Archive | July, 2006

Status des E-Learning an deutschen Hochschulen

Posted on 31 July 2006 by jrobes

Wenn ich es richtig überblicke, bieten die Seiten von e-teaching.org zum Thema zweierlei: Zum einen einige Fallbeispiele für e-Learning-Implementierungsstrategien von Hochschulen im deutschsprachigen Raum, wobei sich die Darstellung eng an die Arbeit von Sabine Seufert und Dieter Euler (“Nachhaltigkeit von eLearning-Innovationen …”, St.Gallen 2005) anlehnt; zum anderen finden sich hier die Ergebnisse einer aktuellen Online-Befragung von 104 Hochschulvertretern, die bereit waren, zum Stand des Einsatzes digitaler Medien Auskunft zu geben.

Die wichtigsten Ergebnisse: E-Learning steht und fällt auch heute noch mit der Motivation und Medienkompetenz der Lehrenden. Und: Je größer die Hochschulen, um so wahrscheinlicher, dass e-Learning in Form von Ressourcen und Entwicklungsplänen strategisch verankert ist. So weit, so wenig überraschend.

Um gleich beim Thema zu bleiben: Parallel hat das Institut für Medien-und Kompetenzforschung (MMB) gefragt, und dieses Mal haben 52 Hochschul- und e-learning-Experten geantwortet. Gesucht wurden “Szenarien für die eUniversity 2011″. Die Ergebnisse hier: Auch wenn die web-basierten Dienste in der Lehre weiter zunehmen werden, sind sich die Befragten sicher, dass Präsenzveranstaltungen das “Herzstück der akademischen Lehre” bleiben. Und auch für virtuelle Lerner-Communities, virtuelle Marktplätze, Wikis sowie das webbasierte Bildungsmanagement stehen die Zeichen gut.
Benita Werner, e-teaching.org, 27 Juli 2006 (pdf)
Pressemitteilung: Experten prognostizieren deutliche Zunahme von neuen Computer-Lernformen an Hochschulen, Insitut für Medien-und Kompetenzforschung (MMB), 30 Juni 2006 (pdf)
[Kategorien: e-learning, eUniversity]

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Revisiting Communities of Practice: from fishermen guilds to the global village

Posted on 28 July 2006 by jrobes

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Es ist schon einige Wochen her, dass mich Martin Röll auf diesen Artikel aufmerksam gemacht hat. Zu einer gründlichen Auseinandersetzung bin ich leider bis heute nicht gekommen, deshalb stelle ich ihn jetzt auf die Bühne. Ziel dieses Artikels ist nichts weniger als der Versuch, “to deconstruct some of the basic concepts of Communities of Practice”. Konkret geht es um das Konzept, das Etienne Wenger und andere beschrieben und das bis heute die theoretische Grundlage fast aller Beschäftigungen mit dem Thema “Community/ Communities of Practice” bildet. Zwei Trends, so der Autor, haben dazu geführt, dass diese Grundlage dringend überarbeitet werden muss:

“The role of professional organizations in shaping practice is changing very significantly. And the IT revolution has broadened and changed (and keeps broadening and changing) the possibilities for interaction, for accumulation and diffusion of information among practitioners.”

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The World Is Flat - Podcasting the experts’ views

Posted on 27 July 2006 by jrobes

Die Online Educa hat ihr Marketing gestartet und kommt gleich mit einem sehr interessanten Angebot daher: Ted Cocheu und Eilif Trondsen haben eine Reihe von Bildungsexperten interviewt und daraus eine “Executive Podcast Series” zusammengestellt. Eilif Trondsen ist selbst kein Unbekannter, sondern tourt als Direktor des renommierten Learning on Demand-Programms der SRI Consulting Business Intelligence schon seit Jahren quer durch die Welt - an mindestens zwei Begegnungen kann ich mich noch erinnern.

