Archive | February, 2006

Urlaub

Posted on 18 February 2006 by jrobes

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Die nächsten zehn Tage wird es hier ruhig bleiben. Zwei Wochen Teneriffa stehen an. Und die kommen genau richtig, um nach Job, Lehrauftrag und Learntec wieder etwas aufzutanken. Also bis dann!
Jochen Robes

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LEARNTEC III.: Eine kurze Nachbetrachtung

Posted on 17 February 2006 by jrobes

Was hat sich geändert? Vor einem Jahr gab es keine Veranstaltung, die Begriffe wie “Social Software”, “Weblogs” oder “Wikis” auch nur im Untertitel führte. “Informelles Lernen” habe ich gerade zweimal entdeckt! In dieser Hinsicht hat sich etwas getan. Das Motto “Wissen, was kommt” scheint zu etwas Bewegung im Themenkanon geführt zu haben, wenn auch mit dem einen oder anderen Stichwort noch vorsichtig am Rande der Veranstaltung experimentiert wurde.

Andere Dinge haben sich nicht verändert: Das eLearning Journal trotzt tapfer allen Prognosen und wurde wieder fleißig auf den Gängen der Messe verteilt. Sogar mit einem Beiheft, das sich ganz dem Thema “Wissen” widmet. Ansonsten bietet der Kongress nach wie vor Sektionen von A bis Y und damit regelmäßig vier oder fünf Parallelveranstaltungen. Das sind schlicht einige Buchstaben zu viel!

Drei Punkte sind mir während der drei Tage durch den Kopf gegangen: Zum Ersten MARKETING. Wer jüngst erlebt hat, wie Elliott Masie die Learning 2005 angekündigt und beworben hat, fragt sich, warum das hierzulande nicht auch gehen soll. Über Monate zwei oder drei Newsletter wöchentlich mit interessanten Beiträgen, Interviews und Artikeln und alles in verschiedenen Medienformaten. Man ärgert sich kurz über die Penetranz, bleibt aber doch an den guten Inhalten hängen.

Zum Zweiten TRENDS und INNOVATIONEN: Die LEARNTEC ist leider weit davon entfernt, Trends zu setzen. Wenn die Welt, auch die Bildungswelt, sich bereits mehrere Jahre mit Wikis, Weblogs, ePortfolios und den Digital Natives auseinandergesetzt hat, tauchen sie langsam an den Rändern des Kongressprogramms auf. Das mag dem traditionellen Personalentwickler entgegenkommen, aber so, wie diese Profession um ihre Legitimation kämpfen muss, ergeht es an dieser Stelle auch der LEARNTEC.

Zum Dritten TECHNOLOGIE. Dass man auf einer Veranstaltung ist, die einst mit technologischen Innovationen das Publikum angezogen hat, ist heute kaum noch zu spüren. Kein WiFi. Stattdessen Wissenstalks, auf denen Lautsprecheranlagen so positioniert sind, dass man kaum seine Gesprächspartner versteht.

Nach wie vor bin ich sicher, dass es auch anders geht. “It’s a bit ironic to attend a conference on deeper learning and the improvement of teaching and to find oneself sitting in a large auditorium, watching PowerPoint slides, and listening to someone deliver a traditional-style lecture. Even if the presentation is thought-provoking, even if the presenter is charged with enthusiasm, even if the slides are animated, even if the podium is shared with a panel of highly respected thought leaders in learning theory, even if . . . , one is left with the feeling that a grand opportunity has been missed, that gathering together so many creative and talented people could have resulted in an experience with a very different quality — or at least different from that of sitting in a lecture hall.” (Vicki Suter, Bryan Alexander und Pascal Kaplan: Social Software and the Future of Conferences — Right Now)

Aber bevor es nur in eine Richtung geht: Ich habe wie immer die Gespräche und Treffen mit vielen Kollegen, Freunden und Mitstreitern genossen und wüsste hier auch (derzeit) keinen Ersatz für die LEARNTEC! Von daher bin ich sehr gespannt, wie es weitergeht!
LEARNTEC 2006

PS: Was ich allerdings nicht unter “Innovation” verstehe, sind der Strichcode auf meiner Eintrittskarte und die wenig kundenfreundlichen Versuche, meine Wege auf dem Messegelände zu verfolgen! Nur um Missverständnisse zu vermeiden!

