Archive | April, 2006

Wissen ist Markt

Posted on 28 April 2006 by jrobes

“Ein Praxishandbuch zum Wissensmanagement” nennt sich diese Sammlung von Fachbeiträgen. Dahinter steckt als Herausgeber die USU AG. Eine kleine Auswahl an Beiträgen steht jetzt online zur Verfügung. In “Das Wunder der Suche” z.B. nähert sich Raimund Vollmer den Phänomenen Internet und Google auf essayistische Art und Weise. Er spielt in diesem Artikel mit unseren Gewohnheiten, macht das Internet mehrmals zum handelnden Subjekt, das auch mal gerne gegen uns arbeitet, um mit einer interessanten Beobachtung abzuschließen:
“Manchmal hat man den Eindruck, dass von vornherein so geschrieben wird, wie es die Suchmaschinen brauchen. Wir schreiben nicht mehr für Menschen, sondern für Google. Die Welt ist eine Google-Kugel, um die wir uns drehen. Nicht wir stehen im Mittelpunkt, sondern das Management der Rankings, der Links und der Testschnipsel.”

Die anderen offenen Beiträge behandeln u.a. das semantische Web, Schwarmintelligenz und die Einführung eines Knowledge Management Systems.
USU AG, Competence Site, April 2006
[Kategorien: Knowledge Management, Zukunft des Internet]

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Preparing for Intranet 2.0

Posted on 27 April 2006 by jrobes

Es gibt momentan eine Reihe von Artikeln, die sich nicht nur auf ein einzelnes Phänomen wie “Corporate Blogging” konzentrieren, sondern allgemeiner nach der Bedeutung von “Web 2.0″ und “Social Software” für die Kommunikation und Kooperation in Unternehmen fragen. Der aktuelle Artikel von Andrew McAfee ist da sicher das prominenteste Beispiel. Im vorliegenden Beitrag definieren die Autoren kurz, was “Web 2.0″ im Kern auszeichnet (und folgen im Wesentlichen Tim O’Reilly), um dann erste Beispiele aus der Unternehmenswelt vorzustellen. Eine Consulting-Unternehmen, das ganz auf Weblogs setzt. Ein Finanzdienstleister, der sich mit Hilfe von Blogs, Podcasts und RSS sein Learning Network entwickelt hat. Und natürlich IBM. Dort gibt es alles: Weblogs, Wikis, Social Bookmarking, Mash-Ups, sogar Tools wie diese, über deren Sinn und Zweck man sicher diskutieren kann:

“Another IBM mash-up allows people to look at any Internet page and match individuals on the page against the IBM corporate directory to see if they are IBM employees. Once the IBM employee is identified, the user can access information about them from the IBM directory, including their blog and their social bookmarking activities. This mash-up allows users to contextualize people through the Internet. In a very large organization like IBM, the ability to uncover the activities of your fellow employees and then quickly learn more about them is a very valuable service.”
Kathleen Gilroy und Bill Ives, the otter group, 24 März 2006
[Kategorien: Web 2.0, Social Software, Weblogs]

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Neue Lernformen – neue Lehrkultur – organisationales Lernen in Bildungseinrichtungen

Posted on 26 April 2006 by jrobes

Um Missverständnisse zu vermeiden: In diesem Artikel geht es nicht um Neue Medien oder e-Learning! Im ersten Teil beschreibt die Autorin aus systemtheoretisch-konstruktivistischer Perspektive, wie Lernprozesse zukünftig gestaltet werden müssen, wenn sie der prinzipiellen “Lernfähigkeit” des Menschen gerecht werden wollen. Aus dieser Sicht kann Lernen “zwar von außen angeregt und moderiert werden, doch wird er in Hinsicht auf das, was tatsächlich gelernt wird und was nicht, durch die Lernenden selbst gesteuert”. Damit verlagert sich auch die pädagogische “Kernaufgabe” auf die “Schaffung geeigneter Lerngelegenheiten”.

