Archive | March, 2005

Slim – inexpensive – transparent

Posted on 31 March 2005 by jrobes

In diesem kurzen Interview über Weblogs (mit dem etwas marktschreierischen Untertitel: “the knowledge tools of the new generation”) spricht Martin Röll einleitend die Frage an, der ich in der letzten Zeit auch die meiste Aufmerksamkeit gewidmet habe: Inwieweit entsprechen die klassischen Angebote der Weiterbildung noch den Bedürfnissen vieler Knowledge Worker? Wie können (kollaborative) Lernprozesse aussehen, wenn sie die Nutzer bzw. Betroffenen selbst in die Hand nehmen? Und - in letzter Konsequenz - was bedeutet das für ein Bildungsmanagement, das sich dieser Sichtweise öffnet?

“Martin Röll: As a consultant and knowledge worker I’m not that interested in formal scenarios, but in informal learning, because it has an interface to knowledge management and is connected with the daily work of a knowledge worker. That is something companies pay too little attention to. We have seminars and further education – but we have bad tools to support an employee in learning day by day “just in time”. The employees use the mail client to send links back and forth, they even save their documents in the mail client. Thus neither the processes nor the tools are as efficient as they could be.”
CHECKpoint eLearning, European News, 3/2005
[Kategorien: Weblogs]

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Trends in North Amercan e-Learning

Posted on 30 March 2005 by jrobes

Einen guten Überblick präsentieren diese Slides eines Vortrags, der auf der diesjährigen LEARNTEC gehalten wurde. Vieles scheint mir auch auf Europa und Deutschland übertragbar zu sein. Was die Autorin hervorhebt: “Important emerging movement to facilitate sharing of learning content is Open Educational Resources. Mit Beispielen für entsprechende Open Content-Projekte.
Sally M. Johnstone, LEARNTEC, 15 Februar 2005
[Kategorien: e-learning]

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What Keeps You Up At Night?

Posted on 30 March 2005 by jrobes

What keeps you up at night.gif
Etwas zum Schmökern! Elliott Masie hat gefragt, und 672 Learning Professionals haben ihre Probleme geschildert. Manchmal nur ein Stichwort (”Quality!” oder “Outsourcing!”), meistens aber mehr. Das Ganze geordnet in 12 Kapitel: Von “Content: Design, Structure & Delivery” bis “Other Insomnia-Inducing Thoughts“, und mit Rückmeldungen wie z.B.:

“My company just announced that my line of business will be spun off from the corporate holdings. What keeps me up at night is whether or not my staff will still have jobs. Our fate will be decided by the spin-off company. They are concerned with ROI and the value-add of training & development.”
A Learning Colleague, U.S.A.
The MASIE Center, Elliott Masie, März 2005 (pdf, 2 MB)
[Kategorien: e-learning]

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New Paradigms for Learning

Posted on 29 March 2005 by jrobes

Haben wir als Learning Professionals wirklich schon begriffen, dass “corporate employees, particularly knowledge workers, learn three times more from informal experiences than they do in formal courses”?? Und was das für unsere Arbeit und unser Rollenverständnis bedeutet? Für alle, die meinen, im Bildungscontrolling und Learning Management gute Gründe zu finden, um bei dem zu bleiben, was man schon immer getan hat, hat Godfrey Parkin auch eine Antwort (und keine schlechte, wie ich finde):

“Perhaps we are afraid to embark on any initiatives where the ROI cannot be readily measured or guesstimated. Or perhaps we live in a business world where projects that stray too far from conventional thinking will not be funded. Exploring and experimentation are frowned upon in the world of corporate learning, because it is not only financially risky, it threatens to rock the boat if successful. Rock the boat? Christopher Columbus found the cash to take three small boats over the edge of the world, and you can bet that his PowerPoint presentation to the Queen of Spain had really fuzzy ROI calculations in it.”
Godfrey Parkin, Parkin’s Lot, 18 März 2005
[Kategorien: Informelles Lernen]

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Effective Management of Distributed Educational Content

