Archive | November, 2005

Death of the Corporate University

Posted on 30 November 2005 by jrobes

Die LEARNTEC bloggt! (Herzlich willkommen, Edgar Wang!) Und einer der ersten Beiträge ist so interessant, dass ich ihn gerne aufnehme und weiterreiche.

Hier hat sich nämlich e-Learning-Consultant Josh Bersin Gedanken über die zukünftige Organisation von Corporate Learning gemacht und dringenden Handlungsbedarf festgestellt. Denn Corporate Learning wird den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht: “Learning must be available ‘on-demand’ … ‘job-relevant’ … and ‘constantly changing’”. Die kann nur ein Modell aufnehmen, das der Autor “Learning Services” nennt und mit Attributen ausstattet wie “process centric”, “accountable to business”, “integrated with HR and IT”, kurz: “Learning Services comes to you”. Das Bild ist etwas holzschnittartig, aber die Richtung stimmt, und die “Corporate University” ist hier mehr Aufhänger als Gegenstand gründlicher Auseinandersetzung.

So ist es auch wenig überraschend, wenn die Gegenseite, die CLO-Consultants Corporate University Xchange, ruft: Alles schon längst passiert! “We are seeing corporate universities that are growing and expanding in scope as they leverage the best of a variety of learning and development modes, outsourcing partners, and more to contribute to their company’s success.” (Sue Todd: The Corporate University: Alive and Well.)
Josh Bersin, Bersin & Associates, November 2005

Popularity: 24% [?]

Comments Off

interactive educator

Posted on 29 November 2005 by jrobes

interactiveeducator.jpg
Auf der heutigen Zugfahrt von Zürich nach Frankfurt habe ich diese Zeitschrift durchgeblättert, eine unterhaltsame Mischung aus Marketing und Information. Marketing, denn die Zeitschrift wird getragen von SMART Technologies, die vor allem durch ihre interaktiven Whiteboards bekannt sind; und Information, weil z.B. auch Fachexperten wie David Weinberger Inhaltliches beigesteuert haben. Weinberger schreibt in seinem Artikel “Knowledge in Transition”, wie sich mit dem Internet, aber mehr noch durch Tools wie Social Bookmarking (Tagging) und Blogs unsere Vorstellung von Wissen verändert hat, und was das für Lehrer bedeutet:

“Educators therefore face a different set of challenges. Very different. Their
authority is in question since we’ve learned that we can learn more from
talking with others than by listening to any single expert. But, more important,
if knowledge emerges from conversations, then just about all our educational
focus ought to be on learning how to be good conversationalists: how to listen,
how to kindle a conversation, how to evaluate claims, how to speak in a voice
worth hearing. . . and, most of all, how to share a world in which knowledge is
plural, for that’s what conversation – and knowledge – is about.”

Ein zentrales Stichwort, das in verschiedenen Artikeln dieses Magazins auftaucht, ist übrigens das der “information literacy”.
i.e. - interactive educator, autumn 2005
[Kategorien: Media Literacy]

Popularity: 7% [?]

Comments Off

Besser als ihr Ruf

Posted on 28 November 2005 by jrobes

Es gibt sie regelmäßig, diese Standortbestimmungen in Sachen “Weiterbildung”, die wachrütteln wollen. Vor einiger Zeit in der Süddeutschen, jetzt in der ZEIT. Titel und Untertitel stehen etwas quer zum Text, denn auch hier steht der “beispiellose Kahlschlag” im Mittelpunkt, den die öffentlich geförderte Weiterbildung erlitten und der dazu geführt hat, dass jetzt die in großer Zahl arbeitslos sind, die ursprünglich die Arbeitslosigkeit anderer verhindern oder beenden sollten.

Etwas schwerer tut sich der Artikel bei den anderen beiden Feldern der Weiterbildung, die er identifiziert: Über die betriebliche Weiterbildung heißt es, dass sie “von den politischen und ökonomischen Stürmen relativ unberührt geblieben” ist. Das entspricht nicht ganz meiner Wahrnehmung. Denn: Welche Weiterbildungsabteilung hat die letzten Jahre unbeschadet überstanden? Wo sind heute die Corporate Universities, mit denen vor wenigen Jahren selbst mittlere Unternehmen antraten, um ihre Wertschätzung des eigenen Humankapitals öffentlich kundzutun? Über die konketen Bildungsinvestitionen der Unternehmen erfährt man ja sonst nichts. So ist auch die einzige Referenz des Autors die Sprecherin des Seminaranbieters Euroforum, die sich – fast antizyklisch und, soweit ich weiß, gegen den Trend der Branche – über das eigene Wachstum freut.