Im zweiten Teil des Artikels wird ausgeführt, was diese Veränderungen für Bildungseinrichtungen bedeuten: nämlich, und dieser Satz beschreibt es aus meiner Sicht treffend, “eine bewusste Abgabe von pädagogischen Kontrollansprüchen an das Lehr-/Lerngeschehen”. Und dieser Satz wiederum gilt für alle, die professionell mit Weiterbildung zu tun haben, inklusive e-Learning.
Karin Dollhausen, Deutsches Institut für Erwachsenenbildung, 24 April 2006 (pdf)
[Kategorien: Weiterbildung allgemein]

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Future Directions in e-Learning Research Report 2006

Posted on 25 April 2006 by jrobes

Untersuchungen zum aktuellen Stellenwert von e-Learning (aber nicht nur von e-Learning!) haben immer wieder zu beobachtende Schwächen:
- die Zahl der Befragten ist oft relativ klein, ihre Auswahl häufig zufällig, wie z.B. bei Online-Befragungen;
- die zugrunde liegenden Begriffe, wie z.B. e-Learning, werden nur kurz oder gar nicht erläutert;
- die Fragestellungen sind allgemein und wenig aussagekräftig, wie z.B. “Bieten Sie e-Learning in Ihrem Unternehmen oder Ihrer Organisation an?”
Kommt dann noch hinzu, dass eine Befragung zum ersten oder zweiten Mal stattfindet, so kann sie oft nicht mehr als atmosphärische Hinweise bieten.

Nach dieser kleinen Einleitung kann man sich aber in Ruhe den Ergebnissen widmen, die die eLearning Guild zusammengetragen hat. Auf die Frage, welche e-Learning-Aktivität 2006 der kritische Erfolgsfaktor sein wird, antworteten 25% der 650 Befragten: “Designing and developing e-Learning content”. “Content remains King!” haben die Autoren der Untersuchung daraufhin - antizyklisch, aber konsequent - festgehalten.

Wenn es um die “Future Directions in eLearning” geht, stehen “Rapid e-Learning design and development” sowie “Use of e-Learning to train customers and partners” ganz oben auf der Liste. Und bei der Frage nach den “New e-Learning Modalities” wiederum stehen “Blogging”, “Podcasting”, “Mobile Learning” und “Games” nah beisammen (via Checkpoint eLearning).
The eLearning Guild, 3 April 2006
[Kategorien: e-learning]

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iPods and Podcasting in Education

Posted on 24 April 2006 by jrobes

Graeme Daniel hat wieder Ressourcen zusammengetragen: Statistiken, Ratgeber (“How to …”) und eine längere Sektion “Podcasts at Work in Education” mit einer Reihe von Artikeln, im Tenor von enthusiastisch bis zurückhaltend:

“But others in education are sceptical. Perhaps the biggest fear is that college students will skip lectures altogether, leaving professors with empty classrooms and undergraduates without the critical student-teacher dynamic.” (Rebecca Knight, Podcast pedagogy divides opinion at US universities, FT.com, 9. Februar 2006).
Graeme Daniel, wwwtools for education, 24 April 2006
[Kategorien: e-learning, Podcasting]

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Among the audience

Posted on 21 April 2006 by jrobes

“The era of mass media is giving way to one of personal and participatory media”, schreibt der Economist diese Woche. Und hängt gleich eine ganze Reihe von Artikeln dran, die das neue Zeitalter detaillierter beschreiben. Das Ganze wird mit einem kleinen Wortspiel eingeleitet, steht doch “Movable Type” sowohl für Gutenberg und seine beweglichen Lettern, wie auch für eines der populärsten Weblog Publishing Systeme.

Was “participation” heißt, wird am Beispiel von Weblogs, Wikis, Folksonomies und Formen des “citizen journalism” illustriert. Und was “participation” für die bestehenden Geschäftsmodelle der Medienindustrie bedeutet: bekämpfen oder umarmen, für beide Strategien finden sich zahlreiche Beispiele.

Neben “participation” steht dabei ein zweites Stichwort, das wie ein roter Faden die Artikel durchzieht: “conversation”. “… one-to-many ‘lectures’ (ie, from media companies to their audiences) are transformed into ‘conversations’ among ‘the people formerly known as the audience”, so wird David Sifry (Technorati) zitiert.
Und kein Geringerer als Rupert Murdoch schreibt der Presse folgenden Ratschlag ins Stammbuch: “Their websites … have become the place for conversation. The digital native doesn’t send a letter to the editor any more. She goes online and starts a blog. We need to be the destination for those bloggers.” Sprach’s und kaufte MySpace, eine populäre Blogging- und Social Networking-Seite.