Posted on 29 March 2005 by jrobes

Die Zukunft des Online-Lernens liegt nicht in proprietären Learning Content Management Systemen, so der Autor: “These systems usually contain a proprietary authoring system that builds ‘courses’ by stringing together ‘learning objects’ stored in a central database. … Simply linking a group of de-contextualized objects into a course is poor instructional design.” Die Zukunft liegt vielmehr in offenen und flexiblen Lernarchitekturen, die Inhalte aus ganz verschiedenen Quellen integrieren. Wobei ich “Integration” hier sowohl technisch (”data bridges”) als auch didaktisch-konzeptionell (”context”) lese. Dann zählt der Autor vierzig (!) Beispiele auf, “components of the current and emerging “online learning landscape“: von A wie “Advice/ Counseling Tools” bis W wie “Webinars/ Live Online Social Events/ Live Online Conferencing“. Und trifft damit genau meine Vorstellung von e-learning!

Ganz nebenbei gibt’s auch noch einige lesenswerte Anmerkungen zum Stichwort “Learning Objects” (”impractical dream”).
Gary Woodill, David Fell und Mike Skinner, LearnFLex 2004 (pdf)
[Kategorien: e-learning]

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The New Pitch

Posted on 24 March 2005 by jrobes

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Um die Zukunft der Werbung sorgt sich diese Woche der New Yorker und kommt zu dem Schluss, dass nichts mehr ist, wie es noch vor wenigen Jahren war: “In many ways, the advertising business in the early twenty-first century would be unrecognizable to the generation that once thrived on Madison Avenue. The traditional assumption, as Keith Reinhard says, was that advertisers chose the time and place of a “one-way show-and-tell” ad. The consumer was a captive audience. Today, advertisers chase consumers with a certain air of desperation. … Because the audience is increasingly fragmented, advertisers have found other media - from the Internet to “guerrilla marketing” tactics …”

Ich zitiere diese Stelle nicht, weil mich Probleme der Werbebranche plötzlich berühren. Ich hatte beim Lesen dieses Artikels vielmehr das Gefühl, dass die Probleme der Werbung denen der Weiterbildung sehr ähnlich sind. Die “one-way show-and-tell ad” ist das, was in Schule, Hochschule und Seminar passierte. Bildungsinstitutionen und Teilnehmer waren fest verabredet, so wie der 30-Sekunden-Spot zur besten Sendezeit und das Medienpublikum. Heute müssen neue Verabredungen getroffen werden, nicht zuletzt, weil Bildungsteilnehmer wie Konsumenten immer mehr Zeit im Internet verbringen. Und wie Werbung sich heute nicht mehr allein auf TV und Presse konzentrieren kann, können sich Bildungsträger nicht auf das zurückziehen, was sie schon immer gemacht haben. Was nun sind die Treiber dieser Entwicklungen: das Internet? ein “fragmented audience”? Vielleicht sollte ich mal in einer ruhigen Stunde nach weiteren Parallelen suchen …
Ken Auletta, The New Yorker, 21 März 2005

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Universität als Beute

Posted on 24 March 2005 by jrobes

Einerseits wirft der Autor der AutoUni vor, eine “zu spät gekommene” Corporate University zu sein. Andererseits sieht er in ihr “ein mögliches Szenario für den Umbau des deutschen Bildungssystems”. Denn, so die Argumentation, “im Prinzip realisiert Volkswagen mit der Autouni eine Universität, die sich vollständig an den Vorgaben des »Lean Management« orientiert. Kaum Personal, flexibilisierte und prekäre Arbeitsverhältnisse, gemietete Infrastrukturen, Kooperationen, Outsourcing und eine dem Franchising ähnliche »Filialpolitik« mit öffentlichen Trägern.”

Jedenfalls liefert mir der Autor das Stichwort, um auf einen Artikel von Alexander Ross hinweisen zu können, der sich schon vor über einem Jahr, aber dafür amüsanter, mit dem Thema beschäftigt hatte. Seine Überschrift: “Das Enron-Diplom”.
Johannes Raether, Jungle World 12, 23 März 2005

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Blogs, Everyone? Weblogs Are Here to Stay, but Where Are They Headed?