Bleiben die Privatzahler. Über die heißt es lapidar: “hierzulande nur schwach entwickelt.” Das wird sich ändern (müssen).
Georg Etscheit, Die ZEIT, 24 November 2005
[Kategorien: Weiterbildung allgemein]

Popularity: 3% [?]

Comments Off

Die LMS die! You too PLE!

Posted on 28 November 2005 by jrobes

Ein interessantes Statement, wenn auch die Abkürzungen zum sorgfältigen Lesen zwingen: Leigh Blackall stellt nicht nur LMS (Learning Management Systems) und VLE (Virtual Learning Environments), sondern auch PLE (Personal Learning Environments) wie ePortfolios und ELGG infrage. “Why do we need a PLE when we already have the Internet? The Internet is my PLE, ePortfolio, VLE what ever. Thanks to blogger, bloglines, flickr, delicious, wikispaces, ourmedia, creative commons, and what ever comes next in this new Internet age, I have a strong online ID and very extensive and personalised learning environment.” Kein unsympathischer Einwurf. (via Stephen Downes)
Leigh Blackall, Teach and Learn Online, 24 November 2005
[Kategorien: Trends in der Weiterbildung, New Thinking]

Popularity: 3% [?]

Comments Off

i2010: Fostering European eLearning Content to Make Lisbon a Reality

Posted on 25 November 2005 by jrobes

Empfehlungen industrieller Konsortien, das liegt in der Natur der Sache, sind immer mit Vorsicht zu genießen. Es geht um eigene wirtschaftliche Interessen, auch wenn sie, wie in diesem Fall, mit höheren Zielen verbunden werden. Nichtsdestotrotz ist der vorliegende Spagat eine interessante Lektüre. Denn auf der einen Seite, ganz klar, geht es um die Absicherung bestehender e-Learning-Geschäftsmodelle, z.B. gegen “business-incompatible and hidden-cost models of Open Content production, called “free” but often made possible only through the institutionally- untracked use of public funds (e.g., to pay the salary of teachers or professors who author “free” content …”.

Auf der anderen Seite wissen die Mitglieder dieses Konsortiums aber nur zu gut, dass die bestehenden Bildungsmodelle auf dem Prüfstand stehen. Von daher ist in diesen Empfehlungen auch die Rede von “new approaches for learning”; vom Potenzial, das e-Learning innewohnt: “It stretches far beyond course based learning and leverages new technologies such as collaborative and community software, Instant Messaging and Blogs and social Network Analysis to give a few examples. It encompasses concepts like Content Management, Knowledge Management, Performance Support, Workflow Learning and Virtual Cooperation. Thus eLearning can be a powerful engine for the knowledge-based society affecting us in many aspects of our lives.”

Oder von der zukünftigen Rolle von Lehrern und Bildungsexperten: “Teachers/tutors are no longer only dispensers of knowledge but rather proactive facilitators who promote collaborative knowledge-building and guide students to learn in a variety of environments, to navigate within and process a multitude of information resources, and to use these resources in solving problems and making decisions on their own.”

Von daher sind diese Empfehlungen nicht nur Interessenvertretung, sondern sie geben ein, wie ich finde, realistisches Bild des Wandels, dem e-Learning gegenwärtig unterliegt. Dazu gehört auch, dass selbst eLIG-Unternehmen wie Microsoft, IBM, Cisco und SAP viele Entwicklungen lieber mit öffentlichen Geldern anstoßen möchten, als sich allein auf unsicheres Terrain zu begeben. (via CHECKpoint eLearning)
European eLearning Industry Group (eLIG), 20 Oktober 2005 (pdf)
[Kategorien: e-learning]

Popularity: 3% [?]

