauche ich anscheinend solche Termine, um die Stadt etwas kennen zu lernen. Gleichzeitig haben mich auch das Thema “Ageing Workforce” und die eingeladenen Referenten gereizt, meinen Arbeitstag spontan umzuorganisieren.

Vorab einige Eindrücke zum Tag:
- Zum Thema gehört wohl unvermeidbar die (zeitraubende) Diskussion darüber, ob es “ältere Mitarbeiter” überhaupt gibt (“denn jeder ist so jung …”) , wie man diese Zielgruppe nennen darf, wann Mitarbeiter dieser Zielgruppe angehören, usw.

- Den Einstieg ins Thema bildet häufig eine Art Nabelschau: die nationale Bevölkerungsentwicklung, die Geburtenrate in Deutschland, usw. Das irritiert. In Zeiten des europäischen Arbeitsmarktes wirken einige Problemstellungen sehr künstlich (um es vorsichtig auszudrücken).

- Und schließlich: Es mangelt an Empirie, was viele Fragestellungen betrifft. Sind ältere Mitarbeiter von Weiterbildung tendenziell ausgeschlossen? Oder nutzen sie nur andere, informelle Wege, um sich notwendiges KnowHow anzueignen? Was verlieren Unternehmen an Wissen, wenn ein Mitarbeiter ausscheidet? Hier darf derzeit noch viel gefühlt und getastet werden.

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Open Source, Openness, and Higher Education

Posted on 18 October 2006 by jrobes

Das aktuelle Heft von innovate ist ganz dem Thema Open Source und seiner Bedeutung für Lehre und Lernen gewidmet. Einen schönen Einstieg bildet dieser Artikel von David Wiley, der einen kurzen historischen Abriss der Open Source-Bewegung bietet und sie zugleich in einen Zusammenhang mit “open course content” und “open access publishing” stellt.

“With the growth of open source software and other related trends, a culture of openness is advancing from the edges of society to the core of academic culture. In this article I provide an overview of how the expansion of open source software in culture at large has affected the world of education, describe how the greater use of open source software in education has unfolded hand-in-hand with the development of open course content and open access research, and argue that this more comprehensive shift towards “openness” in academic practice is not only a positive trend, but a necessary one in order to ensure transparency, collaboration, and continued innovation in the academy.”
David Wiley, innovate - journal of online education, Oktober/ November 2006
[Kategorien: Zukunft des Internet, Trends in der Weiterbildung]

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Überlegungen zur Zukunft des E-Learning

Posted on 17 October 2006 by jrobes

Vor einigen Monaten bin ich gebeten worden, ein paar Gedanken zur Zukunft von e-Learning niederzuschreiben, zu aktuellen Themen und Trends. Das Ganze sollte einen Reader einleiten, in dem die Herausgeber, das MMB Institut für Medien- und Kompetenzforschung, sich umfassend mit dem Stand von e-Learning in Deutschland auseinandersetzen wollten. Gesagt, getan. Jetzt ist das Buch erschienen (“Digitales Lernen. Forschung - Praxis - Märkte”), und - noch schöner - meine Arbeit ist Teil der Leseprobe, die Lutz Michel online zur Verfügung stellt.

Im Artikel nehme ich die Stichworte “E-Learning 2.0″ (damals gerade von Stephen Downes in den Ring geworfen), “informelles E-Learning” und “Media Literacy” auf, bevor ich mit einigen Gedanken zum E-Learning-Markt schließe. Zum Reader selbst gibt es sicher noch einige Zeilen an dieser Stelle, sobald er vor mir liegt.
Jochen Robes, in: Lutz P. Michel (Hrsg.): Digitales Lernen. Forschung – Praxis – Märkte. Ein Reader zum E-Learning. Norderstedt: Books on Demand 2006, S.13-23 (pdf)

