Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Blogs: ein neues Zaubermittel der Unternehmenskommunikation?

Ich muss zugeben: Das Thema „Weblogs in Unternehmen“ oder auch „Corporate Blogging“ interessiert mich kaum. Vor allem, da ich nicht weiß, wie der – im Idealfall – individuelle Charakter eines Blogs mit strategischen Unternehmenszielen vereinbar sein soll. Wenn sich allerdings mein alter Arbeitgeber, die Deutsche Bank, Gedanken über Weblogs macht, opfere ich gerne einige Minuten.

Was liegt vor? Eine solide Stellungnahme, die in den entsprechenden Abteilungen anderer DAX-Unternehmen sicher die Runde machen wird. Ihr Tenor: Der Einsatzbereich von Corporate Blogs ist begrenzt, aber man sollte Blogs im Auge behalten. Auf zwei Gesichtspunkte wird mehrmals hingewiesen: Zum einen wird ein regelmäßiges Monitoring der „neuen Kommunikationsarena ‚Blogosphäre'“ empfohlen. „Dafür spricht, dass erhebliche Reputationsrisiken entstehen können, wenn Unternehmen die rasche Meinungsbildung in der Blogosphäre nicht beachten oder falsch einschätzen.“
Zum anderen erfolgt mit Blick auf die wachsende Zahl von bloggenden Mitarbeitern der Ratschlag: „Daher benötigen Unternehmen eine klare ‚Blogging Policy.“ Dass Josef Ackermann am Montag beginnt, via Weblog mit seinen Mitarbeitern zu kommunizieren, steht nicht in diesem Report. (Danke, Johannes!)
Deutsche Bank Research, 22 August 2005 (pdf)

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2 Responses to “Blogs: ein neues Zaubermittel der Unternehmenskommunikation?”

  1. Matthias Spielkamp

    Schön, dass DB Research das jetzt auch festgestellt hat. Meinen Artikel zum Thema zu lesen, hätte aber auf wesentlich unterhaltsamere Art und Weise einen ähnlichen Erkenntnisgewinn gebracht – und viel Geld gespart 😉

    brand eins 6/2005
    Tagebücher auf Speed

    Die neue Wunderdroge der Öffentlichkeitsarbeit sind Weblogs.
    Man kann mit ihnen Kunden binden, Mitarbeiter vernetzen, gute Nachrichten streuen. Oder: Kunden vergraulen, Mitarbeiter verlieren, den PR-GAU erleiden.

    Eine Halbzeitanalyse.

    http://shorl.com/bibavogyfudre

    Antworten
  2. Jochen Robes

    Touche! Das Heft war meine Urlaubslektüre und liegt vor mir. Ich war allerdings der Ansicht, dass brand eins seine Artikel seit geraumer Zeit nicht mehr offen online zur Verfügung stellt. Das ist nicht der Fall, wie ich gerade feststellen konnte. Also: Keine böse Absicht! Aber jetzt muss ich erst mal schauen, was es zum Thema „Lernen“ zu lesen gab (5/2005).
    JR

    Antworten

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