Archive | January, 2006

Das Publikum als Medium

Posted on 31 January 2006 by jrobes

Angefangen beim Titel herrscht ein rechtes Durcheinander in diesem kurzen Artikel. Er zitiert Brecht’s Radiotheorie, fragt, ob diese Utopie (den Rundfunk “aus einem Distributionsapparat in einen Kommunikationsapparat zu verwandeln”) jetzt mit dem Internet realisierbar scheint, zweifelt die Nachhaltigkeit der bloggenden Öffentlichkeit an (“Blogger sind vor allem Einzeltäter.”) und setzt deswegen lieber auf Mischformen, in denen klassische Medien das Publikum stärker in ihren Produktionsprozess einbeziehen.

Zwei Dinge sind festzuhalten: Es wäre doch Stoff für eine schöne Diplomarbeit, mal eine Linie von Brecht über Enzensberger (“Medienbaukasten”), Negt/ Kluge (“Öffentlichkeit und Erfahrung”), den Ideen alternativer Öffentlichkeit der 80er bis zum Internet zu ziehen; und zu fragen, wie Internet 2.0 und Konzepte von Gegenöffentlichkeit zueinander stehen (okay, es würde ein Liebhaberstück werden, ich weiß, ich weiß).

Der andere Punkt ist die wöchentliche Rubrik “Medien/ Informatik” der Neuen Zürcher Zeitung. Sie lohnt die regelmäßige Lektüre und enthält in der Regel informationsreichere Beiträge als den Vorliegenden. Aber manchmal nimmt man halt jeden Aufhänger!
Neue Zürcher Zeitung, 27 Januar 2006
[Kategorien: Zukunft des Internet]

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Is E-Learning 2.0 For Real?

Posted on 30 January 2006 by jrobes

Nach einigen doch sehr pragmatischen Artikeln, die ich zum Thema Weblogs, Wikis und Podcasts gelesen habe, tut es gut, wieder an Grundsätzliches erinnert zu werden. Dieser Eintrag ist lang, philosophisch, unsystematisch, kurz: lesenswert! Ich könnte viele Sätze zitieren, will mich aber auf einen beschränken, der genau ausdrückt, warum ich vielen aktuellen Diskussionen um “Corporate Blogging” nur sehr verhalten folge:

“Or to put it more bluntly: if you see e-learning 2.0 as just another means of implementing mandated learning in the workplace, then you are not really seeing e-learning 2.0 at all, and you are simply trying to recast it in old familiar terms. And in this light, e-learning 2.0 will seem like nothing of particular interest at all. As, indeed, it wouldn’t be.”
Stephen Downes, Stephen’s Web, 27 Januar 2006
[Kategorien: e-learning, e-learning 2.0]

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Die Zukunft gehört den Kreativen

Posted on 30 January 2006 by jrobes

Momentan recherchiere ich für meine LEARNTEC-Präsentation gerade den Knowledge Workern hinterher. Dabei bin ich wieder einmal auf die Kreativen gestoßen, diese letzte Ausprägung der Wissensarbeiter, die signalisieren soll, dass im Zeitalter des globalen Wirtschaftens Knowledge allein kein Unterscheidungsmerkmal mehr ist. In diesem Artikel, der vor allem auf das Zukunftsinstitut um Matthias Horx verweist, gibt es einige Fakten, die darlegen (belegen wäre wohl zuviel gesagt), dass Deutschland auf dem Weg zur “Hochbildungsgesellschaft” nicht gut dasteht. Weiter heißt es, dass in den hochentwickelten Industrienationen bereits 25 bis 30% aller Werktätigen dem Kreativsektor angehören. Und wer wissen will, ob er selbst dazu gehört, kann sich einem kurzen “Kreativ-Klasse-Test” stellen. Viel Erfolg!
Nadja Rosmann, Value, 12/2005 (pdf)
[Kategorien: Knowledge Worker Productivity]

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Eintagsfliege oder Tool mit Zukunft? Weblogs in der Weiterbildung

Posted on 27 January 2006 by jrobes

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“Wichtig ist auch, dass niemand gezwungen wird, sein Online-Journal zu veröffentlichen.” Dieser Hinweis ist zu lesen in einem Artikel der aktuellen managerSeminare. Und ich möchte gerne hinzufügen: Niemand sollte gezwungen werden, überhaupt ein Online-Journal zu führen! Aber da sind wir schon mittendrin im Dilemma: Was passiert eigentlich mit Medien wie Weblogs oder Wikis, wenn sie auf die Strukturen eines Unternehmens oder einer Weiterbildungsorganisation treffen? Kann ich dann noch von Weblogs sprechen, denen selbstbestimmte Autoren Authentizität und Individualität verleihen? Oder sollte man nicht besser von den Möglichkeiten sprechen, die Weblog Publishing Systeme im Rahmen der jeweiligen organisationalen Strukturen bieten?

