Archive | May, 2005

ePortfolios

Posted on 31 May 2005 by jrobes

“Eportfolios are the current blog-volume trend”, schreibt George Siemens, und ich kann derzeit auch nur auf einige Artikel und Ressourcen hinweisen, mit dem Lesen komme ich bei dem Thema schon lange nicht mehr nach. Da gab es z.B. am 27. April in Salzburg das “ePortfolio Forum Austria 2005″, dessen Präsentationen online zur Verfügung stehen. Hier findet sich auch eine kurze Definition: “An ePortfolio is a structured personal digital collection of information describing and illustrating a person`s learning career, experience and achievements. ePortfolios are privately owned and the owner has complete control over who has access to what and when.”

Auf die Artikel bzw. Stoffsammlungen von George Siemens und Scott Wilson hatte ich kürzlich hingewiesen. Jüngst kam ein Report, “Developing and Implementing a Methodology for Reviewing E-portfolio Products” (Helen C Richardson und Rob Ward, The Centre for Recording Achievement), hinzu, der auf 63 Seiten eine “review of existing e-portfolio software applications in use in the UK, and a synthesis of literature reviews on e-portfolio systems” verspricht.

Und dann gibt es diesen “Facilitator’s Guide to Reflection and Portfolio Development” (Saskatchewan Learning, pdf) “This guide has been developed to support facilitators as they lead learners through a process of thinking about what they know and can do (reflection). Through involvement in these activities, learners identify the knowledge, skills, and attitudes they have developed, and create evidence of their learning. These general activities are intended to be adapted by facilitators to meet the needs of any group.”
Sobald ich Zeit für die Lektüre gefunden habe, gibt es mehr.

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How to be a Good Learner

Posted on 30 May 2005 by jrobes

What I’m Really Saying Here …
- You are at the centre of your own personal learning network
- To gain from self-directed learning you must be self-directed
- These principles should guide how we teach as well as how we learn”

Eine Fülle von Anregungen und Ideen. Als PowerPoint und MP3.
Stephen Downes, Stephen’s Web, 26 Mai 2005
[Kategorien: Media Literacy]

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Communication and Interactions in E-Learning

Posted on 27 May 2005 by jrobes

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Wer ab und zu Schriften von Peter Baumgartner liest, dem werden die Inhalte dieses Artikels vertraut sein: Zuerst stellt der Autor “Three Models of Education” vor - Teaching I, II und III, in Anlehnung an behaviouristische, kognitivistische und konstruktivistische Lerntheorien. Dann kommt ein erkenntnistheoretisches Intermezzo mit Referenzen zu Donald Schön, John R. Searle und Jürgen Habermas, und wenn man gerade dabei ist, etwas den Boden unter den Füßen zu verlieren, wird es wieder anschaulich, und Peter Baumgartner ordnet verschiedene Typen von CMS’ den verschiedenen “Teaching Models” zu (siehe Grafik). Hier kann man durchatmen und z.B. lesen: “Wikis can be compared with the ideal of an egalitarian community like communism: Everybody owns the work of everybody.” Mich hat der Text daran erinnert, dass ich Baumgartners jüngstes Werk, “Content Management Systeme in e-Education”, noch lesen will. Es hat nicht zufällig jemand ein Exemplar für mich übrig?
Peter on eEducation, 16 Mai 2005 (pdf, 1020 KB)
[Kategorien: e-Learning]

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Interview: Marc Rosenberg Is Positive about the Future

Posted on 27 May 2005 by jrobes

Ich weiss nicht, warum mir dieses Interview erst jetzt aufgefallen ist. Marc Rosenberg, “leading expert in the world of training, organizational learning, e-learning, knowledge management, and performance improvement”, spricht über das tägliche Geschäft von eLearning Professionals und wie sehr ihr Erfolg davon abhängt, dass sie ihre Arbeit strategisch richtig platzieren. Vor allem der Einstieg gefällt mir sehr:

“However, I think it’s more important to understand the concept of e-learning. That means that the definition of e-learning really needs to go back to how training professionals define their role. If professionals define their role narrowly, as in “we do training,” then that definition is fine. If professionals expand their role to believe that their role is to improve performance, impact the business, and support knowledge workers, then the technology around learning and information becomes much more broad than delivering training electronically. There’s knowledge management, collaboration, communities of practice, and performance support. All of those things look nothing like training, and they’re not developed like training.
So, if we have a broader definition of our role, then we need find a broader definition of e-learning, which is using Internet technologies to deliver a broad array of solutions that impact learning and performance.”