Posted on 24 March 2005 by jrobes

“Recently, blogs have been credited with everything from CBS News anchorman Dan Rather’s departure, to unauthorized previews of the latest Apple Computer products, to new transparency in presidential campaigns. The big question is whether blogs, short for weblogs, have the staying power to become more than just online diaries. Will bloggers upend the mainstream media? What legal protections should bloggers have? Is there a blogger business model? While no definitive answers exist just yet, experts at Wharton advise questioners to be patient. Blogging, they note, will be around for a long time.”

Folgende Stichworte greifen die Autoren von Wharton auf: Blogging als “amateur content movement”; Blogger als Journalisten: Welche Rechte haben sie? Was können sie leisten? Weblogs von bzw. in Unternehmen: Wie Microsoft davon profitiert; und schließlich die Frage, ob es Geschäftsmodelle für’s Bloggen gibt (“will be difficult”). Der Artikel ist etwas konzentrierter als das, was gestern auf drei (!) Seiten in der Frankfurter Rundschau zu lesen war. Dort war eigentlich nur das Interview mit Thomas N. Burg, Direktor des Zentrums für Neue Medien an der Donau-Universität Krems, interessant, der selbst bloggt (www.randgaenge.net) und in dessen Aussagen ich mich schnell wiederfinden konnte:

“Über mein Weblog habe ich - zu meiner eigenen Überraschung - schnell Kontakt zu anderen Leuten gefunden, die die gleichen Interessen haben wie ich und in einem ähnlichen Feld arbeiten. So ist in kurzer Zeit ein internationales Netzwerk entstanden. Was ich in den vergangenen zweieinhalb, drei Jahren an direkten, fachlich relevanten Kontakten aufgebaut habe, war bis dahin so gar nicht möglich. Solche Kontakte haben sehr viel mit Kommunikation zu tun. Und in der Zeit, bevor es Blogs gab, war es viel schwieriger, Gleichgesinnte zu finden. Ich hätte jede Woche zu einer Konferenz oder einem Seminar reisen müssen, um diese Leute zu treffen.”
Knowledge@Wharton, 23 März 2005
[Kategorien: Weblogs]

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Zukunftsweisende Lernarchitekturen

Posted on 23 March 2005 by jrobes

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Dies ist bereits das dritte White Paper, das Detecon dem Thema “Bildungsmanagement” widmet. Das erste hieß “E-Learning: Die zweite Welle” (2002), das zweite “Strategien für ein integrationsorientiertes Bildungsmanagement” (2004), und man konnte dort bereits lesen: “Beim E-Learning geht es nicht mehr nur noch um das elektronische Lernen, sondern auch um das effektive Management des Lernens.” (32) Im aktuellen Papier ist von e-Learning nur noch am Rande die Rede. Es geht um Lernarchitekturen, “die sich durch eine Wertschöpfungsorientierung auszeichnen”; es geht um Lernmanagement-Systeme der “nächsten Generation”, die integraler Bestandteil von ERP-Systemen sind (da Detecon Beratungspartner bei der Integration der SAP Learning Solution ist, steht diese für die beschriebenen Entwicklungen Modell); und es geht um eine “Neuorientierung der gesamten Bildungs-Wertschöpfungskette”.

Das Problem, mit dem sich diese Studie auseinandersetzt, ist der Wandel des betrieblichen Bildungsmanagement selbst: Es gibt derzeit offensichtlich keine Erfolgsmodelle, sondern nur “Suchende”. Aufgaben und Rollen sind im Fluss. Was unternehmensintern bleiben muss, was ausgelagert werden kann, wird heftig diskutiert. Auf welchen Feldern mit externen Bildungsprovidern projektbezogen oder im Rahmen strategischer Partnerschaften kooperiert wird, steht auf dem Prüfstand. Diese Diskussion versuchen die Autoren in drei Szenarien zusammenzufassen und liefern zwar keine Lösungen, aber viele interessante Ansatzpunkte für zukünftige Geschäftsmodelle.