Als Blogger tue ich mich immer schwer, auf Beiträge der “old media” zu verweisen. Ganz einfach, weil Sie als Leser nicht unmittelbar auf das zugreifen können, worüber ich berichte. Heute möchte ich eine Ausnahme machen und zwei Artikel zur Lektüre empfehlen: Aus dem einen (“Eintagsfliege oder Tool mit Zukunft?”) habe ich bereits zitiert, der andere heißt “Besser lernen mit Blogs, Wikis und Podcasts” und ist in der aktuellen wirtschaft + weiterbildung erschienen.

Beide Artikel bieten einen guten Überblick über die geschilderten Tools. Der eine bringt zudem im Editorial die “Zukunft des Lernens” mit der “Entmachtung” der Personalentwickler zusammen (Martin Pichler). Beide Artikel diskutieren darüber hinaus einige Anwendungsmöglichkeiten in Unternehmen, in Organisationen und in Weiterbildungsszenarien. Aber beide Artikel unternehmen in meinen Augen eine Gratwanderung: weil sie - wie in den “besten” Tagen des Wissensmanagements - Hoffnungen wecken, die schnell enttäuscht werden können. In jedem Fall eine gute LEARNTEC-Vorbereitung!
Stefanie Bergel, managerSeminare, Februar 2006
Birgit Gamböck und Martin Pichler, wirtschaft + weiterbildung, 2/ 2006
[Kategorien: e-learning, Weblogs, Trends in der Weiterbildung]

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Mobile/ Cell Phones in Education

Posted on 27 January 2006 by jrobes

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wwwtools for education sind eine Quelle, die mich (und jeden, der sie abonniert hat) mehrmals im Monat mit interessanten Links versorgt: entweder über aktuelle Ressourcen zum großen Thema “Web-based teaching and learning”, oder die Researcher haben ein Schwerpunktthema gewählt, so wie im vorliegenden Fall. Dutzende von Links zu den Stichworten “The Possibilities”, “Thoughts on Pedagogy”, “The Hardware”, “Examples of Features, Applications, and Services”, “Consumer Preferences”, “Mobile Phones in Educational Practice”, “Classroom Applications”, “Projects”, “Reading and Research”, “News” und “The Future”. Eine Fundgrube. Wunderbar!!
wwwtools for education, 16 Januar 2006
[Kategorien: Trends in der Weiterbildung, e-learning]

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The Global Id

Posted on 26 January 2006 by jrobes

Dieser Artikel macht es für mich weniger drängend, eines der aktuellen Bücher über Google (z.B. David Vise: “The Google Story” oder John Battelle: “The Search”) zu lesen. Er ist sehr unterhaltsam geschrieben, blättert kurz in der Geschichte von Google (“its rootedness in grad student nerd culture”), fasst zusammen, was Google stark macht, um sich dann der entscheidenden Frage zu stellen: “So: is Google a good thing? … On the one hand, Google is cool. On the other hand, Google has the potential to destroy the publishing industry, the newspaper business, high street retailing and our privacy. Not that it will necessarily do any of these things, but for the first time, considered soberly, these things are technologically possible.”
John Lanchester, London Review of Books, 26 Januar 2006
[Kategorien: Zukunft des Internet]

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E-Learning in kleinen und mittleren Unternehmen

Posted on 25 January 2006 by jrobes

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Diese Studie des Instituts für Arbeit und Technik (IAT) beschreibt, warum KMU’s und e-Learning nur schwer zusammenfinden. Grundlage der Beschreibung sind die Ergebnisse des von der EU-Kommission geförderten Projekts ARIEL (Analysing and Reporting on the Implementation of Electronic Learning in Europe). Aber erst die abgebildeten Szenarien für e-Learning im Jahr 2010 haben es geschafft, meine Aufmerksamkeit zu wecken. Das regt zumindest die Phantasie an, oder?
Doris Beer, Ileana Hamburg und Hansjürgen Paul, IAT-Report 2006-01 (pdf)
[Kategorien: e-learning]

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E-learning: progress and prospects

Posted on 25 January 2006 by jrobes

Eine kurze, einführende Übersicht zum Thema, fast lexikalisch, wie alle “factsheets” vom Chartered Institute of Personnel and Development (CIPD). Interessant ist die Unterscheidung von drei e-Learning-Formaten: Web-based Training, supported online learning und informal e-learning.
Chartered Institute of Personnel and Development, Januar 2006

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Was können wir aus der Gehirnforschung für das Wissensmanagement lernen?