Wer Marc Rosenberg einmal live sehen und hören will, hat im Oktober auf dem SCIL-Kongress in St. Gallen die Gelegenheit.
Ryann Ellis, Learning Circuits, März 2005
[Kategorien: e-learning]

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e-Portfolios

Posted on 25 May 2005 by jrobes

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Das ist die umfangreichste Stoffsammlung zum Thema, die mir bis heute begegnet ist! Viele Anregungen und Ideen, die eine Vorstellung davon geben, wo es hingehen könnte … Besonders die Kapitel “What is an e-Portfolio for” und “Ownership” sind lesenswert. (via Stephen Downes)
Scott Wilson, Scott’s Workblog, 23 Mai 2005
[Kategorien: ePortfolios]

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Arbeitskreis für Technologieunterstütztes Lernen in Banken und Bausparkassen (TLB)

Posted on 25 May 2005 by jrobes

cs_horgen.jpg

Von Sonntag bis Dienstag war ich auf dem halbjährlichen TLB-Meeting in Zürich. TLB steht für “Technologieunterstütztes Lernen in Banken und Bausparkassen”, und der Arbeitskreis traf sich bereits zum 19. Mal(!), dieses Mal in den Räumlichkeiten der Credit Suisse (hier gibt’s noch eine schöne Panorama-Sicht des Bocken-Guts in Horgen, in dem sich das Communication Center der Credit Suisse befindet). Schade, dass die ersten anderthalb Tage vom Dauerregen geprägt waren!

Zwei Beobachtungen nehme ich aus Zürich mit nach Hause: (a) Man entwickelt selbst. Autorenwerkzeuge sind in den meisten Banken angekommen, und für viele e-Learning-Teams ist es die (letzte?) Chance, die eigenen Kompetenzen unmittelbar unter Beweis zu stellen und das Thema e-Learning noch einmal richtig anzustoßen. Dazu gehört auch, dass man intern die Werbetrommel rührt (“30 Minuten e-Learning in drei Sprachen in drei Wochen einsatzbereit”) und auch vor pragmatischen, an PowerPoint orientierten Lösungen nicht zurückschreckt. Übrigens hatten einige Banken verschiedene Werkzeuge im Einsatz mit den Schwerpunkten Fachwissen, Applikationstraining/ Simulation und e-Testing.

(b) Die zweite Beobachtung betrifft das Thema “informelles Lernen”, auf wir uns am ersten Tag mit viel Begeisterung und Engagement gestürzt haben. Hier mussten wir schnell feststellen, wie schwer es ist, sich auf ein gemeinsames Verständnis von informellem Lernen zu einigen, und wie gefragt Praxisbeispiele sind, die eine Verbindung von informellen und formellen Lernprozessen aufzeigen können.

Da am Montag auch Rainer Matiaske (QUEM/ LiNe) präsentierte, habe ich zu Hause noch einmal einen Blick in das Kompendium “Lernkultur Kompetenzentwicklung - Begriffliche Grundlagen” (pdf, 989 KB) geworfen. Dort steht:
“Der Terminus formelles Lernen bezeichnet Lernprozesse, die institutionalisiert, curricular organisiert und wesentlich fremdgesteuert vollzogen werden.
Der Terminus informelles Lernen bezeichnet Lernprozesse, die durch das Subjekt als Lernen antizipiert, selbstorganisiert und reflektiert werden, eine Eigenzeit und gerichtete Aufmerksamkeit erfordert, an Problemsituationen gebunden, aber nicht in eine Institution eingebunden sind.”

