Archive | October, 2004

Lernkultur Kompetenzentwicklung - Begriffliche Grundlagen

Posted on 29 October 2004 by jrobes

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Mit dieser Lektüre habe ich mich gestern auf den ABWF/QUEM-Workshop in Berlin eingestimmt. Denn in diesem Kompendium werden die tragenden Begriffe der “QUEM-Community” (die Bezeichnung stammt übrigens vom Autor selbst!) beschrieben. Doch auch aus anderer Sicht lohnt sich ein Blick: Denn wer sich heute in Deutschland mit Kompetenzen und Kompetenzentwicklung oder der Entwicklung einer neuen Lernkultur beschäftigt, wird früher oder später auf die hier beschriebenen Grundlagen und Konzepte stoßen.

Auch “Lernen im Netz und mit Multimedia” taucht als Stichwort auf. Dazu heisst es treffend: “Das Begriffsnetz in diesem Bereich ist durch eine außerordentliche Dynamik mit hohen begrifflichen Umschlagsgeschwindigkeiten gekennzeichnet.” (S.81) Wohl wahr!
Dieter Kirchhöfer, Arbeitsgemeinschaft Betriebliche Weiterbildungsforschung (ABWF), Projekt Qualifikations-Entwicklungs-Management (QUEM), Berlin, August 2004 (pdf, 989 KB)
[Kategorien: Kompetenzen]

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Customer Training Is Outsourcing’s Hottest Trend

Posted on 29 October 2004 by jrobes

Der Autor nennt es “the fastest-growing trend in learning – the outsourcing and out-tasking of customer training initiatives to suppliers that create e-learning courseware and perform numerous other services”. Für mich ist es in erster Linie Teil einer Marketing- und Absatzstrategie, die auf e-Learning als effizientes Instrument der Kundeninformation und -bindung setzt.
Paul Harris, Learning Circuits, Oktober 2004
[Kategorien: e-learning]

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5. Learning Management Congress

Posted on 28 October 2004 by jrobes

Einen Tag hatte ich leider nur für den diesjährigen Kongress der imc. Hier - etwas ausführlicher - meine Eindrücke:

1) Das Stichwort des ersten Kongresstages war zweifellos Bildungscontrolling - verstanden als umfassende Steuerung von Bildungsprozessen, nicht als (verzweifelte) Suche nach dem ROI einzelner Bildungsmaßnahmen. Wolfgang Kraemer und Christoph Meier zeigten in ihrem Einleitungsreferat auf, welches Potenzial zur Effizienzsteigerung in vielen betrieblichen Bildungsprozessen liegt, wenn die Möglichkeiten heutiger LMS-Lösungen nur konsequent genutzt werden. Das entsprechende Stichwort ist Prozessoptimierung. Das verdeutlichten die Referenten an den Beispielen Bildungsbedarfsanalyse, Content-Entwicklung und Evaluation. Und sie wiesen darauf hin, dass Bildungscontrolling kein “nice-to-have” ist: Unternehmen in allen Branchen werden heute von Gesetzgebern gezwungen, die regelmäßige Schulung ihrer Mitarbeiter in wichtigen Themen nachzuweisen (Beispiel aus dem Bankenbereich: Compliance). Mehr zum Thema auf der Homepage der imc.

Dass Bildungsmanager in der Regel keine “Controlling-Fans” sind, war auch der Einstieg von Sabine Seufert aus St. Gallen. Doch welche Handlungsoptionen, so ihre (rhetorische) Frage, haben Bildungsmanager: Ablehnen? Mitspielen? Regeln (Mit-)Gestalten? Wie eine Mitgestaltung aussehen könnte, zeigte Sabine Seufert am aktuellen Projekt CEL (”Certification of e-Learning”), dass das SCIL (St. Gallen) gemeinsam mit dem efmd (Brüssel) initiiert hat. Mehr über CEL hier.

