Archive | April, 2005

Hier stehe ich, ich kann nicht anders!

Posted on 29 April 2005 by jrobes

Eine Flaschenpost aus dem Jahr 2050 hat mich gestern erreicht. Das Z_magazin Nr.1. Schmeichelnde Worte im Editorial: “Wir haben Sie gezielt ausgewählt. … Wir suchen uns unsere Leserschaft, nicht umgekehrt.” Okay, ich muss zugeben, dass ich nicht mehr rekonstruieren kann, warum die Herausgeber mich gesucht und gefunden haben. Jedenfalls habe ich mir die knapp einhundert Seiten, herausgegeben von Z_punkt, The Foresight Company, durchgelesen, und ich muss zugeben: Nicht uninteressant, vor allem z.B. im Vergleich zu Siemens’ Horizons2020. Radikaler. Anstelle der “Europäischen Verfassung” stehen 2050 die “Vereinigten Regionen von Europa” und die Transformation Europas zu einer dezentral organisierten Gesellschaftsform und Wirtschaftsweise. Auf dem Weg ins Jahr 2050 sind Globalisierung, religiöser Fundamentalismus und Terror die treibenden Kräfte. Technologisch sind es Replikatoren und Androiden, also Versatzstücke aus “Deep Space Nine” und “Star Wars”. Und aus Open Source wurde Open Things.

Aber wie immer bin ich ja auf der Suche nach den entsprechenden Bildungsszenarien. Das einzige auf Bildung hinweisende Kapitel heisst “Sieben Thesen gegen die Wissensdiktatur” und schildert einen Spam-Angriff, der sich blitzschnell über die Bildschirme des Jahres 2050 verbreitet. Die Botschaften: “Wissen ist nicht auf Einsen und Nullen reduzierbar.” “Stürmt die Elfenbeintürme! Bekämpft die Geheimlogen! Installiert legitime demokratische Strukturen der Wissensproduktion!” Es geht um eine gerechte Verteilung des Gutes Wissen. Aus meiner Sicht ist es leider der Beitrag in diesem Magazin, der am wenigsten Überraschendes bietet. Aber vielleicht wird das im Weblog “Leben 2050″ nachgeholt. Denn leider gibt es das Magazin nur als Leseprobe.
Z_punkt, Z_magazin, Nr.1, Januar 2050 (pdf)

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Collaborative learning tools

Posted on 29 April 2005 by jrobes

“Is there a blogger business model?” fragt Joscha Remus. Und Stephen Downes antwortet: “Where blogging will ultimately be financially successful is where content (including learning content) will ultimately be successful: as a value-add to more commercial products.” Also ein weiterer Dämpfer für alle, die überlegen, ganz und allein auf die Blogging-Karte zu setzen. Weitere Stichworte dieses Interviews sind “social software”, “semantic social networks” und “podcasting”. Wer also hier noch Nachholbedarf hat …
CHECKpoint eLearning, European News, 03/2005
[Kategorien: Social Software, Weblogs]

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IBM joins educational open-source Sakai Project

Posted on 28 April 2005 by jrobes

Wächst gerade zusammen, was nicht zusammengehört? Man könnte es fast meinen, wenn man aktuellen Meldungen Glauben schenkt: Da schlägt sich zuerst IBM auf die Seite der Open Source-Bewegung. “IBM will contribute to the development of the Sakai code and help in the rapid commercial adoption of Sakai. IBM also will work on standards development and provide products and services based on open-source Sakai software.” Einige Zeilen später erklärt IBM Open Source gar zum “next major shift in the software industry”. Aber damit nicht genug: Fast zeitgleich erklärt auch WebCT, einer der weltweit größten LMS-Anbieter, dass sie sich zukünftig auf Open Source-Angebote einstellen wollen. Konkret heisst es: “WebCT, provider of eLearning solutions, has announced it is working to make open source and commercial learning software - traditionally polarized camps - interoperate in campus eLearning environments.” (”To break new ground”)
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Auch in dieser Meldung findet sich der Hinweis auf das Sakai-Projekt, das seit Januar 2004 läuft (”The Sakai Project is a community source software development effort to design, build and deploy a new Collaboration and Learning Environment (CLE) for higher education.”) Darüber mal an anderer Stelle mehr. Aber vielleicht sind das die letzten Beweise dafür, dass Open Source im Bildungsmarkt angekommen ist - wenn es noch Beweise brauchte.
University of Michigan, News Service, 26 April 2005
CHECKpoint eLearning, European News, 03/2005
[Kategorien: e-learning]