Da aus diesem Umfeld gegenwärtig die meisten Beiträge zum Thema kommen, war es für mich doch noch einmal überraschend zu lesen, wie eng der Begriff des informellen Lernens hier gefasst wird und wie deutlich das informelle Lernen vom “beiläufigen Lernen” als dem unbewussten und nicht reflektierten Lernen abgegrenzt wird! In vielen Begriffsbestimmungen wird aber (Gott sei Dank!) das informelle Lernen weiter gefasst und schließt auch das unbewusste Lernen ein (z.B. Günther Dohmen: Das informelle Lernen 2001 (pdf, 1,05 MB); Wolfgang Wittwer/ Steffen Kirchhof: Informelles Lernen und Weiterbildung 2003).

Doch zurück zur Praxis: Welche Möglichkeiten besitzt nun die Weiterbildung, um informelle Lernprozesse zu unterstützen? Welchen Beitrag kann e-Learning dabei leisten? Wie können formelle und informelle Lernprozesse integriert werden?

In der Diskussion dieser Fragen mangelte es uns, wie gesagt, vor allem an konkreten Beispielen! Ein Teilnehmer erzählte von Lernprogrammen, die in ihren Arbeitsaufgaben über das Programm selbst hinausweisen und die sich in ihren Testaufgaben nicht nur auf das zuvor präsentierte Fachwissen beziehen. Ein zweites Beispiel war eine Lernumgebung, in der einzig das Lernziel gegeben (Bestehen eines Tests), der Lernweg aber offen war: Der Lerner kann sich aus verschiedenen Quellen informieren; ob er es tut, spielt keine Rolle, solange er den Test besteht. Aber dann wurde die Luft bereits dünn.
[Kategorien: Informelles Lernen, e-learning]

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Informelles Lernen im Betrieb

Posted on 24 May 2005 by jrobes

Ein kurzer Ausschnitt aus einem Interview mit mir, das seit heute online ist:

CHECKpoint elearning: “In einem ihrer Vorträge machten sie deutlich, wo die Unterschiede zwischen dem Corporate Gedanken für Wissensmanagement und dem Persönlichen Wissensmanagement lägen. Abschließend sagten sie, es sei eine Herausforderung diese beiden Bereiche zusammen zu bringen. Wie stellen sie sich das vor?”

Dr. Jochen Robes: “Die Unterscheidung, auf die ich vor allem hinweisen wollte, ist die zwischen formellem und informellem eLearning. Heute liegt der Schwerpunkt in Unternehmen, was eLearning betrifft, in elektronisch gestützten Kursen, wie wir sie seit den ersten Tagen des CBT kennen. Der Mitarbeiter tritt dabei aus dem Arbeitsprozess heraus, um zu lernen. Er “öffnet” ein Lernprogramm mit einem definierten Umfang, sequenziell abgehandelten Themen und mit Aufgaben und Tests zur individuellen Wissensüberprüfung.

In wissensintensiven Arbeitsprozessen suchen Mitarbeiter jedoch Angebote, die darüber hinausgehen: Sie nutzen das Internet, Suchmaschinen wie Google, Portale und Datenbanken, um relevante Informationen zu finden. Sie greifen auf Online-Communities, Expertengruppen und Diskussionsforen zurück, um sich in Netzwerken zu orientieren und ihre Entscheidungen zu stützen. Sie lernen, ohne aus dem Arbeitsprozess herauszutreten.

