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eLearning-Journal

Posted on 21 February 2005 by jrobes

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In einer Zeit, in der viele e-Learning-Magazine bereits wieder von der Bildfläche verschwunden sind und Kongress-Veranstalter gerne auf das “e” im Titel verzichten, ein neues e-Learning-Journal aufzulegen, ist mutig! Wenn das Ganze zudem im strukturschwachen Bremerhaven passiert, darf man durchaus über Fördermittel spekulieren, die den Projektstart erleichtert haben. Wie dem auch sei: Das erste Heft selbst enthält eine Reihe nützlicher Informationen und interessanter Artikel, die allerdings mehr für die Sache werben als Hintergrundinformationen für die bieten, die schon länger am Thema dran sind.

So liefert z.B. Thomas J. Schult (“Zukunftsreise in neue Lernwelten”) einige Antworten auf die Frage, wie wir in zehn oder fünfzig Jahren lernen werden und welche Rolle das Internet dabei spielen kann. Seine sympathische Vision:
“Lernen wird sich im Web vermutlich zunehmend selbst organisieren. Wer vorankommen will, besorgt sich nicht zwangsläufig einen Kurs beim Weiterbildungs-Broker, sondern gründet eine Community mit einer gemeinsamen Vision, die ihre eigene Dynamik entfalten kann. Wenn sich die Bereitschaft, Wissen zu teilen dann mit Techniken wie Blogs oder Wikis paart, können eindrucksvolle Ergebnisse herauskommen. Wie die gemeinschaftlich verfasste Enzyklopädie Wikipedia zeigt, die es mittlerweile mit etablierten Lexika aufnehmen kann.”
Wobei ich mich mit Blick auf die letzten fünfzig Jahre nicht trauen würde, über das Lernen “in fünfzig Jahren” zu spekulieren …

Daneben gibt es noch einen hilfreichen Überblick über die europäische Förderlandschaft (hier), einen Ausflug in die amerikanische e-Learning-Szene (hier), der allerdings mehr auf Formulierungen als auf Neuigkeiten oder Hintergründe setzt, sowie einen Praxistest, der sich 14 Englisch-Lernprogrammen widmet. Und man wirbt mit einer Anbieter-Datenbank, in die ich allerdings noch keinen Blick werfen konnte.
Die nächste Ausgabe ist für den Juli 2005 angekündigt. Man darf gespannt sein, wie lange der Atem und das Budget (!) der Initiatoren reichen!
eLearning-Journal, 1/ 2005 (Februar)
[Kategorien: e-learning]

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1 Comments For This Post

  1. Olaf Bursian Says:

    Lieber Herr Robes,
    obwohl ich Ihre Einschätzungen so oft schätze, liegen Sie meiner Meinung nach hier mal daneben. Ich finde im eLearning-Journal viel heisse Luft: Bilder die nicht zum Thema passen; Artikel, die neben Schreibfehlern nur Allgemeinheiten enthalten; Informationen, die schon beim Erscheinen des Journals veraltet sind (Konferenzen) und ein Layout, dass nur bunt ist. Schlimmer aber finde ich, dass das Journal sich weder an eine spezielle Zielgruppe richtet (für Experten zu banal, für Einsteiger teilweise zu speziell) und damit ebenfalls beliebig ist.
    So weit ich hörte dauerten die Vorbereitungen ein Jahr. Dafür finde ich das Ergebnis zu wenig.
    Aber wir sind uns einig in der Frage: Wie lange reicht der Atem?

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management,
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