Archive | October, 2005

TLB - Arbeitskreis in Frankfurt

Posted on 31 October 2005 by jrobes

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Donnerstag/ Freitag habe ich wieder zwei angenehme Tage mit dem TLB – Arbeitskreis Technologiegestütztes Lernen in Banken verbracht. Dieses Mal war die Union Investment in Frankfurt der Gastgeber, so dass es für mich ein Heimspiel war (Foto von W. Leonhard 2005). Im Mittelpunkt stand die Präsentation der aktuellen Qualifizierungskampagne der Union Investment selbst. Dabei werden derzeit ca. 20.000 Mitarbeiter der Volks- und Raiffeisenbanken zum Thema Altersvorsorge informiert und qualifiziert, wobei ein zweistufiges Web-based Training im Mittelpunkt der Kampagne steht. Auch erste Aussagen zum Vertriebserfolg konnte die Union bereits machen: Die Banken, die nicht an der Qualifizierungskampagne teilgenommen haben, verkauften im September durchschnittlich acht Verträge; die teilnehmenden Banken dagegen zwischen 12 und 16 Verträge. Damit waren die Themen Bildungscontrolling und ROI schon mal positiv besetzt!

Daneben wurde wieder deutlich, dass Compliance-Schulungen (von Operational Risks bis Geldwäsche) nach wie vor das beherrschende Thema in den Banken sind. Compliance ist der Treiber, was Einführung und Nutzung von Learning Management Systemen betrifft; und über Compliance führt der Weg unweigerlich zu e-Learning, weil in der Regel nur so die gesetzten Ziele (Zeit, Ressourcen, Flexibilität) erreicht werden können. Ein anderer Punkt, der in diesem Kreis auffiel: Wir unterhalten uns immer weniger über einzelne Lernprogramme, sondern diskutieren verstärkt Projekte, Kampagnen, Rahmenbedingungen und Prozesse. Das ist zu begrüßen, weil ein einzelnes Online-Modul oder Screendesign wenig über ein Projekt und seinen Einsatz und Erfolg aussagt; es zeigt aber wahrscheinlich auch, dass viele Umsetzungen von e-Learning-Bausteinen heute eher pragmatisch und wenig innovativ geschehen. Konsequenterweise haben wir das Thema “Simulationen” auf die Vorschlagsliste für das nächste Treffen genommen!

Am Freitag gab es dann noch einen Vortrag von Joachim Hasebrook, International School of New Media in Lübeck, zum Thema “Cognitiv Design”. Dieser Ansatz ist jedoch so neu und interdisziplinär, dass ich lieber auf die Webseite der gerade beendeten Konferenz verweise, als hier einen Definitionsversuch zu starten.
[Kategorien: e-learning]

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What’s in it for me? Über den Nutzen von Weblogs für Wissensarbeiter

Posted on 28 October 2005 by jrobes

Vor einigen Wochen habe ich diesen Artikel geschrieben, der jetzt in der aktuellen Ausgabe der IM - Information Management & Consulting erschienen ist. Er baut u.a. auf Arbeiten von Jim McGee, Martin Röll und Lilia Efimova auf und ist im ersten Teil eine Beschreibung von Weblogs als “personal knowledge management tools” und im letzten Teil ein kurzer, persönlicher Erfahrungsbericht.

Im Vorspann zum Artikel heißt es:
“Weblogs sind mehr als nur private Online-Journale oder journalistische Gegenentwürfe. Sie können Knowledge Workern (Peter F. Drucker) in wissensbasierten Arbeitsprozessen neue Möglichkeiten eröffnen, ihre Arbeit zu organisieren und ihre Produktivität zu verbessern, zu publizieren, zu kommunizieren und sich als Fachexperte auf ihrem Gebiet zu positionieren.”

Enjoy the read!

