Learning Management Systems: The wrong place to start learning

Posted on 23 November 2004 by jrobes

Meine LMS-Welt besteht derzeit aus drei Bereichen: Der erste Bereich umfasst zum einen die kommerziellen LMS-Anbieter wie PeopleSoft, SAP oder imc, deren Lösungen nicht nur, aber vor allem auf das Management der betrieblichen Weiterbildung zielen; und zum anderen Mitstreiter wie Blackboard und WebCT, die sich auf den Markt der Bildungsinstitutionen konzentrieren. Über diesen Bereich hört man “naturgemäß” vor allem, wenn entsprechende Deals vereinbart werden. Sonst herrscht weitestgehend Funkstille.

Den zweiten Bereich beschreibt das Stichwort “Open Source” am besten. Beispiele sind ILIAS und Moodle, und es handelt sich vornehmlich um Lösungen, die im Hochschulbereich entstanden bzw. anzutreffen sind. Hier ist die Kommunikationsfreude ungleich größer, weil - auch das liegt in der Natur der Sache - diese Systeme langfristig nur auf der Grundlage einer Community überleben können, die über die eigene Organisation hinausreicht.

Und dann gibt es drittens einige Learning-Experten, die laut fragen, ob denn ein LMS überhaupt der richtige Ansatzpunkt ist, wenn es um die Zukunft des Lernens geht. Oder ob diese nicht in einer Fülle modularisierter Lösungen liegt, die der Lerner nach seinen Bedürfnissen nutzt. Diese Stimmen hört man in letzter Zeit häufiger, vor allem aus der Blogging-Community.

Der Titel dieses Artikels lässt keinen Zweifel offen, welchem Bereich er zuzuordnen ist. Der Tenor des Autors: “Organizations that now lock into enterprise-level systems will be able to do an excellent job of delivering courses. They won’t, however, be positioning themselves well for informal learning, performance support, or knowledge management.” Vor diesem Hintergrund beschreibt er die Schwächen des LMS-Ansatzes und die Anforderungen zukünftiger “learning environments”.
Eine ernstzunehmende Perspektive. Aber sie beschreibt keine Alternative, wenn es darum geht, dass ein Unternehmen heute seine Online-Schulungen in Arbeitssicherheit oder Geldwäsche durchführen und dokumentieren will. Sie zeigt vielmehr auf, dass Lernen an diesem Punkt noch lange nicht aufhört.
George Siemens, elearnspace, 22 November 2004
[Kategorien: Learning Management Systeme]

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1 Comments For This Post

  1. Unfrisierte Gedanken Says:

    Wer braucht noch Lernmanagementsysteme (LMS)?

    George Siemens hinterfragt die Sinnhaftigkeit des Einsatzes von monolithischen Lernmanagementssystemen für E-Learning:
    Certain learning tasks are well suited for an LMS (centralized functions like learner administration and content management). Learni…

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management,
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