Comments Off

E-learning grows up

Posted on 24 November 2005 by jrobes

Godfrey Parkin ist ein unermüdlicher Streiter für ein Corporate (E-)Learning, das mit Blick auf die Möglichkeiten des Internets (”Web 2.0″!) für Nutzer und Unternehmen endlich “relevant” wird. Dabei bietet er mit jedem seiner Beiträge eine Fülle von zitierfähigen Merksätzen. Dieses Mal hat mir folgender Absatz am besten gefallen:

“Learning is not the end result of a series of training events; it is an evolving capacity enabled by personal learning networks that are characterized by user-created content, intuitive search and retrieval, and social interaction at any distance. To stay relevant, trainers, and training departments, need to evolve into enablers rather than controllers, facilitators rather than teachers, and synthesizers rather than authors.”
Godfrey Parkin, Parkin’s Lot, 15 November 2005
[Kategorien: e-learning]

Popularity: 3% [?]

Comments Off

Learning 2.0 Tip of the Week

Posted on 23 November 2005 by jrobes

learning_podcast-tm.gif
The Otter Group, ein amerikanischer Anbieter von “e-Learning Services”, widmet einen Teil seiner aktuellen Aktivitäten dem Thema “podcasts as a new medium for learning”. Ein 12-seitiges Papier liegt vor (das ich noch nicht gelesen habe). Vor ein paar Tagen haben sie zudem mit einer Reihe wöchentlicher Podcasts begonnen, die sich mit dem Thema “Learning 2.0″ beschäftigen, und die ich mir angehört habe. Sehr informativ - mit einer kleinen Einschränkung: Vielleicht brauche ich beim ersten Podcast der Serie noch die Erklärungen, um die parallel präsentierten Slides zu verstehen. Wenn ich jedoch nur das Audio habe, werde ich schnell ungeduldig und möchte die Informationen lieber schriftlich. Denn dann kann ich das Tempo bestimmen!
The Otter Group, Learning 2.0 Tip of the Week, November 2005
[Kategorien: e-learning]

Popularity: 3% [?]

Comments Off

Interaktivität in Multimedia-Anwendungen

Posted on 22 November 2005 by jrobes

Es ist eine schlanke, aber hilfreiche Taxonomie, die der Autor hier vorstellt. Unterschieden werden sechs Stufen der Interaktivität, die nach dem Grad der Aktionsmöglichkeiten des Nutzers aufsteigend sortiert sind:

1. Objekte betrachten und rezipieren
2. Multiple Darstellungen betrachten und rezipieren
3. Die Repräsentationsform variieren
4. Den Inhalt der Komponente beeinflussen
5. Das Objekt bzw. den Inhalt der Repräsentation konstruieren und Prozesse generieren
6. Konstruktive und manipulierende Handlungen mit situations-abhängigen Rückmeldungen

Wohlgemerkt, es geht um Interaktivität, nicht um Interaktion, also Kommunikation der Menschen untereinander, wie der Autor einleitend betont. Mit beispielhaften Illustrationen. Und wer mag, kann zum Vergleich die Guerra-Scala , eine ähnliche Klassifizierung, heranziehen.
Rolf Schulmeister, e-teaching.org, 21 November 2005 (pdf)
[Kategorien: e-learning]

Popularity: 3% [?]

Comments Off

ELGG vs. Moodle - defusing a false dichotomy

Posted on 22 November 2005 by jrobes

Ich habe erst vor einigen Tagen einen Hinweis darauf erhalten, was die Lernplattform Moodle mittlerweile alles abbilden kann bzw. was in der Moodle-Community an Weiterentwicklungen diskutiert wird. Die Diskussion um Vor- und Nachteile von Learning Management Systemen ist mit dem Aufkommen von ePortfolio-Systemen offensichtlich nicht einfacher geworden: Elgg oder Moodle? Oder beides? Diese Fragen diskutiert dieser Beitrag von Scott Leslie:

“I’ve had a few people come up to me at conferences recently and ask me to compare ELGG and Moodle, and choose between them as if they were somehow mutually exclusive. Indeed, even within the Moodle community itself there seems to be a bit of dismissiveness about what ELGG does, and the notion that with just a couple of twists of code Moddle can easily replicate its functionality …”
Scott Leslie, EdTechPost, 21 November 2005
[Kategorien: Learning Management Systems, ePortfolios]

Popularity: 16% [?]

