Archive | December, 2004

Weihnachtsgrüße

Posted on 20 December 2004 by jrobes

weihnacht_0020.gif Ein spannendes Jahr geht für mich langsam zu Ende. Einige hundert Einträge und Links habe ich an dieser Stelle gemacht. Das hat Zeit gekostet, die ich investieren konnte und gerne investiert habe! Die nächsten Tage werde ich überlegen, wie es weitergeht – nicht nur, aber auch mit dem Weiterbildungsblog.

Mein Internet-Provider versorgt mich jede Woche mit einer Statistik. Zahlen zur Nutzung, interessant, aber wenig aussagekräftig, da sie Leser wie Surfer und Spammer gleichermaßen umfassen.

Was mich heute interessiert: Hat ihnen die Lektüre gefallen? Haben sie davon profitieren können – an ihrem Arbeitsplatz oder privat?

Vielleicht schreiben sie mir eine Email an info@weiterbildungsblog.de. Ein Wort, ein Satz – ganz egal. Als weihnachtliche Hilfe zur Entscheidungsfindung und Jahresplanung, sozusagen.

Schöne Tage, ein frohes Fest und einen guten Rutsch wünscht
der weiterbildungsblog!

See you in 2005!
Jochen Robes

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E-Learning Top Ten Readings 2004

Posted on 20 December 2004 by jrobes

Brauchen wir e-Learning noch? Ich meine als Begriff? Reden wir noch über dieselbe Sache, wenn die einen an Learning Management Systeme und Bildungscontrolling, die anderen an Online Communities und Weblogs denken? Was hat denn die Frage, wie man e-Learning organisatorisch einführt, verankert und managt, noch mit den Interessen des einzelnen Lerners und Lehrers und ihren Lernprozessen zu tun? Dort geht es häufig um Effizienz, Prozessoptimierung und letztlich Kosteneinsparungen, hier - im Idealfall - um selbst organisiertes und informelles Lernen, um Kompetenzentwicklung. Auch wenn es nur die zwei Seiten einer Medaille sind, zwei Perspektiven sozusagen, die Tatsache, dass ihre Verbindung heute eher zufällig, aber keineswegs zwangsläufig besteht, ist für mich eine der Erfahrungen aus 2004.

Viel wird derzeit über die organisatorische Verankerung von e-Learning geschrieben: in den Hochschulen, in Großunternehmen, im Mittelstand; weniger über die individuellen Erfahrungen der Online-Lerner, über gelungene oder misslungene Lernprozesse. Und so gehörten auch zu meiner Lieblingslektüre 2004 einige Reports und Aufsätze, die sich analysierend, systematisierend oder kritisch mit dieser institutionellen Seite des e-Learning auseinandergesetzt haben. Hinzu kam eine Reihe spannender Versuche, die Zukunft des Lernens und die Rolle, die das Internet und Online-Technologien darin spielen werden, zu beschreiben. Die Beiträge von Stephen Downes, Jay Cross, ja, der gesamten Blogging-Community stehen dafür. Wenn sie in der folgenden Liste nicht mehr Plätze einnehmen, dann einzig aus dem Grund, dass vieles hier noch in Bewegung ist (und ich selbst meine Zeit brauche, einen Weg durch die Diskussionen zu finden).

Sicher ist noch viel mehr geschrieben worden in diesem Jahr, das sich festzuhalten lohnt. Aber es ist leider nicht dort angekommen, wo ich heute suche: online (und offen zugänglich), in Weblogs, RSS-Feeds und Newslettern, aber immer weniger in (kostenpflichtigen) Fachzeitschriften und –büchern. Aber die Liste – und ich – warten nur auf Ergänzungen!!

Meine e-Learning - Top Ten Readings 2004

  1. ROI - Das unlösbare Problem des e-Learning”, Klaus P. Jantke, Juni 2004 (pdf/ 120 KB)
  2. “Aber wie geht es uns, die wir uns vor ein paar Jahren auf e-Learning-Projekte einließen? Haben wir die Dutzende unserer Mitarbeiter schon vergessen, die nach Auslaufen der Förderung durch das BMBF in die Arbeitslosigkeit gegangen sind? Allenthalben ist von Nachhaltigkeit die Rede, so als wolle man sie herbeireden, wenn sie sich schon nicht durch Arbeit erreichen lässt.”

