Archive | August, 2006

Recognition of Informal Learning in Germany and the UK

Posted on 09 August 2006 by jrobes

Ein interessanter Beitrag, der im Rahmen des europäischen Gemeinschaftsprojekts ICOVET (”Informal Competencies and their Validation”) entstanden ist. Wobei ich - wie auch der Titel dieses Aufsatzes - nicht die Entwicklung des Validierungsinstruments hervorheben möchte, um das es in diesem Projekt ging, sondern die Einordnung des informellen Lernens im Ländervergleich:

“In Germany informal learning is seen as an intrinsic part of formal vocational education and training, especially through the Dual System which brings together school and work based learning. In the UK, informal learning is regarded as an external adjunct to formal training. This might be seen as a somewhat abstract description. But these differences take stark structural forms.” (via Tim Schlotfeldt)
Graham Attwell, Deutsches Jugendinstitut, Thema 2006/ 08
[Kategorien: Informelles Lernen]

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ePortfolios. Methode und Werkzeug für kompetenzbasiertes Lernen

Posted on 08 August 2006 by jrobes

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Wer sich mit dem Thema schon etwas beschäftigt hat oder mal einen Blick auf die Arbeiten von Helen Barrett werfen konnte, wird vielleicht nicht viel Neues finden. Es ist aber eine hilfreiche Übersicht, und davon gibt es ja im deutschsprachigen Raum nicht viele. Es werden die wichtigsten Einsatzgebiete sowie die unterschiedlichen Typen von ePortfolios beschrieben. Abschließend gibt es noch eine Aufstellung einiger Tools und Werkzeuge, wobei auf Elgg etwas ausführlicher eingegangen wird. Offen bleibt aber die Frage, die Gabi Reinmann (”e-Denkarium”) nach der Lektüre stellte. Ich zitiere kurz:
“Nach wie vor vergeblich suche ich nach empirischen Studien zum Einsatz von ePortfolios im Bildungskontext. Außer ein paar eher unsystematischen Erfahrungsberichten habe ich bisher noch nicht viel gefunden. Hat jemand einen Tipp?”
Wolf Hilzensauer und Veronika Hornung-Prähauser, Salzburg Research, 2006 (pdf)
[Kategorien: ePortfolios]

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Stop apologising for knowledge management!

Posted on 08 August 2006 by jrobes

Ich mag an dieser Kolumne, dass sie sich (fast) problemlos auf e-Learning übertragen lässt!!

“So I cringe every time someone who talks or writes about knowledge management (KM) starts by apologising for the name or criticising it in some way:

“I am sorry to have to use the term ‘knowledge management’ but there isn’t a better term. Maybe I would do better calling ‘knowledge sharing’ or something!”
Or, “Let me start by saying that KM is an oxymoron – you cannot manage knowledge.”

I wonder if they really think that there could ever be a short two or three word phrase that could adequately described this discipline we call knowledge management.”
David Gurteen, Inside Knowledge, Vol. 9, No. 9, 31 Mai 2006
[Kategorien: Knowledge Management, e-learning]

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Defining the knowledge economy

Posted on 07 August 2006 by jrobes

Alle reden davon, auch ich gerne in Präsentationen, aber was umfasst eigentlich die “knowledge economy”, wer ist alles “knowledge worker”? Gehört ein hochtechnisiertes Textilunternehmen zu den “knowledge based industries”, wie sie die OECD definiert? Mache ich den “knowledge worker” an seinem Status (z.B. alle Manager), seiner Ausbildung (alle Hochschulabsolventen), bestimmten Kompetenzen (z.B. “complex communication skills”) oder den konkreten Aufgaben, die er ausführt, fest? Solche Fragen diskutiert dieser Report der work foundation. Er nimmt sich vor, “to explore testable definitions”, kommt aber nicht umhin festzuhalten, dass “none of the definitions and measures that have been used so far is completely satisfactory”.