Diese Form des Lernens setzt natürlich voraus, dass Mitarbeiter autonom und eigenverantwortlich ihre Arbeits- und Lernprozesse steuern können! Deshalb habe ich, natürlich stark verkürzt, auch vom “eLearning für Wissensarbeiter” gesprochen. An anderer Stelle wird diese Form des arbeitsintegrierten Lernens mal persönliches Wissensmanagement, mal informelles Lernen bzw. e-Learning genannt. Wie auch immer: Es ist bis heute noch viel zu selten ein Thema in der betrieblichen Weiterbildung, obwohl gerade hier ungeheure Potenziale liegen.”
Joscha Remus, CHECKpoint elearning, Mai 2005
[Kategorien: Informelles Lernen]

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Competency based learning management

Posted on 23 May 2005 by jrobes

Schon mal etwas von Competency Based Learning Management, kurz: CBLM, gehört? Wenn nicht, dann bringt einen dieser Artikel nicht weiter. Wenn ja, dann liefert der Autor interessante Pros und Cons zum Nachdenken. Obwohl ich eine stärkere, auch durch Systeme gestützte Verbindung von Lernangeboten und Kompetenzmodellen für dringend notwendig erachte, sehe ich auch den folgenden Punkt:
“… all CBLM initiatives are in a state of perpetual rapid decay, like a snowball rolling down a warm hill. A CBLM system, in a company competing in rapidly-changing dynamic markets, has a half-life of mere months.”
Godfrey Parkin, Parkin’s Lot, 30 April 2005
[Kategorien: Kompetenzen]

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Bildungscontrolling. Wie lässt sich der Erfolg von E-Learning messen?

Posted on 23 May 2005 by jrobes

Der Artikel unterstreicht die ungebrochene Bedeutung des Themas, zählt einige bekannte Unterscheidungen auf und weist dann auf drei “Bildungscontrolling-Systeme” hin, die nach Aussage der Autoren kürzlich auf den Markt gekommen sind. “Bildungscontrolling-Systeme”? Mit zwei Systemen können scheinbar vornehmlich Tests zur Wissensstandsabfrage und Lernerfolgskontrolle erstellt werden; ein System kann auch zur Qualifizierungsbedarfs- und Potenzialanalyse eingesetzt werden.
add new knowledge, Mai 2005
[Kategorien: Bildungscontrolling]

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CSTD Panel on the Future of Learning

Posted on 20 May 2005 by jrobes

Zuerst habe ich einen kurzen Reisebericht von Helge Schneider in der Frankfurter Rundschau gelesen (”Ich fliege schon seit zwanzig Jahren nicht mehr - wegen dem 11. September“; leider nicht online), dann habe ich mir den aufrechten Schotten George Galloway angehört, der dem US-Senat “eine Lehrstunde in demokratischer Opposition” gab, wie in Telepolis zu lesen war und dessen Auftritt hier zu sehen ist. Beeindruckend! Und schließlich habe ich mir noch dieses Roundtable angehört, das mit Stephen Downes, Jay Cross und Rob Pearson (letzterer war mir allerdings nicht bekannt) hervorragend besetzt war.

Unterhaltsam und informativ! Von der Eingangsfrage der Moderatorin: “Stephen, what is the future of LMS’?” (Seine Antwort: “Limited”) bis zum Statement von, ich glaube, Jay Cross: “Curriculum for kids, discovery for adults”. Weitere Stichworte waren weblogs, informal learning und personal learning environments. Gut gelaunte und mitteilsame Experten. Eine Stunde MP3.
Stephen Downes, Jay Cross, Rob Pearson und Lisa Neal, Stephen’s Web, 17 Mai 2005
[Kategorien: Trends in der Weiterbildung]

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Welche Infrastruktur benötigt eLearning?

Posted on 20 May 2005 by jrobes

Thomas Reglin hat mir diesen Artikel vor einigen Tagen zugeschickt, nachdem ich ihn im Anschluss an das Zukunftsforum in Berlin, wo er präsentiert hatte, um seine Materialien gebeten hatte. Das Spannende aus meiner Sicht: Ich hatte ja auf der CeBIT im März zum Thema “e-Learning für Wissensarbeiter” referiert und am Beispiel eines fiktiven Knowledge Workers eine Rundreise zu verschiedenen Systemen und Tools gemacht - von Online Communities bis zu ePortfolios. Dabei wollte ich aufzeigen, welche Hilfsmittel Knowledge Workern heute zur Verfügung stehen, wie sie diese Hilfsmittel in ihre Arbeitsprozesse integrieren und damit die Trennung von Arbeits- und Lernprozessen auflösen. Zugleich habe ich diese Form des e-Learnings der Welt des Corporate e-Learning gegenüberstellt, die auch heute noch von der Perspektive des Bildungsmanagements und der Kosteneffizienz bestimmt ist.