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LEARNTEC II.: “What’s in it for me? Weblogs als Personal Knowledge Management Tools”

Posted on 17 February 2006 by jrobes

Ich durfte auf der diesjährigen LEARNTEC am Dienstag gleich dreimal ran: Zuerst habe ich auf dem Workshop “Social Software” präsentiert, moderiert von Thomas Burg aus Wien (“randgaenge”) und Klausjürgen Heinrich aus Krems. Thomas Burg hat ungefähr 20 Teilnehmer gezählt, was auch meiner Wahrnehmung entspricht.

Im Anschluss ging es direkt weiter zu einem Wissenstalk mit dem Titel “Persönliches Wissensmanagement und die Wissenscommunity - über Knowledge Cafés, Weblogs, Moblogs und Wikis hinaus”. Hier habe ich mich zusammen mit Martin Röll (“Das E-Business Weblog”) tapfer den Fragen von “Infonautiker” Joscha Remus gestellt. Und obwohl es etwas versteckt auf dem Messegelände lag und die Akustik eine Zumutung war, waren die Reihen sehr gut gefüllt! Martin Röll (und andere) haben übrigens eine Reihe von Fotos auf der LEARNTEC gemacht!

Zum Abschluss des Nachmittags wurde ich noch in der Sektion B erwartet, die unter dem Titel “Performance Improvement: Schlagwort oder Schlüssel für einen erfolgreichen E-Learning-Einsatz” lief. Dort gab es in einem großen Saal, aber vor kleiner Kulisse (ca. 30 verstreute Teilnehmer) eine Wiederholung meines Weblog-Vortrags.

Alles in allem: Mir hat es gefallen, und wenn ich auch vorher noch etwas unsicher war, welche Erfahrungen die Teilnehmer beim Thema “Weblogs” wohl mitbringen, so habe ich mit dem gewählten Mittelweg wohl richtig gelegen. Wer es genauer wissen will, schaut einfach in das pdf meines Vortrags.
Jochen Robes, LEARNTEC, 14 Februar 2006 (pdf)
[Kategorien: Weblogs, Knowledge Management, Knowledge Worker Productivity]

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LEARNTEC I.: eureleA

Posted on 17 February 2006 by jrobes

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Am Montag Abend war es so weit: Ich musste zwar noch über zwei Stunden ausharren, aber gegen 21:30 Uhr überreichte mir dann Peter A. Henning, Vorsitzender der Jury des European E-Learning Awards 2006 die Preisfigur. Der Weiterbildungsblog ist jetzt offiziell “Best Practice in E-Learning”!.

Wer nachlesen will, warum die Jury diesen Schritt wagte, kann dies hier tun. Ach ja, ich hatte wohl an irgendeiner Stelle fallen gelassen, dass ich täglich ca. 1 1/2 Stunden in den Weiterbildungsblog investiere. Im kommentierten Ablaufplan des Abends wurde dies zu ca. 550 Stunden jährlich hochgerechnet. Das sind über 13 Arbeitswochen. Mehr als 3 Monate Arbeitszeit im Jahr. So kann man es auch sehen. In jedem Fall: DANKE SCHÖN! Auch für’s Daumendrücken und alle Glückwünsche!

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Web 2.0 and Education

Posted on 17 February 2006 by jrobes

Manchmal bin ich dann doch überrascht: z.B., wenn mich jemand, der sich beruflich und privat intensiv mit Fragen des Wissensmanagements beschäftigt, fragt, was denn “Social Software” oder “Web 2.0″ seien. So geschehen am Dienstag auf der LEARNTEC. Inzwischen habe ich dem Kollegen den vorliegenden Link geschickt. Er führt auf eine umfangreiche Materialsammlung zum Thema, die von Beschreibungen des Phänomens, über eine Aufzählung von Tools bis zu ersten Umsetzungsversuchen in der Weiterbildung reicht. Beeindruckend.
Graeme Daniel, wwwtools for education, 14 Februar 2006
[Kategorien: Zukunft des Internet, Social Software, Web 2.0]

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Betriebliche Weiterbildung: Ein Tausender pro Mitarbeiter

Posted on 17 February 2006 by jrobes

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Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln hat mit seiner jüngsten Erhebung einige Zahlen zur Lage der betrieblichen Weiterbildung in Deutschland geliefert, z.B.:
- dass die Unternehmen in Deutschland 2004 rund 26,8 Mrd. Euro für Qualifizierung ausgegeben haben;
- dass sich die Betriebe damit die Weiterbildung im Schnitt 1.072 Euro je Mitarbeiter kosten ließen - 2001 waren es nur 869 Euro;
- dass die häufigste Form der Weiterbildung 2004 das Training on the job war: es fand in acht von 10 Betrieben statt.

