Archive | March, 2006

Conference 2.0 — Ten Tips for Extending your Education Conference

Posted on 31 March 2006 by jrobes

Sind wir hierzulande schon so weit? Ich weiß es nicht. Der Autor präsentiert jedenfalls eine Reihe praktischer Tipps, um den Wirkungskreis von Konferenzen zu erweitern - “into the blogosphere and other planes of Read/Write web activity”. Seine Stichworte sind: “Communication”, “Tagging” (!), “Conference blog”, “Photos”, “Wiki Notes”, “Session blogs”, “Infrastructure”, “Blog Reporters”, “Podcasts & Webcasts” und “Training” (via George Siemens).
David Warlick, 2 Cents Worth, 27 März 2006
[Kategorien: Weiterbildung allgemein]

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What makes Edubloggers tick?

Posted on 31 March 2006 by jrobes

Warum blogge ich? Nach drei Jahren regelmäßigen Schreibens ist es natürlich auch eine Routine geworden, die ich nicht täglich hinterfrage. Wenn ich mich dann doch wieder mal dieser Frage stelle, sei es, weil man mich einlädt, darüber zu sprechen, sei es, weil um mich herum alles wieder mal zusammenbricht, dann habe ich keine kurze oder schnelle Antwort. Aber, ganz klar, ich schreibe öffentlich, coram publico, wie es so schön heißt, also geht es vor allem um Anerkennung, um Rückmeldung, um den Austausch von Ideen. Soviel an dieser Stelle, denn ich werde heute Abend keine längere Antwort mehr schaffen. Aber es gibt hier diese ausführliche Diskussion, in der einige bekannte und unbekannte Edublogger über ihre Motive Auskunft geben. Und genau darüber schreiben.
“So what makes edubloggers tick? What makes them feel that what they have to say will be worthwhile to others? Do edubloggers desire recognition? Would you blog if no one read your posts?”
Christopher D. Sessums Weblog, 25 März 2006
[Kategorien: Weblogs, Knowledge Worker Productivity]

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You Play World of Warcraft? You’re Hired!

Posted on 31 March 2006 by jrobes

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Gerade häufen sich die Artikel, die auf das Potenzial von Online- und Videospielen im beruflichen Umfeld oder in der Weiterbildung hinweisen. Das mag mit der gerade beendeten Game Developers Conference in San Jose zusammenhängen. Wie auch immer, kein Geringerer als John Seely Brown erklärt uns hier, “why multiplayer games may be the best kind of job training”. Aber noch interessanter ist vielleicht die Schlussfolgerung, die er zieht: “The day may not be far off when companies receive résumés that include a line reading ‘level 60 tauren shaman in World of Warcraft’.” Viele weitere Artikel und Links ergänzen dieses Themenheft des aktuellen Wired.

Einen direkten Bezug auf die oben genannte Konferenz nimmt dieser Bericht in der BusinessWeek Online (”Virtual Training — And It’s Fun!”). Auch hier wird eine Lanze für “corporate-sponsored training games” gebrochen und zugleich erfahren wir endlich, wo sich die Millionenbudgets in der Weiterbildung verstecken (sorry, das Bild aus dem Artikel hat sich nur zufällig hier eingeschlichen!):

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“Companies like video games because they are cost-effective. Why pay for someone to fly to a central training campus when you can just plunk them down in front of a computer? Even better, employees often play the games at home on their own time. Besides, by industry standards, training games are cheap to make. A typical military game costs up to $10 million, while sophisticated entertainment games can cost twice that. Since the corporate variety don’t require dramatic, warlike explosions or complex 3D graphics, they cost a lot less. BreakAway Games Ltd., which designs simulation games for the military, is finishing its first corporate product, V-bank, to train bank auditors. Its budget? Just $500,000.”