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Some Principles of Effective E-Learning

Posted on 27 April 2005 by jrobes

Nach der notwendigen Einschränkung, inwieweit man überhaupt von effektivem e-Learning sprechen kann, ohne den Einzelfall zu kennen, behauptet Stephen Downes: “Probably the best indicator of what works in informal e-learning is what works on the web in general. After all, this is where much informal learning is already taking place.” Vor diesem Hintergrund kann man sagen, dass effektives und erfolgreiches e-Learning sich vor allem drei Kriterien stellen muss: “interaction, usability and relevance.”

Interaction: “By ‘interaction’ what I mean is the capacity to communicate with other people interested in the same topic or using the same online resource.”

Usability: “But probably the greatest usability experts are found in the design labs of Google and Yahoo!” Google und Yahoo! haben die beiden wesentlichen Usability-Elemente, so Stephen Downes, optimal gelöst: “consistency and simplicity”.

Relevance: “It is the principle that learners should get what they want, when they want it, and where they want it.”
Das ist nicht viel, doch ich kenne kaum ein Programm, das diesen Kriterien genügt.
Stephen Downes, Stephen’s Web, 25 April 2005
[Kategorien: e-learning]

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The Continuous Environmental Scan: Where Do You Get All Your Ideas?

Posted on 26 April 2005 by jrobes

Sie wollen wissen, wie der weiterbildungsblog entsteht, woher die News und Artikel stammen, wie man interessante Artikel findet und verarbeitet bzw. “veredelt”? Die Antworten auf diese Fragen hat Dave Pollard jetzt für mich aufgeschrieben. Es ist ein Prozess in neun Schritten, den er “Setting up a Continuous Environmental Scan” nennt. Die Schritte im einzelnen:

1. Know How You Learn
2. Determine Your Information Universe
3. Discover Infomediaries
4. Tap Into the Stuff Inside Your Organization
5. Add Together, Stir and Sift
6. Add Value
7. Organize and Make Available What’s Left
8. Don’t Forget Serendipitous Reading
9. Have conversations about ‘what it means’

Ich unterschreibe jeden Schritt. Auch das abschließende Statement:
“There’s no turnkey way to do this, and it takes a lot of practice. What’s amazing is how many large organizations are doing virtually nothing to make use of the immense amounts of interesting and useful information ‘out there’ in a disciplined and organized manner. It’s left up to the individual, and most individuals have neither the time nor the skill to do it. It’s a missed opportunity in many companies, and perhaps one of the reason for the dearth of innovation in our world today.” Bitte Autor/ Blog bookmarken!
Dave Pollard, how to save the world, 25 April 2005
[Kategorien: Informelles Lernen]

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Trend: Mobile Reality (A Tale of Two Experts)

Posted on 26 April 2005 by jrobes

M-Learning ist derzeit keine Sache, die mich mitreisst. Aber ich nehme selbst auf Konferenzen nur selten ein Notebook mit und bin von daher sicher kein typischer M-Learner. Chris von Koschembahr (IBM) und Clark Quinn (OttoSurf Labs), die hier interviewt werden, sehen daher auch in erster Linie Line Manager als ihre Zielgruppe. Und diesen verkauft man nicht m-learning, sondern Lösungen, betont Koschembahr, der zudem noch an die Maxime “develop once, deliver many” erinnert. Clark Quinn sieht m-learning eher als Performance Support und weniger als Bildungsangebot und weist abschließend auf die Möglichkeiten von “context-aware systems” hin, die z.B. das Museums-Erlebnis noch einmal vertiefen können.
Eva Kaplan-Leiserson, Learning Circuits, April 2005
[Kategorien: e-learning]

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Do Libraries Still Matter?