Etwas schwieriger steht es um eine andere Vorgabe: Die Autoren behaupten, dass heute nicht mehr Kosteneinsparungen, sondern die Wertschöpfung des Mitarbeiters im Vordergrund steht. Es ist sogar von der “neue(n) zentrale(n) Position der Mitarbeiter” die Rede. Das mag durchaus so sein. Im Text selbst finden sich jedoch vor allem Hinweise für ein Fortbestehen der “Cost-Cutting-Diskussion”, und das Kapitel zur “Berechnung des Return on Invest (ROI)” liefert eine hervorragende Vorlage für einen entsprechenden LMS-Business Case!

Ich glaube, es ist offensichtlich, dass nach mehreren Jahren der Auseinandersetzung um das Lern- und Bildungsmanagement und um LMS-Implementierungen das Bedürfnis groß ist (von der Notwendigkeit ganz zu schweigen!), den Blick auf neue Felder und Aufgaben zu richten. So verstehe ich auch Zeilen wie diese: “Eine besondere Rolle bekleidet das Wissensmanagement. Dessen häufige Trennung vom Bildungsmanagement ist längst nicht mehr zeitgemäß. Schließlich zielen beide Bereiche auf Mitarbeiterkompetenz ab. Da auch im Bildungsmanagement die Bedeutung informeller Lernmethoden steigt, liegt die Verzahnung von Bildungs- und Wissensmanagement auf der Hand.”

Allerdings gelingt es diesem White Paper noch nicht, die eigenen Vorgaben konsequent aufzunehmen. Noch liegt der Schwerpunkt auf dem Business Case LMS und neuen Wertschöpfungsketten. “Kosteneinsparungen von rund 30%” durch den Einsatz zukunftsweisender Lernarchitekturen! Wie die “Verzahnung von Bildungs- und Wissensmanagement”, wie die Integration informeller Lernprozesse aussehen könnte, bleibt offen.
Detecon, Februar 2005
[Kategorien: Trends in der Weiterbildung, Learning Management Systems]

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Förderprogramm Neue Medien - Auditempfehlungen zum Förderbereich “Neue Medien in der beruflichen Bildung”

Posted on 22 March 2005 by jrobes

Das ist eines jener Dokumente, denen etwas Hintergrundgeschichte gut tun würde: Es geht um das besagte BMBF-Förderprogramm “Neue Medien in der Bildung”, in das in den letzten fünf Jahren 70 Mio Euro für die Einführung Neuer Medien und eLearning-Konzepte in die berufliche Bildung und Schule zur Verfügung standen. Es enthält kurze Empfehlungen zu folgenden Förderzielen:
- Entwicklung der beruflichen Lehr- und Lernkultur
- Entwicklung der mediendidaktischen Kompetenzen der Lehrenden und Ausbilder
- Entwicklung eines virtuellen Lernorts zur Stärkung der Lernortkooperation
- Entwicklung didaktischer Modelle für virtuelle Lehr- und Lernformen

Darüber hinaus werden zukünftigen Antragstellern einige Hausaufgaben ins Stammbuch geschrieben: dass Marktbedingungen einer “fundierten Einschätzung” unterzogen werden; dass die “Wirtschaftlichkeit von E-Learning-Maßnahmen im Vergleich zu den traditionellen Bildungsmaßnahmen” thematisiert wird und dass dem Ganzen idealerweise ein “wirtschaftlich tragfähiges Geschäftsmodell” zugrunde liegt. Besonders gut gefallen hat mir der Hinweis, dass die Zuwendungsnehmer “alle erarbeiteten Projektergebnisse und erreichten Zwischenergebnisse zugänglich machen”. Wenn das bedeutet, dass jeder problemlos und zeitnah auf diese Informationen zugreifen kann, ist das gut.
BMBF, 21 Februar 2005

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Umfrageergebnisse zur LEARNTEC