2) Mein zweites Stichwort des Kongresses ist die fortschreitende Integration von Lernen und Informieren. Dafür steht z.B. die Studie “Wie lernen Manager?”, die Frank Habermann von der imc vorstellte. Dabei haben imc und efmd ca. 500 Führungskräfte in großen und mittleren Unternehmen europaweit nach ihrem Lernverhalten befragt, wobei es vor allem um die Nutzung von online und offline Medien ging. Deutlich wurde: Aus Sicht der Führungskräfte wird nicht zwischen Lernen und Informieren unterschieden. Es dominiert eine problemorientierte Herangehensweise. Man muss ein Thema, ein Projekt oder eine Sitzung vorbereiten und sucht schnell und effizient Antworten.

Was bedeutet das für Personalentwicklung und Weiterbildung?
- Dem Mitarbeiter ist es egal, woher er seine Antworten bekommt - ob aus der Weiterbildung, dem Knowledge Management, der Unternehmenskommunikation oder dem Business Portal, ob Internet oder Intranet, spielt für den Nutzer keine Rolle.
- Corporate Learning arbeitet am Mitarbeiter vorbei, wenn es sich auf das Management von formalen Lernprozessen (Seminare, Web-based Training) konzentriert.
- Wenn man bedenkt, dass sich 80% des Lernens in informellen Lernprozessen abspielt (siehe Günther Dohmen, 2001, pdf, 1,05 MB), dann wird es für Corporate Learning zunehmend wichtiger, diese Lernformen zu unterstützen und formales und informelles Lernen miteinander zu verbinden.
- Hier können ganz neue Aufgaben liegen, z.B. in der Entwicklung einer entsprechenden Medienkompetenz der Mitarbeiter - auch auf die “Gefahr” hin, dass diese sich ihre Antworten später “außerhalb” der klassischen Weiterbildung suchen.

3) Mein drittes Stichwort: Autorensysteme. Ich weiss zwar nicht, was beim “Authoring-Tool Shoot-Out” am zweiten Kongresstag herausgekommen ist, aber etwas fiel auf: Viele Unternehmen haben Autorensysteme eingeführt oder führen sie gerade ein, aber scheinen - wieder einmal! - vom eigenen Handeln überrollt zu werden. Dazu zwei Kongress-Zitate:
“Wir haben ein Autorensystem eingeführt, aber es ist zu komplex für unsere Ausbilder.”
“Wir haben zwei Autorentools eingekauft, aber unsere Fachexperten haben nicht die Zeit, Inhalte zu erstellen. Wir lassen deshalb auch weiterhin allen Content von einer externen Agentur entwickeln.”

Augenscheinlich ein weiteres Spielfeld für Prozessoptimierung!

Der erste Tag schloss mit einem Vortrag von Mario Vaupel, Head der ERGO Management Academy. Es ging um nichts Geringeres als die Erfassung und Steuerung der Leistung von Führungskräften. Dafür steht LAS, das Leadership Asset System der ERGO. Es scheint, als sei die ERGO bei der Suche nach dem Heiligen Gral fündig geworden, aber ich werde mich hüten, hier über die Tragweite dieses Ansatzes zu spekulieren. Vielleicht gibt es das Ganze ja bald in schriftlicher Form …

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Reisezeit

Posted on 27 October 2004 by jrobes

Diese Woche bin ich unterwegs - heute auf dem Learning Management Congress der imc in Saarbrücken, Donnerstag und Freitag auf einem ABWF-Workshop in Berlin. Ob ich zum Bloggen komme, ist unsicher. Aber spätestens Ende der Woche werden alle News nachgeliefert. Versprochen.

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Tips for Mastering E-mail Overload

Posted on 26 October 2004 by jrobes

Und auch Harvard widmet sich dem Thema “e-mail”. Der Ausgangspunkt: Bevor es e-mails gab, lag die Arbeit beim Schreiber. Jetzt kann der eine Nachricht in Sekunden an Dutzende von Lesern weiterleiten. Es ist an der Zeit, sagt Harvard: “Taming e-mail means training the senders to put the burden of quality back on themselves.”