Fast noch interessanter sind aber die Interpretationen dieser Zahlen: Während die einen, z.B. die Financial Times Deutschland oder der Deutschlandfunk, von einer Trendwende des unternehmerischen Engagements sprechen (FTD: “Unternehmen investieren mehr in Weiterbildung”; DF: “Deutsche Firmen investieren in ihre Mitarbeiter”), weisen andere, z.B. die Frankfurter Rundschau, darauf hin, dass immer mehr Weiterbildung in der Freizeit stattfindet (“Beschäftigte opfern zunehmend mehr Freizeit”). Und wenn man im Dossier der FTD weiterblättert, findet man den Hinweis, dass “die Teilnehmerquote an Weiterbildungskursen zwischen den Jahren 2000 und 2003 um drei Prozentpunkte auf 26 Prozent der erwerbsfähigen Bevölkerung gesunken” ist (“Deutsche kümmern sich nicht um Weiterbildung”). Dabei wird auf einen Bericht des Bundesbildungsministeriums Bezug genommen. Ein widersprüchliches Bild.
Institut der deutschen Wirtschaft (IW), 13 Februar 2006
[Kategorien: Weiterbildung allgemein]

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LEARNTEC

Posted on 13 February 2006 by jrobes

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So, in wenigen Minuten geht es los - Richtung Karlsruhe bzw. LearnTec. Ob ich in den nächsten Tagen zum Schreiben komme, ist ungewiss. In jedem Fall gibt es Ende der Woche erste Eindrücke. Aber vielleicht sieht man sich ja!?

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e-learning: some still don’t get it

Posted on 11 February 2006 by jrobes

Aus dem Leben, dem wirklichen: “Yesterday I had to give a presentation - a pitch actually - to the director of training of a very large organization for developing an e-learning course. Here’s what happened:

PLAN: this guy, being a director, would be strategic in thinking. He would want to know about the benefits of the course and the design and how to make it all work. Right?

THE PITCH: collaboration and decision-making are key. E-learning needs to be made meaningful, and by that we mean social and interesting. Learners want to see different perspectives from the ground-level not subject-matter level… and so on. Basically trying to paint the e-learning 2.0 picture without using any of the jargon.

OUTCOME: After half an hour, he says, “Can you show me animations with smooth transitions? The last vendor showed some nifty ones.”

It’s situations like these that make me want to pull my hair out. Screw all this e-learning bit; better to sell peanuts on the roadside. At least I’ll retain the dignity of having decent conversations.”
Maish Nichani, elearningpost, 11 Februar 2006
[Kategorien: e-learning]

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Gelernt ist eben nicht gelernt

Posted on 10 February 2006 by jrobes

Ich weiß gar nicht, warum dieser Artikel einige Tage bei mir liegen geblieben ist. Dabei handelt es sich um eine hübsche Tour d’horizon: von der “Bildungspolitik” der Bundesagentur für Arbeit, über das Verfallsdatum von Qualifikationen, das deutsche Arbeitsrecht, das deutsche System der Bildungsfinanzierung bis zur betrieblichen Weiterbildung. Angereichert um die Biographien einiger aktiver Lerner. Denn alles Jammern hilft nicht, wir sind längst im “Zeitalter des chronisch unfertigen Menschen” (Altersforscher Paul Baltes) angekommen.
Elisabeth Niejahr, Die ZEIT, 26 Januar 2006
[Kategorien: Lebenslanges Lernen]

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Thinking for a Living

Posted on 09 February 2006 by jrobes

Thomas H. Davenport hat ein Buch über den Knowledge Worker geschrieben: “Thinking for a Living. How to Get Better Performances And Results from Knowledge Workers”. Es ist eine überraschend systematische Auseinandersetzung mit dem Thema, was aber bei jemandem, der jahrelang als Berater in Fragen der Geschäftsprozessoptimierung unterwegs war, vielleicht nicht überraschen sollte. Ich habe das Buch mit großem Gewinn gelesen, auch wenn es nur ein Anfang sein kann, was die Auseinandersetzung mit dem Wissensarbeiter betrifft.