  3. A History of eLearning/ The Future of eLearning, Jay Cross, März 2004 (doc/ 177 KB)
  4. “I’m always ready to learn but there are many times I don’t want to be trained. Training is something someone does to me; learning is something I do for myself.”

  5. Educational Blogging, Stephen Downes, September/ Oktober 2004
  6. “What happens when a free-flowing medium such as blogging interacts with the more restrictive domains of the educational system?”

  7. E-Learning für Mittelstand und öffentliche Verwaltungen, LERNET Begleitforschung - MMB Institut für Medien- und Kompetenzforschung, Dezember 2004 (pdf/ 364 KB)
  8. “Wenn Sie diesen Leitfaden in den Händen halten, sind Sie vermutlich in Ihrem Unternehmen oder in einer kommunalen Verwaltung verantwortlich für die berufliche Weiterbildung im Unternehmen. Vielleicht stehen Sie auch gerade vor der Entscheidung, E-Learning einzuführen.”

  9. “Manchmal braucht man kein teures LMS, Google reicht”, Interview mit Donald Clarke, Global Learning, Februar 2004
  10. “Es ist aber problematisch, dass Unternehmen zur Zeit alles kontrollieren möchten. Darin werden sie auch von eLearning-Anbietern bestätigt, die glauben, dass das gesamte Humankapital einer Firma von einem einzigen Softwareprogramm administriert werden sollte.”

  11. Organisatorische Einbettung von E-Learning an deutschen Hochschulen, Herbert Kubicek, Andreas Breiter, Arne Fischer und Christian Wiedwald, Mai 2004 (pdf/ 574 KB)
  12. “Die ersten Erfahrungen aus den Förderprogrammen … sowie empirische Untersuchungen … zeigen, dass „E-Learning“ als Teil eines Hochschulentwicklungsprozesses zu begreifen ist und es eigentlich um eine Veränderung der Hochschule im digitalen Zeitalter geht …”

  13. The Real Story Behind the Failure of U.K. eUniversity, Richard Garrett, November 2004
  14. “Massive up-front investment, lack of private sector cash, low enrollments, brand confusion, and an incomplete platform meant that by 2004 UKeU was doomed.”

  15. Deutsche Telekom: Implementing a global enterprise-wide Learning Management System, Bersin & Associates, Juli 2004 (pdf/ 100 KB)
  16. “However, the company did not have an enterprise-wide system or process for making the move to elearning or encouraging employees to be responsible for their own training and development.”

  17. The Edinburg Scenarios Jay Cross und Jonathan Star, Februar 2004
  18. Kursbuch eLearning 2004, BMBF, Januar 2004
  19. “Das vorliegende Kursbuch soll dazu dienen, dass sich eine breite Fachöffentlichkeit ein Bild von den Ergebnissen der BMBF-Förderung machen kann und dass Impulse gegeben werden, diese Resultate auch in andere Bildungsbereiche und auf weitere Zielgruppen zu übertragen.”

Abspann

In meiner Gedankenwelt ist e-Learning fest integriert in drei weitere Themen- und Diskussionswelten – und diese lenken ganz wesentlich meine Aufmerksamkeit und Lektüre. Ich will sie an dieser Stelle nur mit einem Satz und einer (exemplarischen) Referenz skizzieren:

  • Lernen bzw. e-Learning ist untrennbar mit Kompetenzen und Kompetenzentwicklung verbunden.
  • Diese Diskussion wird in Deutschland maßgeblich durch die Arbeit des ABWF/ QUEM bestimmt.
    Zusammenfassend: John Erpenbeck: Gedanken nach Innsbruck. Kompetenz – Kompetenzentwicklung – Kompetenzbilanz (QUEM-Bulletin, Dezember 2004; pdf/ 1,3 MB).

  • Selbst organisiertes und soziales Lernen profitiert von den Möglichkeiten neuer Technologien, vor allem von denen des Internets.
  • Da Bibliotheken sich wie kaum eine andere traditionelle Bildungsinstitution mit mit den Möglichkeiten neuer Technologien auseinandersetzen müssen, bieten die Studien des OCLC (Online Computer Library Center) eine anregende Lektüre, wenn es um die Zukunft von Internet und Bildung geht.
    Brilliant: The 2003 OCLC Environmental Scan: Pattern Recognition (OCLC, Januar 2004).