Zwei Anmerkungen: Wenn es in der Diskussion um die Knowledge Economy um mehr als “gefühlte” Eindrücke gehen soll, macht es Sinn, sich um einige Zahlen und Fakten zu bemühen. Auch wenn diese, gerade im internationalen Vergleich, immer nur Annäherungen sein werden. Andererseits entwickeln sich aber Gegenstand und Diskussion weiter, und aus einem Teil der Knowledge Worker ist bereits die “creatice class” (Richard Florida), aus dem “Information Age” das “Conceptual Age” (Daniel Pink) geworden. Gute Gründe, nicht zuviel Energie in Definitionen zu stecken.
Ian Brinkley, the work foundation, Juli 2006 (pdf)

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eLearning auf dem Prüfstand. Haben e-Learning und virtuelle Universitäten die in sie gesetzten Erwartungen erfüllt?

Posted on 07 August 2006 by jrobes

Diese Frage stellt der Autor vor dem Hintergrund der vielen gescheiterten Versuche, aus virtuellen Universitäten erfolgreiche Geschäftsmodelle zu machen (am besten dokumentiert sind wohl Entstehung und Ende der britischen e-Universität, UKeU). Es geht also weniger um e-Learning, als um die Frage, was in diesen Projekten schief gelaufen ist. Joergen Bang, dänischer Hochschulprofessor, findet, dass zu lange “das Lernen und insbesondere das e-Learning als ein Prozess des Wissenstransfers und nicht als Schaffung von Wissen angesehen wurden.” Was mit dem Fokus auf Lernressourcen und das “ressourcenbasierte Lernen” vernachlässigt wurde, waren die Lerntätigkeiten:

“Lernressourcen (Lernobjekte) werden nur dann im Lernprozess aktiv, wenn der Lerner etwas Nützliches damit anfangen kann. Die Schaffung von lebensrelevanten Lerntätigkeiten wird somit zu einem Kernelement. Erfolgreiche Lerntätigkeiten mobilisieren die Fähigkeiten (präsentes Wissen, kulturelles Erbe usw.) der Lernenden und treten mit der neuen Lernressource als Lerngrundlage in Dialog.” (via Mandy Schiefner)
Joergen Bang, elearningeuropa.info, 30 Mai 2006
[Kategorien: eUniversity, e-learning]

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Social software and learning

Posted on 04 August 2006 by jrobes

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Futurelab, eine englische Non-Profit-Organisation, die sich der Entwicklung innovativer Bildungskonzepte verschrieben hat, hat diesen Report herausgebracht. In vier Kapiteln suchen die Autoren nach Zusammenhängen zwischen aktuellen Bildungs- und Technologietrends - und werden fündig:
“1. Introduction: How do we learn in an era of connection and collaboration?
2. What is social software?
3. Does learning change in an information society?
4. How do we move towards ‘c-learning’?”

Die wichtigsten Trends in der Bildung lauten “personalisation”, “learning to learn” und, vor allem, “collaboration”. Hier schließt Social Software an oder, wie die Autoren sagen, “social software and the changing goals in education seem to be moving in the same direction”. Nach einer lesenswerten Darstellung verschiedener Einsatzbereiche von Social Software werden Belege für diesen Zusammenhang dargelegt. Dabei stützen die Autoren sich vor allem auf die Arbeiten Ikujiro Nonakas und Hirotaka Takeuchis (“The Knowledge Creating Company”, 1995) sowie Etienne Wengers und beschreiben, wie Social Software einerseits helfen kann, tacit knowledge in explicit knowledge umzuwandeln. Und wie es die Möglichkeiten von “knowledge creating and sharing communities” erweitert. Achtung: 69 Seiten!
Martin Owen, Lyndsay Grant, Steve Sayers und Keri Facer, Futurelab 2006
[Kategorien: Social Software, Web 2.0, Trends in der Weiterbildung]

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Web 2.0 - Was ist dran? (II)

Posted on 04 August 2006 by jrobes

Z_punkt hat gestern den zweiten Teil seiner Antwort auf diese bewegende Frage freigegeben. Wie schon im ersten Teil kommen die Autoren sehr unterhaltsam daher. Natürlich steht Web 2.0 für eine “Transformation, die das Business tangiert, vielleicht sogar umformt”. Auf dieser Grundlage umfasst ihre Antwort u.a. den Konsumenten als Produzenten, die Generation C (die “Content Creators”) sowie virales Marketing und den “Long-Tail”. Und viele weitere Begriffsschöpfungen!

