Ja! Auch wenn Wissenschaftler (und einige Praktiker) es nicht wahrhaben wollen: Sobald „informelles Lernen“ formalisiert,also geordnet, ge-managt, wird, ist es definitionsgemäß NICHT mehr informelles Lernen. Insofern KANN nur informelles Lernen effektiv gefördert werden, indem der Rahmen entsprechend (weit!) gesetzt wird.
Zudem: Informelles Lernen kommt „at the workplace“ in derart vielen unterschiedlichen Formen vor, dass eine Formalisierung diese Vielfalt zwangsläufig einent.
Komisch bei der Diskussion ist, dass diese „simplen Wahrheiten“ eines liberalen Wirtschaftslebens im Bereich der Bildung (oft) nicht gesehen werden. Denn: Nach wie vor beschleicht den Normal-Manager ein Grauen, wenn er Bereiche sieht, in die nicht hinein-gemanagt werden sollte.
Auch wenn der outcome von informal learning schwer zu messen ist, möchte ich zumindest die These aufstellen, dass Eingriffe in informal-learning-Bereiche zwangsläufig sub-optimale Resultate zeitigen.