Ich muss etwas ausholen, denn Thomas Reglin liefert in diesem Artikel die begriffliche Systematik, die mir in meinem praxis- bzw. tool-orientierten Überblick gefehlt hat!! Das ist zum einen die Unterscheidung von e-Learning als formelles arbeitsplatznahes Lernen und e-Learning als Instrument arbeitsintegrierten Lernens. Er schreibt:

“Im Kern geht es um die Unterscheidung von
- arbeitsplatznahem, dabei am traditionellen seminaristischen Paradigma durchgehend orientiertem eLearning [Severing 2003] und
- einem eLearning, das sich als Hilfsmittel für jene Lernprozesse versteht, die an wissensintensiven Arbeitsplätzen immer schon stattfinden, ohne dass die Akteure in eine explizite Lernsituation eintreten (arbeitsintegriertes Lernen).”

Oder, wie er auch sagt, es geht um die Unterscheidung von formellem und informellem e-Learning.

Auf die Infrastruktur für formelles e-Learning - und da kommt der Titel dieses Artikels ins Spiel - will ich an dieser Stelle nicht eingehen. Wie steht es aber um die Infrastruktur für informelles e-Learning? Hier müssen sich Lernende und Organisationen, so Thomas Reglin, grundlegend verändern:
“- Die Lernenden müssen über Selbstorganisationskompetenzen, Recherchestrategien und Medienkompetenz verfügen, bereit sein, sich weiter zu entwickeln, und für Neues offen sein.
- Die Organisationen müssen diese Kompetenzen fördern (Stichworte: Coaching und Lernberatung) und ihren Mitarbeitern die Freiräume zugestehen, die zu ihrer Betätigung erforderlich sind. Das hat technische Aspekte (Computer- und Internetzugänge, Firewalls), ist aber vor allem eine Frage der Offenheit für Innovationen, auch solche, die bottom-up angestoßen werden, und – im Falle der Online Communities – auch eine Frage der Bereitschaft zur Wissenskommunikation im Unternehmen und über Unternehmensgrenzen hinweg.”

Und der Autor schließt mit einer Bemerkung, die jede Weiterbildungsabteilung aufrütteln sollte: Problemlösesituationen im Kontext von Wissensarbeit erzeugen kontinuierlich Lernbedarf einer Art, der sich durch formalisiertes Lernen schlicht nicht decken lässt. Seinem Wesen nach nicht antizipierbar, bedarf er eigener Instrumente, wie es eben (u.a.) Suchmaschinen und Diskussionsforen sind. Die Individuen sind daher in zunehmendem Maße auf Selbstlernkompetenz angewiesen. Sie zu fördern wird zu einer vordringlichen Aufgabe der Berufspädagogen. Und formelles eLearning wird künftig nicht zuletzt daran zu messen sein, inwiefern es fließende Übergänge zum informellen Lernen mit Medien vorsieht.”

Wie bereits angedeutet: Es ist eine schöne Sache, wenn man seine eigenen Gedanken so “aufgeräumt” wiederfindet. Und da ich die durchschnittliche Länge eines Eintrags bereits weit überschritten habe, noch eine Bemerkung: Ich denke, dass man im nächsten Schritt die kollaborative Seite der Wissensarbeit und des arbeitsintegrierten Lernens noch deutlicher herausstreichen sollte. Es ist ja kein Zufall, dass fast alle Hilfsmittel und Instrumente, die hier beschrieben werden, gerade durch ihre Möglichkeiten der Vernetzung und des Knowledge Sharing derzeit so große Aufmerksamkeit erzielen! Vielleicht muss hier das Modell der “vollständigen Handlung” (bitte den Artikel lesen!) mit seinen Stufen Informieren, Planen, Entscheiden, Ausführen, Kontrollieren, Bewerten ergänzt bzw. erweitert werden. Vielleicht stößt es gar an Grenzen.
Thomas Reglin, in: Hahne, K.; Zinke, G. (Hrsg.), E-Learning: Virtuelle Kompetenzzentren und Online-Communities zur Unterstützung arbeitsplatznahen Lernens, Bielefeld 2004, S. 125 - 142 (pdf)
[Kategorien: e-learning, Informelles Lernen]