Jochen Robes: What’s in it for me? Über den Nutzen von Weblogs für Wissensarbeiter. IM - Information Management & Consulting, Heft 3/ 2005 (pdf)
[Kategorien: Weblogs, Knowledge Management, Knowledge Worker Productivity]

PS: Die aktuelle IM enthält übrigens weitere Artikel zu den Themen Weblogs und Podcasting. Im Anschluss (”Continue reading”) gibt es die HTML-Version des Artikels.

Continue Reading

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Web 2.0 - das neue Netz

Posted on 28 October 2005 by jrobes

Gerade reingekommen: Das Informationsportal add knew knowledge (dahinter stehen digital spirit bzw. Wolters Kluver) ist mittlerweile eine hilfreiche Sammlung von Artikeln geworden - im Kern zu all den Themen, über die ich auch schreibe. Heute heißt es leider, “dass die redaktionelle Betreuung von add-new-knowledge zu Anfang November 2005 eingestellt wird”. Schade!

Über das Web 2.0 will ich an dieser Stelle nichts mehr sagen und nur die Einschätzung des Autors zitieren, der sich über seine Bedeutung fürs e-Learning Gedanken macht:
“Für das E-Learning bietet die Entwicklung von Web 2.0 einige weiterführende Perspektiven. Sollten sich die Anwendungen des Web 2.0 künftig durchsetzen, werden viele Anwender sich an die Prinzipien der Partizipation und aktiven Mitgestaltung gewöhnen. Dies bedeutet für E-Learning-Software, dass zukünftig dem Nutzer mehr Partizipationsmöglichkeiten geboten werden müssen. … Denkbar wäre, dass E-Learning-Anwendungen mit schon bestehenden Web 2.0 Anwendungen kombiniert werden, die den Lernenden vertraut sind.”
add knew knowledge, 28 Oktober 2005
[Kategorien: e-learning, Zukunft des Internet]

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Plädoyer für Offene Lernumgebungen

Posted on 27 October 2005 by jrobes

Was versteht der Autor unter “Offenen Lernumgebungen”? “Diese Art von Lernsituationen geben keine bestimmten Inhalte oder Aufgaben vor, sondern überlassen es den Lernenden, selbst die Ziele und Gegenstände des Lernens zu entdecken und sich das benötigte Wissen im Verlauf des Problemlöseprozesses selbständig anzueignen. Sie folgen dem Konzept des studentenzentrierten Lernens.” Weitere Kriterien offener Lernumgebungen sind: “authentische Situationen”, “Suchraum für explorative Lernprozesse” und “Interaktivität der Lernobjekte”.

Was das in der Praxis bedeuten kann, wird am Beispiel zweier Programme zum Erlernen der Gebärdensprache gezeigt. Im zweiten Programm können die Studierenden mit Hilfe eines Avatars eigene Aussagen oder Sätze in Gebärdensprache konstruieren und so “ihre produktive Sprachkompetenz testen”. Das Beispiel überzeugt, auch wenn sich in der Einleitung wieder unnötigerweise virtuelles und Präsenzlernen gegenüberstehen (“Virtuelles Lernen erreicht erst dann eine dem Präsenzlernen adäquate Qualität, wenn …”).
Rolf Schulmeister, in: Ben Bachmair, Peter Diepold und Claudia de Witt (Hrsg.): Jahrbuch Medienpädagogik 4. VS Verlag für Sozialwissenschaften: Wiesbaden 2005, S. 43-53 (pdf).
[Kategorien: e-learning]

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Bildung vor neuen Herausforderungen

Posted on 26 October 2005 by jrobes

Das ist nicht unbedingt eine angenehme Lektüre, die der Autor uns zumutet! Schon die einleitende Bestandsaufnahme ist differenziert und offen:

“Die gegenwärtige Gesellschaft durchlebt eine umfassende Neubewertung, Neustrukturierung und Neuverteilung einer globalisierten Arbeit, eine Neuorganisation der Sozialsysteme und einen Wandel kultureller Orientierungen. Kontinuierliche Erwerbsbiographien brechen ab, entstandardisieren sich und zwingen das Individuum zu Flexibilität und Balanceverhalten. Für immer mehr Mitglieder der Gesellschaft verschließen sich die Möglichkeiten, ständig am Erwerbsleben teilzunehmen, die Verfügbarkeit finanzieller Ressourcen zur staatlichen Regulierung des Arbeitsmarkts reduzieren sich. Die Differenzierung zwischen den Regionen nimmt auch unter dem Einfluss sich verändernder demographischer Verhältnisse zu, einzelne Regionen müssen sich von Wachstumsvorstellungen lösen. Dieses Szenario enthält Chancen und öffnet Entwicklungsoptionen, beinhaltet aber zugleich Risiken und Gefährdungen nachhaltiger Entwicklung.”

Einige der Anforderungen, die Dieter Kirchhöfer daraus ableitet:
- Neue Inhalte und Wege von Bildung in der modernen Wissensgesellschaft sind notwendig, denn das gegenwärtige Bildungssystem ist nach wie vor “einseitig konzipiert, institutionell eng, abgeschlossen strukturiert und lehrorientiert.”
- Bildung ist nicht nur “Standortfaktor”, der Mensch nicht nur “Produktivkraft”, und “eine ausschließlich ökonomische Zwecksetzung von Bildung wird ökonomisches Wachstum auf die Dauer verwehren oder ausschließen”.
- Kompetenzen werden nicht gelehrt oder vermittelt, sondern in der eigenen Tätigkeit erworben, aber das ist wiederum kein Automatismus: “Zum Lernen zu ermutigen, heißt vor allem, Tätigkeiten zu ermöglichen, in denen das Individuum etwas lernen kann.”
- Dies wiederum ist Voraussetzung dafür, das Menschen selbst Verantwortung für ihre Lernprozesse übernehmen, oder, wie Dieter Kirchhöfer schreibt: “Das Individuum konstruiert letztlich seinen Bildungsweg.”
Lesen und griffbereit halten!
Dieter Kirchhöfer, QUEM-Bulletin, 5/2005 (pdf)
[Kategorien: Weiterbildung allgemein]

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Erfahrungswissen bewusster im Bildungssystem nutzen

Posted on 26 October 2005 by jrobes

Leider steht nur der einleitende Kommentar des aktuellen Hefts der BWP - Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis online. Hier wird (noch einmal) betont, welche Bedeutung das informelle Lernen und informell erworbene Kompetenzen in der Arbeits- und Lebenswelt besitzen. Doch es fehlt nach wie vor an (standardisierten) Wegen und Verfahren, die im Rahmen langjähriger Berufserfahrung erworbenen Kompetenzen auch anzuerkennen, auf Zertifikate anzurechnen oder bei der Zulassung zu Prüfungen zu berücksichtigen. “Dies wäre ein entscheidender Schritt zu mehr Durchlässigkeit des Berufsbildungssystems in Deutschland und damit zur strukturellen Unterstützung des lebenslangen Lernens.”
Manfred Kremer, BWP - Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis, 5/ 2005 (pdf)
[Kategorien: Kompetenzen, Informelles Lernen]

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Tomorrowland: When New Technologies Get Newer

Posted on 25 October 2005 by jrobes

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So kann es gehen: Da habe ich noch vor einigen Tagen die September/Oktober-Ausgabe der EDUCAUSE Review als “aktuell” bezeichnet, da liegt bereits die nächste Nummer vor. Im Leitartikel werden dieses Mal die Ergebnisse des EDUCAUSE Evolving Technologies Committees präsentiert, das sich jedes Jahr der Aufgabe stellt, die Technologien zu identifizieren und zu untersuchen, “that are having the most direct impact on higher education institutions.” Dieses Jahr fiel die Wahl auf drei Kandidaten, die man erwarten durfte: “Wireless”, “Gaming in Higher Ed” und “Student Collaboration Tools”; aber auch auf zwei Kandidaten, auf die ich nicht getippt hätte: “Portals” und “Outsourcing”. Warum die Wahl auf diese Entwicklungen gefallen ist, kann in diesem Artikel nachgelesen werden.