In diesem Interview geben die Initiatoren selbst Auskunft darüber, warum der derzeit unvermeidliche Thomas Friedman die strategische Klammer dieser Serie bildet, wie es zu den Gesprächen kam (u.a. mit John Seely Brown und John Hagel) und welche ersten Erkenntnisse sie den Hörern mitgeben können. Dazu die folgende Antwort:
“You know, I think at the highest level I would have to say that when you talk to people at the level that we have you hear very little about training, which is kind of interesting. You hear a lot about collaboration, learning and action based learning. You hear about how organizations are addressing these kind of global issues but you hear very little about formal training.”
Interview mit Ted Cocheu und Eilif Trondsen, OEB News Portal, Juli 2006
[Kategorien: Trends in der Weiterbildung, Podcasting]

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Web 2.0: Where will the next generation Web take libraries?

Posted on 26 July 2006 by jrobes

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Ich schaue jetzt lieber nicht nach, wie oft ich diesen Satz schon gesagt habe: Wer wissen will, welche Herausforderungen das Internet und Web 2.0 für Bildung und ihre Institutionen mit sich bringen, der lese, was über die Zukunft von Büchereien und Bibliotheken geschrieben wird. Zum Beispiel die Publikationen des Online Computer Library Center (OCLC). In der aktuellen Ausgabe des OCLC Magazins NextSpace stellen sich fünf Experten genau der Frage, was Web 2.0 für Büchereien und Bibliotheken bedeuten kann, wie Library 2.0 (ja, genau, dieses Buzzword gibt es auch schon!) aussehen könnte. Alle Statements sind interessant. Rick Anderson, Director of Resource Acquisition an der University of Nevada, spricht z.B. drei zentrale Vorstellungen an, von denen sich Bibliotheken lösen müssen, wollen sie in Zukunft weiter bestehen:

- The “just in case” collection: “But it no longer makes sense to collect information products as if they were hard to get. They aren’t. … As a Web 2.0 reality continues to emerge and develop, our patrons will expect access to everything – digital collections of journals, books, blogs, podcasts, etc. You think they can’t have everything? Think again. This may be our great opportunity.”

- Reliance on user education: “We need to focus our efforts not on teaching research skills but on eliminating the barriers that exist between patrons and the information they need …”

- The “come to us” model of library service: “At a minimum, this means placing library services and content in the user’s preferred environment (i.e., the Web); even better, it means integrating our services into their daily patterns of work, study and play.”
Tom Storey, NextSpace, 2/2006
[Kategorien: Web 2.0, Trends in der Weiterbildung]

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Vibrierende Pädagogen

Posted on 26 July 2006 by jrobes

Ist es nicht an der Zeit, unsere alten Web-based Trainings ins Regal zu stellen, diese 90-Minuten Klassiker, die den Lerner an die Hand nehmen und ihn, zwar modular, interaktiv, multimedial, aber eben doch schrittweise mit einer Sache, einem neuen Service oder Produkt vertraut machen? Und stattdessen konzentrieren wir uns ganz auf e-Learning 2.0, auf die Rahmenbedingungen selbst organisierten Lernens, des eigenverantwortlichen Aufbaus von Kompetenzen?

An diesen Punkt musste ich wieder denken, als ich dieses, schon etwas ältere Interview mit dem Schulforscher Andreas Helmke las, auf das mich Helge Städtler noch einmal aufmerksam gemacht hat. Es enthält viele sehr gescheite Antworten auf die eine Frage: “Gibt es denn überhaupt so etwas wie guten Unterricht?” Ein kurzer Ausschnitt:

ZEIT: “Also ist die Gegenüberstellung von Frontalunterricht und Gruppenarbeit Unsinn?”

Helmke: “Genau. Ich warne vor jeder Dogmatik. Es kommt immer auf den guten Methodenmix an. Denn unterschiedliche Lernziele erfordern unterschiedliche Lehr- und Lernmethoden. Schule muss nicht nur Kenntnisse vermitteln, sondern auch lehren, wie man sich selbstständig Wissen aneignet. Zum anderen sind Schüler verschieden. Unsichere Kinder brauchen eher einen stark strukturierten Unterricht, der ihnen Rückhalt gibt. Ihre selbstbewussten Klassenkollegen, die schon weiter sind, profitieren dagegen stärker von offenen Methoden.”