Und wer sich in kürzester Zeit fit für die neuen Ufer in Corporate Learning machen möchte, findet hier eine Liste mit Studien zum Thema, die allesamt online verfügbar sind. Das sollte fürs Wochenende reichen. Auch wenn es von der Spielzeit abgeht …
John Seely Brown und Douglas Thomas, Wired, April 2006
Reena Jana, BusinessWeek online, 27 März 2006
Jane McGonigal, avant game, März 2006
[Kategorien: Trends in der Weiterbildung]

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Perceptions of Distance Learning: A Comparison of Online and Traditional Learning

Posted on 30 March 2006 by jrobes

Wie fast immer in solchen Studien geht es auch hier nur um einen kleinen Ausschnitt: 217 Teilnehmer eines Online-Kurses, die aber mit traditionellen Studienangeboten vertraut waren, wurden nach ihren Motiven und Erfahrungen befragt. Das Ergebnis: “Students in this study clearly preferred DL courses to the traditional learning environment.” Aber es geht noch weiter, wenn man der Zusammenfassung der Autoren folgt:

“Students reported:
1. Higher grades in DL [Distance Learning]
2. They believed that they “learned more” in DL
3. DL exams were easier
4. They spent more time on DL classes
5. They found additional instructor materials more useful in DL
6. They found the text more useful in DL
7. DL classes were more difficult
8. They perceived that DL classes were of higher quality.”

Maureen Hannay und Tracy Newvine, MERLOT Journal of Online Learning and Teaching, Vol 2, Nr. 1, März 2006
[Kategorien: Weiterbildung allgemein]

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Six degrees of reputation: The use and abuse of online review and recommendations systems

Posted on 29 March 2006 by jrobes

Ein Thema, das uns in Zukunft noch stärker beschäftigen wird: Es geht um etwas, das die Autoren “user input system” oder “peer production system” nennen. Jeder, der schon einmal auf den Seiten von Amazon war, kennt es: Die kurzen Kritiken und langen Rezensionen, die Leser über Bücher und andere Medien schreiben. Die Autoren haben über 50.000 dieser Kritiken ausgewertet, um etwas über die dahinter liegenden Strukturen, Prozesse und Motive sagen zu können. Diese Strukturen haben sie die “six degrees of reputation” genannt - vom Autor, der mit seiner Biographie und Reputation Amazon-Country betritt, bis zum “Top X Reviewer”.

“In summary, the six degrees of reputation are underwritten by various mechanism for gaining and expressing expertise through writing, reading, and evaluating reviews.”

Das dahinter steckende “reputation management” ist ja, gerade in Anlehnung an Amazon, aus vielen Wissensmanagement-Modellen bekannt, um Nutzern einen Feedback-Kanal zu öffnen und so die Qualität von Beiträgen zu sichern. Der vorliegende Artikel nimmt diesen Faden auf und versucht uns zu vermitteln, womit es eine “Soziologie der Google-Gesellschaft” morgen zu tun hat. Spannend.
Shay David und Trevor Pinch, First Monday, Vol. 11, No. 3, März 2006

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The Myth about Student Competency

Posted on 28 March 2006 by jrobes

Der Mythos, um den es hier geht, lautet: “Unsere Studenten sind technisch kompetent.” Vor diesem Hintergrund erinnern die Autoren daran, das “information literacy” mehr bedeutet, als einen Suchbegriff in Google einzugeben:

“Information literacy includes cognitive activities, such as acquiring, interpreting, and evaluating the quality of information. It is enabled by technical skills, such as using a computer to research, organize, analyze, and communicate. And it carries legal and ethical implications such as understanding intellectual property and copyright,6 as well as understanding bias in the information itself.”
Diana G. Oblinger und Brian L. Hawkins, EDUCAUSE Review, März/ April 2006
[Kategorien: Media Literacy]

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Digital Game-Based Learning

Posted on 27 March 2006 by jrobes

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“Will we realize the potential that DGBL has to revolutionize how students learn?” “Restless”, ruhelos, sind die Verfechter des digital game-based learning (DGBL). Da wird seit Jahrzehnten von allen Seiten bestätigt, welches Potenzial das spielerische Lernen besitzt, und doch passiert wenig. Jetzt hofft man, dass das Zusammenspiel von prominenten Autoren (Marc Prensky, Steven Johnson), von “digital natives” und millionenfacher Verbreitung von Videospielen auch in der Bildung endlich zu einem Umdenken führt.