Posted on 26 April 2005 by jrobes

Die Entwicklung amerikanischer Bibliotheken ist untrennbar mit dem Namen Andrew Carnegie, Philanthrop par excellence, verbunden; zudem handelt(e) es sich oft um “architectural statements”, die vielerorts das öffentliche Leben prägten und Projektionsfläche für soziale und pädagogische Ideale waren. Bibliotheken trifft von daher die Sinnfrage, “the problem of purpose”, die sich aktuell mit dem Internet stellt, nicht unvorbereitet. Diesen Hintergrund breitet der Autor aus, als Optimist wohlgemerkt, “because libraries are more than just a place to keep volumes on dusty shelves”. Über dieses more erfährt man jedoch nicht viel, stattdessen interessante Selbstbeobachtungen:

“At the main branch of The New York Public Library recently, in its magnificently renovated reading room, I was one of many visitors—possibly even a majority—who had brought laptop computers. But something seemed odd about many of the others with laptops that day. Finally it dawned: we were sitting in one of the world’s largest libraries, and many of these people had no books. They had come to the library, in other words, only in order to plug in their computers, availing themselves of the high-speed Internet ports installed at each table.”
Daniel Akst, Carnegie Reporter, Vol.3, No.2, Spring 2005
[Kategorien: Weiterbildung allgemein]

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Zwischen visionärer Euphorie und praktischer Ernüchterung. Kompetenzlernen und Wissensgewinn mit Computer und Netz

Posted on 25 April 2005 by jrobes

Es gibt zwei Versionen dieses Berichts: Einen kurzen Aufsatz im aktuellen QUEM-Bulletin, auf den ich mich hier beziehe, und die Langfassung (QUEM-report 91). Dabei geht es den Autoren um die Frage: “Werden computer- und netzbasierte Informations- und Bildungstechnologien eher zur Informationsgewinnung bzw. Wissensaneignung genutzt oder fördern sie auch die individuelle oder kollektive Kompetenzentwicklung entscheidend?”

Um eine Antwort zu finden, haben sich die Autoren die Entwicklung der Informations- und Bildungstechnologien der letzten fünfzig Jahre angeschaut und fünf Typen unterschieden: von Typ 1: “Anweisend-prüfende Unterrichtstechnologie” im Sinne früher Angebote des programmierten Unterrichts, denen weder Informationsgewinn noch Kompetenzentwicklung zugeschrieben werden; bis Typ 5: “Informations-, Bildungstechnologie und Lerngegenstand bilden eine Einheit”, wo ein hoher Informationsgewinn realisierbar scheint, jedoch nur ein niedriger Grad der Kompetenzentwicklung üblich ist. Die Einteilung ist plausibel, jedoch fehlen der Kurzfassung die entsprechenden technischen Referenzen, um Unterschiede in der Typologie (Typ 3: “Offene Informationstechnologie mit Lerneffekten”, Typ 4: “Komplexe Bildungstechnologie”) besser nachvollziehen zu können. Die wiederum findet man auf den 222 Seiten des Reports.
Rolf Messerschmidt und Regina Grebe, QUEM-Bulletin, 2/2005 (pdf)
[Kategorien: Kompetenzen, e-learning]

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Social Bookmarking Tools (I)

Posted on 22 April 2005 by jrobes

Ich benutze immer wieder mal Furl, um Links und Web Pages zu archivieren. Furl funktioniert wie das Bookmarking des Browsers, nur dass die Bookmarks auf einem Web Server abgelegt werden und so auch für andere zugänglich sind. Einige Male habe ich bereits Links, die ich im Rahmen von Präsentationen einsetzen wollte, auf Furl zusammengetragen und konnte Interessierte so am Ende der Präsentation auf die entsprechende Liste verweisen.

Wenn die Autoren von “social bookmarking tools” oder “public link management applications” sprechen, beziehen sie sich auf Tools wie Furl, del.icio.us oder Flickr. “This paper thus first recaps a brief history of bookmarks, then discusses the current interest in tagging, moves on to look at certain social issues, and finally considers some of the feature sets offered by the new bookmarking tools. A general review of a number of common social bookmarking tools is presented in the annex.”