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Beyond the Virtual Meeting

Posted on 16 October 2006 by jrobes

Vor einigen Tagen war ich Gast am virtuellen eLearning-Stammtisch von Lore Reß. Es war für mich nach langer Zeit wieder mal eine Gelegenheit, aktiv ein Web-Conferencing-Tool auszuprobieren. In diesem Fall war es Centra, die Zugangsdaten waren vorbereitet, und da ich regelmäßig skype, lagen auch Headset und Mikrophon bereit. Einige Teilnehmer hatten auch eine Kamera installiert bzw. eingeschaltet, aber das war die Kür. Der Virtual Classroom selbst war eine interessante, aber ungewohnte Erfahrung (über das Thema des Stammtisches hat Lore Reß hier ein paar Zeilen geschrieben). Gott sei Dank lag die Moderation nicht bei mir, so dass ich etwas Zeit hatte, mich an die vielen Möglichkeiten zu gewöhnen, die die Applikation bot!

Virtual Classrooms waren ja vor Jahren ein großes Thema. Viele glaubten, es würde den Übergang vom Seminar zum e-Learning erleichtern, weil man so ja nach wie vor zusammen lernen könnte. In der Praxis der betrieblichen Weiterbildung ist es – ähnlich wie anspruchsvolle Tutoring-Modelle – regelmäßig an organisatorischen Hürden gescheitert. Ich erinnere mich, dass es in der Deutschen Bank im Laufe der Jahre auf den Anforderungskatalogen für Lernplattformen nur noch hintere Plätze einnahm. Aktuell wurde es dann wieder in einem ganz anderen Zusammenhang, nämlich im (globalen) Projektgeschäft der Bank!

An dieser Stelle gebe ich zwei Hinweise weiter, die daran anschließen: Zum einen den Link auf einen Artikel, der Web Conferencing kurz aus der Bildungsperspektive vorstellt und an seine Vielseitigkeit erinnert (via Newsletter des Learning Center, St.Gallen). Und dann die Empfehlung, einfach mal am nächsten eLearning-Stammtisch von Lore Reß teilzunehmen! Einer der Teilnehmer fragte übrigens, ob denn Centra auch ein Beispiel für Web 2.0 wäre …
Darin Hartley, Learning Circuits, September 2006
[Kategorien: e-learning]

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A Tectonic Shift in Global Higher Education

Posted on 13 October 2006 by jrobes

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Der globale Bildungsmarkt ist in Bewegung. Wenn Nationalen wie China und Indien ihre selbst gesteckten Ziele erreichen, wird sich die Zahl der Studierenden bald verdoppelt haben. Dabei zeichnet sich ab, dass öffentliche Institutionen kaum die Ressourcen besitzen, diese Nachfrage zu bewältigen. Private Bildungsanbieter werden eine immer wichtigere Rolle spielen. Von daher sind “cross-border higher education” und “distance learning” zentrale Stichworte dieses Artikels.

“We have argued that within two decades the global higher education enterprise could more than double in size, be predominantly based in what we today call developing countries, and present a greater diversity of both providers and means of delivery. The private for-profit sector will have a much larger role, a higher proportion of students will be engaged in distance learning, and higher education will increasingly operate as a borderless community.”
John Daniel, Asha Kanwar und Stamenka Uvalic-Trumbic, Change, Juli/ August 2006
[Kategorien: Trends in der Weiterbildung]

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Google for Educators

Posted on 13 October 2006 by jrobes

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Wenn es um einen neuen Service aus dem Hause Google geht, sind die Meinungen derzeit gespalten: Von “Klasse Idee!” bis zu “Nicht schon wieder Google!” ist alles zu hören. Also hilft nur, sich selbst ein Bild zu machen. Mit diesem Service, eine Seite im Web und ein Newsletter, will Google Pädagogen über seine Produkte informieren und gibt Ratschläge, wie man sie im Unterricht einsetzen kann, z.B. das Satellitenbilder-Erkundungsprogramm Google Earth. Nützlich, oder?
Google for Educators, Oktober 2006
[Kategorien: Weiterbildung allgemein, Zukunft des Internet]

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Richard Stallman on Free Software in Education