In diesem Artikel finden sich alle notwendigen Argumente, die ein Umdenken braucht: was die Effektivität des DGBL betrifft; welche Ansätze im pädagogischen Kontext sinnvoll sind (im Prinzip die “make” or “buy”-Frage); was bei der Implementierung von Spielen zu beachten ist und wie man hier schrittweise vorgehen kann.
“If we learn from our past, and if we focus on the strengths of the medium and provide the support and infrastructure needed to implement DGBL, we may well be present for a true revolution.”
Richard Van Eck, EDUCAUSE Review, März/ April 2006
[Kategorien: Trends in der Weiterbildung, digital natives/ net generation]

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Ontology is Overrated: Categories, Links, and Tags

Posted on 24 March 2006 by jrobes

“Folksonomies” und “Tags” werden im Mittelpunkt der nächsten LEARNTEC stehen. Oder der übernächsten. Spätestens! Das könnte die Quintessenz dieses Artikels sein, der sich ganz den Entwicklungen widmet, die hinter den Stichworten “Web 2.0″ und “Social Software” stehen. Es geht um Ontologien, unser vertrautes Periodensystem, Bibliothekskataloge, die uns ein Studium lang begleitet haben, und warum diese Wege, Objekte zu klassifizieren, an ihre Grenzen stoßen, wenn es um das Internet geht. Ein letztes Aufbäumen präsentiert Yahoo:

“You can see what the sub-categories of Entertainment are, whether or not there are new additions, and how many links roll up under those sub-categories. Except, in the case of Books and Literature, that sub-category doesn’t tell you how many links roll up under it. Books and Literature doesn’t end with a number of links, but with an “@” sign. That “@” sign is telling you that the category of Books and Literature isn’t ‘really’ in the category Entertainment. Yahoo is saying “We’ve put this link here for your convenience, but that’s only to take you to where Books and Literature ‘really’ are.” To which one can only respond — “What’s real?”

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Yahoo is saying “We understand better than you how the world is organized, because we are trained professionals. So if you mistakenly think that Books and Literature are entertainment, we’ll put a little flag up so we can set you right, but to see those links, you have to ‘go’ to where they ‘are’.”

Aber der Autor zählt auch auf, wo Ontologien und klassische Kategorisierungen funktionieren, bevor er sich dem Gegenstück, der “user-developed classification” zuwendet. Und damit sind wir mittendrin in “Social Software”, in del.icio.us, flickr, technorati und weblogs. Jeder kann hier “taggen”, also Links seine persönlichen Etiketten aufkleben. Das allein wäre noch nicht spannend. Aber die Tatsache, das andere genauso verfahren und das öffentlich tun, schafft ein neues Universum von Gemeinsamkeiten und Beziehungen (sorry, ich werde prosaisch …). Ich habe plötzlich Zugriff auf weitere Links (URLs, Posts, Informationen, etc.) mit gleichen Etiketten; auf Etiketten, mit denen diese Links auch versehen wurden; auf Menschen, die diese Etiketten verwendet haben; weitere Etiketten und Links dieser Menschen usw. Etwas davon kennen wir von Amazon, viele andere Möglichkeiten kommen hinzu. Oder in den Worten des Autors:

“It’s all dependent on human context. This is what we’re starting to see with del.icio.us, with Flickr, with systems that are allowing for and aggregating tags. The signal benefit of these systems is that they don’t recreate the structured, hierarchical categorization so often forced onto us by our physical systems. Instead, we’re dealing with a significant break — by letting users tag URLs and then aggregating those tags, we’re going to be able to build alternate organizational systems, systems that, like the Web itself, do a better job of letting individuals create value for one another, often without realizing it.”