Comments Off

Growing by Degrees: Online Education in the United States, 2005

Posted on 21 November 2005 by jrobes

Growing_by_Degrees_2005.gif
Nach 2003 (“Sizing the Opportunity”) und 2004 (“Entering the Mainstream”) ist dies der dritte Report des Sloan Consortiums “on the state of online education in U.S. Higher Education”. Er bestätigt im Wesentlichen die positiven Trends der vergangenen Jahre: Online education ist heute Teil des Mainstreams und wird von den meisten (größeren) Institutionen als “critical long-term strategy” betrachtet. Und die Zahl der Studierenden, die an mindestens einem Online-Kurs im Untersuchungszeitraum teilgenommen haben, ist weiter gestiegen: von 1,6 Mill. (2002) über 1,98 Mill. (2003) auf nun 2,35 Mill. (2004). Nützliche Zahlen, die aber nur einige wenige Facetten von Online Education repräsentieren.
The Sloan Consortium, November 2005 (pdf)
[Kategorien: e-learning, eUniversity]

Popularity: 4% [?]

Comments Off

Trusting the teacher in the grey-flannel suit

Posted on 18 November 2005 by jrobes

drucker
Der Economist hat einen lesenswerten Nachruf auf Peter Drucker geschrieben: “The one management thinker every educated person should read”. Und gleich einen Aufsatz aus dem Jahr 2001 freigeschaltet, den ich wärmstens empfehlen kann: “The Next Society”. Einiges, was der Autor des Nachrufs nur andeuten kann, findet sich dort ausführlicher.

“The second argument had to do with the rise of knowledge workers. Mr Drucker argued that the world is moving from an “economy of goods” to an economy of “knowledge”—and from a society dominated by an industrial proletariat to one dominated by brain workers. He insisted that this had profound implications for both managers and politicians. Managers had to stop treating workers like cogs in a huge inhuman machine—the idea at the heart of Frederick Taylor’s stopwatch management—and start treating them as brain workers. In turn, politicians had to realise that knowledge, and hence education, was the single most important resource for any advanced society.

Yet Mr Drucker also thought that this economy had implications for knowledge workers themselves. They had to come to terms with the fact that they were neither “bosses” nor “workers”, but something in between: entrepreneurs who had responsibility for developing their most important resource, brainpower, and who also needed to take more control of their own careers, including their pension plans.”
The Economist, 17 November 2005
[Kategorien: New Thinking]

Popularity: 20% [?]

Comments Off

E-learning is NOT Knowledge Management

Posted on 18 November 2005 by jrobes

Ein Dauerbrenner ist die Frage nach dem Verhältnis von e-Learning und Knowledge Management. Mit einer eindeutigen Tendenz über alle Artikel hinweg: Beides gehört zusammen! Hier reiht sich auch der vorliegende Artikel ein, indem er zuerst die Sünden der vergangenen Jahre beklagt, um dann zusammenzuführen:

“But e-learning also needs to leverage and build the knowledge base of an organisation. E-learning content should be accessible to knowledge management, just as knowledge assets should be accessible to e-learning. Ultimately, they are 2 sides of the same coin. This means KM and learning functions need to integrate their activities. their systems and their perceptions of success. As part of this, e-learning needs to become more granular, more object-based, and more independent of a fixed training context. Likewise, knowledge assets to become more capable of being integrated into formalised learning processes, and more accountable for their learning outcomes.”

Vielleicht noch interessanter ist das Portal selbst, das Zugriff auf umfangreiches Material zu allen Fragen des e-Lernens bietet!
David Wilson, elearnity, 24 Oktober 2005
[Kategorien: e-learning, Knowledge Management]

Popularity: 4% [?]

Comments Off

Wissensmanagement in der individuellen Arbeitspraxis

Posted on 17 November 2005 by jrobes

peine
Vor zwei Wochen habe ich in Peine (“Forum Lernen 2005″) zu diesem Thema gesprochen. Jetzt stehen die Materialien zur Veranstaltung online zur Verfügung. Wie man sieht, war es ein kleiner, erlesener Kreis, der sich in diesem Workshop versammelt hatte. Aber: Kann man sich eine schönere Umgebung als diesen Hörsaal vorstellen, um über neue Formen des Wissensmanagements zu diskutieren??
Jochen Robes, Forum Lernen 2005, 3 November 2005
[Kategorien: Knowledge Management, Knowledge Worker Productivity]

Popularity: 5% [?]