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Enabling Mobile Learning

Posted on 19 May 2005 by jrobes

Mobile Learning ist immer noch kein Thema, dass mein Herz schneller schlagen lässt. Aus meine Sicht ist es zuerst einmal ein neues Atttribut (”mobile”), das die bekannten (”online”, “flexibel”, “jederzeit”, “an jedem Ort”, usw.) ergänzt, teilweise auch nur ersetzt. Natürlich ist nicht zu übersehen, dass die Vernetzung weiter voranschreitet (“The mobile revolution is finally here.“, heisst es in diesem Artikel), und vielleicht ist genau das der Punkt.

Die Autorin aus dem Hause Macromedia liefert ein aktuelles Bild der “mobile landscape” und hält fest: “[Mobile learning] responds to the on-demand learning interests of connected citizens in an information-centric world. It also connects formal educational experience (e.g., taking a class, attending a workshop, or participating in a training session) with informal, situated learning experience (e.g., receiving performance support while on the job or taking advantage of what David Metcalf has called “stolen moments for learning”6 while riding the train or sitting in an airport waiting for a flight).”
Das Glossar am Ende des Artikels (”A Mobile and Wireless Technology Lexicon”!) ist hilfreich und rundet die Geschichte ab.
Ellen D. Wagner, EDUCAUSE Review, Mai/Juni 2005, Vol. 40, Nr.3
[Kategorien: e-learning]

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Formalizing Informal Learning

Posted on 18 May 2005 by jrobes

Hier wird dankenswerter Weise ein aktuelles Thema aus Unternehmensperspektive dargestellt. Es geht um die Integration von formellen und informellen Lernprozessen. Die Antwort der Autoren:
“Informal learning is inherent in most organizations. It is the natural collaboration of people as they work and share knowledge and ideas. No system or learning model could or should formalize all organizational learning. How do you know what to capture? When the learning is repeatable by others and is important to the performance measures, it should be integrated with formal learning. That is, the learning should be captured, shared and leveraged, as well as managed and measured, as part of the formal learning program.”

Wie ein entsprechendes Modell aussieht, das diesen integrativen Weg aufnimmt, wird u.a. kurz am Beispiel von Ernst & Young gezeigt. Im Mittelpunkt deren Modells steht der “knowledge worker”, who knows “how to continually upgrade their professional skills and industry knowledge, and where and to leverage the expertise of others.”

Der Artikel sensibilisiert für das Thema formelles/ informelles Lernen und gibt Fragen und Stichworte wie knowledge management oder performance-based learning mit auf den Weg. Sicher ein Anfang.
Brenda Wisniewski und Kevin McMahon, CLO, April 2005
[Kategorien: Informelles Lernen]

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Friese Elfsteden Rijwieltocht 2005

Posted on 17 May 2005 by jrobes

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Zum Schreiben fehlt mir heute die Lust, was unmittelbar mit den 259 Kilometern zu tun hat, die auf meinem Tacho standen, als ich gestern wieder auf meinem Zimmer in Sneek (Friesland) war. Heute morgen ging es dann zurück nach Frankfurt, wo ich mir gerade etwas Ruhe gönne. Wer neugierig ist und wissen will, was ich (und 15.000 andere) am Pfingstmontag auf dem Rad tun, ist hier richtig. Das Foto wurde übrigens zufällig geschossen, sonst hätte ich mich für die Fotografin natürlich etwas angestrengt!