Dieser Erziehungsauftrag bedeutet aber, dass man mit gutem Beispiel voran geht. Dafür gibt’s eine Reihe von nützlichen Tipps in diesem Artikel, z.B.
“When you copy lots of people (a heinous practice that should be used sparingly), mark out why each person should care.” Absolut!
Stever Robbins, Harvard Business School Working Knowledge, 25 Oktober 2004
[Kategorien: Knowledge Management]

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Psychologie der E-Mail

Posted on 26 October 2004 by jrobes

Als selbstgekürter Knowledge Worker lese ich natürlich alle Artikel mit großem Interesse, die sich mit meinem Alltag und meinem Handwerkszeug beschäftigen: In diesem Artikel werden die Ergebnisse einer Studie zusammengefasst, die von Palm in Auftrag gegeben wurde. Von “sieben E-Mail-Sünden” ist hier die Rede:

1. Übersehen und Ignorieren von Mails
2. Abstreiten, eine bestimmte E-Mail erhalten zu haben
3. Von sich auf andere zu schließen und anzunehmen, dass jeder die E-Mails liest
4. Romane statt kurzer Mails
5. Kopien ans ganze Haus
6. Grammatik- und Rechtschreibfehler, unzusammenhängende Argumente, verworrene Formulierungen
7. Im Ton vergriffen
Wolf-Dieter Roth, Telepolis, 23 Oktober 2004
[Kategorien: Knowledge Management]

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eLearning Producer 2004

Posted on 25 October 2004 by jrobes

Jay Cross zitiert Bob Mosher, Director bei Microsoft Learning, der auf der eLearning Producer Conference in Orlando auf einen, wie ich finde, interessanten Wandel aufmerksam machte:
“He told us the learner population has changed; they are no longer newbies; they don’t want courses. Today’s learners are building on foundation knowledge, not starting from scratch. They want to fill in the gaps, not take a course.”

Und Jay Cross führt weiter aus: “We used to think of a spectrum from instructor-led training to eLearning and sometimes a blend of the two. To serve the new breed of learners, many of the learning modalities are things that fall in between.” Er nennt diese neuen Lernmodule “e-reference” und zählt auf: “ebooks, FAQ, ejournals, EPSS (context), E-communities with peers, SMEs, BMEs, chat, sync, Job aids, cheat sheets, journals …”

Kleine Anekdote am Rande: In einer ersten Fassung dieser Nachricht zitierte Jay Cross den Microsoft-Referenten mit folgenden Worten: “In the hour that I’m with you, two Microsoft training centers will go under.” - um dann mit den oben zitierten Worten fortzufahren. Dieses Zitat machte in wenigen Stunden weltweit die Runde, weil aufmerksame Leser hochrechneten und (amüsiert?) das Microsoft-Trainingsimperium zusammenbrechen sahen. Woraufhin Jay Cross das missverständliche Zitat entfernte. That’s blogging.
Jay Cross, Internet Time Blog, 22 Oktober 2004
[Kategorien: e-learning]

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Wissen teilen – Standort sichern: Hessische Unternehmen erproben Wissensmanagement

Posted on 22 October 2004 by jrobes

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Klaus North hat gestern im Rahmen des Wissensmanagement-Stammtischs in Wiesbaden das Modellprojekt vorgestellt, in dem 13 hessische Unternehmen - 7 Fertigungsunternehmen und 6 IT- und Medienunternehmen - über ein Jahr unter seiner wissenschaftlichen Leitung zusammengearbeitet haben, “um praxiserprobte Methoden des Wissensmanagement in ihren Unternehmen einzuführen”. Über das Projekt muss ich an dieser Stelle nichts erzählen, weil alle Projektinformationen und -ergebnisse (!) online zur Verfügung stehen! Das Angebot reicht von einem einleitenden “Test der organisatorischen Intelligenz” bis zu einem 12-Punkte-Programm zur wissensorientierten Unternehmensführung. Ausprobieren - es lohnt sich!