Genau. Und, um den Einstieg noch einmal kurz aufzunehmen: Nicht das Web-based Training oder der Frontalunterricht sind das Problem: Eher die Tatsache, dass wir das Potenzial, das uns die Alternativen bieten, nicht ausschöpfen.
Martin Spiewak, Die ZEIT, 21 Juli 2005
[Kategorien: Weiterbildung allgemein]

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Know It All. Can Wikipedia conquer expertise?

Posted on 25 July 2006 by jrobes

Viel ist bei dieser Hitze nicht mehr drin. Gerade noch der Hinweis auf diesen unterhaltsamen Artikel über - ja, schon wieder! - Wikipedia. Die Autorin hat sich richtig in die Entstehungsgeschichte einzelner Artikel gegraben, daraus einige schöne Stories entwickelt und mit den Visionen von Wikipedia-Gründer Jimmy Wales unterlegt. Einige ihrer Folgerungen sind z.B.:
“Wales’s most radical contribution may be not to have made information free but — in his own alma-matricidal way — to have invented a system that does not favor the Ph.D. over the well-read fifteen-year-old. …
Perhaps Wikipedia’s greatest achievement — one that Wales did not fully anticipate — was the creation of a community.”

Und dann gibt es noch diese launige Charakterstudie der Wikipedians:
“There are Aspergian Wikipedians (seventy-two), bipolar Wikipedians, vegetarian Wikipedians, antivegetarian Wikipedians, existential Wikipedians, pro-Luxembourg Wikipedians, and Wikipedians who don’t like to be categorized. According to a page on the site, an avid interest in Wikipedia has been known to afflict “computer programmers, academics, graduate students, game-show contestants, news junkies, the unemployed, the soon-to-be unemployed and, in general, people with multiple interests and good memories.” You may travel in more exalted circles, but this covers pretty much everyone I know.”
Stacy Schiff, The New Yorker, 24 Juli 2006
[Kategorien: Zukunft des Internet]

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The Democratization of Content

Posted on 24 July 2006 by jrobes

Wenn Elliott Masie, einer der führenden e-Learning-Experten nicht gerade Beiträge für seinen 400. Newsletter sammelt, verfasst er selbst kleine Statements zur Lage von “Corporate Learning”. Im vorliegenden geht es ihm um die “democratization of content”, die er über die letzten 20 Jahre an verschiedenen Trends und Technologien festmacht (aktuell z.B.: “The wisdom of the crowds” und “Google your way to knowledge”). Was bedeutet das für Bildungsabteilungen? Ihnen schreibt Elliott Masie die Entwicklung von “Models for Quality Publishing” und “Content Management Strategies” auf die Agenda. Etwas halbherzig, wenn man gerade die “democratization of content” beschrieben hat.
Elliott Masie, CLOmedia, Juli 2006
[Kategorien: Knowledge Management]

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E-Learning 2.0 - Why the New Tools

Posted on 21 July 2006 by jrobes

Stephen Downes hat präsentiert, aber ich will nur kurz auf zwei seiner Referenzen hinweisen. Zum einen geht er in seiner Präsentation ausführlich auf Konrad Glogowski ein, der jüngst (“Unending Conversations”) zusammengefasst hat, wie die neuen Möglichkeiten des Web sein Selbstverständnis als Lehrer verändert haben:

“My research on blogging and, specifically, on creating communities of writers, has had a strong impact on my practice; it has transformed me from a teacher who peddles content to a facilitator who co-constructs knowledge within and with a community of learners. Consequently, I no longer see myself fitting into that traditional definition. I have outgrown the definition because of the community to which I belong. The community has transformed me.”

Anschließend macht Konrad Glogowski an sechs Punkten fest, wie die Community ihn verändert hat. Und dann gibt es in Stephen’s Präsentation noch diese nette “Concept Map of Learning Theories” von Paul Sundberg, die ich nicht vorenthalten will (zum Vergrößern einfach die Grafik anklicken):

Stephen Downes, Stephen’s Web, 20 Juli 2006
[Kategorien: Web 2.0, e-learning, e-learning 2.0]

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Über die Ketten der Wissensgesellschaft