Als “Appetizer” anbei die Liste der “collaboration tools … of growing importance to higher education”:

“blogs, wikis, courseware sites, electronic facebooks, online social services (e.g., Evite, Yahoo! Groups), calendaring, e-mail with self-managed e-mail lists, SMS (short message service), instant messaging, chats, bulletin boards, Web conferencing, portals (e.g., uPortal or Share-Point), digital repositories (e.g., DSpace), e-portfolios, peer networking (e.g., Kazaa or Grokster), ad hoc collaboration systems, and room scheduling systems.”
Bonnie Neas and the EDUCAUSE Evolving Technologies Committee, EDUCAUSE Review, November/ Dezember 2005 (pdf, 390KB)
[Kategorien: Trends in der Weiterbildung]

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There’s Something in the Air: Podcasting in Education

Posted on 24 October 2005 by jrobes

Der Anfang dieses Artikels beschreibt eine zukünftige Welt, in der Podcasts Teil unseres Alltags sind, und am Ende staunt der Autor selbst über die rasante Entwicklung, die Podcasting in den letzten zwölf Monaten erlebt hat. (Muss ich Podcasting eigentlich noch beschreiben? Wikipedia hilft.) Dazwischen aber macht der Autor aus seiner Begeisterung fürs Radio und für das, was eine Stimme beim Zuhörer auslösen kann, kein Hehl! Das ist fast poetisch und anrührend und sehr optimistisch, was Bildung betrifft: “Done well, podcasting can reveal to students, faculty, staff, communities — even the world — the essential humanity at the heart of higher education.” Wer es nüchterner haben will, liest lieber: “7 Things You Should Know About Podcasting”.
Gardner Campbell, EDUCAUSE Review, November/ Dezember 2005 (pdf, 347 KB)
[Kategorien: Trends in der Weiterbildung, Podcasting]

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Wake-Up Call: Open Source LMS

Posted on 21 October 2005 by jrobes

Mit der Frage: “Are Open Source LMS platforms taking the lead in learning technology innovation?” steigt der Autor ein. Die erste Antwort liefert er selbst: “In order for OS LMS products to compete in this commodity market they have to continually meet and exceed the innovation in commercial products.” Nachdem er die Messlatte so hoch gelegt hat, läßt er fünf Experten urteilen. Eine Rückmeldung lautet: Open Source Plattformen sind innovativer, aber um auch als Produkte bestehen zu können, müssen sie mit drei Problemen fertig werden:
- “a case of really bad GUI”
- “documentation is usually spotty”
- “an almost endless feature creep”.

Sam S. Adkins, Learning Circuits, Oktober 2005
[Kategorien: Learning Management Systems]

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Meet the Life Hackers

Posted on 21 October 2005 by jrobes

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Unterbrechungen im Arbeitsalltag - Emails, Anrufe, IM - haben zwei Seiten: sie sind Störungen, die uns davon abhalten, eine Aufgabe konzentriert zu Ende zu führen; aber häufig bringen sie uns auch die Informationen, die wir dringend benötigen, und sie bestätigen uns, dass wir nicht “allein”, sondern mit anderen verbunden sind.

Unsere Tätigkeiten sind mehr und mehr - und jetzt kommt ein schönes Wort! - “interrupt driven”. Weil das so ist, gibt es mittlerweile eine große Zahl von Experten, die sich der Frage nach der “perfect interruption” widmen. Im Artikel ist gar die Rede von einer “science of interruption”! Denn idealerweise erreichen uns nur Nachrichten, die dringend sind; und sie erreichen uns, wenn wir Zeit für sie haben; und wir gehen mit ihnen, wieder idealerweise, so um, dass wir die eigentliche Aufgabe, an der wir sitzen, nicht aus dem Auge verlieren.