  • Meine Erfahrungen als Learning Professional und e-Lerner sind Teil meines Alltags und meiner Entwicklung als Knowledger Worker.
  • Jedes Jahr organisiere ich mich (neu), um als Wissensarbeiter neue Möglichkeiten (individuell, sozial und technisch) optimal auszuschöpfen. Das Weiterbildungsblog gehört dazu. Hier habe ich die Adresse für Anregungen noch nicht gefunden, aber das E-Business Weblog von Martin Röll ist sicher weit mehr als irgendeine.
    Anregend: Distributed KM - Improving Knowledge Workers’ Productivity and Organisational Knowledge Sharing with Weblog-based Personal Publishing (Juli 2004).

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    ePortfolios

    Posted on 17 December 2004 by jrobes

    Kurzer Rückblick: Bei meinem letzten Arbeitgeber wurden die Bildungsmaßnahmen, die man besucht hatte, automatisch in eine Rubrik eingepflegt, die “Persönliche Bildungshistorie” (oder so ähnlich) hieß. Das lief so seit Ende der neunziger Jahre, als begonnen wurde, diese Informationen elektronisch zu verwalten. Dieser Automatismus galt aber nur für die Maßnahmen, die auch im offiziellen Weiterbildungskatalog des Unternehmens aufgeführt waren. Praktisch hatte z.B. meine “persönliche Bildungshistorie” nach 5 Jahren wahrscheinlich (ich habe es nicht weiter verfolgt) nur ein oder zwei Einträge.

    Habe ich in dieser Zeit nicht mehr gelernt? Oder wurde mir etwa die Teilnahme an Bildungsmaßnahmen verwehrt? Weit gefehlt, denn das, was ich als Bildungsmaßnahme betrachtet habe, z.B. die Teilnahme an internen Arbeitsgruppen oder an externen Konferenzen und Workshops, wurde (und wird) offiziell, und das heisst in diesem Fall: “systemseitig”, nicht als Lernerfahrung gezählt. Auch das, was ich aus eigenem Antrieb gelernt hatte - man könnte auch “selbst organisiert” dazu sagen -, weil aktuelle Projekte oder Aufgaben es verlangten, konnte nicht in meine “persönliche Bildungshistorie” einfließen.

    Die logische Konsequenz aus meiner Sicht: Der Mitarbeiter pflegt “seine” Bildungshistorie, so wie er heute bereits in weiten Teilen sein Mitarbeiterprofil pflegt (Employee Self Service). Und genau so, wie er “seine” Bewerbungsmappe zusammenstellt, ist er für die Zusammenstellung, Aktualität und Stimmigkeit dieser Informationen verantwortlich. Nun, heute erlauben meines Wissens Learning Management- und ERP-Systeme einen flexibleren Umgang mit der Dokumentation von Bildungsmaßnahmen. Und die neue Aufmerksamkeit für informelle Lernerfahrungen und Kompetenzbilanzen wird diesen Prozess weiter vorantreiben.

    An diesem Sachverhalt setzen nun ePortfolios an, die George Siemens folgendermaßen beschreibt: “Definitions of eportfolios vary, but generally include the notion of a digital resource (personal artifacts, instructor comments) demonstrating growth, allowing for flexible expression (i.e. customized folders and site areas to meet the skill requirements of a particular job), and permitting access to varied interested parties (parents, potential employers, fellow learners, and instructors).”

    Als Ursachen für die Aufmerksamkeit, die ePortfolios gegenwärtig auf sich ziehen, identifiziert der Autor: “the dynamics of functioning in a knowledge economy, the changing nature of learning, and the changing needs of the learner.” Vor diesem Hintergrund gibt er einen lesenswerten Überblick über die Vorteile von ePortfolios aus Sicht der Lerner, Lehrer und Institutionen, die sie einsetzen, über ihre Komponenten und Implementierung sowie erste Tools und Trends.

