Archive | June, 2006

Digitale Nihilisten. Die Blogosphäre unterminiert den Medienmainstream

Posted on 30 June 2006 by jrobes

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Spannender ist vielleicht der Text über die Kommandoaktion zur Befreiung der US-Geiseln in Teheran 1980 (”Wüstendebakel”). Aber was Geert Lovink im aktuellen Lettre International über Weblogs schreibt, habe ich in dieser Form auch noch nicht gelesen. Eine sozialpsychologische Studie des Bloggens. Levink sucht nach Formeln, um den gegenwärtigen “Transformationsprozess” auf den Begriff zu bringen. Ich kann an dieser Stelle nur auf einige seiner Assoziationen hinweisen. Zum Beispiel den Punkt, dass nicht zuletzt durch Blogs “Wahrheit zu einem Projekt von Amateuren geworden” ist. Das Mediensystem, das uns vertraut ist, verschwindet, aber was wird es ersetzen? “Blogger sind Nihilisten”, behauptet Geert Levink. “Statt über die ideologische Färbung der Nachrichten zu klagen, wie es frühere Generationen taten, bloggen wir als Zeichen einer wiedergewonnenen Macht des Geistes.”

Des weiteren ist von “Netzzynismus” und, später, der “Selbstreferentialität” des Bloggens die Rede. Wenn ich Levink richtig verstanden habe, verbindet er mit Blogs weniger eine logische oder notwendige Verbesserung des bestehenden Mediensystems, sondern mehr einen “Zustand”, in dem wir uns befinden. Aber sein Artikel lässt sich wie alle, die sich auf Zeugen wie Foucault und Baudrillard berufen, sicher auch anders lesen. Leider nur in Auszügen online!
Geert Lovink, Lettre International 73
[Kategorien: Weblogs]

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Knowing before doing?

Posted on 30 June 2006 by jrobes

Mit dem Konzept der Communities of Practice, wie es mir regelmäßig auf Konferenzen und in Artikeln begegnet, habe ich meine Schwierigkeiten: Es wirkt oft statisch und versucht, in Regeln und Ratschlägen, Routinen und Strukturen zu packen, was ich als angenehm ungeordnet und fließend empfinde. Bin ich Teil einer Community of Practice? Hier und da bin ich explizites Mitglied einer Community (z.B. eines Stammtisches oder einer Social Networking Site), aber die damit verbundenen Aktivitäten bilden nur den kleinsten Teil meiner Kommunikation ab. Das meiste passiert in Strukturen, über die kein Moderator wacht, zu denen niemand einlädt, die aber doch einen klaren thematischen Fokus haben und in denen sich Menschen bewegen, denen ich immer wieder begegne. Aber wo ist die Community, wo sind ihre Grenzen? Wer ist Teil dieser Community, wer nicht? Dazu passt, was George Siemens in diesem lesenswerten Beitrag schreibt: “The community should come to the user. Whether the conversation occurs through blogs, wikis, or podcasts, the true value in the conversations is the connections formed between individuals. Essentially, a CoP is a structured connection-forming space.”
George Siemens, Connectivism Blog, 27 Juni 2006
[Kategorien: Online Communities, Social Software]

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Why Do People Write for Wikipedia? Incentives to Contribute to Open-Content Publishing

Posted on 30 June 2006 by jrobes

Was ermuntert Autoren, Beiträge für Wikipedia zu schreiben? Wo ihre Urheberschaft doch für die meisten Leser unsichtbar bleibt. Welche Mechanismen, welche “incentives” greifen also hier im Gegensatz zur Scientific Community, wo primär individuell ausgewiesene Leistung zählt? In den Interviews mit regelmäßigen Wikipedia-Autoren, die diesem Artikel zugrunde liegen, wird deutlich, dass es auch diesen Autoren durchaus wichtig ist, etwas in der Community zu erreichen, z.B. Administrator zu werden, oder einen Ruf als Fachexperte zu erwerben. Andere erzählen auf eigenen Seiten von den Artikeln, die sie geschrieben oder bearbeitet haben. Eine mögliche Schlußfolgerung: “… the design of communities in an online environment must meaningfully structure participants’ contributions in a way that sustains involvement. That means moving beyond the use of straightforward rewards and into the realm of incentive economies that allow productive participants to achieve higher levels of efficacy and responsibility in the community.” (via Beats Biblionetz)
Andrea Forte und Amy Bruckman, Georgia Institute of Technology, College of Computing, 2005 (pdf)
[Kategorien: Online-Communities]