Was die Lektüre sehr angenehm macht: Der Autor versucht nicht das Unmögliche, nämlich exakt zu erklären oder abzugrenzen, wer Knowledge Worker ist (und wer nicht), sondern kommt schnell zur Sache. Und die “Sache” ist die Frage, wie Organisationen die Performance ihrer wichtigsten Mitarbeiter verbessern können. Dabei diskutiert Davenport verschiedene Ebenen der Intervention:
- die Prozessebene von Wissensarbeit,
- die unternehmensweite technologische Infrastruktur,
- die individuellen (technologischen) Kompetenzen der Knowledge Worker,
- die Netzwerke, in denen sie sich bewegen,
- ihre physische Arbeitsumgebung sowie
- das unmittelbare Management von Knowledge Workern.

Wie gesagt, Davenport blickt aus der Perspektive der Organisation auf den Wissensarbeiter und seine Performance. Mir ist beim Lesen noch einmal klar geworden, dass die ganze Sache aus der individuellen Perspektive des Knowledge Workers heute noch einmal anders aussieht. Denn organisationale und individuelle Perspektive sind nicht mehr deckungsgleich. Das war vielleicht anders, als Unternehmen und ihre Wissensarbeiter in einem prinzipiell unbefristeten Vertragsverhältnis standen, als von Employability, Patchwork-Biographien und Ich-AG’s noch keine Rede war. Heute ist die Performance des Knowledge Workers nicht allein Sache der Organisation (oder Organisationen), für die er gerade arbeitet. Denn diese Partnerschaft ist “endlich”, was von allen Seiten immer mehr als Regel beschworen wird. Also stellen sich aus meiner Sicht für den Knowledge Worker zwei Fragen:

1) Wie kann er selbst seine Performance (und Kompetenzen!) auf den zentralen Feldern der Selbstorganisation, des Lebenslanges Lernens und des Networkings verbessern? Denn seine Interessen und Ziele gehen ja zwangsläufig über die der Organisationen, mit denen er zusammenarbeitet, hinaus.

2) Wie kann er die Schnittstelle zwischen seinen Interessen und denen der Organisation managen? Eine Frage, die sich selbstverständlich für die Organisationen genau so stellt!
Denn im Prinzip, und das wurde ja von Peter F. Drucker schon beschrieben, ist der Knowledge Worker häufig Angestellter und Selbstständiger in einer Person.

Für mich ist gerade diese individuelle Perspektive der Punkt, wo Weblogs (und viele andere Instrumente) greifen, wo sie den individuellen Knowledge Worker bei seinen Aufgaben und Anstrengungen unterstützen können.

Soweit zu Thomas H Davenport. Meine persönliche Lesart sollte jedoch niemanden vom Original abhalten. Es lohnt sich! Und alle Anmerkungen, die mich bis zur LEARNTEC erreichen, nehme ich gerne noch in meinen Vortrag auf!
Thomas H. Davenport, Thinking for a Living, September 2005
PS: Eine Kostprobe aus dem Buch findet sich hier. Und hier geht’s zur Homepage des Autors.

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The Most Popular Educational Technology Diagram, Ever

Posted on 09 February 2006 by jrobes

Wer ist kein Fan einer guten Grafik oder einer gelungenen Visualisierung? Die Autorin verlinkt auf einige grafische “Bildungs”-Highlights, so dass sich jeder seinen Favoriten selbst suchen kann. Ach ja, und nicht vergessen: “These ‘informal’ diagrams are generally entirely personal and non-replicable. They express an understanding or a ‘translation’ of information, not a ‘reality’.” Anbei mein Favorit:

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Catherine Howell, EDUCAUSE Blogs, 8 Februar 2006
[Kategorien: Weiterbildung allgemein]