    Die Herausforderung liegt sicher in dem Punkt, den auch George Siemens mehrmals unterstreicht: “Ultimately, to ensure life-long use of eportfolios, the learner needs to be in control.” Denn, um an meinem Einstiegsbeispiel anzuknüpfen, ich will ja meine “persönliche Bildungshistorie”, meine Lernerfahrungen, evtl. auch meine Arbeitsergebnisse, Feedback von Kollegen und Managern, kurz: alles, was meine Kompetenzen dokumentiert, “mitnehmen”. Ein Leben lang.
    George Siemens, elearnspace, 16 Dezember 2004
    [Kategorien: ePortfolios]

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    Der Kampf um die Inhalte

    Posted on 17 December 2004 by jrobes

    Internetsucher sollen künftig in fünf der renommiertesten Bibliotheken der Welt (Stanford, Harvard, Michigan, Oxford, New York Public Library) online stöbern können - dank Google. Es geht um die Digitalisierung von 15 Millionen Büchern und Dokumenten, um Kosten von schätzungsweise 150 Millionen Dollar und eine Mission der Google-Gründer, nämlich “das Wissen der Menschheit zu den Menschen zu bringen”. Wenn die Konkurrenz unter den Suchmaschinenanbietern künftig zu solchen Projekten führt, sind auch die fünf Prozent okay, die der Aktienkurs von Google nach Ankündigung des Vorhabens gestiegen ist.
    Alfred Krüger, Telepolis, 17 Dezember 2004
    [Kategorien: Zukunft des Internet]

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    Seminar “Knowledge Worker Productivity”

    Posted on 16 December 2004 by jrobes

    Früher, also vor drei oder vier Jahren, wäre diese Veranstaltung sicher noch unter dem schlichten Titel “Knowledge Management” gelaufen. Wäre das Themenspektrum ähnlich gewesen? Da darf jetzt jeder selbst spekulieren, denn die Folien der Referenten (u.a. VW, Commerzbank und Siemens) sind jetzt online. Enterprise Portals, Werkzeuge des Wissensmanagements, Wissensbilanzen (na ja, das Thema gab es vor drei Jahren noch nicht) sind einige Stichworte, dazu viele Zitate von Peter F. Drucker. Der Wissensarbeiter selbst und seine Arbeitsstrategien incl. Weblogs tauchen explizit im Referat von Karsten Ehms (Siemens) auf. Alles andere gab’s wahrscheinlich nur offline.
    Learning Center, Universität St. Gallen, 18 November 2004
    [Kategorien: Knowledge Management, Knowledge Worker Productivity]

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    Gedanken nach Innsbruck. Kompetenz - Kompetenzentwicklung - Kompetenzbilanz

    Posted on 15 December 2004 by jrobes

    Am besten hat mir das Zitat von Lutz von Rosenstiel gefallen: “Kompetenzentwicklung – wie ich sie verstehe – stützt sich auf das klassische Verständnis von Personalentwicklung, aber nicht notwendig auf die Formen klassischer Fort- und Weiterbildung. Sondern auch auf das Lernen im sozialen Umfeld oder im Prozess der Arbeit selbst. Grob gesagt: Es gibt Arbeit, die macht Menschen dumm und es gibt Arbeit, die macht Menschen kompetent. Ein systematisch aufgebautes Curriculum der Arbeitserfahrungen statt eines Curriculums von Kursen ist notwendig, um notwendige Kompetenz zu entwickeln. Ein solches kann, ebenso wie die Vertrauenskultur im Unternehmen, durch zutreffende Kompetenzbilanzen stark gefördert werden.”

    Dieses wunderbar treffende Statement ist Teil einer Zusammenfassung der aktuellen Diskussion um Kompetenzen und Kompetenzentwicklung – als hätte der Autor nur auf einen Anlass (”Nach Innsbruck” heisst: nach der Veranstaltung des Zukunftszentrums Tirol, “Zukunft bietet Chancen – Kompetenzen eröffnen Wege”, am 1./2. Oktober) gewartet, um die Aktivitäten und Fortschritte der letzten Monate kurz Revue passieren lassen zu können. Kurz: Es geht um den Kompetenzbegriff als solchen, um die Bedeutung von Kompetenzbilanzen aus individueller (wenn es um berufliche Orientierungsprozesse geht), ökonomischer (wenn es um die Bilanzierung des unternehmenseigenen Humankapitals geht) und politischer Sicht (wenn es um EU-weit akzeptierte Methoden der Kompetenzvalidierung und –zertifizierung geht). Und wem das alles zu abstrakt ist, der kann sich unter der Adresse des Centrums für Kompetenzbilanzierung (CeKom) selbst ein Bild davon machen, was Kompetenzbilanzen in der Praxis und für ihn leisten können.
    John Erpenbeck, QUEM-Bulletin, 6 (Dezember)/ 2004 (pdf)
    [Kategorien: Kompetenzen]