Vielleicht sollte man, um vor lauter Trends, Start-Ups und Geschäftsideen die Bodenhaftung nicht zu verlieren, kurz gegenlesen, was Martin Röll gestern zur “krampfhafte(n) Suche nach dem Web 2.0-Geschäftsmodell” geschrieben hat.
Willi Schroll und Andreas Neef, Z_punkt, August 2006 (pdf)
[Kategorien: Web 2.0, Zukunft des Internet]

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Overview of Problem-based Learning: Definitions and Distinctions

Posted on 03 August 2006 by jrobes

Problembasiertes Lernen gehört wie entdeckendes Lernen oder fallbasiertes Lernen zu den Stichworten, die man häufiger mal schnell aus der Schublade zieht, um einem Konzept den notwendigen pädagogischen Anstrich zu verpassen. Aber wer kann es schon beschreiben oder gar von anderen, ähnlichen Ansätzen abgrenzen? Wer diese Verlegenheit hinter sich lassen will, kann jetzt das neue “Interdisciplinary Journal of Problem-based Learning (IJPBL)” abonnieren. Oder sich zumindest diesen Überblick in der ersten Ausgabe durchlesen.

“PBL is an instructional (and curricular) learner-centered approach that empowers learners to conduct research, integrate theory and practice, and apply knowledge and skills to develop a viable solution to a defined problem. Critical to the success of the approach is the selection of ill-structured problems (often interdisciplinary) and a tutor who guides the learning process and conducts a thorough debriefing at the conclusion of the learning experience.”
John R. Savery, Interdisciplinary Journal of Problem-based Learning (IJPBL), Vol. 1, No. 1, 2006
[Kategorien: Weiterbildung allgemein]

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Podcasting, wikis and blogs: Learning at the BBC

Posted on 03 August 2006 by jrobes

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Nach einer kurzen Einführung in Podcasts, Wikis und Blogs spricht Nigel Paine über die Bedeutung des informellen Lernens in der BBC. Und wie sie dort versuchen, eine Atmosphäre zu schaffen, die jeden ermutigt, diese Tools einzusetzen und sein Wissen und seine Erfahrungen mit anderen zu teilen. “Re-establishing the authentic voice of the individual” heißt es zum Thema BBC Blogs. Wenn man dieses Video gesehen hat, versteht man, warum Nigel Paine ein begehrter Keynote-Speaker auf Bildungskonferenzen ist, und man beneidet die Menschen, die bei der BBC arbeiten, ein klein bißchen. Empfehlenswert! (via Stephen Downes)
Nigel Paine, AmbientPerformance, 1 August 2006
[Kategorien: Trends in der Weiterbildung, Podcasting]

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Managing Courses, Defining Learning: What Faculty, Students, and Administrators Want

Posted on 02 August 2006 by jrobes

Nun, sie wollen natürlich nicht alle das Gleiche, aber die Richtung scheint eindeutig. Aber von Anfang an: Die Autoren haben Interviews geführt, um herauszubekommen, wie “the next generation of e-learning environments” aussehen könnte bzw. sollte. Die Antworten haben sie zusammengefasst und um eigene Stellungnahmen ergänzt. Herausgekommen ist keine “Pro- und Contra-LMS”-Diskussion, sondern eine lesenswerte Aufzählung von Wünschen und Trends.

Zum Beispiel: Mehr als ein “course management container” sollte die zukünftige Lernumgebung sein! Natürlich “learner-centric”! Und sie sollte umfassen: “Google, IM SMS, Web 2.0 social knowledge and software, intelligent systems with memory and personalization of the learner’s needs, mobile learning, wireless learning.” Lerner wollen Skype, Flickr, Furl, MySpace und wie die Tools, die sie privat nutzen, alle heißen, als Teil ihres Lernens. Und noch ein Punkt, den ich herausstreichen möchte:
“Indeed, it seems that existing L/CMS systems are designed around the traditional concept of the college or university’s physical campus and that there is a brick wall isolating the campus from the outside world, like running the L/CMS in silos. One of the key attributes contributing to the popularity of new social networking software is the openness of the software services to the global community, not just to a campus community: MySpace and Facebook encourage students to socialize with those attending other institutions. The next-generation e-learning environment needs to enable this global networking among students.”