Kurz, der Kauf des Heftes ist zu empfehlen, denn leider ist nur der einleitende Artikel offen zugänglich.
The Economist, 20 April 2006

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Microlearning: Emerging Concepts, Practices and Technologies after e-Learning

Posted on 21 April 2006 by jrobes

Auf eine Veranstaltung im Juni freue ich mich ganz besonders: Am 8./9. Juni findet in Innsbruck zum zweiten Mal die Microlearning statt, an der u.a. auch Stephen Downes (”E-Learning 2.0″) und George Siemens (”Connectivism”) teilnehmen werden!! Da passt es gut, dass in diesen Tagen die Publikation zur letztjährigen Veranstaltung erschienen und online verfügbar ist.

Nun ist Microlearning ja alles andere als ein eingeführter Begriff. Von Microcontent ist schon mal die Rede, wenn es gilt, die Popularität und Diskursivität von Weblogs zu erklären. Aber Microlearning? Es ist beruhigend zu lesen, dass auch die Veranstalter den Begriff in erster Linie als Metapher betrachten, um sich dem Lernen im digitalen Zeitalter zu nähern. Ganz pragmatisch heißt es: “It’s not a well designed paradigm we have as a starting point – it’s rather bits and pieces from different discourses and practices we are starting from.” (Theo Hug)

Ein Blick auf die Titel der letztjährigen Beiträge unterstreicht den Ansatz, innovative Ideen, die sich noch irgendwo an der Grenze zwischen pädagogischem Versprechen und praktischem Einsatz befinden, zur Diskussion zu stellen. Sehr sympathisch ist vor allem das internationale Teilnehmerfeld (ich soll wohl die deutschen Fahnen etwas hoch halten!), das fast in Richtung “Online Educa – made in Austria” geht. Ich bin gespannt! (via BildungsBlog)
Theo Hug, Martin Lindner und Peter A. Bruck (Hrsg.), 2005 Conference Proceedings, 20 April 2006 (pdf)
[Kategorien: e-learning]

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Is Web 2.0 enterprise-ready?

Posted on 20 April 2006 by jrobes

Der Artikel macht gerade die Runde, obwohl er kostet: Andrew McAfee hat über “Enterprise 2.0: The Dawn of Emergent Collaboration” geschrieben (MIT Sloan Management Review), und zumindest Nicholas Carr hat den Artikel bezahlt, gelesen und zusammengefasst: “McAfee first explains why past knowledge management ‚solutions’ rarely solved anything. He then explains what makes Web 2.0 technologies different. ‚The good news’, he writes, is that the new technologies ‚focus not on capturing knowledge itself, but rather on the practices and output of knowledge workers.’”

Wieder einmal sind aber auch die Nebengeräusche spannend: Unzählige Blogger haben bereits auf den Sloan-Beitrag hingewiesen. Mehrere Leser von Nicholas Carr’s Seite haben seine Zusammenfassung kommentiert. Und Andrew McAfee hat auf seinem eigenen Blog die Diskussion sofort aufgenommen (und den vielleicht interessantesten Beitrag geschrieben!). Jetzt müsste nur noch das Original offen zur Verfügung stehen …

“My article and Carr’s post emphasized one reason why employees might be less likely than Web surfers to use blogs, wikis, tags, RSS, etc.: they’ve got too many other things to do. It’s very reasonable to believe that most busy professionals are only going to blog if it helps them get their job done. But it’s also pretty reasonable to conclude that blogging will do exactly that.”
Nicholas Carr, Rough Type, 12 April 2006
[Kategorien: Zukunft des Internet, Web 2.0, enterprise 2.0]

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Blended Learning: Why Everything Old Is New Again — But Better

Posted on 20 April 2006 by jrobes

So gerne ich über “e-Learning 2.0″ nachdenke und schreibe, im Tagesgeschäft spreche ich doch häufiger von “Blended Learning”, um mit meinen Gesprächspartnern einen Einstieg ins Thema zu finden. Dafür bietet der vorliegende Artikel hilfreiche Grundlagen. Zuerst werden verschiedene Lernziele mit entsprechenden Lernaktivitäten und -Tools verbunden. Anschließend stellt die Autorin eine “E-Learning Solution” einer “Workshop Solution” gegenüber, um beide schließlich in einer “Blended Learning Solution” zu optimieren.