Was diese Tools ausmachen, sind üblicherweise folgende Komponenten:
“- Personal user accounts (groups sometimes provided)
- Mechanism for entering links, titles and descriptions
- Browser bookmarklets to facilitate entry
- Classification by ‘open’ or ‘free’ tagging
- Search by tag or user (Boolean combinations sometimes allowed)
- Querying of links based on popularity, users, tags, etc.
- RSS feeds
- Extensions such as browser plug-ins.”

Einfach mal ausprobieren. Selbst wenn es nicht gefällt, hat man einen guten Eindruck davon, was andere meinen, wenn sie von der “Integration von Arbeits-, Wissens- und Lerninstrumenten” sprechen.
Tony Hammond, Timo Hannay, Ben Lund und Joanna Scott, D-Lib Magazine, April 2005
[Kategorien: Social Software, Informelles Lernen]

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Training and Development 2005

Posted on 22 April 2005 by jrobes

Das Chartered Institute of Personnel and Development (CIPD) hat wieder repräsentative Informationen zur aktuellen Weiterbildungslage in UK eingeholt. Die Ergebnisse sind aufgeteilt in acht Rubriken, u.a. “Trends in training practices”, “E-learning”, “Leadership development” und “Training spend and budgets”. Nichts Spektakuläres auf den ersten Blick, aber das hängt ja bekanntlich immer vom Betrachter ab.

In der Summary heisst es: “Traditional training methods such as on-the-job training, conferences and formal education courses remain more commonly used than the newer methods like e-learning and knowledge-sharing events.” Zum ersten Mal gibt aber über die Hälfte der Antwortenden (54%) an, dass e-learning in der jeweiligen Organisation bereits eingesetzt wird. Und das Internet führt die Liste der informellen Lernaktivitäten an: 60% melden “frequently used for research purposes”, gefolgt von “links to external professional and industrial bodies” (41%).
CIPD, April 2005

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E-learning: A clear picture emerges

Posted on 22 April 2005 by jrobes

“E-learning has arrived” und “we know what type of e-learning is in use and the problems that have been identified” heisst es in diesem Kommentar der CIPD-Antworten und Zahlen (siehe oben). Der Autor unterscheidet zwei Arten des e-Learning: “stuff and stir”. “The stuff is reusable e-learning modules displayed on the corporate intranet; the stir refers to the online discussions and virtual classrooms. The stuff is focused on content, the stir on collaboration.”

Aber der Autor wundert sich auch zu Recht, dass 46% der Antwortenden heute noch sagen, dass sie e-Learning überhaupt nicht einsetzen. Weder stuff noch stir.
Martyn Sloman, CIPD: Latest trends in learning, training and development, April 2005

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Performance Support Tools: Improving the Performance of Call Center Employee

Posted on 22 April 2005 by jrobes

Ich mag das Format dieser Case Studies von Bersin & Associates: geschildert werden ein Problem, eine Lösung, die Ergebnisse und Lessons Learned auf 5-10 Seiten. Professionell, übersichtlich und lesefreundlich. Dieses Mal geht es um ein Call Center-Unternehmen, Aetna, das gezwungen war, seine Trainingsmaßnahmen dem schnellen Wachstum seiner Geschäftsfelder und technischen Systeme anzupassen. Der Plan: Training konzentriert sich auf die Aufgaben, die kritisch für die Bewältigung des Tagesgeschäfts sind, und Performance Support Tools bieten Unterstützung bei den übrigen, unregelmäßig abgerufenen Tasks. Das Ergebnis:

“In 2003, Aetna developed and deployed 5 performance support tools; by the end of 2004, the company had over 40 support tools in operation. These tools have enabled Aetna to reduce the 13-week training course for new hires to 11 weeks—saving each call center employee 2 weeks of time away from work.”
Karen O’Leonard, Bersin & Associates, Februar 2005 (pdf)
[Kategorien: e-learning]

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To every thing, turn, turn, turn, there is a season….