Zwei Punkte sind dort nicht aufgeführt: Klaus North machte in seinem Projekt überraschenderweise (!?) die Erfahrung, dass die teilnehmenden IT-Unternehmen viel “wissensresistenter” waren als die Unternehmen der Fertigungsbranche. “Schwierigkeiten aus dem Projektalltag und -stress herauszutreten”, meinte North. Und zum Begriff “Wissensmanagement”, seiner Definition und seinen Grenzen, sagte Klaus North nur: “Ich verkaufe kein Wissensmanagement, sondern Unternehmensführung und Problemlösungen.” Sehr pragmatisch und überzeugend.
Modellprojekt zur Erprobung von Wissensmanagement in kleinen und mittleren Unternehmen
[Kategorien: Knowledge Management]

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Agent Support for Online Learning

Posted on 22 October 2004 by jrobes

Die Autoren beschreiben ein Learning Network (LN), das aus Lernern, Lerneinheiten in Form kurzer, unabhängiger Module und einer technischen Infrastruktur besteht. Wenn sich zukünftig Lerner in diesen Umgebungen bewegen, werden sicher Fragen auftauchen, die, so die Autoren, mit “Support”, “Positioning” und “Navigation” beschrieben werden können. “It is our claim that well-chosen software technologies, involving agents, can raise the self-organising powers of the network sufficiently to make a LN a viable option.”

Dieses Szenario wird näher beschrieben. Einige Teile sind gut nachvollziehbar, bei anderen Teilen bin ich nicht so sicher, ob bzw. wie sie funktionieren werden (siehe das “near-peer-matching kind of arrangement“). (via Stephen Downes)
Peter Sloep u.a., Open Universiteit Nederland, 27 September 2004
[Kategorien: e-learning]

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Harvesting Knowledge: the role of the Internet in helping students to develop independent research skills - a case study

Posted on 21 October 2004 by jrobes

Zwar wird der Knowledge Worker allerorten beschworen - aber so richtig angekommen in der Wissensgesellschaft sind wir auch nach zehn Jahren Internet noch nicht. Diese britische Studie zeigt: Das Potenzial des Internets ist die eine Sache, die Fähigkeiten der Studierenden, dieses Potenzial effektiv zu nutzen, eine andere. Folgende Barrieren werden von den Autoren hervorgehoben:

“These barriers included a lack of access to IT, a lack of knowledge about the Internet and the subject domain, a lack of experience in information seeking strategies and a lack of confidence in using computers and dealing with professionals in the outside world.”
Julia Gaimster und David Gray, European Journal of Open and Distance Learning (EURODL), 1 Oktober 2004
[Kategorien: Media Literacy]

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Categories of eLearning

Posted on 20 October 2004 by jrobes

Der einleitenden Feststellung kann man sicher vorbehaltlos zustimmen: “One of the biggest challenges in discussing elearning arises from different understandings of the field.” Also versucht der Autor, etwas Ordnung zu schaffen und bietet folgende Kategorien an:

1. Courses
2. Informal learning
3. Blended learning
4. Communities
5. Knowledge management
6. Networked learning
7. Work-based learning (EPSS)

Auch wenn Überlappungen sofort ins Auge zu springen scheinen: Zusammen mit einer detaillierten Mindmap und den kurzen, pointierten Beschreibungen der Kategorien ist diese Systematik für weitere Diskussionen sicher hilfreich.
George Siemens, elearnspace, 18 Oktober 2004
[Kategorien: e-learning]

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Wissenserzeugung und -austausch in Wissensgemeinschaften – Communities of Practise

Posted on 19 October 2004 by jrobes

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Am Donnerstag gibt es einen Workshop mit Klaus North, Professor am Fachbereich Wirtschaft der FH Wiesbaden. Deshalb habe ich heute noch einmal seinen aktuellen Report über “Communities of Practices” in die Hand genommen und etwas gründlicher studiert. Ausgangspunkt dieses Reports ist folgende Feststellung: “Die Kontexte für lebendige Wissensgemeinschaften können bewusst geschaffen werden.” Dabei unterscheidet North vier Gestaltungsdimensionen: “(1) die der Personen, die Mitglieder von Wissensgemeinschaften sind, (2) die der Interaktion dieser Personen, (3) die der resultierenden Wissenstransformation sowie (4) die der organisatorischen Verankerung.”

Vor diesem Hintergrund wird eine umfassende Literaturreview durchgeführt, werden Fallbeispiele beschrieben und klassifiziert, um das Ausgangsmodell zu überprüfen und weiterzuentwickeln.