Und wieder mit Blick auf mein Tagesgeschäft kann ich folgenden Punkt nur unterstreichen: “The obvious advantage of the blended learning solution is that learning becomes a process, rather than an event. Blended learning puts training into the job environment, provides a forum for every learning style, includes reinforcement and coaching, and uses minimum effort and resources to gain maximum results. It enables people to apply skills continuously—skills that become habitual with practice.”
Caroline Gray, Learning Circuits, März 2006
[Kategorien: Blended Learning, e-learning]

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The Name Game

Posted on 19 April 2006 by jrobes

Welche Möglichkeiten bietet Tagging Unternehmen, die es gewohnt sind, in klaren Hierarchien und definierten Strukturen zu denken? Tagging, das heißt, Nutzer beschreiben die Welt mit eigenen Worten, und aus vorgegebenen Taxonomien werden “folksonomies”. Okay, auf Grundlegendes wie z.B. von Clay Shirky hatte ich bereits hingewiesen. Hier wird von ersten Erfahrungen bei IBM berichtet, und Experten wie David Weinberger versuchen, in die Zukunft zu schauen. Den spannendsten Ansatzpunkt für die weitere Diskussion habe ich allerdings in den folgenden Sätzen entdeckt:

“No matter the company’s size, there will be management issues. Yahoo’s Fake says the tendency within a company is to think that social software is driven by users and thus self-managing, but this is often not the case. “Somebody needs to take responsibility for [the systems], and that’s something companies don’t understand,” Fake says. “They need a community manager.”
Michael Fitzgerald, CIO Magazine, 1 April 2006
[Kategorien: Zukunft des Internet, Social Software]

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Knowledge Navigator

Posted on 18 April 2006 by jrobes

Dieses Video aus dem Jahr 1987 ist gestern in unserem Firmennetz aufgetaucht. Verbunden mit der Frage: “Ist doch bestimmt von dir, oder?” War es aber nicht, schlimmer noch, ich kannte dieses Meisterstück von Apple überhaupt nicht! Eine wunderbare Vision! Vieles ist, Google sei Dank, heute möglich; anderes, wie z.B. der Avatar, geht weit über Google hinaus. Auf Wikipedia gibt’s etwas zum Hintergrund. Einfach mal die Schokolade bei Seite legen und sich langsam wieder auf die Arbeitswoche einstimmen!
DigiBarn Computer Museum

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Bildung für die Westentasche? »Podcasts« als neues Medienformat der Erwachsenenbildung

Posted on 13 April 2006 by jrobes

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Neben die Beiträge zum Schwerpunktthema “Bildung und Globalisierung” hat sich dieser Artikel in das aktuelle Heft der Zeitschrift für Erwachsenenbildung geschlichen. Der Autor fragt, ob der Podcast das “Zeug zum Bildungsmedium” hat. In seiner Antwort verweist er auf das wachsende Angebot an Podcasts im Bildungsbereich, auch wenn es derzeit noch größtenteils aus den USA und Großbritannien stammt. Aber dann kann er sich, aus “erwachsenenbildnerischer Perspektive”, den mahnenden Zeigefinger nicht verkneifen: “Der passive Rezeptionsvorgang des Zuhörens ist mit dem kreativen des Selbstlesens allerdings nicht zu vergleichen. Für die Entwicklung der Lesekompetenz von Erwachsenen, und auch hier gibt es Defizite, dürfte das Lesen wichtiger sein als das bloße Zuhören. Bei dominanter Nutzung könnte der iPod daher auch zu einem Medium der Faulheit avancieren, wenn er an die Stelle jeglicher ambitionierter Lektüre tritt.”
Meine Frage: Gibt es gute und schlechte Bildungsmedien?
Frank Berzbach, DIE Zeitschrift für Erwachsenenbildung, 2006/2
[Kategorien: Trends in der Weiterbildung, Podcasting]