Posted on 21 April 2005 by jrobes

Gerade habe ich etwas Luft: Jay Cross wirft einige Stichworte zum Thema “informelles Lernen” in den Ring, die seine Leser kommentieren. Einen interessanten Punkt nennt er das “Spending/Outcomes Paradox”: “Most learning on the job is informal. Corporations invest heavily in formal. Putting the most money where it will do the least good.”

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Jay Cross, The Internet Time Blog, 17 April 2005
[Kategorien: Informelles Lernen]

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Pause

Posted on 20 April 2005 by jrobes

Gerade zurück aus Oberhausen - Dagmar, meine Frau, bereits im Krankenhaus (Blinddarm) - unsere Zweijährige ist bei guten Freunden “geparkt” und muss abgeholt werden. Kurzum, geschrieben wird wieder, wenn das Notfallprogramm steht und Zeit dafür ist.
JR

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What Do you Need for Quality in e-Learning?

Posted on 19 April 2005 by jrobes

Da “Qualität” auch auf der Agenda des D-ELAN VOR ORT steht, auf dem ich heute und morgen in Oberhausen bin, “passt” der Artikel. Er beschreibt die Fähigkeiten, “which enable individuals in the situation of quality development to act competent”, als “quality literacy”. Das umfasst:
“- Knowledge about quality development for general orientation and selection,
- experience with the usage of instruments for quality development,
- the ability of innovation and modification to adapt instruments and concepts to the own situation or develop new and
- analysis abilities for assessing own needs and evaluate existing tools and concepts”.

Darüber hinaus wird ein vierstufiger “Quality Development Cycle” vorgestellt, aber leider nur kurz und ohne Praxisbeispiele. (via Newsletter E-Learning, Learning Center St. Gallen)
Ulf-Daniel Ehlers, elearningeuropa.info, 3 März 2005
[Kategorien: e-learning]

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Hochschulreform und Digitalisierung. Herausforderungen für Lehre, Management, Wissenstransfer und Forschung

Posted on 18 April 2005 by jrobes

Wie bereits erwähnt, bietet der Autor einen sehr kompakten Überblick über das Thema mit umfangreicher Literaturliste. Die Herausforderungen, auf die er abschließend hinweist, seien an dieser Stelle kurz zitiert:
“1. Ressourcen für Forschung und Lehre werden über die herkömmlichen Begrenzungen von einzelnen Hochschulen oder auch Hochschulstandorten
hinaus mobilisiert werden müssen …
2. Hochschulen werden … sehr viel stärker für Zwecke eines lebenslangen und für die moderne Wissensgesellschaft unerlässlichen Lernprozesses in Anspruch genommen werden. …
3. Aus der zunehmenden Internationalisierung von Forschung, Lehre und
Wissenstransfer ergeben sich Anforderungen, denen man nur mit dem massiven Einsatz von Kommunikations- und Informationstechnologie genügen kann …”

Hans N. Weiler, Vortrag zur Eröffnungsveranstaltung des Centrums für integrative Lehr-/Lernkonzepte (CiL) der RWTH Aachen, 8 April 2005 (pdf)
[Kategorien: e-learning, eUniversity]

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Build the Business Case for Training and Measuring ROI

Posted on 18 April 2005 by jrobes

Da ich schon ein paar Wochen lang keinen Eintrag mehr zum Thema Bildungscontrolling hatte, hier der Verweis auf diesen kurzen und soliden Artikel, der seine Anmerkungen um vier “keys to success” gruppiert: Planning, Execution, Measurement, Delivery of the Results. Wer es etwas ausführlicher mag, ist vielleicht mit der jüngsten Publikation von Ulf-Daniel Ehlers und Peter Schenkel (“Bildungscontrolling im E-Learning – Erfolgreiche Strategien und Erfahrungen jenseits des ROI”) besser bedient.
Tom Cooper, LTI Magazine, 14 April 2005
[Kategorien: Bildungscontrolling]

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5. Zukunftsforum “Arbeiten - Lernen - Innovationen”