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The End of Authorship

Posted on 29 June 2006 by jrobes

Habermas und Updike in einer Woche in diesem Blog! Auch John Updike brennt es auf den Nägeln: Da hat Kevin Kelly (Wired) kürzlich - mit Blick auf das Google Print-Projekt - das Bild einer universalen, offenen Bibliothek heraufbeschworen: “Might the long-heralded great library of all knowledge really be within our grasp?” Und gleich dem Autor alter Prägung neue Geschäftsmodelle empfohlen: “Instead of selling copies of their work, writers and artists can make a living selling ‘performances, access to the creator, personalization, add-on information, the scarcity of attention (via ads), sponsorship, periodic subscriptions — in short, all the many values that cannot be copied’.”

Das hat vor einigen Tagen bereits Jaron Lanier zum Widerspruch gereizt (“DIGITAL MAOISM: The Hazards of the New Online Collectivism”). Und auch John Updike tut sich schwer, vertraute Rollen und liebgewordene Dinge wie Bücher und Buchläden einfach aufzugeben:
“Books traditionally have edges: some are rough-cut, some are smooth-cut, and a few, at least at my extravagant publishing house, are even top-stained. In the electronic anthill, where are the edges? The book revolution, which, from the Renaissance on, taught men and women to cherish and cultivate their individuality, threatens to end in a sparkling cloud of snippets.
So, booksellers, defend your lonely forts. Keep your edges dry. Your edges are our edges. For some of us, books are intrinsic to our sense of personal identity.”

John Updike, New York Times, 25 Juni 2006 (Registrierung erforderlich)
[Kategorien: Zukunft des Internet]

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HR and technology. beyond delivery

Posted on 28 June 2006 by jrobes

Vielleicht ist das eines der Probleme: Wenn in der Personalarbeit neue Technologien eingeführt werden, dann in erster Linie, “to reduce the administrative burden on the HR department”. Die Personalberater gewinnen Zeit für “strategische Aufgaben”, aber was die Mitarbeiter erleben, das sind häufig Prozesse, die jetzt elektronisch ablaufen oder, employee self service, ganz in ihre Verantwortung gehen. Dieses Szenario lässt sich leicht auf die Personalentwicklung und e-Learning übertragen und macht deutlich, warum e-Learning in erster Linie als effizientes Weiterbildungsinstrument betrachtet wird und die betriebliche Bildungsarbeit bis heute nicht grundlegend verändert hat. Beyond delivery?
Chartered Institute of Personnel and Development (CIPD), Juni 2006

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PLE Workshop 2006

Posted on 27 June 2006 by jrobes

“PLE” steht für Personal Learning Environment. Bevor die Welt Anfang Juni nach Innsbruck zur Microlearning 2006 reiste, haben sich einige Unentwegte in Manchester getroffen, um in die Glaskugel zu schauen. Auf dieser del.icio.us-Seite sind die Unterlagen und Positionspapiere der Referenten. Einige habe ich mir angeschaut, besonders empfehlen möchte ich Graham Attwells Beitrag. Er beschreibt offen die Fragen, die sich stellen, wenn man immer wieder mal in diese Diskussion hineinplatzt:

“There is a buzz at events bringing together educational technologists. That buzz is called Personal Learning Environments. Yet, a year and a half after serious discussion broke out in the edu-blogosphere, there is little agreement on what a Personal Learning Environment is, still less on what it might mean if translated to a learning application. Neither is there agreement on who it is for or who might own or use it. Does it replace VLEs or is it a plug in or additional application? Is it any different to an extended e-Portfolio? There is not even agreement as to whether a PLE should be an application or if it is just a collection of user-configured tools.”

Daran anschließend diskutiert Graham Attwell, warum PLEs unsere Aufmerksamkeit verdienen (lebenslanges und informelles Lernen, social software & web 2.0) und auf welchen bildungstechnologischen Grundlagen PLEs stehen können. Interessant fand ich zwei Punkte: Da ist die einfache Aufzählung einiger Applikationen, die Graham Attwell (und jeder von uns) heute schon zum Lernen im weitesten Sinne nutzt. Braucht es vor diesem Hintergrund noch ein PLE als “allumfassende” Applikation?
Und da ist die Feststellung, dass es das eine PLE nicht geben wird und PLEs eher als Konzept und weniger als technisches System betrachtet werden sollten.
Scott Wilson u.a., del.icio.us/ tag: PLE_Workshop_2006, 23/ 26 Juni 2006
[Kategorien: ePortfolios]