Posted on 24 January 2006 by jrobes

Das war der Titel des 50. Wissensmanagement-Stammtischs, der am Donnerstag in Frankfurt stattfand. Und ich will an dieser Stelle Werbung für zwei Dinge machen: Erstens, wer die Gelegenheit hat, in seiner Nähe an einem dieser Stammtische teilzunehmen, sollte es tun! Mittlerweile gibt es sie in zwölf Städten. Das Prinzip ist an allen Standorten ungefähr das Gleiche: Man trifft sich einmal im Monat nach Büroschluss, um ein Thema zu vertiefen; zuerst etwas formeller in Form eines Inputreferats, dann etwas informeller, je nach Lust und Laune der Teilnehmer (so ist es jedenfalls in Frankfurt; mehr über die Stammtische hier). Einfach mal auf die Seiten der Gesellschaft für Wissensmanagement (GfWM) gehen und schauen, ob es einen Stammtisch in der Nähe gibt und Kontakt mit dem Veranstalter aufnehmen.

Und der zweite Werbeblock betrifft Hans-Peter Schnurr von ontoprise, der uns mit aktuellen Erkenntnissen der Gehirnforschung vertraut machte. Sehr interessant und unterhaltsam! Etwas offen blieb für mich allerdings die Frage, wie sich dieses Wissen auf die sozialen Aspekte des Wissensmanagements, auf Unternehmen und Organisationen, übertragen lässt. Wie dem auch sei, einige Links wurden jedenfalls gleich mitgeliefert: Hier gibt es Innenansichten unseres Gehirns, hier heißt es, “Nicht der Mensch mordet, sondern sein Gehirn”, hier geht es zum Manifest führender Hirnforscher aus dem Jahr 2004, und hier gibt es kurze Doku-Videos zur Gehirnforschung vom BR.
Gesellschaft für Wissensmanagement, 19 Januar 2006
[Kategorien: Knowledge Management]

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The new organisation

Posted on 23 January 2006 by jrobes

Eine lesenswerte Ausgabe des Economist, der einige Artikel der Frage nach dem Unternehmen von morgen widmet. “The way people work has changed dramatically, but the way their companies are organised lags far behind.” Dabei beruft sich der Economist auf eine Reihe von prominenten Kronzeugen: z.B. Peter F. Drucker (“Will the corporation survive?”), Lowell L. Bryan und Claudia Joyce von McKinsey (“The 21st-century organization”) und Tom Davenport (“Thinking for a Living”). Zwei Fragen stehen im Mittelpunkt:
1) Mit welcher Organisationsform können Unternehmen den zukünftigen Herausforderungen am besten begegnen?
2) Und: Welche Rolle spielen Knowledge Worker bei der Suche nach der optimalen Organisationsform?

1) Auf die Frage nach der zukünftigen Organisationsform präsentieren die Autoren keine fertigen Antworten - das wäre auch zu schön! Stattdessen führen sie eine Reihe von Indizien und Referenzen an, um aufzuzeigen, dass sich in den letzten Jahrzehnten erstaunlich wenig verändert hat. Weder divisionale Strukturen noch die Matrixorganisation haben sich bewährt, im Gegenteil:
“A surprising number of companies today still have much the same command-and-control structure that they had 50 years ago. According to the Boston Consulting Group, what it calls “the imperialist corporate centre” is still the most common type of headquarters. And companies that do decentralise decision-making and accountability often recentralise it again when they run into trouble.”

2) Wenn es um den Knowledge Worker geht, ist zwar die Botschaft klar: “Knowledge workers need a new kind of organisation”. Aber nachdem einige Stichworte zur Frage der Produktivität von Knowledge Workern fallen, zu Dingen, die - neben Geld - ihr Engagement bestimmen und auch verschiedene Knowledge Management-Ansätze kurz bemüht werden, bleibt der abschließende Rat sehr vage:
“So what is required to build and maintain the kind of “new organisation” in which knowledge workers will thrive? The three words that most commonly crop up in answers to this question are leadership, talent and culture.”