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An informal history of eLearning

Posted on 18 October 2004 by jrobes

Was unterscheidet diese “informal history of eLearning” vom vorhergehenden Artikel über „Social Software“? Zum einen: Auf den Artikel kann heute leider nicht online zugegriffen werden (ich konnte es gestern noch …), aber ich hoffe, der Autor hält uns da auf dem Laufenden. Zum anderen: Jay Cross fasst nicht nur zwanzig Jahre “e-Learning” zusammen, er hat auch eine Botschaft. Und er hat eine klare Vorstellung davon, wem wir den Begriff “eLearning” zu verdanken haben.

Seine Botschaft, die ich übrigens teile: “Today, five years after I coined the term ‘eLearning’, we live in an e-world. Networks facilitate virtually all learning. Most corporate learning today is at least in part eLearning. It has become trite to point out that the ‘e’ doesn’t matter and it’s the learning that counts.
If you ask me, I don’t think the learning counts for much either. What’s important is the ‘doing’ that results from learning. If workers could do their jobs well by taking smart pills, training departments would have nothing to do except order the pills and pass them out. Executives don’t care about learning; they care about execution. I may talk about ‘learning’ with you, but when I’m in the boardroom, I’ll substitute ‘improving performance’.”

Im Folgenden führt er uns von den ersten Schritten des Computer-based Trainings zum heutigen e-Learning, um dann in immer kürzeren Intervallen die letzten Jahre und ihre Highlights (manche würden auch sagen: „Buzzwords“) zu rekapitulieren: LMS, Evaluation und ROI, Blended Learning. Er schließt mit folgendem Appell:

“Small wonder that executives hear the word ‘learning’, think ’schooling’, and conclude ‘not enough payback’. We need models to describe learning that don’t dredge up the bad baggage of schooling. This emperor needs new clothes. We need to cross the chasm between ’schooling’ and ‘learning in the workplace’.”
Jay Cross, Internet Time Blog, 8 Oktober 2004
[Kategorie: e-learning]

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Tracing the Evolution of Social Software

Posted on 18 October 2004 by jrobes

“The term ’social software’, which is now used to define software that supports group interaction, has only become relatively popular within the last two or more years. However, the core ideas of social software itself enjoy a much longer history, running back to Vannevar Bush’s ideas about ‘memex’ in 1945, and traveling through terms such as Augmentation, Groupware, and CSCW in the 1960s, 70s, 80s, and 90s.”

Der Artikel hält, was er verspricht. Detailliert und nachvollziehbar. Inzwischen sind einige Kommentare und Ergänzungen von Lesern hinzugekommen. Man versteht nach der Lektüre besser, warum der Begriff “Social Software” derzeit (!) im Mittelpunkt der Diskussion steht. (via Stephen Downes)
Christopher Allen, Life with Alacrity, 13 Oktober 2004
[Kategorien: Social Software]

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Tagung “Lernförderlichkeit und Kompetenzentwicklung”

Posted on 15 October 2004 by jrobes

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Gestern bin ich für einen Tag nach Kassel ans Institut für Arbeitswissenschaft (IfA) gefahren. Es ging nicht um e-Learning, aber die Themen versprachen einige Berührungspunkte. Eingeladen hatte das IfA, um seine Forschungsarbeiten der letzten Jahre vorzustellen, Forschungsarbeiten, die sie im Rahmen des vom BMBF geförderten Projekts “Lernen im Prozess der Arbeit” durchgeführt haben. Das Ganze ist eingebunden in das Forschungs- und Entwicklungsprogramm “Lernkultur Kompetenzentwicklung”, Projektträger ist das QUEM - aber jetzt bin ich schon in den Niederungen der deutschen Projektförderung, einem so komplexen Feld, dass man sich als Außenstehender nur blamieren kann.