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Centralizing the Learning Management Process

Posted on 13 May 2005 by jrobes

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Man darf sich von dieser Case Study nicht zu viel versprechen. Man erfährt aber immerhin, dass hier ein Unternehmen, Cytec Industries mit 4.500 Beschäftigten weltweit, 25 (!) parallele LMS-Lösungen durch eine einzige (Learn.com) ersetzt hat, dass ein ASP-Modell die adäquate Antwort auf ihren Business Case war und dass durch Gesetzgeber und Aufsichtsbehörden vorgeschriebene Training Events (“Compliance”) ein mächtiger Treiber dieses Prozesses waren. Etwas schmunzeln musste ich allerdings beim letzten Ratschlag: “Don’t be afraid to replace a system that no longer meets your needs.” Das macht sicher Mut, denn in der Praxis tut man sich halt doch manchmal schwer, aus einem 3-Jahres-Vertrag vorzeitig auszusteigen.
Heidi Spirgi, Bersin & Associates, Februar 2005 (pdf)
[Kategorien: Learning Management Systems]

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Gates vs. Google: Search and Destroy

Posted on 13 May 2005 by jrobes

Wer sich für den Zusammenhang von Internet und Weiterbildung interessiert, kommt am Thema “Search” nicht vorbei. Hier wird in den nächsten Jahren noch einiges zu erwarten sein, denn es geht schließlich um viel: “control over what users do first when they turn on their computers”. Dieser Artikel berichtet über Microsoft’s Anstrengungen, mit “Project Underdog” Boden gegenüber Google gutzumachen. Ein detaillierter Insiderbericht mit einigen interessanten Ausblicken zum Thema. (via George Siemens)
Fred Vogelstein, FORTUNE, 18 April 2005
[Kategorien: Zukunft des Internet]

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Eine neue Lernkultur entwickeln: Kompetenzbasierte Ausbildung mit Blogs und E-Portfolios

Posted on 12 May 2005 by jrobes

Die Verarbeitung von Informationen, d.h. die Transformation von Information zu Wissen, wird die Grundfertigkeit kommender Generationen sein, so der Autor. Doch gerade über diesen Prozess der Aneignung von Wissen (“knowledge work”) und die damit verbundenen Kompetenzen wissen wir wenig:
“Die vorherrschende Lehrkultur basiert (leider) immer noch auf der Bewertung individuell erstellter Lernergebnisse (z.B. ein Aufsatz, ein Bericht, eine Zeichnung, ein Computerprogramm etc.) und nicht auf die Beobachtung und Unterstützung des Konstruktionsprozesses (einen Aufsatz, Bericht etc. verfassen).”

Und dann beschreibt Peter Baumgartner, wie eine Verknüpfung von Weblogs und Portfolios hier unterstützen kann: Weblogs als individuelle Lerntagebücher, die die Auseinandersetzung mit einer Aufgabe (”Lernkarriere”) sichtbar machen; und Portfolios als (elektronische) Sammelmappen, die Lern- und Anwendungsergebnisse dokumentieren. Die didaktischen Konsequenzen aus Sicht des Autors: “Erstens wird die Selbststeuerung des Lernprozesses unterstützt und zweitens muss in dieser Auseinandersetzung mit den eigenen Momentaufnahmen (Lernprodukten) des Lernprozesses eine Metasprache entwickelt werden. Eine Sprache, die nicht nur die statischen Merkmale der Produkte reflektiert, sondern auch den Lernprozess selbst.”

Es ist erstaunlich, wie wenig wir über “knowledge work” wissen, wo wir doch gewohnt sind, Arbeitsprozesse in kleinste Einheiten zu zerlegen (und wieder neu zusammenzusetzen). Vor allem auch, was das Zusammenspiel von organisatorischen, individualpsychologischen und sozialen Faktoren betrifft.
Peter Baumgartner, Peter on eEducation, 23 April 2005
[Kategorien: Weblogs, ePortfolios]