Posted on 21 March 2005 by jrobes

Heute Abend sind gleich zwei Rückmeldungen zur diesjährigen LEARNTEC in meinem Postkorb gelandet: CHECKpoint eLearning hat 508 Feedbacks ausgewertet, mit den Organisatoren gesprochen und kommt zu dem Schluss: Alles steht auf dem Prüfstand. “Der Trend zeigt in Richtung eintägiger Besuch. Knapp 60 Prozent der Besucher sind nur wegen der Messe nach Karlsruhe gereist. 56 Prozent haben dort eine stagnierende Branche erlebt. Für 43 Prozent der Aussteller haben sich die Erwartungen nicht erfüllt.” Wenn allerdings Uwe Beck und Winfried Sommer sagen: “Die Zeit der ‚Suchenden’ ist vorbei. Der heutige LEARNTEC-Besucher, weiß was er will und steuert es gezielt an. Das erfordert eine neue Veranstaltungsstruktur” - dann klingt das sehr vertraut und dämpft übergroße Erwartungen.

Aber dann gibt es noch den LEARNTEC-Newsletter, wo die Veranstalter auf den Erfolg der “Spinner-Suite” verweisen und von ihren Überlegungen berichten, “zunehmend interaktive Formate zu nutzen”. “Nur Mut” möchte ich da zurufen.
CHECKpoint eLearning, 22 März 2005
[Kategorien: e-learning]

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Tag des eLearning 2005

Posted on 18 March 2005 by jrobes

Nordmedia hat die Präsentationen, die auf dem Tag des eLearning im Rahmen der diesjährigen CeBIT gehalten wurden, bereits online gestellt! Darüber hinaus gibt es hier noch einige Fotos und Zusammenfassungen sowie den Hinweis, dass man in diesem Jahr mit über 300 Teilnehmern einen neuen Besucherrekord verzeichnen durfte. Das war sicher mehr, als man nach der LEARNTEC erwarten durfte, und um so mehr freut es mich, dass ich hier die Gelegenheit zur Präsentation meines Themas hatte.
Nordmedia/ Kompetenzzentrum eLearning Niedersachsen, Tag des eLearning 2005, 15 März 2005
[Kategorien: e-learning]

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Achieving Success in Internet-Supported Learning in Higher Education

Posted on 18 March 2005 by jrobes

Die komplette Studie umfasst 60 Seiten, die Summary immerhin noch 19, aber das Wichtigste sind die ersten drei, auf denen der Autor seine Ergebnisse zusammenfasst. Dabei geht es um eine Beschreibung der “Common Factors and Best Practices of Institutions that have Been Successful at e-Learning“. Im Klartext: Erfolgsberichte amerikanischer Colleges und Universitäten und damit ein optimistischer Gegenentwurf zum etwas skeptischeren Report von Robert Zemsky und William F. Massy aus dem letzten Jahr (“Thwarted Innovation. What Happened to e-learning and Why”).

Auf einen interessanten Punkt weist Scott Leslie in einem Kommentar hin: “the largest portion of ‘elearning’ at these ’successful’ institutions is fully online courses and programs, not ‘blendid’ or ‘hybrid’ courses, which typically are portrayed as the easier half-step.”
Rob Abel, Alliance for Higher Education Competitiveness, 1 Februar 2005
[Kategorien: e-learning]

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Einführung von E-Learning - Innovationsmanagement in einem Bildungswerk der Wirtschaft

Posted on 17 March 2005 by jrobes

Im Mittelpunkt dieses Berichts steht nicht e-Learning, sondern ein Prozess der Organisationsentwicklung. Wie stellt sich eine Bildungsinstitution - in diesem Fall das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) - den aktuellen Herausforderungen des Bildungsmarktes? Dargestellt wird dieser notwendige und drängende Veränderungsprozess am Beispiel der Einführung und Etablierung eines “Produktmanagement E-Learning”.

Doch wie werden aus Seminaranbietern nun Medienentwickler, aus Dozenten Teledozenten? Wie lebt man eine Vermarktungsstrategie, die sich mit neuen Produkten wie Blended Learning, Kooperationen mit anderen Bildungsträgern und zunehmend überregionalen, ja, internationalen Zielgruppen auseinandersetzen muss?