Jedenfalls hatten sich über 200 Teilnehmer angemeldet (etwas weniger waren wohl tatsächlich gekommen), um sich die in der Regel gemeinsam von Unternehmensvertretern und IfA-Wissenschaftlern vorgetragenen Projekte anzuhören. Das erste Aha-Erlebnis hatte ich bereits beim Einstieg, als es um “Lernförderliche Arbeitsplätze - Eine Frage des Blickwinkels?” ging. Lernförderliche Arbeitsplätze zeichnen sich durch folgende Kriterien aus: Selbständigkeit, Partizipation, Variabilität, Komplexität, Kommunikation - Kooperation, Feedback und Information. Ich glaube, wenn Arbeit bzw. Arbeitsplätze unter diesen Gesichtspunkten gestaltet werden, erübrigt sich häufig die Frage, ob für den Einzelnen das Lernen mit dem Computer am Arbeitsplatz möglich ist.

Anschließend habe ich aber die “Lernförderlichkeit” aufgegeben und bin beim Block “Kompetenzentwicklung” geblieben. Dabei sind mir zwei Projekte positiv aufgefallen: Im ersten ging es um den “Transfererfolg als zentrale Größe im Bildungscontrolling: Was sind Erfolgsfaktoren?” Simone Kauffeld und Sven Grote vom IfA stellten das Lern Transfer System Inventar (LTSI) vor, mit dessen Hilfe potenzielle Barrieren für den Transfer von Trainingsinhalten in die Praxis erkannt werden können. Wie für alle Evaluationsprozesse gilt auch hier: Das Verfahren ist aufwendig und eher für die gezielte Intervention als ein flächendeckendes Controlling geeignet. Aber manchmal ist es ja notwendig, über das Stadium der “Glaubensbekenntnisse” hinauszukommen. PricewaterhouseCoopers jedenfalls hat den LTSI eingesetzt und sofort einen Handlungsbedarf festgestellt: ihre Vorgesetzten unterstützen das Lernen “On-the-job” noch nicht optimal.

Anschließend stellte Dirk Venzke das “Skillmanagement in der Commerzbank” vor. Ich hatte die Präsentation im April bereits gehört und mein Eindruck hat sich nicht verändert: Es scheint eine sehr “runde” und pragmatische Sache zu sein, die die Commerzbank da in einem Unternehmensbereich eingesetzt hat, vielleicht das Beste, was man derzeit in Deutschland zum Thema hören und sehen kann. Die Mitarbeiterprofile basieren ausschließlich auf Selbsteinschätzungen und können mit beliebigen Stellenprofilen in SAP abgeglichen werden. ComSkill weist - als Orientierungshilfe für Mitarbeiter oder Führungskräfte - den Übereinstimmungsgrad zwischen Mitarbeiter- und Stellenprofil aus und gibt Handlungsempfehlungen im Sinne der Karriere- und Entwicklungsplanung.
ComSkill ist nicht gekoppelt an das Beurteilungsverfahren der Commerzbank, allerdings ist eine Verbindung mit Daten des Performance Managements geplant. Das System, und das zeigte auch die anschließende Diskussion, wirft unzählige Fragen auf. Allerdings, und das unterscheidet es von den meisten derzeit laufenden Projekten, ist hier nicht nur diskutiert, sondern auch umgesetzt worden!

Eine kleine Anekdote am Rande: Als die Vor- und Nachteile von Seminaren durch Interne am Beispiel eines IT-Consulters diskutiert wurden, der entsprechende Veranstaltungen obligatorisch für alle Mitarbeiter jeweils einmal im Monat an einem Samstag anbietet, merkte der PwC-Vertreter nur trocken an: “Es wird noch 4-5 Jahre dauern, bis der Samstag ‘Weiterbildungstag’ wird.” Ich füge an: Und das “lebenslang”!
Institut für Arbeitswissenschaft, Tagung “Lernförderlichkeit und Kompetenzentwicklung”, 14 Oktober 2004
[Kategorien: Weiterbildung allgemein, Bildungscontrolling, Kompetenzen]

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Innovate

Posted on 14 October 2004 by jrobes

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Es gibt eines neues Online-Journal: “Innovate is a bimonthly, peer-reviewed online periodical published by the Fischler School of Education and Human Services at Nova Southeastern University. The journal focuses on the creative use of information technology (IT) to enhance educational processes in academic, commercial, and government settings.”