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    An End-of-Year Conversation with e-Learning Leaders

    Posted on 14 December 2004 by jrobes

    Interessante Statements von sechzehn Experten sind hier unter Topics wie “Changing realities”, “Higher education influences”, “It’s about technology - or is it?”, “And it’s about learning” u.a. zusammengefasst. Es ist nicht immer einfach zuzuordnen, wer was gesagt hat, aber das Ganze geht weit über das hinaus, was man bei ähnlichen Anlässen erwarten darf - der Redakteurin Patti Shank sei Dank! Am Ende darf jeder Experte und jede Expertin übrigens noch “seine”/”ihre” Literatur und Links empfehlen … Kurz einige Auszüge:

    “Jay [Cross] says he expects to see a decline of courseware in favor of learning bursts, knowledge systems, expertise location, and collaboration.”

    Training metrics need to break the ‘four levels of education’ barrier. They need to be more and more powered by business process monitoring and analytics, moving metrics towards real-time tracking and reporting of performance and business results.” (Harvey Singh)

    “Bill Ellet sees some of the fastest e-Learning growth and innovation in online degree programs and thinks that these innovations will soon cross over into the corporate training market.”

    “Saul [Carliner] says the movement to use electronic portfolios as a tool for assessing learners and certifying life knowledge intrigues him. … One challenge, he feels, is to figure out how to use e-portfolios to assess adults in their journey of life-long learning.”
    Patti Shank, The eLearning Developers’ Journal, 6 Dezember 2004 (pdf)
    [Kategorien: e-learning]

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    Learning Objects, Metadata, Blogs And RSS: The Future Of Online Education According To Stephen Downes

    Posted on 14 December 2004 by jrobes

    Robin Good alias Luigi Canali De Rossi aus Rom stellt Fragen, und Stephen Downes aus Moncton/ New Brunswick in Canada gibt die Antworten. Das Ganze ist letzten Freitag passiert und steht jetzt als mp3 zum Download bereit. Unterhaltsam und informativ.
    Robin Good, 12 Dezember 2004
    [Kategorien: e-learning, Zukunft des Internet]

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    Teaching and learning online with wikis

    Posted on 14 December 2004 by jrobes

    Das Projekt, über das die Autoren berichten, ist vielleicht nicht das Aufregendste: Man hat versucht, eine icebreaker exercise zum gegenseitigen Kennenlernen der Kursteilnehmer mit Hilfe eines wikis zu organisieren - ganz erfolgreich, wie die Autoren finden. Aber die zusätzlichen Informationen über die Möglichkeiten von wikis, Online Learning and Collaboration zu unterstützen, machen aus dem Artikel einen “runden” Überblick.
    Naomi Augar, Ruth Raitman und Wanlei Zhou, ASCILITE, 14 November 2004
    [Kategorien: e-learning]

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    E-Learning für Mittelstand und öffentliche Verwaltungen

    Posted on 13 December 2004 by jrobes

    Eigentlich ist in diesem Fall der Untertitel viel aussagekräftiger. Im Rahmen der LERNET – Begleitforschung (LERNET – netzbasiertes Lernen in Mittelstand und Verwaltungen) ist hier eine bemerkenswerte e-Learning-Dokumentation entstanden, eine Mischung aus Einführung, Überblick und Erfahrungsbericht. Aufgeteilt in einen Leitfaden für “E-Learning-Entscheider” und einen für “E-Learning-Produzenten” werden Grundlagen, aber z.B. auch differenzierte e-Learning-Geschäftsmodelle vorgestellt. Die Informationen sind kurz, aber umfassend und auf dem neuesten Stand – es finden sich sowohl Hinweise auf aktuelle Projekte der Qualitätssicherung als auch auf Instrumente der Kompetenzbilanzierung. Und ein Glossar sowie eine Übersicht über die abgeschlossenen LERNET-Projekte. Dazu eine Fülle von Online-Ressourcen und das Versprechen, diese unter www.lernet.info aktuell zuhalten.