Posted on 21 July 2006 by jrobes

Ich hatte vor einigen Tagen schon einmal kurz auf diesen Artikel hingewiesen, ihn aber nicht ausführlicher gewürdigt. Das sei hier nachgeholt: Es handelt sich um einen hervorragenden Überblick über das Thema “Open Access” und die Diskussion um den freien Zugang zu wissenschaftlichen Veröffentlichungen. Der Artikel ist angenehm unausgewogen, bietet viel Hintergrundmaterial und ist auch für “Außenstehende” gut nachzuvollziehen. Und das Thema emotionalisiert: Ich selbst erlebe immer wieder Wissenschaftler, die, darauf angesprochen, warum sie ihre Publikationen oder Vorlesungsunterlagen nicht öffentlich zugänglich machen, wortreich erklären, dass das alles gar nicht so einfach sei. Zuletzt erzählte mir der Professor einer Fachhochschule, dass er seine Materialien gar nicht öffentlich machen könne, weil sie in der vorliegenden, “hochschulinternen” Fassung natürlich voll von Urheberrechtsverletzungen seien!

Vielleicht steckt auch dieser Professor im sogenannten “Gefangenendilemma”: “Viele Wissenschaftler, deren Interesse sich in erster Linie auf die Veröffentlichung in prestigeträchtigen Journalen richte, seien den Schwierigkeiten der Informationsversorgung gegenüber ignorant, hatte schon der Wissenschaftsausschuss des britischen Parlaments geklagt. Allerdings gibt es für sie auch wenig Anreize, von sich aus ihre Arbeiten allgemein zugänglich zu machen. Die Appelle an die Freiwilligkeit belassen die Wissenschaftler in dem bekannten Gefangenendilemma, dass, was dem Gemeinwohl nutzt, oftmals mit einem gewissen persönlichen Nachteil verbunden ist, solange nicht alle anderen mitziehen. Alle Forscher sind besser dran, wenn die Arbeiten frei zugänglich sind, aber einzeln trachtet jeder meist danach, vom Renommee einer etablierten Zeitschrift zu profitieren und - zumal als jüngerer Wissenschaftler am Anfang der Karriereleiter - nicht seine Chance durch das Pochen auf ein Zweitveröffentlichungsrecht im Internet zu gefährden.”
Richard Sietmann, c’t, 12/2006
[Kategorien: Zukunft des Internet, Open Access/ Open Content]

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Bloggers. A portrait of the internet’s new storytellers

Posted on 20 July 2006 by jrobes

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Schon die Zahlen sind beeindruckend:
“- Number of American adults who use the internet: 147 million
- Number of American adults who read blogs: 57 million
- Number of American adults who keep a blog: 12 million”

Der neue PEW-Report zeichnet darüber hinaus ein interessantes Soziogramm der (amerikanischen) Blogging-Community. Er enthält Informationen über ihre Motive und Gewohnheiten, über ihr Medienverhalten, ihre Blogging-Routinen und das Verhältnis zu ihrem Publikum. Was mich überrascht hat, war z.B. der Hinweis, dass über die Hälfte aller Blogger ein Pseudonym benutzen. Interessant ist auch die folgende Feststellung:

“Bloggers also like to create and share what they make. Forty-four percent of bloggers have taken material they find online – like songs, text, or images – and remixed it into their own artistic creation. By comparison, just 18% of all internet users have done this.7 A whopping 77% of bloggers have shared something online that they created themselves, like their own artwork, photos, stories, or videos. By comparison, 26% of internet users have done this.” (via Rogers Blog)
Amanda Lenhart und Susannah Fox, PEW Internet & American Life Project, 19 Juli 2006 (pdf)
[Kategorien: Weblogs]

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Blogs und Wikis sorgen für Innovation im Unternehmen

Posted on 20 July 2006 by jrobes

Der Titel sagt, wo es lang geht. Peter Schütt, Leiter Knowledge Management der IBM Software Group, liefert die notwendigen Referenzen (“Mehr als 3000 Blogs würden derzeit durch IBM-Mitarbeiter gepflegt.”) und Argumente. Im Kern plädiert er dafür, das “kreative Chaos” zuzulassen, das die Einführung von Social Networking-Tools wie Blogs und Wikis mit sich bringt. Nur dann sei zeitgemäßes Wissensmanagement heute möglich. Ganz am Ende des Artikels darf Nicole Dufft von Berlecon Research an den “Wildwuchs” erinnern, der “unmöglich zu kontrollieren und noch schwerer zu verwalten” ist. Insgesamt: 3:1 für Social Networking.
Kathrin Schmitt, silicon.de, 18 Juli 2006
[Kategorien: Weblogs, Social Software]

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E-Learning 2.0 - Buzzword oder ernstzunehmende Entwicklung?