Das folgende Zitat bringt die Herausforderung auf den Punkt: “Erst heute, angesichts des unübersehbaren Vordringens neuer Lernmedien und dezentraler Lernformen, erinnern sich wenige Bildungsträger daran, dass sie Bildung zu organisieren haben und nicht Lehrgänge. Die Implikationen dieser Aufgabe lesen sich wie ein Gegenentwurf zu ihrer bisherigen Tätigkeit: Qualifikationen werden nahe an Zeit und Ort ihrer Verwendung vermittelt; kurze Module ersetzen monolithische Lehrgänge; eine Evaluation richtet sich nicht nur auf den Lern- oder gar Zufriedenheitserfolg von Teilnehmern, sondern stärker auf die Anwendung des Gelernten im Arbeitsprozess; der Lerner bestimmt den Lernprozess selbst, und der Lehrer agiert dann in einer neuen Rolle.” Ein interessanter Artikel, wenn auch die Lesbarkeit zuweilen dem Fachjargon untergeordnet wird.

Im QUEM-report 87 (“Innovationsberatung in Einrichtungen beruflicher Weiterbildung”) findet sich darüber hinaus noch ein Praxisbericht über die Einführung einer Community of Practice. Und das ABWF/QUEM verschickt auf Anfrage nach wie vor die Reports auch in gedruckter Form!
Ottmar Döring, Ralf Haselmann und Thomas Reglin, QUEM-report 87, Dezember 2004
[Kategorien: e-learning, Weiterbildung allgemein]

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The real digital divide

Posted on 17 March 2005 by jrobes

Kann e-Learning, oder besser: der offene Zugang zu Lernprogrammen und Bildung, die “digitale Kluft” zwischen Arm und Reich schließen? Weit gefehlt, urteilt der Economist, und gibt auch dem jüngsten Projekt der UNO, dem “Digital Solidarity Fund“, wenig Chancen, daran etwas zu ändern. Was dagegen, so der Economist, nachweisbar die Entwicklung fördert, ist der Ausbau der Mobilfunknetze. “The digital divide that really matters, then, is between those with access to a mobile network and those without.” Ein interessanter Blickwinkel!
The Economist, 10 März 2005

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(My) 7 guidelines for effective corporate e Learning

Posted on 16 March 2005 by jrobes

Eine lesenswerte Zusammenfassung von Dingen, die wirklich zählen, wenn man über Corporate e-Learning spricht und die den Unterschied ausmachen! Einige Stichworte haben mir besonders gut gefallen, wie z.B. “First collaboration, then learning”, wo die Autorin schreibt:
“Since we were little, communicating has been about responding to one another. I say to my little daughter ‘Daddy’. She says ‘Dada’. And we go on for a while. That’s how she learns. A response calls forth another response, and a theme develops. It’s how we all learn - until we join organizations. Then we sit down and watch people give presentations; or worse - we put a voiceover on the slides, upload them to an LMS and name the process e Learning!”

Und manchmal kommt es einfach darauf an, wie man etwas sagt (“Off-the Shelf content is so yesterday, Courseware is dead”):
“In the movie “The Matrix,” there is a scene where Trinity and Neo, need to take over a military helicopter. When asked if she can fly it, Trinity immediately makes a call from her cell phone to obtain the necessary pilot training program. Moment’s later, all necessary information is implanted into her brain, and the she takes off with Neo.
Although this is fictional, successful organizational knowledge dissemination should follow the same path as in Matrix. Today’s knowledge workers don’t have time to sit through a 2-day workshop or 5 hours of e-Learning courseware. Think about the immense opportunity cost, or the ‘forget curve’ of knowledge before the theories get implemented in day-to-day work. Today’s knowledge workers need information-knowledge-intelligence quickly and at the precise time. The days of courseware are over. Period!”
(via Stephen Downes)
Anol Bhattacharya, Soulsoup, 7 März 2005
[Kategorien: e-learning]

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Bangor librarians face internet threat