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Brain Candy

Posted on 11 May 2005 by jrobes

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Das muss hier noch rein, denn es geht um Popkultur, und es geht um’s Lernen: Malcolm Gladwell (“The Tipping Point”, “Blink”) hat ein Buch gelesen und rezensiert. Beide, die Rezension (sage ich) wie das Buch (sagt Gladwell), sind höchst unterhaltsam und lehrreich. Zwei Fundstücke mögen dies unterstreichen:

“Twenty years ago, a political philosopher named James Flynn uncovered a curious fact. Americans—at least, as measured by I.Q. tests—were getting smarter. … Flynn found, I.Q. scores showed a steady upward trajectory, rising by about three points per decade …

What’s more, the increases have not been confined to children who go to enriched day-care centers and private schools. The middle part of the curve—the people who have supposedly been suffering from a deteriorating public-school system and a steady diet of lowest-common-denominator television and mindless pop music—has increased just as much. What on earth is happening? In the wonderfully entertaining “Everything Bad Is Good for You” (Riverhead; $23.95), Steven Johnson proposes that what is making us smarter is precisely what we thought was making us dumber: popular culture.”

“So why, as a society, are we so enamored of homework? Perhaps because we have so little faith in the value of the things that children would otherwise be doing with their time. They could go out for a walk, and get some exercise; they could spend time with their peers, and reap the rewards of friendship. Or, Johnson suggests, they could be playing a video game, and giving their minds a rigorous workout.”
Malcolm Gladwell, The New Yorker, 9 Mai 2005
[Kategorien: Weiterbildung allgemein]

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Workflow Learning Gets Real

Posted on 11 May 2005 by jrobes

Es gibt (mindestens) zwei Formen des Lernens: Lernen als Intervention, die Routinen unterbricht und einen neuen Prozess startet; und Lernen, das fest in Arbeitsprozesse integriert ist: Workflow Learning. Letzteres rückt immer mehr in den Mittelpunkt. “Future workers will be value-driven because there is no script. … Learning will be fused into work, delivered in small fragments (“right size”) on whatever devce tethers them to the Internet (“right device” and “right place”) just when they need it (“right time”). In other words, we will have what we call workflow learning.”

Der Artikel konzentriert sich ganz darauf, das Konzept des Workflow Learning und damit einhergehende Prozesse zu beschreiben: Das geschieht zum Teil sehr plakativ (“Knowledge workers spend just 20 percent of their time adding core value.”), zum Teil in gewöhnungsbedürftigen Bildern (“We think of a worker as the sum of employee and support systems, combining the strengths of each …”) und ohne Rücksicht auf Ungleichzeitigkeiten, die der Übergang in neue Arbeitswelten und –prozesse mit sich bringen wird. Aber die Grundaussagen unterschreibe ich gerne:

“In the not-very-distant future, workers will:
- Have a unique, personalized view of their work, based on their role in the enterprise.
- Have learning snippets embedded in work.
- Be alerted when needed.
- Directly connect to experts as necessary.
- Have easy access to peers.
- Have smart FAQs and simulations for guidance.
- Be location aware (GPS).
- Always be online wirelessly (ambient computing).
- Have support for understanding work in its strategic context.”

Jay Cross und Tony O’Driscoll, TrainingMag.com, Mai 2005
[Kategorien: Trends in der Weiterbildung]

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Change or Die

Posted on 10 May 2005 by jrobes

“All leadership comes down to this: changing people’s behavior. Why is that so damn hard? Science offers some surprising new answers – and ways to do better. …

The conventional wisdom says that crisis is a powerful motivator for change. But severe heart disease is among the most serious of personal crises, and it doesn’t motivate — at least not nearly enough. Nor does giving people accurate analyses and factual information about their situations. What works? Why, in general, is change so incredibly difficult for people? What is it about how our brains are wired that resists change so tenaciously? Why do we fight even what we know to be in our own vital interests?”

Obwohl das Thema ein Klassiker ist, präsentiert der Artikel einige überaus interessante Einsichten - und ist zu Recht bereits mehrmals erwähnt und kommentiert worden.
Alan Deutschmann, Fast Company, Issue 94, Mai 2005
[Kategorie: New Thinking]

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management,
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