Posted on 19 July 2006 by jrobes

Eine gute Zusammenfassung verschiedener Quellen zum Thema bietet dieser Artikel - von der Beschreibung neuer Technologien wie Wikis, Weblogs und Podcasts bis zum Versuch, den Begriff Web 2.0 in wenigen Worten zu fassen. Eingehender wird dann die Frage diskutiert, was e-Learning 2.0 für bestehende Bildungseinrichtungen bedeuten kann.

Kurz zwei Anmerkungen: Ich glaube, dass man e-Learning 2.0 deutlicher als Erweiterung bestehender Möglichkeiten und weniger als Höherentwicklung oder Ablösung beschreiben sollte. Die Assoziationen mit einem Releasewechsel führen da sicher etwas in die Irre. Im Artikel heißt es beispielsweise, der “Schritt von E-Learning 1.0 zu 2.0 könnte auch als Entwicklung vom formellen zum informellen Lernen bezeichnet werden”. Ich denke, dass es immer Situationen geben wird, in denen wir auf formelle Lernprozesse nicht verzichten wollen. Eine Ablösung, wenn man denn den Begriff aufnimmt, betrifft also vor allem Situationen oder Zielgruppen, in denen e-Learning 1.0 (oder traditionelle Bildungsprozesse überhaupt) an deutliche Grenzen stößt.

Ein anderer Punkt ist der Hinweis, dass “E-Learning 2.0 … für eine didaktische Weiterentwicklung des Lernens mit Multimedia und dem Internet” steht. Auch hier würde ich den Fokus etwas anders setzen: e-Learning 2.0 steht noch in erster Linie für informelle, selbst gesteuerte Prozesse des Informationsaustauschs und Zusammenarbeitens, und wir nähern uns erst langsam der Frage, wie denn Lernszenarien aussehen können, die bewusst auf den neuen Möglichkeiten des Web 2.0 aufsetzen. Aber das sind Kleinigkeiten.
N.N., Weiterbildung in Baden-Württemberg, Juli 2006
[Kategorien: e-learning, Web 2.0, Social Software, Trends in der Weiterbildung, e-learning 2.0, Podcasting]

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Google’s antisocial downside

Posted on 18 July 2006 by jrobes

Von Online-Communities ist es ja nur ein kleiner Schritt zu Social Networking, dem aktuellen Top-Thema. Diese Woche berichten parallel Focus und Spiegel-Online - natürlich vor allem aus der strategischen Vitamin B-Perspektive. Im vorliegenden Artikel geht es allgemeiner um das Bemühen der großen Player, allen voran Google und Microsoft, auf diesem Markt Fuß zu fassen. Warum Social Networking innerhalb von wenigen Monaten dem Search-Business fast den Rang abgelaufen hat, fasst hier ein Finanzanalyst zusammen:
“Google would be smart to start thinking of social networks as infrastructure for other applications on their network as Yahoo has done.”
Stefanie Olsen, ZDNet, 13 Juli 2006
[Kategorien: Social Networks, Social Software]

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Marvin Minsky on Common Sense and Computers That Emote

Posted on 18 July 2006 by jrobes

Dieses Interview mit Marvin Minsky, einem der Mitbegründer der AI-Labors am MIT, macht gerade die Runde. Es geht, nicht überraschend bei einem Zeitzeugen, um die Geschichte der Forschung zur Künstlichen Intelligenz bzw. konkret um die Frage, warum es nach den großen Erwartungen in den 50er und 60er Jahren so still um sie geworden ist. Marvin Minsky bringt es auf den Punkt: “But the kinds of AI projects that have been happening for the last 30 or 40 years have had almost no reflective thinking at all. It’s all reacting to a situation and collecting statistics.”
Wade Roush, Technology Review, 13 Juli 2006
[Kategorien: Knowledge Management]