    Lediglich bei der einleitenden Unterscheidung von vier Grundformen der Weiterbildung, nämlich: Präsenzschulungen, Blended Learning, “reines E-Learning” (WBT oder CBT ohne Präsenzunterricht) und Learning on Demand, steht Letzteres logisch etwas “quer” zu den übrigen Bildungsformen, weil sich ja Learning on Demand z.B. auch auf “reines E-Learning” beziehen kann. Eine Kleinigkeit.
    LERNET Begleitforschung - MMB Institut für Medien- und Kompetenzforschung, Dezember 2004 (pdf)

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    Wie kompetent ist Deutschland? - Landauer Forschungszentrum entwickelt Kompetenzbarometer

    Posted on 10 December 2004 by jrobes

    kompetenzerfassung.gif

    Das Zentrum für empirische pädagogische Forschung (zepf) der Universität Landau hat einen Kompetenzbarometer entwickelt. Dieses Umfrageinstrument enthält 157 (!) Statements wie z.B. “Es ist mir wichtig, das Leben zu lieben” oder “Es ist mir wichtig, freundlich zu sein”. Das sind übrigens die ersten beiden Statements, die ich wie die übrigen 155 in ehrlicher Selbsteinschätzung gewichten durfte. Mit Hilfe dieses Kompetenzbarometers sollen nun die “vorhandenen Kompetenzen in der deutschen Bevölkerung gemessen werden”. Man rechnet mit rund 20.000 Teilnehmern und einem “repräsentativen Bild”!

    Unter “Kompetenzen” verstehen die Wissenschaftler “all diejenigen Eigenschaften einer Person, die sie in die Lage versetzt, bestimmte Anforderungen erfolgreich zu bewältigen.” Anschließend wird in bewährter Manier zwischen Fach-, Methoden-, Sozial- und Personalkompetenzen unterschieden. Was wahrscheinlich an dieser Stelle (Homepage) auch ausreichend ist. Doch was als Rückmeldung versprochen wird, ist wohl mehr Verpackung als Inhalt: “Mithilfe dieses Tools werde deutlich, ob man die nötigen Fähigkeiten hat, um sich erfolgreich gegen die Konkurrenz durchzusetzen.”
    Ja, wenn nur alles so einfach wäre!!
    Informationsdienst Wissenschaft (idw), 3 Dezember 2004
    [Kategorien: Kompetenzen]

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    WebCT: a major shift of emphasis

    Posted on 09 December 2004 by jrobes

    Diese Studie vergleicht das aktuelle Learning Management System von WebCT (Campus Edition) mit der neuen Version dieses Anbieters (Vista). Nun, ich habe keine Erfahrungen mit WebCT (“Today, it is used by 10 million students at over 2,500 universities and colleges in 80 countries …”, heisst es im Artikel), und so bin ich weniger bei den Details des Produktvergleichs als beim abschließenden Statement hängengeblieben:

    “With so many comparable open source softwares emerging for course management, containing more varied features than WebCT, one has to wonder: how long can such costly proprietary products survive? In the case of WebCT, the short answer to this is - possibly two years. If, as has been suggested, the vendor will no longer support earlier versions than Vista after 2006, it will either gather massive upgrade payments from many of its clients in the interim, or will lose them altogether to the new OSS systems. So is this WebCT’s last attempt to make large amounts of money in the face of the growing OSS challenge, its ‘last hurrah?’” (via Stephen Downes)

    Barbara Morningstar, Jeremy Schubert und Kristine Thibeault, International Review of Research in Open and Distance Learning (IRRODL), November 2004
    [Kategorien: Learning Management Systems]

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    Learning without lessons

    Posted on 09 December 2004 by jrobes

    Welche Bedeutung informelle Lernprozesse besitzen, wird besonders deutlich, wenn man small and medium-sized enterprises (SMEs) näher betrachtet, wie es die Autorinnen getan haben. Sie haben so eine Reihe interessanter Beobachtungen zusammengetragen - aber es hätten gerne mehr sein dürfen.

    “The research found a wide range of formal and informal learning of different types taking place in the firms participating in the study. Many interviewees talked about the value of prior experience equipping them to do their jobs and the phrases ‘trial and error’ and ‘learning by mistakes’ were mentioned frequently. There was also a preference for individual coaching and mentoring, rather than for more structured learning leading to national qualifications.”
    Maria Hughes und Lisa Doyle, learning and skills development agency, November 2004
    [Kategorien: Weiterbildung allgemein]

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    Learning Circuits E-Learning Trends 2004