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Kompetenzbilanzierung: Nicht alles was man zählen kann, zählt

Posted on 26 June 2006 by jrobes

Reinhard Völzke hat an einem Expertengespräch zum Thema “Kompetenzerfassung im Zeichen zukünftiger beruflicher Ausbildung und Weiterbildung” teilgenommen und seine Eindrücke ausführlich zusammengefasst, kommentiert und mit vielen Links versehen. Eine Fundgrube für jeden, der sich für das Thema Kompetenzen und Kompetenzentwicklung interessiert! Sehr treffend schildert er aus meiner Sicht auch die zwei Seiten der Kompetenzbilanzierung: Zum einen die Hoffnung, die Erfahrungen der Menschen, die abseits formaler Bildungsprozesse gewonnen werden (informelles Lernen), in deren Bildungsbiographien aufzunehmen; zum anderen die damit verbundenen Risiken der Formalisierung, Bürokratisierung und des Drucks ökonomischer Verwertbarkeit, um nur einige Stichworte aus dem Beitrag aufzunehmen. In jedem Fall bleibt aber wohl festzuhalten, was Reinhard Völzke aus einer Diskussionsrunde mitnimmt : “In Deutschland fehle bislang ein groß angelegtes Forschungsprojekt zum informellen Lernen.” Lesenswert!
Reinhard Völzke, Strukturnetz Blog, 24 Juni 2006
[Kategorien: Kompetenzen, Informelles Lernen]

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Die öffentliche Vernunft

Posted on 26 June 2006 by jrobes

Jetzt wird es schwierig, weil ich nur auf die Zusammenfassung einer Rede, nicht aber die Rede selbst hinweisen kann. Aber es geht um Habermas, den “letzte(n) lebende(n) Vertreter der alten Frankfurter Schule”. Jürgen Habermas hat in Dresden über die politische Kommunikation in der Mediengesellschaft gesprochen, der Kritiker des Tagesspiegel hat zugehört und mitgeschrieben und so erfahren wir, dass es schlecht um die öffentliche Meinung und die Massenmedien steht, noch schlechter, wenn nicht das Internet etwas Schwung in festgefahrene Strukturen bringen würde. Aber lesen wir, was der Vertreter des Tagesspiegel in einer Fußnote des Habermas’schen Redemanuskripts gefunden hat:

“Das Internet sei geeignet, so Habermas, deliberative Elemente in die elektronische Kommunikation einzuführen. Die Nutzung der weltweiten Computernetze unterlaufe nicht nur die Zensurmaßnahmen autoritärer Regime. Dank dem Internet werden auch die „Wurzeln einer egalitären Öffentlichkeit von Autoren und Lesern reaktiviert“. Ähnlich positiv wie über die virtuellen Stammtische im Cyberspace hat sich Habermas bislang nur über die Salons, Kaffeehäuser und Tischgesellschaften im Europa des 17. und 18. Jahrhunderts geäußert. Allerdings ist sein Lob des Internets mit einer Warnung verbunden: Die Online-Debatten der Web-User können auch die Fragmentierung des Massenpublikums in eine Vielzahl themenspezifischer Teilöffentlichkeiten zur Folge haben.

Laut Habermas kann die Online-Kommunikation nur dann einen relevanten Beitrag zum politischen Diskurs leisten, wenn sie sich mit der Berichterstattung der etablierten Medien auseinander setzt. Ein positives Beispiel hierfür sei die Webseite von bildblog.de. Die Bildblog-Redakteure haben der Online-Ausgabe des Massenblatts neulich eine Honorarforderung in Höhe von 2088 Euro für ihre ungebetenen Korrekturarbeiten zukommen lassen. Über diesen Gag kann sich der Theoretiker des kommunikativen Handelns köstlich amüsieren.”
Dietmar Jazbinsek, Der Tagesspiegel, 23 Juni 2006
[Kategorien: Zukunft des Internet]

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eLearning Day 2006

Posted on 23 June 2006 by jrobes

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Ich bin gerade vom eLearning Day in Wedel zurückgekehrt (Wedel liegt übrigens knapp hinter Hamburg). Eine wirklich kurzweilige und informative Veranstaltung! Ca. 60 Teilnehmer und kein einziges aufgeklapptes Notebook?! Der Höhepunkt der Veranstaltung war zweifellos die Präsentation von Jens Waldig, der unter dem Stichwort “e-vocal” zuerst über die Entwicklung von e-learning Modulen in der klassischen Gesangsausbildung referierte, um dann deren praktischen Einsatz zu demonstrieren - indem er eine Arie zum Video eines Dirigenten sang!!