Posted on 15 April 2005 by jrobes

Zwei Tage “Zukunftsforum” in Berlin liegen hinter mir und 600 anderen Besuchern, wenn man der Teilnehmerliste Glauben schenken darf. Es gab Grußworte, Reden und 22 Foren, von denen man gemäß Zeitplan gerade 2 (!) besuchen konnte. Von daher gibt es an dieser Stelle nur einige Eindrücke und keinen Überblick. Im Mittelpunkt des Kongresses standen die beiden vom BMBF geförderten Programme “Lernkultur Kompetenzentwicklung” und “Innovative Arbeitsgestaltung – Zukunft der Arbeit”, die dabei in den letzten Jahren geförderten Projekte und ihre Ergebnisse. So ist es nicht überraschend, dass Kompetenzen, Kompetenzentwicklung und Kompetenzmessung den roten Faden bildeten, der fast alle Beiträge durchzog.

Einige Stichworte, die ich mir notiert habe: Peter Meyer-Dohm, Vorsitzender der ABWF, betonte die Bedeutung des “arbeitsplatznahen, arbeitsintegrierten und selbstorganisierten Lernens”. Winfried Hacker, TU München und Dresden, lieferte die Sätze, die in diesen zwei Tagen am häufigsten zitiert wurden, z.B. “nicht ausgeschöpfte Kompetenz ist abwanderungsgefährdet, Inkompetenz bleibt”. Oder: “Kompetenzen entwickeln sich in den Arbeitsprozessen, in denen sie erforderlich sind.” Und das Fazit seines Vortrags: “Auch bei diversifizierten Arbeitsvertragsformen und Massenarbeitslosigkeit gilt die Wechselwirkung zwischen Arbeitsgestaltung und Befähigungsentwicklung.”

Am ersten Tag hat der Titel des Forums, das ich besucht habe, bei mir Erwartungen geweckt (“Neue Wege der Kompetenzentwicklung durch multimediale Netzwerke”), die nicht gehalten wurden. Erst der letzte Vortrag von Hans-Peter Schnurr (ontoprise GmbH) hat mich neugierig gemacht. Er hat von einem Projekt erzählt, in dem es darum ging, das Wissen, das Servicetechniker bei der Reparatur und Fehlerbehebung sammeln, schnell und unkompliziert anderen Mitarbeitern zur Verfügung zu stellen, und welchen Beitrag Ontologien als Wissensmodelle dabei leisten können. Kurz, wie man sicherstellen kann, dass, wenn ein Servicetechniker eine Arbeit als “Problem mit der Achse” beschreibt, ein anderer von seinen Erfahrungen profitieren kann, auch wenn dieser eine Lösung für einen “Fehler mit dem Lenkarm” sucht, sich aber auf dasselbe Phänomen bezieht. Wirklich spannend, auch wenn es mehr um Ontologien und weniger um Kompetenzentwicklung ging!

Im Forum 21 ging es am zweiten Tag um “Vielfalt durch Lernen mit neuen Medien”. Thomas Reglin (f-bb) referierte über “Formelles und informelles Lernen verknüpfen? Aktuelle Tendenzen des Blended Learning”. Hier waren die Stichworte u.a. “das ‚andere’ Blended Learning als Integration von Arbeits- und Wissensinstrumenten” und die Unterscheidung zwischen e-Learning als “Instrument formellen arbeitsplatznahen Lernens” (z.B. durch ‚elektronische Seminare’) und e-Learning als “Instrument informellen, arbeitsintegrierten Lernens” (z.B. im Rahmen von Communities oder durch Online-Hilfen). Vor allem das Potenzial, aber auch die Markttauglichkeit des “informellen e-Learning” (mein neues Buzzword!!) standen im Mittelpunkt der folgenden Diskussion.

“Mit Highspeed zum Hochschulabschluss” hatten Anke Hanft und Wolfgang Müskens von der Universität Oldenburg ihren Vortrag genannt, und es ging um nichts Geringeres als um das zukünftige Profil der Hochschulen. Ihre Frage: Wie können sich die Hochschulen neuen Zielgruppen öffnen, indem sie bereits vorhandene Kompetenzen bei der Zulassung zum Studium berücksichtigen bzw. auf das Studium anrechnen? Und da war sie wieder, die Frage nach der Kompetenzmessung! Anke Hanft sprach in diesem Zusammenhang sogar davon, dass sich ganze Schwerpunkte für Bildungsträger von “Lernen zur Kompetenzerfassung” verlagern könnten.