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Ali Jafari, Patricia McGee und Colleen Carmean, EDUCAUSE Review, Vol. 41, No. 4, Juli/ August 2006
[Kategorien: e-learning, Learning Management Systems, Trends in der Weiterbildung]

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Blackboard Patents the LMS

Posted on 02 August 2006 by jrobes

Auch das ist eine Facette von e-Learning 2006: Blackboard, weltweit Lernplattform-Marktführer im Hochschulbereich, hat die “Einladung” des amerikanischen Patentamtes angenommen und sich offensichtlich dort die Rechte an so ziemlich allem sichern lassen, was mit Online-Lernen zu tun hat (siehe die Pressemitteilung v. 26 Juli 2006). In diesem Artikel informiert Michael Feldstein über den Wortlaut. Hier gibt Stephen Downes einen aktuellen Überblick über das Entsetzen der e-Learning- und Bildungs-Community. Und hier weist Tim Schlotfeldt darauf hin, dass auch SAP derzeit einige Patente angemeldet hat, deren Titel weniger auf Innovationen als auf Alltägliches schließen lassen.
Michael Feldstein, e-Literate, 27 Juli 2006
[Kategorien: Learning Management Systems]

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Vermarktung von E-Learning als Herausforderung an Hochschulen

Posted on 01 August 2006 by jrobes

Ein interessantes Thema! Nach einem Jahrzehnt intensiver e-Learning-Förderung und -Entwicklung sitzen die Hochschulen auf einem Schatz, den sie gerne heben möchten. Es scheint attraktiv: Mit e-Learning-Angeboten lassen sich neue Kooperationen denken, der Weiterbildungsmarkt öffnet sich, neue Zielgruppen können bedient werden, neue Einnahmequellen winken. Allein, die Wirklichkeit stellt der Umsetzung einige Hindernisse in den Weg, und um diese Hindernisse geht es in diesem Artikel. Da werden u.a. genannt:

- eine vielerorts fehlende strategische Ausrichtung der e-Learning-Enwicklung: Die meisten e-Learning-Produkte sind nicht “self-contained”, sondern stark kontextgebunden: “Sie sind in einem engeren Zusammenhang mit einer oder mehreren Lehrveranstaltungen und bestimmten Studiengängen an einer bestimmten Hochschule entwickelt worden.”
- das überzogene Vertrauen in den Austausch von Learning Objects über Lernsystemgrenzen hinweg sowie die Durchsetzung und Akzeptanz von Metadaten (”Das Potenzial solcher ‘Folksonomies’ (van der Vaal) für die Kategorisierung von Inhalten im Internet wird zunehmend deutlich. Zum anderen wächst die Bedeutung dynamischer Metadaten …”);
- die fehlenden Rahmenbedingungen an Hochschulen, über alle Entwicklungs- und Einsatzphasen von e-Learning hinweg eine professionelle Servicequalität anzubieten.

Aber der Artikel gibt auch Hinweise, wo es lang gehen sollte: weg vom Blick auf e-Learning-Content und hin zu einer Betrachtung von e-Learning als Bildungsservice: “Insofern besteht der spezifische Vorteil von Hochschulen, etwa gegenüber Medienunternehmen, nicht in der Fähigkeit, hochwertige Medienprodukte herzustellen, sondern in der gesamten Wertschöpfungskette eines Bildungsservice, der in der Lehre - unter Nutzung digitaler Medien - realisiert wird.”
Michael Kerres, Nadine Ojstersek und Britta Voß, in: A.Hanft und A.Simmel (Hrsg.): Vermarktung von Hochschulweiterbildung. Münster, New York, München, Berlin (Waxmann) 2006
[Kategorien: e-learning, eUniversity]

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management
und Web 2.0
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