Da hatten es die anderen Referenten (mich eingeschlossen) natürlich nicht leicht. Ulrich Schmid vom Multimedia Kontor Hamburg z.B. informierte über die Hochschulvernetzung in Hamburg; Patricia Arnold, Fachhochschule München, referierte über Aufbau und Entwicklung von Communities of Practice, und Jakob Voß von der Wikimedia Deutschland gestattete einen humorvollen Blick hinter die Kulissen von Wikipedia. Birgit Gaiser präsentierte e-teaching.org, das Informationsangebot für die “(tele-)mediale Hochschullehre”, das wirklich einen Besuch lohnt! Das ist nur ein Auszug, denn ich denke, dass in den nächsten Tagen die Präsentationen auch online zur Verfügung stehen werden.
eLearning Day 2006
[Kategorien: e-learning]

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Not Without Purpose

Posted on 21 June 2006 by jrobes

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Bildungsabteilungen in Unternehmen kümmern sich nicht um die Radfahrer! Sie organisieren Busreisen, entwerfen Fahrpläne und schauen, dass alle ihren Platz finden! So könnte man diesen neuen Artikel von Jay “Informal Learning” Cross zusammenfassen. Sehr plakativ, manchmal etwas übertrieben auf der Suche nach schönen Formulierungen, aber immer wieder auch mit treffenden Bildern wie das von den Busreisenden und Fahrradfahrern. Und man entdeckt Neues, wie diese interessante Idee, die Jay Cross unter dem Stichwort “e-learning” erwähnt:

“People do not know what they like; they like what they know. For example, many assume that face-to-face instruction is the one best way to teach and that online learning is inherently inferior. They seek ways for online initiatives to support the high-grade face-to-face experience. Capella University turns this view on its head, asking what face-to-face support is required to supplement online learning.”
Jay Cross, T+D Magazine, Juni 2006
[Kategorien: Informelles Lernen]

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13 Ways of Managing Informal Learning

Posted on 21 June 2006 by jrobes

Eine sehr pragmatische Annäherung an das Thema. Einerseits sieht der Autor das “fundamental paradox”, mit dem die Beschäftigung mit informellem Lernen verbunden ist: “… how do you control the uncontrollable? Informality, as soon as it is touched or controlled, can become formality or be lost altogether. That’s why when we talk about controlling the uncontrollable, we are really focusing on the light touch of facilitation and galvanization.”Andererseits hindert es ihn nicht, einige praktische Ratschläge zu geben, wie man “the unmanageable” managen kann, z.B. in Kapitel 7: “See where new technology can help informal learning” mit schönen Beispielen (die übrigens nahtlos an meinen gestrigen Eintrag anschließen).
Mark Harrison, Kineo Insight, Januar 2006 (pdf)

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Du bist die Innovation!

Posted on 20 June 2006 by jrobes

Nach der xten Stunde Web-based Training, die ein Unternehmen entwickelt und eingeführt hat, steht schon mal die Frage im Raum, ob denn noch etwas anderes möglich ist. Irgendetwas Neues, Kleines, Spielerisches, das die Möglichkeiten des Internets nutzt und wachrüttelt! Ein neues Format, ein Podcast, eine kleine Serie, mit der die gebeutelte Personalentwicklung wieder mal ein Zeichen setzen kann. Zwei interessante Antworten auf diese Frage habe ich jüngst gefunden:

Da ist zum einen die Initiative “Lernen in der BSH – Immer einen Schritt voraus” der Bosch Siemens Hausgeräte GmbH (BSH), die in verschiedenen kleinen Multimediaformaten (”Testimonials”) und interaktiven Übungen (”Brain Gym”) Lernen und Lernerfahrungen selbst zum Thema macht und die Mitarbeiter ermuntern will, “sich auf Neues und Ungewohntes in einem eigenständigen, selbstverantwortlichen Lernen einzulassen”. Schon das im Artikel abgebildete Inhaltsverzeichnis macht neugierig!