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Push and Pull

Posted on 08 February 2006 by jrobes

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Noch ein schnelles Fundstück, bevor der Tag um ist: John Hagel hat auf dem eLearning Forum darüber gesprochen, wie ein neues Paradigma sich durchzusetzen beginnt: von push zu pull (ausführlich hier nachzulesen). Jay Cross hat diesen Gedanken auf Corporate Learning übertragen.
Jay Cross, Informal Learning, 22 Januar 2006
[Kategorien: Trends in der Weiterbildung, Informelles Lernen, New Thinking]

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Erkundungen von Weblog-Nutzungen. Anmerkungen zum Stand der Forschung

Posted on 07 February 2006 by jrobes

Noch werden Weblogs von der Forschung - soweit man denn überhaupt bereits von einer “Weblog-Forschung” sprechen kann - vor allem als neue journalistische Ausdrucksformen betrachtet. Damit wird man aber der Mehrzahl der Weblogs nicht gerecht. Denn die Millionen Online-Journale bzw. -Tagebücher sind zwar öffentlich, werden aber als “Medium der interpersonalen Kommunikation geführt […], mit dessen Hilfe Menschen Beziehungen zu Freunden und Verwandten pflegen oder mit Personen kommunizieren, die ähnliche Interessen teilen”.

Das ist die Quintessenz dieses Artikels, der den aktuellen Forschungsstand zusammenfasst, um anschließend aus kultur- und sozialwissenschaftlicher Perspektive eine Reihe von interessanten und offenen Fragen zu stellen, die der näheren Betrachtung lohnen. Vor allem: Was bedeutet es mit Blick auf die unzähligen öffentlich geführten Tagebücher, “wenn interpersonale Kommunikation zwischen den Subjekten quasi öffentlich, da potenziell für jeden offen zugänglich, stattfindet”? Vielleicht sind diese Verschiebungen an der Grenze zwischen privat und öffentlich das Spannendste an dieser Bewegung, vielleicht sogar ein neuer “Strukturwandel der Öffentlichkeit” (Habermas) …
Jan Schmidt, Klaus Schönberger, Christian Stegbauer, in: Dies. (Hrsg.): Erkundungen des Bloggens. Sozialwissenschaftliche Ansätze und Perspektiven der Weblogforschung. Sonderausgabe von kommunikation@gesellschaft 2005
[Kategorien: Weblogs]

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Blended learning is the thing

Posted on 06 February 2006 by jrobes

In diesen Tagen ist mein Postkorb voll von Nachrichten und Pressemitteilungen rund um die LearnTec. Da ist es vielleicht am besten, einfach mal einige Tage stillzuhalten. Oder etwas Unzeitgemäßes aufzugreifen wie “Blended Learning”. Ich weiss gar nicht, ob der Begriff noch auf der LearnTec-Agenda steht; in der Praxis ist er nach wie vor hilfreich, um Brücken zu schlagen zwischen den unzähligen Möglichkeiten, Lernprozesse zu unterstützen. Hier setzt auch der Artikel an, bevor er einen Bogen schlägt von “Blended Learning” zur Frage “What Makes Good Learning”. Einige Perspektiven, z.B. die zeitliche Anordnung verschiedener Lernangebote, fehlen, aber der Artikel verspricht eine Fortsetzung: “Getting the right blend is not enough, you also have to design and implement it well.”
Clive Shepherd, The Training Foundation, 27 Januar 2006
[Kategorien: Blended Learning]

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The Strength of Internet Ties

Posted on 03 February 2006 by jrobes

Das Pew Internet & American Life Project ist eines der renommiertesten Institute, das regelmäßig Erhebungen zur Nutzung des Internets in den USA durchführt, um Informationen über seinen Einfluss auf soziale Netzwerke sowie das politische und gesellschaftliche Leben zu gewinnen. Der vorliegende Report liefert Zahlen, die belegen, dass sich unser Alltag längst nicht mehr in “online” und “offline” teilen lässt und dass die Zeit, die wir online verbringen keineswegs zu Lasten unserer persönlichen, familiären und nachbarschaftlichen Kontakte geht. Im Gegenteil: “The internet supports social networks.”