Leadership, Talent und Culture. Das ist sicher noch kein Schlusswort (siehe auch Edgar Wang).
The Economist, 19 Januar 2006

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Liebe Journalisten

Posted on 20 January 2006 by jrobes

Ich helfe gerne. Wenn Sie eine Frage zu einem Bildungsthema haben, zu e-Learning oder Knowledge Management, wenn Sie irgendeinem Trend auf der Spur sind, schreiben Sie mir! Ich bin, auch unter Stress, auskunftsfreudig, und wenn Sie mich dann noch mit dem Abdruck meines Namens locken, ist mir das oft Lohn genug.

Nur eine Bitte: Fordern Sie mich heraus!! Noch besser: Schmeicheln Sie mir! Machen Sie mir klar, dass ich Ihre letzte Chance bin (und nicht Ihr erster zufälliger Treffer)! Für alles andere gibt es Google! Und noch ein Hinweis: Ich bin kein Kontaktbüro! Vor allem, wenn wir uns noch nicht kennengelernt haben! Die Tatsache, dass Sie meine Email-Adresse problemlos im Internet finden können, macht aus uns noch nicht Mitglieder derselben Community! Danke!

Beste Grüße
Jochen Robes

“Sehr geehrter Herr Dr. Robes,
für die Zeitung … recherchiere ich das Thema E-Learning (Abgabe nächster Dienstag).
Können Sie mir die Info geben, wie sich E-Learning in den letzten 5 Jahren entwickelt hat? Oder haben Sie eine Idee, wer da Zahlen haben könnte?
Außerdem suche ich zwei Unternehmen, die E-Learning einsetzen (z. B. in der Ausbildung oder in der Weiterbildung): Können Sie mir da u. U. einen Kontakt vermitteln?
Besten Dank im voraus unbekannterweise für Ihre Unterstützung.”

(Email einer Wirtschaftsjournalistin vom 20. Januar 2006 mit dem Vermerk “dringend”)

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Ten trends to watch in 2006

Posted on 19 January 2006 by jrobes

Bei den Autoren von McKinsey geht es um nichts weniger als Trends, “that will change the business landscape”. Es geht um “global economy”. Und trotzdem finden wir an letzter Stelle einen Punkt, der auch uns in den Niederungen der Bildung anspricht:

10. Ubiquitous access to information is changing the economics of knowledge
New models of knowledge production, access, distribution, and ownership are emerging. We are seeing the rise of open-source approaches to knowledge development as communities, not individuals, become responsible for innovations. Knowledge production itself is growing: worldwide patent applications, for example, rose from 1990 to 2004 at a rate of 20 percent annually. Companies will need to learn how to leverage this new knowledge universe - or risk drowning in a flood of too much information.”

Ian Davis und Elizabeth Stephenson, The KcKinsey Quarterly, Januar 2006 (Registrierung erforderlich)
[Kategorien: Knowledge Management]

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Predictions for 2006. E-learning experts map the road ahead

Posted on 19 January 2006 by jrobes

Eine lange Liste von kurzen Einschätzungen, die unmöglich auf einen Punkt zu bringen sind. Und fast ein “who-is-who” in e-Learning. Bei einigen Statements habe ich genickt (z.B. “over the coming year, m-learning begins to grow in earnest”, Ray Schroeder), bei anderen habe ich meine Zweifel (“2006 will be the year of video”, Stephen Downes). Aber es ist für jeden etwas dabei.
Lisa Neal, eLearn Magazin, 19 Januar 2006
[Kategorien: e-learning, Trends in der Weiterbildung]

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The State of the E-Learning Market

Posted on 19 January 2006 by jrobes

Der Titel führt etwas in die Irre, denn in diesem Artikel dreht es sich vor allem um Learning Management Systeme. Zwei Absätze fand ich besonders interessant, weil sie einen kritischen Blick auf die Zukunft dieses Marktes werfen:

Zum einen: “One of the most alarming trends - from the vendor’s point of view, not the consumer’s - is that e-learning products are starting to look more and more alike, particularly in the off-the-shelf (OTS) content and platform areas of the business.”