Comments Off

Learning Objects: What Works: Using Modular Development for Reuse and Personalized Delivery

Posted on 16 November 2005 by jrobes

BersinNov2005.gif
Soweit ich die Diskussion verfolge, sind “Learning Objects” hierzulande immer noch ein Thema für technische Experten. Die Praktiker in Corporate Learning verbinden damit in der Regel den Trend zu kleinen Lerneinheiten, auf die Mitarbeiter flexibel via LMS zugreifen können. Ich kenne aber nur wenige Beispiele, in denen die anderen Aspekte von “Learning Objects” gelebt werden: wiederkehrender “reuse” und ein “content development process”, der auf dieses Ziel ausgerichtet ist. Gründe dafür deuten die Autoren dieser Case Study an:

“The concept of content reuse has been a much touted benefit of LCMSs when they first came to market in the mid 1990s. However, reuse is usually practical in very specific instances in which learning objects are (1) self-contained, (2) need to be reused multiple times, and (3) are designed for reuse by limiting assumptions about the context in which they will be used.”
Insbesondere der letzte Punkt ist sicher einen separaten Eintrag wert!
Chris Howard, Bersin & Associates, November 2005 (pdf)
[Kategorien: e-learning]

Popularity: 3% [?]

Comments Off

On demand learning: blended learning for today’s evolving workforce

Posted on 15 November 2005 by jrobes

Dieses White Paper kommt mit einer Einführung daher, an die ich mich noch gewöhnen muss. Da heißt es: “The Baby Boom Generation (born 1940-1960) is beginning to retire.” Was ich dennoch, mit einem Bein also bereits im Ruhestand, über dieses Papier sagen kann: Es liefert im ersten Teil ein kurzes, hilfreiches Profil der Generation X und der Millennial Generation. Ihre Kernwerte: “relevant development”, “rich experiences”, “flexibility”, “community”, “technology” und “instant results”.

Mit welchen Lernangeboten können Unternehmen nun diese Talente qualifizieren und an sich binden? Der “new approach”, den die IBM-Autoren skizzieren, klingt vertraut: empfohlen wird ein “blended curriculum”, das verschiedene Angebote - von “self-study learning guides” bis zu “face-to-face workshops” - vereint. “Blending allows for a mix of scheduled and unscheduled learning modules and structured and unstructured learning experiences, as well as the natural pace differences among your learners.” Okay.
IBM Learning Solutions, September 2005 (pdf)
[Kategorien: Blended Learning]

Popularity: 23% [?]

Comments Off

Weltgipfel zur Internet-Regulierung

Posted on 14 November 2005 by jrobes

Diese Woche (16.-18. November) findet in Tunis die zweite Phase des World Summit on the Information Society statt. Erwartet werden rund 10.000 Delegierte (!) aus 120 Ländern. Das zentrale Thema – bereits seit Wochen in allen Medien nachzulesen – heißt “Internet Governance”. Seit 1998 werden die Adressbücher des Internet von der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) verwaltet, einer privaten, auf Veranlassung der US-Regierung geschaffenen Vereinigung. Damit sind nicht alle glücklich (um es vorsichtig auszudrücken). Eine Arbeitsgruppe der UNO hat jüngst noch einmal darauf hingewiesen, dass kein einzelner Staat in Fragen der Internet-Governance eine Vormachtstellung einnehmen dürfe. Der Artikel bietet einen detaillierten Einstieg. Wer sich kontinuierlich über das Thema informieren will, sei auf die TELEPOLIS-Seiten verwiesen (aktuell z.B. “Kampf um die Kontrolle des Internet” und “Mit Volldampf nach Tunis”).
NZZ Online, 11 November 2005
[Kategorien: Zukunft des Internet]

Popularity: 3% [?]