    Posted on 08 December 2004 by jrobes

    Dezember - und die Saison der Rückblicke, Vorhersagen und Trendanalysen hat begonnen. Learning Circuits greifen dabei auf zwei eigene Online-Umfragen zurück, die sie auswerten. Herausgekommen ist aus meiner Sicht nichts, was überrascht. Bemerkenswert ist vielleicht eine beiläufige Wortwahl, die darauf hindeutet, dass der “Training Professional” nun endgültig durch den “Workplace Learning Professional” abgelöst zu sein scheint. Ist damit auch Training passé?
    Ryann Ellis, Learning Circuits, November 2004
    [Kategorien: e-learning]

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    Investitionsgut Bildung

    Posted on 08 December 2004 by jrobes

    Die Unterlagen einer Tagung, zu der BMBF, das ifo Institut für Wirtschaftsforschung und die Nationale Agentur “Bildung für Europa” beim BIBB am 7. Juni 2004 nach Bonn eingeladen hatten, liegen jetzt vor. Und das Wort, das am häufigsten auf dieser Tagung gefallen ist, muss “Effizienz” gewesen sein. Fixpunkte dieses Ringens um Effizienz, Rentabilität und Optimierung bilden dabei die Ziele, die der Europäische Rat in Lissabon 2000 (die EU als “wettbewerbsfähigster und dynamischster wissensbasierter Wirtschaftsraum der Welt” bis 2010) gesetzt hat - und das Erschrecken darüber, von diesen Zielen noch weit entfernt zu sein (siehe auch: “Wo sind die guten Nachrichten?”). Doch wenigstens scheint damit Bewegung in die bildungsökonomische Diskussion gekommen zu sein, wie einige Keynotes bestätigen.

    Die Unterlagen und Forschungsergebnisse sind - ich will es vorsichtig formulieren - interessant. Zwei Zitate mögen dies verdeutlichen:
    “Selbst wenn man Ausreißer nicht beachtet, lässt sich der Zusammenhang - kleine Klassen sind gut für Schülerleistung - aus der internationalen Evidenz nicht herauslesen.” (Erich Gundlach, Kiel)
    “Das Experiment zeigt ganz klar, dass die Schülerleistung in den kleineren Klassen besser ist.” (Steve Pischke, London)
    Auch wenn die Referate mehr Fragen als Antworten liefern, die Lektüre lohnt sich. Am besten mit der Tagungsdokumentation (pdf) beginnen.
    Nationale Agentur “Bildung für Europa”, Dezember 2004

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    ‘Blog’ picked up as word of the year

    Posted on 07 December 2004 by jrobes

    BBCNews.jpg

    Gab’s diesen Ritterschlag nicht schon letztes Jahr? Egal: “The term ‘blog’ has been chosen as the top word of 2004 by a US dictionary publisher.” Dieser publisher ist kein Geringerer als Merriam-Webster, und er liefert seine Definition gleich mit: “a Web site that contains an online personal journal with reflections, comments and often hyperlinks.”

    Zur weiteren Liste der “Top 10 Words of 2004″ gehören übrigens “incumbent” (2.), “electoral” (3.), “insurgent” (4.) und “hurricance” (5.). Nur der Vollständigkeit halber.

    Auch der Economist hat sich letzte Woche, ganz nebenbei, vor der Blogging Community verbeugt. Es galt den CBS-Veteranen, Dan Rather, zu verabschieden (“Dropping the anchorman”), “one of the hated grandees of liberal journalism.” Und in diesem Zusammenhang wurde gleich das amerikanische Mediensystem neu geordnet:
    “Mr Rather’s retirement epitomises two broader shifts of power. First, the old media are losing power to the new. And, second, the liberal media establishment is losing power to a more diverse cacophony of new voices.”

    Und über die “new media” heisst es einleitend: “But old media also face a newer and more unpredictable source of competition — the blogosphere. Bloggers have discovered that all you need to set yourself up as a pundit is a website and an attitude.”
    BBC News, 1 Dezember 2004
    [Kategorien: Weblogs]

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    Beyond the Electronic Portfolio: A Lifetime Personal Web Space

    Posted on 06 December 2004 by jrobes

    “The electronic portfolio (e-portfolio) is higher education’s new “got to have it” tool — the show-and-tell platform of the millennium.” Der Autor hat einige Fragen, was den Hype um ePortfolios betrifft. Und anstatt auf Antworten zu warten, denkt er laut weiter: Warum werden wir nicht alle von Geburt an mit einem “lifetime personal Web space” (LPWS) ausgestattet? “The LPWS construct will enable users to preserve more knowledge over time and to forge richer connections between their academic and work endeavors.”