Das ist das Thema dieses ausführlichen Artikels, der sich vor allem der Frage stellt, wie uns intelligente Software bei der Lösung dieses Dilemmas helfen kann. Aber er streift z.B. auch David Allens “Getting Things Done” und 43folders.com, die sich von anderer Seite diesem Thema nähern.

Peter F. Drucker hat bereits vor Jahren festgehalten: “The most important, and indeed the truly unique, contribution of management in the 20th century was the fifty-fold increase in the productivity of the MANUAL WORKER in manufacturing. The most important contribution management needs to make in the 21st century is similarly to increase the productivity of KNOWLEDGE WORK and the KNOWLEDGE WORKER.” Und weil mich das Thema brennend interessiert, habe ich gleich die entsprechende Kategorie (“Knowledge Worker Productivity”) angelegt, um Beiträge dieser Art zu sammeln.
Clive Thompson, New York Times, 16 Oktober 2005 (Registrierung erforderlich oder email an mich)
[Kategorien: Knowledge Worker Productivity]

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Bildungscontrolling im E-Learning

Posted on 20 October 2005 by jrobes

Bildungscontrolling hat es nicht leicht: Wer sich etwas näher mit dem Thema auseinandersetzt, wird sich nicht lange mit der Frage aufhalten wollen, wie denn der ROI einer einzelnen Bildungsmaßnahme aussieht. Sondern er wird Bildungscontrolling umfassender sehen, z.B. als “Instrument zur Optimierung der Planung, Steuerung und Durchführung von Bildungsmaßnahmen”, als “strategisches Steuerungsinstrument”, wie es auch Ulf-Daniel Ehlers ausführlich und informativ in diesem Interview tut. Dabei wird allerdings auch deutlich, woran es dieser Perspektive mangelt: an einem pragmatischen “Anfang” oder “quick win” …
Sven Eric Brieger und Sandra Cedl, Interview mit Ulf-Daniel Ehlers, Global Learning, 14 Oktober 2005
[Kategorien: Bildungscontrolling]

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E-learning 2.0

Posted on 19 October 2005 by jrobes

Ich habe schon auf die eine oder andere Präsentation von Stephen Downes zum Thema hingewiesen (z.B. hier); jetzt hat er seine Gedanken ausgeführt und niedergeschrieben. Kurz die Stationen seines Aufsatzes:

1) “Where We Are Now”: E-Learning in der Form von Kursen, organisiert und abgerufen über Learning Management Systeme.

2) “Trends”: Etwas hat sich verändert, das Web, seine User (“digital natives”); ein “learner-centered design” beginnt sich durchzusetzen, getragen von Ideen wie “Connectivism”, “Open Access” und “Open Content”.

3) “The Web 2.0″: “social networking sites” als Vorboten; das Web nicht länger als Medium, sondern als Plattform; Blogs, RSS, Wikis. “It is a social revolution”!

4) “E-Learning 2.0″: Ist diese Revolution bereits in der Bildung angekommen? Beispiele für Blogs, Podcasts, e-Portfolios gibt es. “educational gaming”, “mobile learning”, “ubiquitous computing”: andere Felder werden nachziehen; “learning is becoming a creative activity”!

“What happens when online learning ceases to be like a medium, and becomes more like a platform? What happens when online learning software ceases to be a type of content-consumption tool, where learning is “delivered,” and becomes more like a content-authoring tool, where learning is created? The model of e-learning as being a type of content, produced by publishers, organized and structured into courses, and consumed by students, is turned on its head. Insofar as there is content, it is used rather than read — and is, in any case, more likely to be produced by students than courseware authors. And insofar as there is structure, it is more likely to resemble a language or a conversation rather than a book or a manual.”