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Geschäftsmodelle für das Lernen in Communities

Posted on 17 July 2006 by jrobes

Können sich Bildungsträger heute noch darauf beschränken, einfach multimediale Lernprogramme oder Präsenzseminare für ihre Zielgruppen anzubieten? Oder dürfen Teilnehmer an Bildungsveranstaltungen heute mehr erwarten: z.B. das Angebot einer virtuellen Learning Community, begleitend zum Kursangebot und betreut von einem erfahrenen Community-Coach? Die Autoren dieser Studie gehen davon aus, dass Bildungsträger ihre bestehenden Angebote erweitern müssen, um den Erwartungen und Bedürfnissen ihrer Kunden gerecht zu werden. Zugleich sehen sie die Schwierigkeiten, die soziale Seite des Lernens zu planen und zu kalkulieren.

Es ist, wenn man so will, ein nüchterner Blick, der hier auf virtuelle Communities geworfen wird, weit weg von den romantisierenden Vorstellungen einer sich selbst organisierenden Wikipedia-ähnlichen Gemeinschaft. Ernüchternd der Blick auf die Angebote und Teilnehmerzahlen bestehender Communities. Ernüchternd der Hinweis, dass “Dozenten … zurzeit von den IHKs i.d.R. keine zusätzliche Entlohnung für die Aktivitäten als TeleTutor” erhalten (28). Also braucht es Hilfen, um das “Risiko” einer virtuellen Community zu begrenzen: So ist im Rahmen dieses Förderprojekts (ABWF/ QUEM) eine “Community-Toolbox” entstanden, die einen Methodenbaukasten sowie eine Planungshilfe zur Errechnung wirtschaftlicher Rahmenbedingungen in der Community-Konzeption beinhaltet. Die Community als Business Case.
Philipp Kröpelin und Joachim von Kiedrowski, QUEM-Materialien 68, 2006 (pdf, 862 KB)
[Kategorien: Online-Communities]

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Trendradar E-Learning

Posted on 14 July 2006 by jrobes

Über 90 Entwicklungen auf dem e-Learning-Sektor listet dieser Trendradar auf, beschreibt sie und bewertet, ob es sich um einen kontinuierlichen, akzelerierenden oder disruptiven Trend handelt. Diese knappe kursorische Form lädt zum Stöbern ein, und obwohl dieser Report bereits über ein Jahr alt ist, fallen alle aktuellen Stichworte, z.B.:
“- Nutzung von Social Software boomt
- ePortfolios erzielen hohes Interesse
- Immer mehr Lerninhalte werden kostenlos im Web zugänglich: Micro Content
- ‘Konnektivismus’ als netzwerk-orientierte Lernphilosophie”

Zu der methodischen Herangehensweise dieses Reports gehört es, dass der Autor darauf verzichtet, die Trends gegeneinander abzuwägen. So bleibt es dem Leser überlassen, wie er die Konjunkturkrise des Weiterbildungsmarktes und den Boom von Corporate Universities, wie er Social Software und eine “Content is king”-Philosophie in Einklang bringt (via BildungsBlog).
Guntram Geser, Salzburg NewMediaLab, März 2005 (pdf)
[Kategorien: e-learning, Trends in der Weiterbildung]

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Blogs: Webs of Connected Learning

Posted on 14 July 2006 by jrobes

Eine sehr sympathische Einleitung: “This idea of building your own professional development network – where you find the people from whom you can learn, ask questions of them, comment on their thoughts and links, and have them do the same for you – is one of the major benefits of blogging and podcasting. It is the art of conversation captured in digital format.”

Im Folgenden wird es konkreter - bis zur Frage, wie man als Lehrer oder Schule mit Angeboten wie MySpace.com umgeht. Das mag aus deutscher Perspektive alles noch Zukunftsmusik sein, interessant ist es allemal.
Miguel Guhlin, techLEARNING, 1 Juli 2006
[Kategorien: Weblogs]

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Das Internet als Stütze sozialer Bindungen

Posted on 13 July 2006 by jrobes

Es ist erst sechs Jahre her, dass Norman Nie und Lutz Erbing den ersten Internet and Society-Report der Stanford University publizierten. Aufsehen erregte dieser Report, weil die Autoren behaupteten, das Internet würde seine Nutzer isolieren. Dort hieß es: Um so mehr Zeit die Menschen online verbringen, um so mehr würden sie den Kontakt zu ihren Freunden, Familien und ihrer Nachbarschaft verlieren (Stanford Institute for the Quantitative Study of Society, 2000).