Ein lesenswerter Artikel, der sich auch den Raum nimmt, Dinge zu erklären! Ich bin darauf wieder einmal über wwwtools for education gestoßen, die eine ihrer letzten Ausgaben ganz diesem Thema gewidmet haben (“Tags, Folksonomies and Social Bookmarking”) - mit unzähligen Literaturhinweisen!
Clay Shirky, Clay Shirky’s Writings About the Internet, Spring 2005
[Kategorien: Social Software, Weblogs, Zukunft des Internet, Web 2.0]

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Caterpillar Communities of Practice: Knowledge is Power

Posted on 23 March 2006 by jrobes

Caterpillar (CAT) ist der weltgrößte Hersteller von Baumaschinen, z.B. Bulldozern, mit ca. 80.000 Beschäftigten weltweit. Und Caterpillar investiert offensichtlich in das Know-how seiner Mitarbeiter, denn die Aktivitäten der Caterpillar University tauchen regelmäßig in den einschlägigen Fachmagazinen auf. Im vorliegenden Artikel wird kurz die Erfolgsgeschichte der Communities of Practice bei CAT beschrieben: mit 12 CoPs hat es 1999 angefangen, heute sind es über 4.000. Interessant sind auch die Hinweise auf die aktive Beteiligung ausgeschiedener Mitarbeiter in den CoPs sowie der Hintergrundbericht über den Einsatz von CoPs bei der Bewältigung der Tsunami-Folgen.

Und wer nicht an den Erfolg dieses Modells glaubt, der bekommt es in Zahlen:
“An employee estimated that he saved 40 hours on a project by getting advice and solutions from CoP members. His time savings multiplied by his hourly wage of $50 delivered an initial benefit of $2,000. The participant attributed 100 percent of the benefit to solutions generated within the CoP and said he could make that statement with an 80 percent degree of confidence. The final analysis looked like this:
40 hours X $50 per hour X 100% benefit X 80% degree of confidence =
$1,600 savings attributed to the knowledge sharing solution”

Sue Todd, Corporate University Journal, 23 März 2006

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Open-source business: Open, but not as usual

Posted on 23 March 2006 by jrobes

Im Zentrum dieses Artikels, der gleich als “special report” daherkommt, steht diese Beobachtung: “As open source begins to look more corporate, corporations themselves are looking to adopt and adapt more open-source practices.” Für beide Aussagen dieses Satzes werden Beispiele gebracht. Schlussfolgerungen - wie immer beim Economist - bleiben dem Leser überlassen.
The Economist, 16 März 2006
[Kategorien: Zukunft des Internet]

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18 Wishes for an LMS

Posted on 22 March 2006 by jrobes

Elliott Masie hat diesen request for proposal zusammengestellt. Achtzehn Anforderungen, die er an ein Learning Management System hat. Und es sind keine anspruchslosen, wie man schnell erkennt, z.B.:

12. LMS, I want you to be able to create portable learning digital transcripts for our employees. When someone leaves our company, they should be able to take a digital record of their learning history and certifications.

16. LMS, I want you to be able to facilitate informal learning. When I send someone to a conference, hire a coach, buy a set of books or make a development assignment, you don’t seem that interested. Remember, most corporate learning is informal.

Allerdings, man kann diese Wunschliste auch anders lesen: als Anforderungen an ein zeitgemäßes Corporate Learning und eine entsprechende Lernumgebung. Und nicht alle Antworten müssen von einem LMS kommen.
Elliott Masie, Learning TRENDS, 21 März 2006

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Web 2.0: A New Wave of Innovation for Teaching and Learning?

