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E-Learning Myth #1: The “Net Gen” Myth

Posted on 17 August 2006 by jrobes

Norm Friesen, den ich vor einigen Wochen in Innsbruck kennengelernt hatte, der aber offensichtlich wieder in Kanada “angekommen” ist, will sich in den nächsten Wochen kritisch mit einigen “e-Learning-Mythen” auseinandersetzen. Der erste Mythos betrifft die “Net-Generation”: “Unlike any other generation before it, the Net Generation (born since 1982) is said to be marked by characteristics that correspond to the technologies they so readily adopt and so proficiently utilize.” Norm Friesen sieht diese Generation etwas differenzierter und weist darauf hin, dass wie in jeder Generation auch hier Möglichkeiten ungleich verteilt sind - wobei Geschlecht, Herkunft und Einkommen eine wichtige Rolle spielen.

So weit, so gut. Stephen Downes ist mit dieser Differenzierung nicht ganz einverstanden, aber Norm Friesen hat an gleicher Stelle gegengehalten.

Mein erster, oberflächlicher Eindruck: Der Begriff der “Net Generation” will uns dafür sensibilisieren, dass hier eine Generation mit Erfahrungen aufwächst, die sich von unseren grundlegend unterscheiden. Und auf dieser Grundlage bestimmte Fähigkeiten und Kompetenzen entwickelt. In meiner Generation wurden z.B. das Fernsehen und das Internet irgendwann zum Alltag, die “Net Generation” kennt diese Brüche nicht. In meiner Generation ist das Lesen von Büchern “gut”, die “Net Generation” … ich weiß es nicht. Aber genau um dieses “ich weiß es nicht” geht es!

Es ist eine andere Frage, ein anderes Projekt, die “Net Generation” mit der soziologischen Brille zu betrachten. Hier wird man sicher zu den Verteilungen und Unterschieden kommen, die Norm Friesen erwähnt. Aber auch unter diesem Gesichtspunkt lässt sich die “Net Generation” dann mit anderen Generationen vergleichen, oder es lassen sich länder- oder kulturspezifische Unterschiede und Entwicklungen diskutieren. Wie auch immer: Ich bin gespannt auf die Fortsetzung! Ansonsten steuere ich gerne ein paar Mythen bei!
Norm Friesen, Ipseity, 14 August 2006
[Kategorien: e-learning]

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2 Comments For This Post

  1. Helge Staedtler Says:

    Hmm, ich hab mal gehört, dass alles das, was bereits an Technologie existiert, wenn man geboren wird, von einem selbst nicht mehr als Technologie wahrgenommen wird.

    Wir würden “Strom aus der Steckdose” vermutlich nicht mehr unbedingt als “cutting edge” Hochtechnologie bezeichnen, weil es für uns “normal” geworden ist.

    Ich glaub ab und an schadet es aber nicht sich in die Perspektive eines vor langer Zeit Geborenen zu begeben um zu erkennen wieviel Technologie uns schon umgibt. Dann würde man auch erkennen, dass 220 Volt an einem offenen Drahtkontakt kaum als Hochtechnologie zu bezeichnen sind, sondern eher als das vor allem für Kleinkinder gefährliche Ergebnis stehengebliebener Innovation.

    Für einen Mythos halte ich die “Net Generation” in genau dem Maße wie auch die “Strom-aus-der-Steckdose Generation” ein Mythos war, oder die “Mikrowellenherd und Spülmaschinen Generation”, oder, oder, oder…

  2. Norm Friesen Says:

    Jochen, Helge,

    Vielen Dank for your feedback!

    I agree with Helge’s point that the net generation is no more or less a generation than the earlier “pc generation” (that I supposedly belong to) or to the generations of electrification or the microwave. That is why I quoted Don Tapscott’s charactertization that the net gen “is unlike any other before it.” Those who write about the net generation (like Tapscott) often claim that it is a radically new thing.

    However, I doubt that people were saying that the generation of the microwave or of electrification would require a thorough re-thinking of education (at least I hope not!). Instead, it seems more appropriate to assume that education should be preparing kids for world that these technologies are re-shaping.

    Some kids may utilize these technologies more readily and naturally than others –and than their teachers. But not all kids. Educators therefore need to be concerned about both groups of students or children.

About me

Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management,
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