    Okay, die Vision hat ihren Charme. Unklar bleibt, welche Probleme sie lösen soll bzw. kann!! Welchen Wert hat es für mich oder andere, außerhalb einer kleinen akademischen Community, einen solchen LPWS zu besitzen? Irgendetwas zwischen persönlichem Archiv, aktuellem Adressbuch, netzgestützter Knowledge Base und Online-Bewerbungsmappe (wenn ich als Blogger mal den advocatus diaboli spielen darf).

    Die Beispiele des Autors überzeugen mich jedenfalls nicht: “Imagine the following LPWS-based scenario. A third-year medical student working on a problem-based learning (PBL) scenario confronts an unknown but vaguely familiar medical term. She searches her LPWS and revisits the Latin vocabulary she learned as a sophomore in high school.” Warum die Studentin ihr LPWS und nicht Google zu Rate zieht, bleibt offen.
    Ellen R. Cohn and Bernard J. Hibbitts, EDUCAUSE Quarterly: Viewpoint, Vol 27, No 4, 2004
    [Kategorien: ePortfolios]

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    Geld und Wissen: Welche Rendite bringt Bildung?

    Posted on 03 December 2004 by jrobes

    Eigentlich hatte ich geplant, Montag nach Lübeck zu reisen, um am Dienstag auf der Veranstaltung “Wie finanziert man Eliten? Humanvermögensrechnung für Bildungshungrige” zu sprechen. Und zwar über das Thema “Geld und Wissen: Welche Rendite bringt Bildung?” Leider haben weder das Lübecker Marzipan noch der angekündigte Auftritt von Björn Engholm - von meiner Wenigkeit ganz zu schweigen - es geschafft, genügend Teilnehmer anzuziehen, so dass die Veranstaltung heute abgesagt wurde. Schade! Wen aber interessiert, was ich gesagt hätte, bekommt mit der beiliegenden Präsentation vielleicht eine ungefähre Ahnung.
    Jochen Robes, Geld und Wissen: Welche Rendite bringt Bildung?, 3 Dezember 2004 (pdf)
    [Kategorien: Human Capital Management, Bildungsökonomie]

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    Überraschende Lerner-Reaktionen beim Umgang mit Neuen Medien

    Posted on 03 December 2004 by jrobes

    Vorneweg: Ich habe meine Probleme mit diesem Text aus dem aktuellen Heft der DIE Zeitschrift für Erwachsenenbildung und will etwas ausführlicher darlegen, was mich an diesem Artikel stört, denn das ist schließlich der Anfang eines jeden Diskurses …

    Der Autor, Hans Giessen, widmet sich dem Lerner und seinen individuellen Prädispositionen im Umgang mit den Neuen Medien. Das ist auch heute noch nicht die Regel und hat mich neugierig gemacht. Dabei bezieht sich Hans Giessen auf Erfahrungen, die er in einem Modellversuchsprogramm zum „Lebenslangen Lernen“ gesammelt hat. In der Einleitung des Artikels heisst es: “Der Autor erzählt die Geschichte von zwei Lernertypen. Für beide bedeutet das Lernen am Computer eine neuartige Erfahrung.”

    Los geht es mit einer kurzen Begriffsklärung, die den Gegenstand „Neue Medien“ einzugrenzen versucht: “Wir verstehen darunter ganz allgemein Kanäle und Produkte, die (1.) digital übermittelt werden, sowie (2.) Interaktivität und (3.) Multimedialität ermöglichen.” Schon diese Definition kommt etwas, nun ja, „schwerfällig“ daher, ganz abgesehen davon, dass die neue Qualität netzgestützter und kollaborativer Lernmöglichkeiten, die das Internet eröffnet, nur mit viel Phantasie erahnt werden kann. In der Praxis dieses Modellversuchs scheint sie keine Rolle gespielt zu haben.

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    Middle East eLearning Forum

    Posted on 03 December 2004 by jrobes

    Erste Informationssplitter von der Online Educa in Berlin: Jay Cross hat einige Eindrücke vom Middle East-Panel im Hotel Intercontinental zusammengefasst.
    Jay Cross, Internet Time Blog, 1 Dezember 2004
    [Kategorien: e-learning]

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    Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management,
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