Posted on 22 March 2006 by jrobes

Selbstverständlich finden sich in diesem Artikel die Begriffe, die man erwarten darf: social software, microcontent, folksonomy, social bookmarking, blogging, rss, usw. Aber zum einen werden zu jedem Stichwort einzelne Anwendungen so genau beschrieben, dass ich mir einiges fürs Wochenende aufgeschrieben habe; und zum anderen wird konsequent nach den “pedagogical possibilities” gefragt, die hinter diesen Anwendungen stecken. Sehr kompetent!
Bryan Alexander, EDUCAUSE Review, März/ April 2006
[Kategorien: e-learning, Weblogs, Social Software, Web 2.0]

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Die Auswirkung von dezentralisiertem Wissen auf die Bildung

Posted on 21 March 2006 by jrobes

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In dieser, auf den Seiten der Friedrich-Naumann-Stiftung erhältlichen Schrift werden die Konturen einer Liberalen Informationsgesellschaft und die sich daraus ergebenden Anforderungen an unser Bildungssystem beschrieben. Im Zentrum steht der Bürger, der nur “als gebildetes, gut informiertes und verantwortliches Mitglied der Gesellschaft angesehen werden [kann], wenn er oder sie Zugang zu und einen angemessenen Überblick über einen signifikanten Teil der Informationen hat, auf die sich die Gesellschaft gründet.”

Traditionelle Bildungsmodelle, so Peter A. Henning, Professor für Informatik an der Hochschule Karlsruhe, sind nicht mehr in der Lage, diese Kompetenzen zu vermitteln. Neue Wege des Selbstlernens wie e-Learning und entsprechende Fähigkeiten der Lehrenden und Lernenden (”Computer und Network Literacy”), diese Möglichkeiten auch zu nutzen, sind erforderlich. Mit kurzen Beispielen, z.B. über die Erfahrungen der Virtuellen Hochschule Bayern, verdeutlicht der Autor, wo die Beteiligten heute auf dem Weg in die Liberale Informationsgesellschaft stehen.

Soweit konnte ich ohne Probleme folgen. Erst neben die letzte Schlussfolgerung habe ich ein neugieriges Fragezeichen gesetzt. Dort heißt es: “Bildung für das 21. Jahrhundert bedeutet, den Zugang zu und die freie Nutzung von elektronischen Lernressourcen zur Verfügung zu stellen - zu jeder Zeit, an jedem Ort und nicht endend mit einem bestimmten Alter.” Genau an dieser Stelle könnte eine spannende Diskussion anknüpfen. Eine Diskussion, die die Konsequenzen eines verschärften Copyrights oder einer fortschreitenden Kommerzialisierung und Privatisierung von Bildungsangeboten abwägt; oder die verdeutlicht, wofür Vertreter von Creative Commons oder Open Access eigentlich stehen …
Peter A. Henning, PositionLiberal, 2006 (pdf, 2 MB)
[Kategorien: e-learning, Trends in der Weiterbildung]

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RSS Ideas for Educators

Posted on 20 March 2006 by jrobes

Heute habe ich - dem Bildungsföderalismus zum Trotz - als Hesse meinen BWL-Lehrauftrag in Berlin erfolgreich beendet. Eine letzte Zugfahrt also und Gelegenheit, diese Ideensammlung zu lesen. Sie bietet für jeden etwas: Wer noch nie von RSS gehört hat, kann sie als leicht verständliche Einführung nutzen; wer RSS in seine Bildungskonzepte einbauen möchte, findet unzählige Vorschläge; und selbst, wer bereits einen Newsreader wie Bloglines nutzt, wird noch auf verrückte Ideen gebracht werden (“Weather by RSS”?).

Der Autor beschreibt RSS als “pulling technology” und stellt sie in den Zusammenhang des Übergangs von Web 1.0 zu Web 2.0: “The Web is evolving to become more like an area for social and idea networking. The web surfer negotiates the connections within a social or idea network, exchanges bits of content, creates something new, and then the cycle begins again. XML content, but RSS and Atom feeds in particular, is increasingly becoming a standard for sharing data between these web applications.”
Quentin D’Souza, TEACHING HACKS.COM, 15 Januar 2006 (pdf, 412 KB)
[Kategorie: e-learning]

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Chancen und Barrieren der Ressource Wissen im Wandel gesellschaftlicher Arbeit