Zum anderen: “Whatever direction the industry takes, not everything will be decided by what customers need and what vendors can come up with to offer. Baird’s Urdan predicts that we will see continued consolidation among the remaining players on both the platform and content sides of the business. But that consolidation will be driven by investors, not the industry. “These companies are generating enough cash to remain [afloat], but they aren’t generating the kinds of profit margins that will keep investors happy over the long haul,” he says. “At some point, investors are going to lose patience with them.”
Sarah Boehle , Training Mag, Januar 2006
[Kategorien: Learning Management Systems]

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Elliot Masie’s Learning 2005

Posted on 18 January 2006 by jrobes

Auch wenn die Veranstaltung schon ein paar Tage her ist (November): Es ist ein Vergnügen, dieses Protokoll zu lesen! Elliott Masie als Gastgeber kommt nicht ohne Schrammen davon (“Elliot succeeds, despite himself”), so dass die Referenzen vor allem an Sprecher wie Malcolm Gladwell, Stephen Johnson und Jay Cross gehen. Donald Clark berichtet darüber hinaus über die Themen, die derzeit laufen (z.B. Wikis, Blogs, Podcasting, Games/ Simulationen und informelles Lernen) und die, die es nicht mehr tun (hier vor allem: Learning Management Systeme!!). Überhaupt: Informelles Lernen! Donald Clark nennt es die “Big Idea” der Konferenz und diskutiert eine Reihe von Fragen, die ihn und andere Besucher bewegten, z.B.:

“We then got into a debate about whether the informal side is a ‘learning’ or ‘training’ issue at all. HR folks tend to want to supply things and control content. Informal techniques work because they are not controlled or supplied. The audience split into trainers who saw themselves as controlling ‘informal’ learning and those who had a more liberal view of this brave-new-world.”

Ich bin sicher, dass uns dieser Punkt weiter beschäftigen wird - spätestens auf der LEARNTEC im Februar. Apropos: Elliott Masie hatte für die Konferenz eine “one-slide-only”-Regel für Präsentationen ausgegeben. Das wäre eine Herausforderung!
Donald Clark, Epic Show Report, Dezember 2005
[Kategorien: e-learning]

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Recherchieren im Internet

Posted on 18 January 2006 by jrobes

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Schnee, Regen und Eis sorgen dafür, dass ich derzeit die öffentlichen Verkehrsmittel zwischen Frankfurt und Wiesbaden benutze. Das hat den Nachteil, dass ich über 90 Minuten für eine Strecke benötige. Der Vorteil: Ich habe Zeit zum Lesen! Die vorliegende Broschüre war gestern abend dran: Sie ist von der Swisscom und richtet sich eigentlich an Schüler, geht also am Zielpublikum eines Weblogs völlig vorbei! Andererseits denke ich, das Ganze ist gut aufgemacht und der eine oder andere mag hier sicher etwas Nützliches finden oder jemanden kennen … Es ist wirklich ein Einstieg! (via BildungsBlog)
Swisscom, SchoolNetGuides Nr.8, Sommer 2005 (pdf)
[Kategorien: Zukunft des Internet, Media Literacy]

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Future of the Profession

Posted on 17 January 2006 by jrobes

Vor allem assoziative, weniger systematische Aussichten liefert dieser Artikel. Das Ganze erinnert mich etwas an TAFKAP oder “The artist formerly known as Prince”. Hier ist es “the artist formerly known as training professional”, vor über zwei Jahren vom ASTD jedoch zum “workplace learning and performance professional” umgetauft, über dessen Zukunft verhandelt wird. Die Stichworte, die zählen, sind “speed”, “performance improvement”, “learning-while doing” bzw. “embedded workflow learning” und “m-learning”. Und, fast hätte ich es vergessen: “aligning learning with the business”.
Rex Davenport, T+D Magazine, Januar 2006 (pdf)

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Changing a Cultural Icon: The Academic Library as a Virtual Destination

Posted on 16 January 2006 by jrobes

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Vor einigen Tagen bin ich auf einen Text gestoßen, der sich, wie so viele in diesen Tagen, mit der Zukunft der Hochschulen beschäftigt. In diesem Text, “Envisioning a Transformed University”, geht es auch um die Rolle der Informationstechnologien in diesem Wandlungsprozess, und sicher nicht zufällig setzen die Autoren (u.a. Robert Zemsky) gerade bei den Bibliotheken ihre Fragezeichen:

“What is the university library in the digital age? Is it built around stacks or Starbucks? Is it a repository of knowledge or a “student union” for learning? In fact, perhaps this discussion is not really about libraries at all, but rather the types of physical spaces universities require for learning communities. Just as today every library has a Starbucks, perhaps with massive digitization and distribution of library holdings, soon every Starbucks will have a library—indeed, access to the holdings of the world’s libraries through wireless connectivity. …

If the core competency of the university is the capacity to build collaborative spaces, both real and intellectual, then the changing nature of the library may be a touchstone for the changing nature of the university itself.”