Und zum anderen der Brandon Hall-Report “Emerging E-Learning”, der 50 (neue) Online-Formate auflistet - von “Adapted Content”, “Advising and Counseling” bis zu “WebQuests”, “Wikis” und “Workflow Learning”. “Spice up your training with podcasts, wikis, and social networking”, heißt es auffordernd. Die Auflistung ist aber wirklich interessant und hilfreich, und erst der zweite Schritt, der Erwerb des Reports, kostet.
CHECKpoint eLearning, Juni 2006
[Kategorien: e-learning]

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The relevance of the learning profession

Posted on 19 June 2006 by jrobes

“Democracy is subversive and so is the Web. In a connected world, every learner brings his or her own network with them. Learners no longer integrate into the educational system, they connect their network to it - if they want to. How relevant is an educational system that does not allow learners to connect their personal, professional or vocational networks to the “system”?

As a learning professional, it’s time to take a stance. Enabling learning is no longer about disseminating good content. Enabling learning is about being a learner yourself, sharing your knowledge and enthusiasm and then taking a back seat. In a flattened learning system there are no more experts, only fellow learners on paths that may cross.” Dem ist nichts hinzuzufügen.
Harold Jarche, jarche.com, 4 Juni 2006
[Kategorien: Weiterbildung allgemein]

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Open Access in Action!

Posted on 16 June 2006 by jrobes

Alle Argumente zum Thema finden sich in diesem Editorial, das Wichtigste vorneweg: “… that research supported by public funds should be made available freely to the general public.” Viel ist in den letzten Monaten zum Thema “Open Access” und zur (fehlenden) Zukunft von Fachzeitschriften bzw. ihres traditionellen Geschäftsmodells geschrieben worden. Ein weiteres Argument für Open Access Journale lese ich hier zum ersten Mal:

“There is a growing number of studies reporting that Open Access results in increased dissemination …. These reviews are near unanimous in their conclusion that ‘freely available articles do have a greater research impact’ (Atelman, 2004).”
Terry Anderson, The International Review of Research in Open and Distance Learning (IRRODL), Vol 7, No 1 (2006)
[Kategorien: Zukunft des Internet, Open Access/ Open Content]

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Teaching is dead, long live learning

Posted on 16 June 2006 by jrobes

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Die Veranstaltung heißt schlicht Global Summit 2006 und findet im Oktober dieses Jahres in Sydney statt. Es soll um Bildung gehen, um “Technology Connected Futures” und einer der Sprecher, Leigh Blackall, hat seine Ideen und Assoziationen in einem Wiki ausgebreitet. Herrlich zum Stöbern! Mit vielen interessanten Links zu den Stichworten “networked learning”, “informal learning” und “networked mobile learning”.

Das Statement des Autors: “Teaching is Dead, Long live learning is a similar iconoclastic statement aimed at the traditions of modernist education. It uses the sociological and economic impact of media technology, in particular the Internet and its strengthening of informal and networked learning, and calls the foreseeable end of the traditional roles of teachers and ultimately the school system. It is in this day and age that the ideas of Ivan Illich become more realistic…”
Leigh Blackall, Global Summit, Mai/ Juni 2006
[Kategorien: Trends in der Weiterbildung]

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Selbstorganisation des Lernens im Prozess der Arbeit

Posted on 16 June 2006 by jrobes

Die Arbeiten der Arbeitsgemeinschaft Betriebliche Weiterbildungsforschung (ABWF/ QUEM) sind eine Fundgrube für jeden, der sich mit Fragen der Kompetenzentwicklung beschäftigt. Auch im vorliegenden Bulletin werden die Ergebnisse aus drei Projekten verschiedener Programmbereiche geschildert, die sich alle um Fragen des Lernens und des Kompetenzerwerbs drehen. Es geht dabei z.B. um die Erarbeitung einer Lernkulturtypologie, die Bestimmung von Netzwerken als Lernorte und, im letzten Beitrag, um die Entwicklung eines Nachweises von Kompetenzen, die nicht in Arbeitsprozessen, sondern in der Freizeit erworben werden. Mit fließenden Übergängen zur aktuellen Diskussion von Bildungs- oder ePortfolios.

Die Autoren müssen allerdings für diese Bulletin-Artikel die Auflage erhalten haben, keine “Stories” zu erzählen, sich nicht in Fallbeispielen zu verlieren und keine Projektbeteiligten beim Namen zu nennen. Dadurch kommt die Lektüre etwas trocken daher. Trotzdem bin ich gespannt zu erfahren, wie es mit dem ganzen Projekt, dessen Förderung in diesem Jahr ausläuft, weiter geht. Denn der mittlerweile angesammelte Fundus an (offen zugänglichem!) Wissen ist riesig!
QUEM-Bulletin, 3/2006 (pdf, 542 KB)

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DIGITAL MAOISM: The Hazards of the New Online Collectivism