Posted on 17 March 2006 by jrobes

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Gestern war ich zum ersten Mal im Neubau der IG Metall in Frankfurt. Leider nur direkt zum Veranstaltungstermin, so dass ich Architektur und Konzeption des Neubaus nur am Rande wahrnehmen konnte (aber hier findet sich eine kurze Darstellung, von der auch das Foto von Stefan Müller stammt). Die Veranstaltung war der 52. Wissensmanagement-Stammtisch, auf dem Peter Stahn, Vorstandsmitglied der IG Metall, sprach. Er erinnerte u.a. daran, dass auch in der Netzwerkgesellschaft und Wissensökonomie die Unternehmen die für sich günstigsten Verwertungsbedingungen suchen und sich dabei der Vorteile und Möglichkeiten globaler Märkte bedienen. Auch auf individueller Ebene stehen Wissensarbeiter gleichermaßen vor Chancen, z.B. in Form größerer Freiheiten und Selbstbestimmung, und Problemen, z.B. durch die Entgrenzung von Arbeitszeit. Etwas zu kurz kamen aus meiner Sicht die Möglichkeiten und Chancen, die sich durch das Internet und durch Bewegungen wie Open Source und Open Access für den Umgang mit Bildung und der Ressource Wissen bieten. Und auch ein Überblick über die Wissensmanagement-Aktivitäten der IG Metall wurde für einen späteren Zeitpunkt versprochen.
Gesellschaft für Wissensmanagement, 16 März 2006
[Kategorien: Knowledge Management]

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A preliminary study on the current state of e-learning in lifelong learning

Posted on 17 March 2006 by jrobes

Das European Centre for the Development of Vocational Training (Cedefop) hat diese Übersicht herausgegeben, die den aktuellen Stand des Einsatzes von e-Learning in fünf Staaten - Deutschland, Spanien, Slowakei, Finnland und Großbritannien - untersucht. Das Ganze ist als Zwischenbericht gedacht, der Europas Anstrengungen dokumentieren soll, die Ziele der im März 2000 verabschiedeten Lissabon-Strategie zu erreichen. Man findet dementsprechend eine kurze Zusammenfassung aktueller, europäischer und nationaler e-Learning-Policies; der Rest des Reports ist weitgehend deskriptiv. Etwas für Europaliebhaber und Bildungspolitiker. (via medienpaedagogik.at/blog)
Ken Page, Cedefop, 2006 (pdf)
[Kategorien: e-learning, Lebenslanges Lernen]

PS: “E-Learning in Deutschland entwickelt sich positiv”, antwortete die Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion. Das BMBF förderte e-Learning 2005 mit 27 Mill. Euro, und in diesem Jahr sind es sogar mit 31 Mill. Euro. Und wer wissen will, wohin das Geld fließt, der lese folgenden Satz aufmerksam:
“Die zukünftige Förderung neuer Medien im Bildungsbereich werde sich auf das Gebiet der beruflichen Aus- und Weiterbildung konzentrieren. Im Leitprojekt des Bundesministeriums für Wirtschaft “Lernet” gehe es zudem darum, Qualitätsstandards und Hilfsmittel zur schnellen Erstellung digitaler Inhalte zu entwickeln.”
de.internet.com, 17 März 2006

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Connectivism: Museums as Learning Ecologies

Posted on 16 March 2006 by jrobes

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George Siemens hat diese vertonte Präsentation online gestellt. Sehr empfehlenswert - nicht nur, weil er seine Gedanken in einige schöne Grafiken übersetzt hat, sondern weil er hier einen guten Überblick über seine Lerntheorie des “Connectivism” gibt.
George Siemens, elearnspace, 13 März 2006
[Kategorien: Trends in der Weiterbildung]

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Has eLearning Revolutionized Education?