Vor einiger Zeit hatte ich bereits auf eine Studie des Pew Internet & American Life Projects hingewiesen, die uns in dieser Hinsicht beruhigt (“The Strength of Internet Ties”). Im vorliegenden Artikel werden die wichtigsten Ergebnisse dieser Studie noch einmal kurz zusammengefasst: “Das Internet verstärkt soziale Bindungen in einer modernen Gesellschaft und unterstützt die Bildung von „social capital“.”
Pflichtlektüre für Social Software-Interessierte und Experten! Der Artikel und das Original!
Henning Worch, politik-digital.de, 7 Juli 2006
[Kategorien: Social Networks, Social Software, Web 2.0]

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Globalisierungsmotor Bildung

Posted on 12 July 2006 by jrobes

Bevor ich in einigen Wochen verzweifelt einen solchen Aufhänger suche, sei er an dieser Stelle festgehalten! Also: Folgendermaßen startet ein Artikel im Handelsblatt über den “Megatrend” Lebenslanges Lernen:

“Wenn der Soziologe John W. Meyer gerade nicht über „Die globale Institutionalisierung der Bildung“ sinniert, besucht er mit seiner Frau eine Erwachsenenklasse und lernt alles über Singvögel. Meyer ist ein „Birdwatcher“: „Vornehmlich aus Freude an ihrem prächtigen Gefieder“, sagt er, „aber auch weil mir das Lernen wichtig ist“. Der 70-jährige Emeritus der Stanford University, im Sommersemester Niklas-Luhmann-Gastprofessor an der Universität Bielefeld, vollzieht somit aus individueller Anschauung einen sozialen Bildungstrend zum „lifelong learning“ nach, den er immer schon mit wissenschaftlicher Neugier begleitet hat, und zwar in globaler Perspektive.”

Und wenn anschließend die Weltbank mit den Worten zitiert wird, “Lebenslanges Lernen … sei ‘unabdingbar, um die Arbeitnehmer in einer globalisierten Wirtschaft konkurrenzfähig zu machen.’” - dann erinnere ich mich gerne an einen 70-jährigen Emeritus, der zusammen mit seiner Frau alles über Singvögel lernt.
U. Schulte Döinghaus, Handelsblatt, 12 Juli 2006
[Kategorien: Lebenslanges Lernen]

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Kopiertes Wissen: Das Verschwinden der Bildung im Zeitalter von Copy & Paste

Posted on 12 July 2006 by jrobes

Hmm - vielleicht fange ich damit an, dass ich die Botschaft dieses Essays nicht verstanden habe. So sehr wirbelt der Autor mit den Begriffen “Massenmedien”, “Bildungsmedien” und “Bildung” (sowie einigen weiteren). Vielleicht liegt es aber auch einfach an der Hitze! Auf der anderen Seite enthält dieser Essay auch eingängige Passagen, z.B. über ein, wie der Autor zu Recht anmerkt, sträflich vernachlässigtes Bildungsmedium:

“Es war kein Massenmedium, aber produzierte massenhaft. Es war kein Buchdruck, aber auch nicht der Eintritt ins elektronische Zeitalter. Es war ein wenig von beidem, ein Zwitter, sozusagen ein elektrisches Buch. Es revolutionierte den Unterricht, die Hochschulen, die Welt. Es war kein Thema, aber überall: Der Kopierer.”
Interessant auch der Hinweis, warum sich Walter Benjamins Überlegungen zur “Reproduzierbarkeit des Kunstwerks” nicht umstandslos auf das Kopierwesen übertragen lassen. Gibt es eigentlich schon eine “Sozialgeschichte des Kopierers”??
Thorsten Lorenz, MedienPädagogik, 31 Mai 2006 (pdf)
[Kategorien: Weiterbildung allgemein]

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management,
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