Was dort nur einen Absatz einnimmt, wird im vorliegenden Text von der Autorin, Chief Information Officer und Dean of University Libraries an der University of Southern California in Los Angeles, systematisch angegangen. Ihr Ausgangspunkt ist der Auftrag akademischer Bibliotheken, der jahrhundertelang ihr Dasein garantierte: “to provide access to trustworthy, authoritative knowledge.” Doch das Web und die Bedürfnisse seiner Nutzer nach “on demand”-Antworten, vor allem aber die Projekte von Google und Yahoo, ganze Bibliotheksbestände online zugänglich zu machen, zeigen deutlich, dass dieser Auftrag als Daseinslegitimation nicht mehr ausreicht.

Eine neue Mission ist gefragt. Als mögliche Bausteine dieser neuen Mission stellt die Autorin verschiedene Services vor, mit denen sich Bibliotheken heute bereits dem digitalen Zeitalter stellen:
- Providing Quality Learning Spaces
- Creating Metadata
- Offering Virtual Reference Services
- Teaching Information Literacy
- Choosing Resources and Managing Resource Licenses
- Collecting and Digitizing Archival Materials
- Maintaining Digital Repositories

Aber die Autorin ist auch realistisch genug zu sehen, dass hier allein noch nicht die Antwort liegt: “For the most part, these services are derivative and diffuse. They grew out of the original mission of the academic library. As a group, they do not constitute a fundamental purpose for the future library, and they lack the ringing clarity of the well-known historic mission in which they are rooted. However, considered individually and investigated more closely, some or one of them may indeed prove to hold the.”
Ein spannendes Thema!
Jerry D. Campbell, EDUCAUSE Review, Vol. 41, No.1, Januar/ Februar 2006
[Kategorien: Weiterbildung allgemein]

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Can Wikipedia Survive Its Own Success?

Posted on 13 January 2006 by jrobes

Wikipedia, die freie Online-Bibliothek, kommt aus den Schlagzeilen nicht mehr raus: Vandalismus, inkorrekte Einträge sowie der fortwährende Vergleich mit der Encyclopaedia Britannica (eine Frage, die mit der jüngsten Studie von Nature, in der keine signifikanten Qualitätsunterschiede festgestellt wurden, erst einmal vom Tisch sein dürfte). Der Preis des Erfolgs könnte man meinen. Von daher ist diese Zusammenfassung der Business-Denker von Wharton hilfreich, die einen Überblick über die jüngsten Ereignisse geben und erste Ansätze der Qualitätssicherung diskutieren, die Wikipedia für stark besuchte Seiten (z.B. die von Bush) eingeführt hat.

“Experts at Wharton agree that Wikipedia will weather its most recent flap, but its model may have to be tweaked. Whitehouse suggests that citizen-authored content is a valuable contribution to knowledge, but there is still a place for more edited information. Wikipedia’s challenge: Find the middle ground.”
Knowledge @ Wharton, 11-24 Januar 2006
[Kategorien: Zukunft des Internet]

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Talent Management Systems Make Inroads With Employers

Posted on 12 January 2006 by jrobes

Was kommt nach Learning Management Systemen? Konsequenterweise die Integration weiterer Personalprozesse wie Performance Management, Kompetenzmanagement oder Recruiting (um nur einige Stationen zu nennen). Was von der Sache her so einleuchtend scheint - nämlich die Prozesse und Systeme, die Mitarbeiter betreffen, miteinander zu verbinden -, erweist sich in der Praxis als ein aufwendiges Großprojekt, das gute Nerven und festen Durchhaltewillen verlangt. Das werden alle bestätigen können, die organisationsweit ein LMS eingeführt haben oder sich noch in der Einführung befinden. Aber der Zug rollt unverdrossen weiter, und einige amerikanische Unternehmen und Organisationen sowie große und kleine Lösungsanbieter rüsten sich für die nächste Etappe. Davon handelt dieser Artikel. Er nennt diese Integrationsstufe “Talent Management System”. Sicher keine schlechte Wahl, wenn es darum geht, den entsprechenden Business Case intern strategisch zu platzieren. Leider wird eine Registrierung verlangt, aber meine Neugierde war größer.
Michelle V. Rafter, Workforce Management Online, Januar 2006
[Kategorien: Learning Management Systems, HR Management]

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management,
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