Posted on 15 March 2006 by jrobes

Die Antwort lautet, wenig überraschend: Nein. Wobei man sicher trefflich über die Qualität der Frage streiten kann. Aber die Autorin weist auch auf eine interessante Studie hin, die sich historisch mit der Einführung neuer Technologien in der Bildung beschäftigt hat und in der die Lehrer als entscheidende Bremsen des Wandels identifiziert wurden. Doch mit dieser Feststellung beginnt, so die Studie, ein Kreislauf: Bevor gefragt werden kann, warum das so ist, steht schon die nächste Technologie im Klassenzimmer. Übertragen auf e-Learning könnte das heißen:

“Now that eLearning has been applied to education for more than two decades - and extensively within the last decade - it seems clear that it will not revolutionize education. A significant barrier has been identified as teachers’ refusal to change how they are teaching and/or resistance to use technologies. Will the cycle begin again with a new technology? Yes - it already has with mobile devices (referred to as mLearning) in addition to emerging social software (e.g., WIKI and Blogs).” (via Learning Center der Universität St. Gallen)
Heather Kanuka, Embassy Report, 22 Februar 2006
[Kategorien: e-learning]

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2006 Horizon Report

Posted on 14 March 2006 by jrobes

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New Media Consortium und EDUCAUSE Learning Initiative (ELI) haben ihren jährlichen Horizon Report herausgebracht. Das Ziel dieses Reports ist auch im dritten Anlauf gleich geblieben: “to identify and describe emerging technologies likely to have a large impact on teaching, learning, or creative expression within higher education.” Die sechs Trends, die sie identifiziert haben und im Rahmen dieses Horizon Reports vorstellen, sind nach ihrer voraussichtlichen “time to adoption” aufgeteilt:

- ein Jahr oder weniger: Social Computing und Personal Broadcasting
- zwei bis drei Jahre: The Phones in Their Pockets und Educational Gaming
- vier bis fünf Jahre: Augmented Reality and Enhanced Visualization und Context-Aware Environments

Interessant ist, dass beide Trends, die die Researcher kurz vor einer breiten Akzeptanz und Durchsetzung in der Weiterbildung sehen, im letzten Jahr noch nicht explizit auf dem Radarschirm waren. Jetzt stellen sie fest, dass es fast selbstverständlich geworden ist, online zu kommunizieren und zusammenzuarbeiten (“Social Computing”). Dabei unterstreichen sie vor allem das Potenzial von “folksonomic tools”: “it is anticipated that folksonomic tools will allow researchers to dynamically create coding and classification schema that reflect the collective wisdom of their community.”

Der zweite, kurz vor der Durchsetzung stehende Trend, “Personal Broadcasting”, wird offensichtlich von der Popularität von Podcasts und Vodcasts getragen, eine Entwicklung, die ja auch hierzulande angekommen ist. “Educational Gaming” hat dagegen seinen Platz verteidigt: “the promise of educational gaming continues to fascinate us”. Ja, das ist auch mein Eindruck!

Insgesamt eine unbedingt empfehlenswerte Lektüre! Die Begründungen sind hervorragend auf den Punkt gebracht, die Praxisbeispiele und Lektürehinweise bieten Stoff zur Vertiefung der einzelnen Trends.
The New Media Consortium, 2006
[Kategorien: Trends in der Weiterbildung, Podcasting]

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Lernwiderstände

Posted on 13 March 2006 by jrobes

Auf eine aktuelle Veröffentlichung zum Thema “Lernwiderstände” hatte ich vor einigen Tagen hingewiesen (hier). Jetzt hat Global Learning nachgelegt und ein Interview mit einem der Autoren, Peter Faulstich, geführt. “Es geht uns nicht um Faulheit und auch nicht um Schuldzuweisung an die Lernenden. Wir wechseln vielmehr die Perspektive und fragen nach den berechtigten Gründen von Lernwiderständen”, sagt Peter Faulstich einleitend.
Und Sandra Schaffert hat gleich das ganze Buch gelesen und - allerdings an anderer Stelle (socialnet) - eine Rezension hinterlegt. Ihr Fazit: “Sehr zu empfehlen” (hier).
Michael Rothe, Interview mit Peter Faulstich, Global Learning, 28 Februar 2006
[Kategorien: Weiterbildung allgemein]

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