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E-Assessment

Posted on 13 April 2006 by jrobes

Sanda Schaffert hat mich auf ihre Seite hingewiesen, auf der sie bereits einiges Material zu computer- bzw. webgestützten Prüfungen zusammengetragen hat. Gabi Reinmann schreibt dazu, dass das Thema lohnt, denn an den Hochschulen werden Prüfungen zum Großteil noch abgehalten “wie vor hundert Jahren”. Und wenn ich an die Übung denke, der ich mich gerade an der FHTW in Berlin unterzogen habe, kann ich nur stöhnend zustimmen. Nur die Anmeldung der Studierenden für Klausur und Nachklausur lief online. Ansonsten: viele manuelle Tätigkeiten; keine Standards, weder für die Inhalte noch für die Form; keine Qualitätssicherung; keine Archivierung, so dass der nächste Lehrbeauftragte wieder von vorne beginnen kann. Positiv formuliert waren diese Klausuren eine weitgehend ungestörte Verabredung zwischen einem Dozenten und 35 Studierenden; ungestört von technischen Errungenschaften und den Blicken Dritter. Auf der anderen Seite: einen großen Leidensdruck habe ich bei den Beteiligten vor Ort nicht entdecken können. Na, mal sehen!
Sandra Schaffert, E-Assessment

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The New ROI of HR: Return on Intangibles

Posted on 12 April 2006 by jrobes

Weil es gut zum vorhergehenden Artikel passt: Dave Ulrich, Professor für Business Administration an der University of Michigan, ist einer der weltweit anerkannten HR-Experten und Berater. In diesem Artikel nimmt er sich der Intangibles an, also jenen Werten, die erklären sollen, warum der Marktwert vieler Unternehmen ihren Buchwert um ein Vielfaches übersteigt. Dabei geht es naürlich im Kern um nichts anderes als Human Capital Management. Der guten Sache wegen bieten die Autoren eine kurze Systematik und praktische Umsetzungsvorschläge an. Dass die meisten Unternehmen in ihren Geschäftsberichten dem Thema Human Capital derzeit nur wenige Zeilen widmen, verdriest sie nicht: “There has never been a more exciting time to be an HR professional.”
David Creelman und Dave Ulrich, Workforce Management, 9-15 April 2006
[Kategorien: HR Management]

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Learning and development 2006

Posted on 12 April 2006 by jrobes

Es ist die achte “annual learning and development survey”, die das britische Chartered Institute of Personnel and Development (CIPD) durchgeführt hat. Viele interessante Details, aber wenig Spektakuläres.
- Im Titel der Untersuchung ist nicht mehr von “training”, sondern von “learning and development” die Rede.
- Die Themen, die in der Untersuchung näher beleuchted werden, sind u.a. “developing talent”, “developing a coaching culture”, “changes in workplace learning” und “demonstrating the value of learning, training and development”.
- E-Learning taucht in der gesamten diesjährigen Untersuchung nicht auf. Mit einer Einschränkung: Gefragt, welche Methode zu lernen am effektivsten sei, antworteten nur 1% der Befragten mit “e-Learning”.

Es gibt dann noch ein zweites Papier, “Reflections on the 2006 learning and development survey”, in dem sieben Bildungsexperten die Themen dieser Untersuchung aufnehmen und vertiefen. Hier ist der Beitrag von Martyn Sloman zu empfehlen, der sehr nüchtern auf die aktuelle Rolle von “learning and development professionals” im Unternehmenskonzert blickt:

“So, to summarise, we have a problem – the survey confirms that we learning, training and development professionals are not sufficiently involved in change processes. Our potential contribution is undervalued. We are called in too late in the process. We are not unique in facing this problem. It’s one that extends across the whole of HR. We need not only to develop a new mindset and skills, we need to demonstrate that we can deliver value over an extended time. It’s a long haul and one that will be extremely demanding.”
CIPD, April 2006

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Competency-Based Learning: The Resurrection of a Classical Approach

Posted on 11 April 2006 by jrobes

Was steckt hinter “competency-based learning”? Der amerikanische Unternehmensberater und e-Learning-Experte Josh Bersin sagt: “…a top-down approach to learning and development that focuses on identifying the key competencies required by a business or a specific job, assessing levels of mastery and then prescribing learning to address any skill gaps”. Dann unterstreicht er, dass bereits eine ganze Reihe von Unternehmen diesen Ansatz verfolgen, um ihrem Personalmanagement eine langfristige, strategische Ausrichtung zu geben.