Comments Off

“Google Print wird nur Gewinner und keine Verlierer haben”

Posted on 14 November 2005 by jrobes

Am 3. November eröffnete Google seine Web-Bibliothek Google Print. Viele der Fragen, die das Projekt aufwirft, beruhen auf Missverständnissen oder fehlenden Informationen. Amerikanische Verleger haben Google vor Gericht gebracht; Bibliotheken sehen ihre Existenz gefährdet; andere beklagen das Projekt als weiteren Akt des “amerikanischen Kulturimperialismus” und fordern die Sicherung des kulturellen Erbes Europas. Nur Microsoft und Yahoo lamentieren nicht, sondern forcieren längst ähnliche Initiativen (“Open Content Alliance”). Ganz zu schweigen von Amazon. Also Chaos pur! Von daher ist es hilfreich, wenn Urs Hölzle, Vizepräsident und oberster Verantwortlicher von Google Print, Rede und Antwort steht. Zum Stichwort “Machtkonzentration” fällt ihm ein: “Als Suchmaschine sind wir zudem nur ein Medienvermittler, aber kein Medienerzeuger.” Ob er selbst glaubt, was er sagt?

googleprint.gif
Wer die Story etwas ausgewogener haben will, sei auf die jüngste Ausgabe des Economist verwiesen. Hier (“Pulp friction”) kommen, wie immer, alle Seiten und Initiativen zu ihrem Recht. Und hier findet sich auch ein bemerkenswertes Statement: “We need to get offline content online. Offline is where trusted content is, and where people who need to answer questions go,” explains Danielle Tiedt, manager of search content acquisition at MSN. “Books are only the first step,” she says.”
Interview mit Urs Hölzle, NZZ Online, 11 November 2005
[Kategorien: Zukunft des Internet]

Nachtrag (19. November): Knowledge@Wharton hat sich intensiv mit Google Print auseinandergesetzt und gefragt, wie diese (und andere Initiativen) unter Copyright-Gesichtspunkten zu bewerten sind (“Will the Online Book Publishing Flap Rewrite Copyright Law?”). Und sie sprechen eine Frage an, die mich auch brennend interessiert: wie man nämlich Bücher in großer Zahl digitalisiert!! Leider bleibt die Antwort unbefriedigend: “While it’s unclear what technology Google has developed to digitize books at such a fast clip, Ockerbloom says rapid high volume scanning that doesn’t damage the books in a collection is a big selling point for the libraries”. Es ist schon erstaunlich, dass diese simple Frage nach dem “Wie” in den wenigsten Berichten auch nur angesprochen wird! Google selbst informiert übrigens so: “Wir haben eine innovative Technologie entwickelt, mit der wir den Inhalt eines Buches scannen können, ohne es zu beschädigen.” Alles klar! Danke!

Popularity: 3% [?]

Comments Off

Learning Design: Gestaltung eLearning-gestützter Lernumgebungen in Hochschulen und Unternehmen

Posted on 11 November 2005 by jrobes

Die Arbeitsberichte aus St.Gallen beeindrucken vor allem durch ihre Systematik. Der vorliegende fünfte Arbeitsbericht macht da keine Ausnahme. Er wirft aus didaktischer Perspektive einen Blick auf Theorie und Praxis von e-Learning und fragt, (a) “inwieweit neue didaktische Theorien durch eLearning entstanden sind” und (b) “welche neuen eLearning-spezifischen Lernumgebungen in Hochschulen (…) sowie in Unternehmen (…) entstanden sind”.

Was die Theorien des Lernens betrifft, so kann ich erst einmal beruhigen: Die Autoren halten fest, dass die Entwicklung von mediengestützten Lernumgebungen “nicht zur Heranbildung einer neuen Lerntheorie geführt hat”. Ein neues Paradigma, das den Konstruktivismus ablösen könnte, ist nicht in Sicht (by the way, vielleicht verdienen George Siemens und der Connectivism mal ein paar Zeilen!?).

Auch mit Blick auf die e-Learning-Praxis in Hochschulen und Unternehmen halten die Autoren eine interessante Beobachtung fest: Während an den Hochschulen e-Learning primär als strategisches Instrument zur Positionierung der Hochschullehre fungiert (Bologna!), stehen auf Unternehmensseite Qualitätssicherung und ökonomisches Rentabilitätsstreben im Vordergrund. Das Fallbeispiel, auf das in diesem Kapitel näher eingegangen wird, ist übrigens das der Volkswagen AutoUni.