Und damit komme ich auch zu der Lektüre, die ich mir von diesem Zukunftsforum als Anregung und Hausaufgabe mit nach Frankfurt nehme: “Kompetenzmessung im Unternehmen. Lernkultur- und Kompetenzanalysen im betrieblichen Umfeld.” (Waxmann, 2005). Der Titel deutet auf praktische Relevanz hin und damit vielleicht auf das (noch) größte Problem der “Lernkultur- und Kompetenz-Community”: Man ist, abgesehen von den Unternehmen, die zur Mitarbeit in den Förderprojekten gewonnen werden konnten, noch unter sich. Ein Blick in die Teilnehmerliste genügt da.

Wer weitere Informationen über die diskutierten Themen und Projekte sucht, der sei (noch einmal) auf die Seiten der ABWF hingewiesen, wo reichlich Lektüre (z.B. QUEM-reports und -Bulletins) zum Download zur Verfügung steht!
5. Zukunftsforum “Arbeiten - Lernen - Innovationen”, 14/15 April 2005 (pdf)
[Kategorien: Kompetenzen, Trends in der Weiterbildung]

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Blick aus meinem Hotelfenster auf den Alex. Und die Frage, die sich mir bei diesen Szenen immer wieder stellt: Wie funktionieren eigentlich Baustellen? Welche Kompetenzen sind notwendig, um das in time, in budget, in quality umzusetzen, was sich andere in Projektplänen und Zeitfenstern ausgedacht haben?

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A roadmap for the Personal Learning Landscape

Posted on 14 April 2005 by jrobes

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Es ist noch fast Nacht, und ich bin gerade auf dem Sprung nach Berlin zum Zukunftsforum, deshalb gibt es hier und heute nur dieses Bild und ein Zitat. Beides kommt meinen Vorstellungen sehr nahe, bedarf aber noch des näheren Studiums:
“Well, this type of personal learning landscape really does put the learner at the centre of their learning and facilitates the making of connections to relevant resources, people and experiences then, in turn, the ability to form their own communities and groups to pass the information along.”
Elgg ist übrigens ein ePortfolio-Ansatz/Angebot, von dem ich gar nicht weiss, ob er/es bereits fertig ist.
David Tosh, 8 April 2005
[Kategorien: Trends in der Weiterbildung, ePortfolios]

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Zur technologischen Leistungsfähigkeit Deutschlands 2005

Posted on 13 April 2005 by jrobes

Deutsche Unternehmen zählen zu den innovativsten in Europa, aber die Luft wird dünner: Schwellenländer investieren immer mehr in FuE, Deutschlands Erfolge hängen zu sehr am Automobilbereich, und dann droht noch der Fachkräftemangel. Das ist der Tenor dieses Berichts der Bundesregierung. Immerhin fast zehn Seiten sind dem Thema “Bildung” gewidmet. Hier heisst es fragend:

“Ist das deutsche Bildungssystem in der Lage, bei gestiegenen Qualifikationsanforderungen der Wirtschaft auch zukünftig ein entsprechendes Angebot an Fachkräften bereitzustellen? Bisher sind die Voraussetzungen nicht besonders günstig einzuschätzen, denn Deutschland hat seinen Bildungsvorsprung gegenüber den meisten anderen Ländern verloren.” Später ist gar von einem “sinkenden Qualifikationsniveau der nachwachsenden Bevölkerung” die Rede. Anschließend geht es vor allem um die Frage, wie man mehr Menschen für ein (naturwissenschaftliches/ technisches) Studium gewinnen kann, und wie die Finanzierung des Hochschulstudiums zukünftig aussehen sollte. Insgesamt wenig Anlass zur Hochstimmung. Wenn man zu sehr in seine eigenen e-Learning- und Bildungswelten verstrickt ist, holen einen solche Berichte schnell wieder auf den Boden der Realität zurück.
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), 2005 (pdf)
[Kategorien: Weiterbildung allgemein]

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management,
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