Es ist nur ein kurzes Spotlight - in einer interessanten Publikation! Denn das Chief Learning Officer Magazine versammelt jeden Monat eine Reihe von Experten und Beratern (was ja kein Widerspruch sein muss), die kurze Artikel zu Corporate Learning-Themen verfassen. Dabei geht es mehr um Trends und Tendenzen als um ausführliche Analysen! Trotzdem: Allein in der April-Ausgabe ist wieder einige Prominenz versammelt. Da unterstreicht z.B. Jay Cross, dass Lernen weniger als “acquisition of knowledge” und mehr als “adaptation to change” begriffen werden sollte und schlägt einen Bogen zu den Möglichkeiten des informellen Lernens.

Nick van Dam schreibt über “different generations of learners in the workforce” und unterstreicht mit Blick auf die Sozialisation und den Alltag der “Gen Y”-Generation, “that gaming can be an excellent preparation for business”. Weiter heißt es: “Gen Yers do not learn anymore from facilitated sharing of knowledge from PowerPoint slides in a typical classroom environment. Gen Yers prefer to learn in networks or teams using multi-media, and expect to be entertained and excited during the learning intervention.”

Und Jeanne C. Meister, die einige Grundlagentexte zum Thema “Corporate University” geschrieben hat (einem Boom, dem auch dieses Magazin seinen Ursprung verdankt!), warnt ihre amerikanischen Kollegen vor einem drohenden “brain drain”. “In fact, in just four years, half of NASA’s entire workforce will be eligible for retirement”. Der Ersatz steht schon bereit – er kommt allerdings aus China! “China will produce six times the number of engineers in 2006 that the United States will graduate”.

So erfährt man kurz und knapp, welche Themen auf Corporate Learning-Agenda stehen oder stehen werden. By the way, der Themenschwerpunkt der aktuellen Ausgabe der Personalführung lautet: “Resilienz, Coping und Hardiness”.
Josh Bersin, CLOmedia, April 2006
[Kategorien: Kompetenzen, Weiterbildung allgemein]

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Foresight 2020

Posted on 10 April 2006 by jrobes

“Foresight 2020″ ist eine aktuelle Studie, geschrieben von der Economist Intelligence Unit und gesponsert von Cisco, die sich der Frage stellt, welche Trends die nächsten Jahre bestimmen werden. Dabei wird diese Frage zuerst für die globale Ökonomie im Allgemeinen und dann für acht Branchen im Besonderen beantwortet.

Grundlage dieser weltweiten Studie sind Interviews mit über 1.650 Senior Executives, Experten und Politikern. Und das Bemerkenswerteste ist sicher die Antwort dieser Senior Executives auf die Frage: “Which areas of activity offered the greatest potential for productivity gains over the next fifteen years?” Denn die Antwort lautet, siehe unten: Knowledge Management!

Sonst sind diese Statement ja eher Trendreports mit einem eindeutig technologischen bzw. bildungstechnologischen Fokus vorbehalten! Hier aber steht “Knowledge Management” neben “Globalisation”, “Demographics”, “Atomisation” und “Personalisation”!

“But the survey points to two broad trends that will affect companies across sectors. First, competitive advantage will increasingly depend not on routine, easy-to-automate processes but on unpredictable, hard-to-automate knowledge workers. Second, companies will shift their IT spending, human resources (HR) strategies and organisational structures to make these workers more productive. Managing both these trends — in essence, marrying soft skills with hard targets — will be the defining boardroom challenge of the coming years.”
Nicht nur deswegen ist dieser Report lesenswert!
Economist Intelligence Unit, März 2006

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How I Work: Bill Gates

Posted on 07 April 2006 by jrobes

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Es ist interessant zu lesen, wie jemand wie Bill Gates über einige Arbeitsroutinen und seine derzeitige Produktivität berichtet. Sehr effizient, sehr technisch und mit vielen Anregungen für zukünftige Gespräche mit Arbeitgebern, Geschäftspartnern oder Familienangehörigen.