Auch wenn die Nutzung von Email im Vordergrund der Studie steht und aktuelle Social Software-Anwendungen noch keine Berücksichtigung finden, sind die Ergebnisse doch interessant. Zwei Punkte möchte ich beispielhaft herausgreifen:

“Internet users have somewhat larger social networks than non-users. The median size of an American’s network of core and significant ties is 35. For internet users, the median network size is 37; for non-users it is 30.”
Wobei wir “core ties” zu unseren engsten Kontakten besitzen und “significant ties” zu Menschen, mit denen wir “somewhat closely connected” sind.

Und auf die Frage, ob sie in den letzten beiden Jahren vor einer wichtigen Entscheidung standen und ob ihnen das Internet dabei geholfen hat, führten die Befragten an erster Stelle an: “Getting additional training for your career: About 21 million said the internet had played a crucial or important role in this.” (via Bamblog)
John Horrigan, Jeffrey Boase, Lee Rainie und Barry Wellman, Pew/ Internet, 25 Januar 2006 (pdf)
[Kategorien: Social Networks, Zukunft des Internet]

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Lernen und Widerstände

Posted on 02 February 2006 by jrobes

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Ein wichtiger und lesenswerter Beitrag! Es geht um das “lebenslange Lernen”, ja, das Lernen überhaupt und die Frage, warum viele Menschen trotz täglicher Appelle und reichhaltiger Angebote nicht mitspielen. “Lernwiderstände” lautet die Diagnose. Doch wie entstehen sie? Und wie geht man damit um? Peter Faulstich empfiehlt an dieser Stelle, sich zuerst über den Begriff des Lernens selbst Klarheit zu verschaffen. In seiner Analyse wirft er dem lerntheoretischen Mainstream “verdeckten Instruktionismus” vor und plädiert dafür, den “Subjektstandpunkt” einzunehmen. Hier beruft er sich auf Klaus Holzkamp, wenn er über diesen Standpunkt sagt: “Er redet über Lernen nicht als durch äußere Reize verursacht, also bedingt, sondern er fragt, warum Menschen lernen, also wie dies begründet ist.”

Warum dies aus meiner Sicht wichtig ist, wird deutlich, wenn wir den nächsten Absatz vor dem Hintergrund all jener Artikel lesen, die uns erfolgreiche Lernprozesse versprechen, wenn wir nur bestimmte Regeln beachten:

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The network delivers the goods

Posted on 01 February 2006 by jrobes

Es ist erst einige Tage her, dass Brian Lamb auf seiner Webseite bekannte: “I’ll admit, I’m nervous.” Brian, beschäftigt am Office of Learning Technology an der Universität von British Columbia, hatte noch genau eine Woche, um sich auf eine wichtige Präsentation an der Vancouver Public Library vorzubereiten. Also schickte er einen Hilferuf los, indem er seine Leser um Unterstützung bat: “Please respond: blogs and wikis - why, how and who?” Und siehe da: Es funktionierte! Der erste Verweis auf seinen Hilferuf kam bereits nach einigen Minuten aus Deutschland, etliche Leser kommentierten seinen Eintrag ausführlich und stellten Unterlagen auf eigenen Seiten zur Verfügung; andere schrieben ihre Anregungen direkt in das Wiki, das Brian zur Vorbereitung seiner Präsentation eingerichtet hatte.

Eine wunderbare Geschichte! Inzwischen weiß man auch , dass die Präsentation gut gelaufen ist, denn es gibt den abschließenden Dank von Brian Lamb (hier) und einige Fotos der Veranstaltung auf Flickr (hier).
Brian Lamb, Abject Learning, 25 Januar 2006
[Kategorien: Social Networks]

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Epiphanie des Bildungs-Glücks

Posted on 01 February 2006 by jrobes

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Wer den Titel ohne Verletzungen überstanden hat, dem sei gesagt, dass hier Roger Willemsen im Interview “über durstige Lerner und traurige Weise” philosophieren darf. Beide Gesprächspartner sind sich einig, dass Bildung mehr ist als der Erwerb eines Abschlusses. Und dann fragt der Interviewer, ob Roger Willemsen auch im “organisierten pädagogischen Kontext” Glücksmomente erfahren hat. Aber dieser riecht den Braten!
Roger Willemsen im Gespräch mit Peter Brandt, DIE Zeitschrift für Erwachsenenbildung, 2006/1
[Kategorien: Weiterbildung allgemein]

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management,
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