Nur am Rande: Es finden sich auch in diesem Arbeitsbericht an der einen oder anderen Stelle Formulierungen wie “… denn eLearning wird sich langfristig nur durchsetzen, wenn …” (S.5). Ich glaube, darum geht es schon lange nicht mehr. Egal, wie man e-Learning definiert - die Autoren schlagen z.B. einen weitgefassten Begriff vor, “der unter eLearning alle Formen des elektronischen (computergestützten) Lernen (offline oder online) subsumiert.”: Wir werden das Rad nicht mehr zurückdrehen und wieder dort ansetzen können, wo wir vor zehn Jahren, vor Einführung des World Wide Web, aufgehört haben. Wir können uns nicht mehr von e-Learning verabschieden. Wir können allerdings sein Potenzial aufzeigen und fragen, warum es heute in vielen Fällen nicht verstanden und/oder nicht genutzt wird. Und – bis auf einige wenige Formulierungen – geht es in diesem Arbeitsbericht auch genau darum.
Sabine Seufert und Dieter Euler, SCIL-Arbeitsbericht 5, September 2005 (pdf)
[Kategorien: e-learning]

Popularity: 3% [?]

Comments (1)

Computer machen dumm?

Posted on 11 November 2005 by jrobes

Gabi Reinmann hat sich geärgert: Über Medienberichte, die da hießen: “Schlechte Noten für Computerspieler” (SZ) und “Je mehr am Computer, desto dümmer” (Spiegel Online).

“Meiner Ansicht nach lenken Diskussionen nach dem Motto “Computer machen (schlau oder) dumm” ab von Missständen anderer Art - von einer zumindest teilweise falschen Sozialpolitik, von der zunehmenden Ökonomisierung unserer Lebenswelt, von einem Bildungsverständnis, das (alte und) neue pädagogische Erkenntnisse zum Lernen quasi nicht zur Kenntnis nimmt. Wer an der Hochschule lehrt, weiß, dass die Schule eines geschafft hat: Sie hat es geschafft, dass junge Menschen keine Fragen mehr haben, dass allein Leistung und das persönliche Fortkommen zählen, dass individualökonomisches Kalkül und nicht Neugier oder gar Erkenntnisinteresse der Treiber für Wissen und Lernen sind. Gratulation! Damit das so bleibt, sollte man in der Tat alle Bemühungen, mit Hilfe der neuen Medien innovative Lernformen und eine andere Kultur des Lernens und Lehrens zu entwickeln, gleich wieder ad acta legen.”

Ich nehme solche Medienberichte (“Computer machen dumm/schlau”) selten zur Kenntnis und hatte wohl zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung noch andere Pendelausschläge im Ohr (Johnson vs. Spitzer; mehr hier) Trotzdem tut es gut, Statements wie das vorliegende zu lesen.
Gabi Reinmann, Medienpädagogik News, 20 Oktober 2005

Popularity: 3% [?]

Comments (0)

Informal, Connected, Learning 2.0

Posted on 10 November 2005 by jrobes

cross_downes_siemens.gif

Gleich beginnt Harald Schmidt, so dass ich die letzten Minuten dieser Präsentation abkürze. Bis dahin war es eine Freude, den drei e-Learning-Gurus Jay Cross, Stephen Downes und George Siemens beim lauten Denken und Diskutieren zuzuhören. Es geht um “connectivism, the role of corporate training, learner-centeredness and e-learning 2.0.” Ich denke, auch die Form (Breeze) ist einen zweiten Blick wert. Weniger, weil ich das Tool besonders aufregend finde, sondern weil ich mich frage, was uns hierzulande abhält, Ähnliches zu tun.
Stephen Downes, Stephen’s Web, 7 November 2005
[Kategorien: New Thinking, e-learning 2.0]

Popularity: 17% [?]

Comments Off

About me

Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management,
Social Media und MOOCs
XING

Newsletter (wöchentliche Übersicht)

E-mail:   

Subscribe    Unsubscribe

Photos from our Flickr stream

cMOOC-Runde

gfwm-beiratstreffen-2013

corporatelearningcamp 2013

robes_mld2013

13:30:41

13:14:02

sportograf-43743811

IMG_1117

See all photos