“If you look at this office, there isn’t much paper in it. On my desk I have three screens, synchronized to form a single desktop. I can drag items from one screen to the next. Once you have that large display area, you’ll never go back, because it has a direct impact on productivity.

The screen on the left has my list of e-mails. On the center screen is usually the specific e-mail I’m reading and responding to. And my browser is on the right-hand screen. This setup gives me the ability to glance and see what new has come in while I’m working on something, and to bring up a link that’s related to an e-mail and look at it while the e-mail is still in front of me.”
Bill Gates, CNNMoney.com, 4 April 2006
[Kategorien: Knowledge Worker Productivity]

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Niedergang des sozialen Kapitals

Posted on 07 April 2006 by jrobes

Gleich vorneweg: Dieser Eintrag soll mich daran erinnern, ein Buch zu lesen, das der amerikanische Politikwissenschaftler Robert D. Putnam im Jahr 2000 veröffentlicht hat: “Bowling Alone. The Collapse and Revival of American Community”. Robert Putnam (und einigen anderen Autoren) verdanken wir die Einführung des Begriffs “soziales Kapital” in die sozialwissenschaftliche Diskussion. Er hat auch beschrieben, wie das soziale Kapital (in den USA) schwindet, warum und mit welchen Folgen.

Mit Putnams Veröffentlichung schien plötzlich klar, was passiert, wenn Menschen immer mehr Zeit vor dem Fernseher oder im Internet verbringen anstatt sich aktiv in ihrer Community oder der Nachbarschaft zu engagieren. So wie Neil Postman in den 1980er Jahren mit Blick auf den steigenden Fernsehkonsum die Kindheit verabschiedete, so sah Putnam die traditionellen sozialen Netzwerke verschwinden. Heute weiß man, dass das Internet hier keineswegs so einfach in die Verantwortung genommen werden kann. Im Gegenteil, “Web 2.0″ und Social Software ermöglichen neue Beziehungen, die unseren offline-Alltag wunderbar ergänzen können. Aber, wie gesagt, ich will mich nur darin erinnern, dieses Buch mal in ruhiger Stunde zu lesen …
Warnfried Dettling, Die ZEIT, 43/ 2000

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LearnTec 2007 - Inhaltliche Ausrichtung

Posted on 06 April 2006 by jrobes

Peter Baumgartner, noch FernUni Hagen, aber in wenigen Tagen Donau-Universität Krems, hat die 1. Sitzung des Programmbeirats der LearnTec protokolliert: zum einen gab es offensichtlich Pro-und-Contra zum “Call for Papers”, mit dem die Verantwortlichen dieses Jahr zum ersten Mal versucht hatten, die traditionelle Konferenz-Community und –Agenda etwas aufzubrechen. Peter Baumgartner ist da skeptisch und fragt - aus meiner Sicht zu Recht -, ob nicht z.B. durch einen virtuellen Kongress im Vorfeld, Weblogs oder Wikis dieses Ziel besser erreicht werden könnte.

Und dann wird von einem ersten Brainstorming zu möglichen Inhalten der nächsten LearnTec berichtet. Peter Baumgartner hat schon mal “Web 2.0″, “Social Software” und “ePortfolios” in die Runde geworfen. Was könnte man noch ergänzen? Wenn man im Umfeld des Stichworts “Bildungstechnologie” bleibt, könnten “Tagging” und “RSS” weitere Themen sein – auch wenn sie vielleicht für die Hauptkategorien (noch) nicht herhalten können und “Web 2.0″ alles irgendwie beinhaltet. Oder “Media Literacy” und die “Zapping Generation”, um auch die User-Perspektive einmal einzufangen. Und vielleicht noch die Frage, welche Bedeutung diese Entwicklungen im Kontext betrieblicher Weiterbildung einnehmen bzw. einnehmen können. To be continued …
Peter Baumgartner, Gedankensplitter, 4 April 2006
[Kategorien: e-learning, Web 2.0]

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management,
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