Brilliant und voll von Ideen, Zitaten und Links! Allerdings, und das darf man beim Lesen nicht ganz vergessen: Stephen Downes lässt die Welt des Corporate (e-)Learning links liegen und vertraut hier ganz darauf, dass “Learning integrates into every aspect of our lives”. Das nimmt einem die alltägliche Überzeugungsarbeit nicht ab.
Stephen Downes, eLearn Magazine, 17 Oktober 2005
[Kategorien: e-learning, Trends in der Weiterbildung, e-learning 2.0, Podcasting, Open Access/ Open Content]

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“Engage Me or Enrage Me”: What Today’s Learners Demand

Posted on 18 October 2005 by jrobes

“On a recent BBC show Child of Our Time, a four-year-old who was a master of the complex video game Halo 2 was being offered so-called “learning games” that were light-years below his level, to his total frustration and rage.”

Und mir kommen häufig ähnliche Gedanken, wenn ich mir e-Learning-Programme anschaue, mit denen wir heute alle bedienen wollen, den Baby Boomer wie die Millennials, auf deren Erwartungen Marc Prensky in diesem Artikel eingeht.
Marc Prensky, EDUCAUSE Review, September/ Oktober 2005
[Kategorien: Media Literacy, Trends in der Weiterbildung]

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If Higher Education Listened to Me . . .

Posted on 18 October 2005 by jrobes

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Ein Must Read: Die aktuelle EDUCAUSE Review widmet sich ganz den Studierenden von heute und ihrem Verhältnis zum Einsatz von Neuen Medien im Studium. Den Einstieg bildet eine interessante Diskussion zwischen Vertretern verschiedener Generationen: Baby Boomer (geboren zwischen 1946 und 1964), Generation X (geboren zwischen 1965 und 1980) und Millennials (geboren nach 1980). Über alle Generationen hinweg betonen die Teilnehmer die Bedeutung des Internets und anderer Technologien an der Hochschule. Und beklagen sich über Lehrende, die sich diesen Möglichkeiten verweigern oder sie unreflektiert in ihre Lehrkonzepte integrieren.

Die Unterschiede zwischen den Generationen liegen wiederum darin, dass die Baby Boomer augenscheinlich neue Technologien sehr gezielt und punktuell einsetzen, während Generation X und Millennials neue Medien bereits fest in ihren Alltag integriert haben. Dementsprechend sind ihre Erwartungen, die wiederum weit über den Einsatz neuer Technologien hinausgehen. Es geht sehr schnell um das grundsätzliche Verhältnis zwischen Studierenden und Lehrenden:
“One of the things that I hate about college is that many faculty treat us as if we were still in high school — taking attendance, for example. We’re all adults. We should be responsible for our own learning. Let me know what it is that’s required of me, and then let me get there. Facilitate my way there, provide me with the resources, be available—on the phone or online. It would be great if we could IM our professors.”

Weitere Artikel ergänzen dieses Themenheft, z.B. “Father Google and Mother IM:
Confessions of a Net Gen Learner”
(Carie Windham) oder “Five Points of Connectivity” (Sarah E. Smith und Anthony Potoczniak).
Kitzzy Aviles, Bill Phillips, Tim Rosenblatt und Jessica Vargas, EDUCAUSE Review, September/ Oktober 2005
[Kategorien: Media Literacy, Trends in der Weiterbildung]

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Didaktische Überlegungen und Einsatzszenarien zur Implementierung von eLearning in der Hochschullehre

Posted on 17 October 2005 by jrobes

Das Projekt “eCampus-Duisburg” hatte eine Laufzeit von zwei Jahren (06/02 - 06/04), wurde vom BMBF gefördert (“Neue Medien in der Bildung”) und hatte ein Finanzvolumen von etwa 1 Mill. Euro. Ziel des Projektes war, wie die Autoren schreiben, “die systematische Integration von mobilen Endgeräten in die Präsenzlehre der Hochschule”. Davon handelt auch der Artikel. Er beschreibt die Anforderungen und Potenziale einer Notebook-University auf Organisations-, Gruppen- und Individualebene. Worüber leider noch nichts berichtet werden konnte, waren die Ergebnisse einer abschließenden Befragung der Studierenden.