Posted on 13 October 2006 by jrobes

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Man stelle sich folgende Situation vor: Man bittet einen anerkannten Experten in Fragen der Kompetenzentwicklung um ein Interview. Der Experte stimmt zu, stellt aber vorab folgende Bedingung: Unter keinen Umständen darf der Interviewer von Qualifikationen sprechen, wenn er Kompetenzen meint! Nur wenn er das zusichere, sei ein Gespräch möglich! So ähnlich ist es Steve Hargadon ergangen, bevor er den Begründer der “Free Software”-Bewegung, Richard Stallman, ans Mikrophon bekam. Im Interview geht es um alles mögliche: natürlich um Free Software in der Bildung, aber auch um die Entwicklung dieser Bewegung, Patente, Copyright usw.

“In the interview, Richard defines the use of the word “free” in the context of software. He also defines the four essential freedoms that are behind the Free Software Movement, and the four reasons that he believes that schools should use exclusively Free Software.”
Steve Hargadon, 11 Oktober 2006
[Kategorien: Weiterbildung allgemein]

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Lernstandorte in raumsoziologischer Perspektive

Posted on 12 October 2006 by jrobes

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Eines der wichtigsten Argumente für e-Learning ist, dass es die Beschränkungen des Raumes aufhebt. Wir müssen uns nicht mehr an bestimmte Lernorte begeben, sondern benötigen “nur” noch Zugriff auf das Internet. Selbst andere Lerner treffen wir dort, im virtuellen Raum. Nicht, dass auf diese Weise das Lernen “schwerelos” würde, aber es ist der Lerner, der aus seinem Standort einen Lernort macht. Absatz.

Nun gibt es aber nach wie vor Orte, die traditionell als Lernorte ausgewiesen sind, wie Volkshochschulen oder Büchereien, und um die geht es in diesem Artikel (”Über die Zusammenhänge zwischen sozialräumlichen Strukturen und die Nutzung städtischer Lernorte am Beispiel der Stadt Bochum”). Der Autor weist darauf hin, dass - überraschenderweise - die Nutzungsintensität dieser Lernorte nicht allein durch soziale oder soziodemographische Faktoren erklärt werden kann. Auch der Standort dieser Lernorte, ihre Erreichbarkeit, Nähe und Distanz, kurz: der Raum, spielen eine ausschlaggebende Rolle.

Aber, um zum Einstieg zurückzukehren, es ist schon interessant zu lesen, wie in diesem Artikel (im ganzen Themenheft?) der Einfluss des Internets auf unsere Vorstellungen von Lernräumen keine Rolle spielt - das gilt selbstverständlich auch für die Beschäftigung mit e-Learning, in der oft vernachlässigt wird, wo das selbst organisierte Lernen stattfindet!
Henning Feldmann und Emanuel Hartkopf, DIE Zeitschrift für Erwachsenenbildung, 2006/4
[Kategorien: Weiterbildung allgemein]

PS: Vielleicht schließt das neue Buch von Diana G. Oblinger, “Learning Spaces”, an diese Fragen an …

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Lernen im Netz und mit Multimedia in den USA

Posted on 12 October 2006 by jrobes

Dies ist bereits der 17. Statusbericht, der im Rahmen des Forschungs- und Entwicklungsprogramms “Lernkultur Kompetenzentwicklung”/ “Lernen im Netz und mit Multimedia” versucht, seinem Auftrag nachzukommen: quartalsweise “wichtige Quellen zu erschließen und den international erreichten Stand zu Problemen und Resultaten des Erwachsenenlernens in Deutschland in Beziehung zu setzen”. In der vorliegenden Ausgabe gibt es neben News und Terminen einen Überblick über den e-Learning-Stand in den USA - leider wird der Eindruck, den die kurzen Zusammenfassungen verschiedener Studien und Reports hinterlassen, durch einige handwerkliche Mängel getrübt. Alles wirkt etwas zufällig …
Astrid Gussenstätter, Internationales Monitoring: Statusbericht 17, Schwerpunkt: Lernen im Netz und mit Multimedia in den USA, August 2006 (pdf)
[Kategorien: e-learning]

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management,
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