Posted on 15 March 2005 by jrobes

Zur untenstehenden Meldung passt diese Nachricht des Guardian, mit der ich am Montag auch in meine CeBIT-Präsentation eingestiegen bin (die ich übrigens am Freitag hier einstellen werde). Ich glaube, besser kann man den Wandel, dem Bildung und Lernen unterworfen sind, und die Rolle, die das Internet dabei spielt, nicht auf den Punkt bringen. Und was in der Meldung zuvor fehlt, nämlich der Versuch einer Neupositionierung, leistet hier eine Betroffene der Bangor University:

“The university thinks that because we have the internet it no longer needs skills teaching, that people can do literature searches themselves. I would say this has, in fact, complicated the resources. They need librarians to guide you through it. So many students think they can do those searches on Google. That’s not true. Users are confused and need guiding through this.”
Polly Curtin, The Guardian, 16 Februar 2005
[Kategorien: Weiterbildung allgemein]

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Elektronischer Selbstbetrug

Posted on 15 March 2005 by jrobes

Der Legitimations- und Kostendruck, der derzeit auf Bibliotheken lastet, ist gewaltig. Vor diesem Hintergrund warnt der Autor, selbst Bibliothekar, davor, alle Ressourcen einzig auf die Karte “Digitalisierung” zu setzen. Er hat sicher Recht, wenn er daran erinnert, “dass die Kosten für die langfristige Vorhaltung der Daten über mehrere Generationen von Hard- und Software hinweg immens steigen”. Doch welchen Platz können Bibliotheken einnehmen, welchen Service wollen sie bieten, wenn Besucher ihre Recherche lieber zu Hause mit “Google” als zwischen weit entfernten Buchregalen beginnen? Und spätestens an dieser Stelle wird aus der erhofften Antwort unvermutet eine Reise in die Vergangenheit:

“Man muss nur in jene verstaubten Bibliotheksecken gehen, in denen man noch niemals war, um den Effekt zu verstehen, dass in einer Bibliothek auch das Vergessene und für abwesend Gehaltene „da“ ist und darauf wartet, wiederentdeckt zu werden. Mehr noch: Weil die Bücher in ihrer physischen Form aus Papier und Leinen in den Regalen einen festen Ort haben, kann man jederzeit feststellen, was alles man nicht weiß und was alles von dem, was man nicht weiß, vielleicht einen näheren Blick lohnte.”

Wer eine etwas offensivere Auseinandersetzung um die Zukunft der Bibliotheken sucht, dem seien die Seiten des OCLC, des Online Computer Library Center, empfohlen.
Uwe Jochum, FAZ.NET, 15 März 2005
[Kategorien: Weiterbildung allgemein]

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Training Analytics: What Works

Posted on 15 March 2005 by jrobes

Dieser Report bietet einen Überblick über das Thema, definiert einige zentrale Begriffe (Analytics/ Reporting/ the Training “Dashboard”) und hebt sehr konkret die Lösungen von SumTotal und Saba hervor. Ganz nebenbei wird gleich eines der letzten Rätsel der Personalentwicklung gelöst: “The holy grail of training measurement has always been the dream to directly correlate training to business impact. …Training Analytics provides the systematic and easy-to-use way to solve this problem.” Dazu passt, dass sich die Beispiele auf die Beziehung zwischen Training und Sales konzentrieren.
Josh Bersin, Bersin & Associates, März 2005
[Kategorien: Bildungscontrolling]

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Englische E-Universität entpuppt sich als E-Verschwendung

Posted on 14 March 2005 by jrobes

Dieser Artikel über das Scheitern der englischen “E-University” (UKeU) enthält wenig Neuigkeiten und konzentriert sich ganz auf die inzwischen gut dokumentierte (z.B. hier) Geldverschwendung. Aber auf den heise-Seiten nutzen Leser die Möglichkeit zu kommentieren, und das ist oft interessanter als die Artikel selbst.
Wolf-Dieter Roth, TELEPOLIS, 13 März 2005
[Kategorien: e-learning]

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management,
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