Nur am Rande: Die Autoren weisen mehrmals darauf hin, dass Notebooks Studierenden helfen können, “Leerlaufzeiten” für sich besser zu nutzen. Ein interessanter Aspekt!
Jörg Stratmann, Axel Nattland und Michael Kerres, in: auf der Horst, Ch. & H. Ehlert (Hrsg.): Eine neue Qualitätskultur in der Lehre – Programme und Perspektiven nach Bologna. Düsseldorf: Grupello 2005 (pdf)
[Kategorien: eUniversity, e-learning]

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Recognising Learning: Educational and pedagogic issues in e-Portfolios

Posted on 14 October 2005 by jrobes

Ein kurzer Text und eine schöne Einstimmung für alle, die sich bald auf den Weg nach Cambridge (“ePortfolio 2005″) machen wollen: Der Autor führt sieben zentrale Funktionen von ePortfolios auf (“recognising learning, recording learning, reflecting on learning, validating learning, presenting learning, planning learning, assessing learning”). Im Anschluss vertieft er die Kompetenzen, die es braucht, um ePortfolios sinnvoll einzusetzen (Stichwort “digital literacy”) und die Anforderungen, die sich daraus für die Gestaltung von ePortfolios ergeben. Interessant auch die Links auf drei europäische Projekte zum Thema (denen ich aber noch nicht nachgegangen bin).
Graham Attwell, Weblog, 28 September 2005
[Kategorien: ePortfolios]

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Learning: A vital ingredient for successful business transformation

Posted on 14 October 2005 by jrobes

Ein neues IBM White Paper. Die Botschaft: Jede business transformation verlangt neue Werte, neues Wissen und neue Kompetenzen, wenn sie erfolgreich sein will. Das geht nicht ohne Lernen, was viele Unternehmen heute verstanden haben. Dabei unterscheiden die Autoren zwischen drei Transformationsprozessen: enterprise, process und operational transformation - und verbinden diese mit unterschiedlichen Lernstrategien, -methoden und Investments. Eine Reihe von Kundenbeispielen unterstützt die Aussagen. Eine Management-Perspektive auf Lernprozesse.

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IBM Learning Solutions, August 2005 (pdf)
[Kategorien: HR Management]

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Blackboard & WebCT

Posted on 13 October 2005 by jrobes

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Es ist gerade mal ein paar Tage her, dass der e-Learning-Markt so richtig in Bewegung gekommen war. Am 6. Oktober hatte Saba, “The Leader in Human Capital Management Solutions”, die Übernahme von Centra verkündet. Damals hieß es: “Centra’s collaborative learning offering and Saba’s enterprise learning management suite are complementary and together provide the industry’s first complete enterprise learning solution. Combined, the two companies serve 1,100 customer organizations, including over 50 of the Fortune 100.”

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Aber das war noch nicht einmal der Anfang. Am 3. August hatten bereits SumTotal und Pathlore, zwei große LMS-Anbieter, ihren Zusammenschluss bekanntgegeben. Und gestern war mein Postkorb schon wieder voll mit Extraausgaben diverser Newsletter: WebCT und Blackboard, “leading providers of enterprise software and services to the education industry”, gehen zusammen, heißt es. Diese Nachrichten betreffen auch viele deutsche Unternehmen und Organisationen: Saba ist hierzulande in einigen Großunternehmen zu Hause, Blackboard und WebCT haben die (internationale) Hochschullandschaft unter sich aufgeteilt, soweit man hier und dort nicht auf imc/CLIX oder Open Source-Plattformen setzt.
Man darf gespannt sein, wie es weitergeht.
Blackboard, Press Release, 12 Oktober 2005
[Kategorien: Learning Management Systems]

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Knowledge Workers Need Better Management

Posted on 12 October 2005 by jrobes

Endlich geht es “Knowledge Workern” an den Kragen! Man hat erkannt (jetzt kürze ich etwas ab), dass ohne sie heute wenig und morgen womöglich gar nichts mehr läuft. Und es werden, egal wie man “Knowledge Work” definiert oder abgrenzt, immer mehr. Auf der anderen Seite (wieder eine Abkürzung) drohen auch hier Länder wie Indien und China Knowledge Work pragmatisch und massenindustriell anzupacken.