Posted on 14 June 2006 by jrobes

Der Artikel ist etwas zu lang (und zu gut!) für eine Halbzeitpause. Jaron Lanier setzt sich kritisch mit dem auseinander, was er als “new online collectivism” bezeichnet und was aus seiner Sicht in der Wikipedia-Debatte am deutlichsten zum Ausdruck kommt. Es ist vor allem die Idee des Autors, der individuellen Persönlichkeit, die Lanier in der Diskussion stärken will. Zwei Zitate als Appetizer:

“When you see the context in which something was written and you know who the author was beyond just a name, you learn so much more than when you find the same text placed in the anonymous, faux-authoritative, anti-contextual brew of the Wikipedia. The question isn’t just one of authentication and accountability, though those are important, but something more subtle. A voice should be sensed as a whole. You have to have a chance to sense personality in order for language to have its full meaning.”

“The beauty of the Internet is that it connects people. The value is in the other people. If we start to believe that the Internet itself is an entity that has something to say, we’re devaluing those people and making ourselves into idiots.”

Der Artikel bietet viele nachdenkenswerte Argumente, auch wenn Wikipedia für Entwicklungen herhalten muss, die nicht in seiner Intention liegen. Unbedingt auch die ausführliche Diskussion anschauen, die der Artikel bereits losgetreten hat!
Jaron Lanier, Edge, 30 Mai 2006
[Kategorien: Zukunft des Internet]

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Social Software wird salonfähig

Posted on 14 June 2006 by jrobes

Ein Interview mit Analyst Mike Gotta über die Einsatzmöglichkeiten von Social Software in Unternehmen. Wer eine schnelle Antwort sucht, warum Unternehmen sich mit Social Software beschäftigen sollten, findet Folgendes: “Social Software fördert das informelle Zusammenspiel und unterstützt Anwender – basierend auf der Beteiligung und dem Einblick der Community – Informationen selbst zu organisieren.”

Weitere Antworten gehen auf den nachweisbaren Erfolg von Social Software ein (“Viele der zu erwartenden Vorteile sind eher qualitativ, so dass der ROI bis zu einem gewissen Grad subjektiv ist.”) sowie die Marktchancen für Anbieter entsprechender Services.
Interview mit Mike Gotta, CHECKpoint eLearning, 13 Juni 2006
[Kategorien: Social Software]

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Work and the Web are Converging

Posted on 13 June 2006 by jrobes

Die Internetkultur ist längst dabei, unser Verhalten zu prägen und zu verändern, so Jay Cross. Auch wenn er Managern der Ostküste ins Stammbuch schreibt, dass bei einigen von ihnen die Botschaft noch nicht angekommen sei. Für diese Nachzügler (und uns) hat er deshalb den “business value” einiger Applikationen herausgestellt:
Jay Cross, Learning Circuits, Juni 2006

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Sozialstaat in Schleudergefahr

Posted on 12 June 2006 by jrobes

Der Zugriff auf diesen Artikel wird vielleicht in einigen Tagen schon gesperrt sein. Was bleibt, ist ein interessantes Argument: “Bildung ist wichtig, aber keine Wunderwaffe im Kampf gegen die Armut. Was zum individuellen Aufstieg taugen mag, versagt als gesellschaftliches Patentrezept. Wenn alle Kinder mehr Bildung bekommen, konkurrieren sie um die wenigen Ausbildungs- bzw. Arbeitsplätze nur auf einem höheren Niveau, aber nicht mit besseren Chancen. … Eine bessere (Aus-)Bildung erhöht die Konkurrenzfähigkeit eines Heranwachsenden auf dem Arbeitsmarkt, ohne jedoch die Erwerbslosigkeit und die (Kinder-)Armut als gesellschaftliche Phänomene zu beseitigen. Dazu bedarf es der Umverteilung von Arbeit, Einkommen und Vermögen.”

Mir ist dieser Punkt auch immer wieder mal durch den Kopf gegangen. Die Antwort, die ich mir selbst gegeben habe: “Wenn alle Kinder mehr Bildung bekommen”, erhöhen sich gesellschaftlich die Chancen, neue, vielleicht sogar sozial gerechtere Lösungen für die Verteilung von Arbeit, Einkommen und Vermögen zu finden, oder? Deshalb ist es besser, wenn ein Professor der Politikwissenschaft diese Zweifel äußert.
Christoph Butterwegge, Frankfurter Rundschau, 3 Juni 2006
[Kategorien: Weiterbildung allgemein]

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management,
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