Categorized | Zukunft des Internet


Google’s War on Hierarchy, and the Death of Hierarchical Folders

Posted on 19 July 2005 by jrobes

Deathofhierarchy.gif
Dieser Artikel hat gute Chancen, bei seinen Lesern einige “Aha”-Erlebnisse auszulösen. Und wer sich in jüngster Zeit eine Desktop Search, z.B. von Google oder Copernic (mein derzeitiger Favorit) auf seinem Rechner installiert hat, ist hier sicher richtig.

“Hierarchical Folders have dominated info organization since they first appeared over 40 years ago. But in industry after industry, a strange thing is happening: hierarchy is under severe attack, and even dying out.
Just take a look at some of the most successful info-based businesses of all time:
- Yahoo’s Web Directory
- Microsoft Outlook’s email folders
- Microsoft Window’s file system
All three businesses have achieved enormous success using hierarchical nested folders. And yet, one of these businesses has already abandoned Hierarchies, and the other two Hierarchies are under attack.

The company behind all three of these attacks? Google, the web’s leading search engine.
Their famously ambitious mission statement goes well beyond Web Search: they vow to “organize the world’s information and make it universally accessible and useful”. But if you examine Google’s products closely, you may notice a surprising pattern: Google is attempting to organize the world’s information without folders.”
John Hiler, Microcontent News, 10 Mai 2005
[Kategorien: Zukunft des Internet]

Popularity: 4% [?]

3 Comments For This Post

  1. Matthias Spielkamp Says:

    Interessanter Artikel, in der Tat. Er blendet allerdings zwei Punkte aus. Zum einen das “Paradoxon der Informationsbeschaffung”, das besagt, dass man nur suchen (und damit finden) kann, was man ohnehin schon kennt. Wenn ich nicht weiß, welche Suchbegriffe ich eingeben muss, kann ich auch nichts finden. Auf die Ordner-Metapher übertragen: In manchem Ordner bzw. in mancher Verzeichnis-Kategorie bin ich schon auf Dinge gestoßen (”habe ich gefunden” wäre hier ein problematischer Ausdruck), die ich dort nicht erwartet hatte - die ich mir aber vielleicht durchaus erhofft hatte. Ganz im Sinne des “exploration paradigm”, bei dem ich stöbere, und im Gegensatz zum “matching paradigm”, bei dem ich eine sehr genaue Vorstellung davon haben muss, was ich finden will. Ich selber nutze Desktop-Search schon seit Jahren, aber ich nutze durchaus auch noch Web-Verzeichnisse (die in der Tat sehr zu wünschen übrig lassen). Daher bin ich sehr gespannt, ob / wie sich die (durchaus geniale) Conversations-Idee auf die Dateiverwaltung übertragen lässt.

    Der zweite Punkt ist ein sehr deutscher, habe ich inzwischen oft den Eindruck. Was ihn nicht weniger wichtig werden lässt. Wie sieht es denn mit dem Datenschutz in diesen Systemen aus? Der Autor träumt vom GDrive. Ich kann mir durchaus den entsprechenden Alptraum zu diesem Szenario vorstellen - vor allem in Kombination mit dem Wissen darüber, dass Google seine Dienste (auch GMail) mithilfe von Werbeeinblendungen finanziert, deren Inhalt auf dem Inhalt der abgespeicherten Mails beruht. Kann es denn ernsthaft wünschenswert (oder auch nur unproblematisch) sein, dass Google den Inhalt meiner Festplatte “kennt”?

  2. Jochen Robes Says:

    Danke für das Feedback, das ich in beiden Punkten gut nachvollziehen kann. Aber ich glaube, dass die Fragezeichen hinter den Möglichkeiten von “Google” (und anderen Diensten) kein deutsches Phänomen sind. Man darf wirklich gespannt sein, in welcher Weise sich die “Öffentlichkeit” bzw. das Verhältnis von “privat/öffentlich” zukünftig weiterentwickeln wird. Nur am Rande: Ich hatte mir erhofft, hier im gerade erschienenen Buch, “Die Googlegesellschaft”, einige Ideen, evtl. sogar Antworten zu finden, aber hier fehlt offensichtlich noch etwas die Distanz, die für solche Fragestellungen notwendig wäre.
    JR

  3. www.petersheim.de Says:

    Das Verschwinden der Bildung in der E-Learning-Diskussion - Jochen Robes

    Bezogen auf den Artikel von Gabi Reinmann, Arbeitsbericht Nr.6, Universität Augsburg (Medienpädagogik), März 2005 (pdf) meint Jochen Robes im Weiterbildungsblog:

About me

Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management,
Social Media und MOOCs
XING

Newsletter (wöchentliche Übersicht)

E-mail:   

Subscribe    Unsubscribe

Photos from our Flickr stream

Hochschulforum Digitalisierung Gruppenbild

cMOOC-Runde

gfwm-beiratstreffen-2013

corporatelearningcamp 2013

robes_mld2013

13:14:02

sportograf-43743811

13:30:41

See all photos