Also gilt es, schnell zu handeln und hinter die Kulissen von Wissensarbeit zu schauen. Und hier wird es jetzt schwierig, vielleicht sogar paradox: Wir wissen zwar noch gar nicht richtig, wie die Prozesse der Wissensarbeit aussehen, weil wir immer nur auf ihre Produkte fixiert waren: Reports, Abschlussarbeiten, Software usw.; und weil Wissensarbeit als zutiefst individuelle Tätigkeit gilt. Aber wir wissen bereits, dass Knowledge Worker besser und produktiver werden müssen! Denn sonst wandert Knowledge Work aus (siehe oben), und der Wissensarbeiter bleibt hier.

Für die ungenutzten Ressourcen von Knowledge Workern liefert Tom Davenport in diesem Interview einige schöne Beispiele, z.B. wenn es um den professionellen Umgang mit IT, von den Telefonanlagen bis zur CRM-Software, geht. Und er betont, dass wir mehr über Knowledge Work wissen müssen, um auf ihre unterschiedlichen Ausprägungen, also die unterschiedlichen Typen von Knowledge Workern, optimal eingehen können.

Hier entsteht natürlich ein interessanter Konflikt, der auch in diesem Interview deutlich wird: Wie können organisatorische Interessen an der Steuerung, Kontrolle und Messbarkeit von Wissensarbeit und individuelle Interessen an der Optimierung persönlicher Arbeitsprozesse und -ergebnisse unter Beibehaltung von Autonomie und Selbstverantwortung in Einklang gebracht werden? (via Martin Röll, mit weiteren Anmerkungen)
Allan E. Alter, Interview mit Thomas Davenport, CIO Insight, 5 August 2005

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eLearning between content and context – on the road to innovative learning environments?

Posted on 11 October 2005 by jrobes

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Ich habe es leider nicht nach St.Gallen geschafft, wo heute und morgen der “SCIL Kongress 2005″ stattfindet, sondern nur auf die Konferenzseiten im Web. Dort findet sich diese Keynote mit vielen interessanten Stichworten und Zitaten (z.B. von Franz Beckenbauer, Alvin Toffler, Elliott Masie und Marc Prensky), die der Referent unter dem Motto “Looking at e-Learning in a time-journey” zusammengefasst hat. Richtung und Grundgedanken gefallen mir ausgezeichnet!

Es gibt noch einige weitere Materialien auf den Konferenzseiten, so z.B. zum Workshop “Changing the learning culture”. Hier (pdf) plädiert Eckart Severing, Universität Erlangen-Nürnberg, dafür, Lernprozesse nicht nur aus der Perspektive des Managements zu betrachten: “People responsible for training who are trapped in a seminar and course orientation are used to seeing learners as “participants”, as rather passive recipients of institutionalised training offers. With the utilisation of knowledge-based work, however, a new type of “knowledge worker” who relies on continuously current knowledge is arising and spreading in companies. The competences, expert and application knowledge of these people are the capital that makes them valuable for their organizations or companies.”

Anschließend beschreibt er, wie neue Medien die Arbeits- und Lernprozesse von Knowledge Workern unterstützen können. Erwin Ihm, Deutsche Telekom, führt aus (pdf), wie man sich in der Telekom in den letzten Jahren/ Jahrzehnten von einer “push-” zu einer “pull-oriented learning philosophy” entwickelt hat und gerade dabei ist, sich ein detailliertes Bild von der bestehenden Lernkultur im Unternehmen zu machen (“learning culture inventory”). Vielleicht gibt es ja in den nächsten Tagen mehr Informationen darüber …
Dieter Euler, SCIL Congress 2005, 11/12 Oktober 2005
[Kategorien: e-learning]

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management,
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