Die erste Ausgabe enthält z.B. ein Interview mit Chris Dede von der Harvard Graduate School of Education, und es geht um nichts Geringeres als “The Future of Learning Technologies”. Darin entwirft Chris Dede drei Zukunftsszenarien, die er “interfaces for technology-enhanced education” nennt:
“A ‘world to desktop’ interface that now characterizes most forms of online learning; a ‘multiuser virtual environment’ (MUVE) interface where learners collaborate within complex, simulated environments online; and a ‘ubiquitous computing’ interface where learners utilize wireless technology in computer-enhanced physical settings.”

Wie das im Einzelnen aussehen kann, erläutert Dede an kurzen, nachvollziehbaren Beispielen. Welche Relevanz diese “Interfaces” aber für das Lernen haben werden, ist schwer zu sagen. Aber vielleicht ist “Lernen” im Sinne eines pädagogisch angeleiteten Prozesses auch ein Bild, von dem wir uns schrittweise verabschieden müssen.
Innovate, Oktober/November 2004
[Kategorien: e-Learning, Trends in der Weiterbildung]

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Third Generation Knowledge Management

Posted on 14 October 2004 by jrobes

Dieser Artikel erinnert mich daran, mal in einer ruhigen Stunde etwas von Dave Snowden zu lesen. Der Autor ist jedenfalls ganz begeistert vom “Jakob Nielsen of Knowledge Management” und fasst hier einen Buchbeitrag bzw. einige Ideen Snowdens zusammen. Stichworte sind “the ecology of knowledge” und “the creation of shared context”. Das jedenfalls ist Snowdens (Kurz-)Definition von KM. (via elearnspace)
Richard MacManus, Read/ Write Web, 6 Oktober 2004

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Tainted Knowledge vs. Tempting Knowledge

Posted on 14 October 2004 by jrobes

Für viele Mitarbeiter oder Manager ist es einfacher, die Ideen eines Wettbewerbers zu übernehmen als die eines internen Kollegen. Das Erstere wird dann Benchmarking genannt, und ist positiv besetzt. Das Letztere kann Status und Karriere berühren, und wird deshalb häufiger als Bedrohung gesehen. Diese Verhaltensmuster und ihre Hintergründe sind jetzt in einer amerikanischen Studie ausführlich beschrieben worden. Dabei weist die Autorin auf einen interessanten, damit unmittelbar zusammenhängenden Umstand hin: Unternehmen ermutigen Mitarbeiter häufiger, neue Ideen zu entwickeln, aber selten, die Ideen anderer zur Kenntnis zu nehmen - als Lerner.
Tanya Menon, The University of Chicago Graduate School of Business, September 2004
[Kategorien: Knowledge Management]

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Beruf der Woche: Personalentwickler

Posted on 13 October 2004 by jrobes

Damit keine Missverständnisse entstehen: jobpilot, die Online-Stellenbörse, hat eine Rubrik, die “Beruf der Woche” heisst. Jetzt war der Personalentwickler dran. Sein Jobprofil enthält einige allgemeine Beschreibungen, denen man vorbehaltlos zustimmen kann. Es werden aber auch Anforderungen gestellt, die den Job des Personalentwicklers in ein wenig zeitgemäßes Licht stellen. Z.B., wenn es heisst:

“Die zentrale Aufgabe des Personalentwicklers ist es, das Entwicklungspotenzial eines Mitarbeiters festzustellen.”

Das behauptet kein Geringerer als Hans Böhm, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Personalführung (DGFP). Ich wage einzuwerfen, dass der Personalentwickler mit dieser Aufgabe schlicht überfordert wäre. Vor allem, wenn 10 Personalentwickler auf 6000 Mitarbeiter kommen, wie in einem späteren Beispiel des Artikels geschildert. Deshalb: Potenzialfeststellung ist Aufgabe der Führungskraft. Der Personalentwickler unterstützt: durch Prozesse, Instrumente und Systeme. Oder?

Hinzu kommt: Das Jobprofil favorisiert den “Betriebswirtschaftler” (BWL als “besonders gute Basis” heisst es an einer Stelle) mit einem breiten Spektrum an soft skills. Von IT-Systemen in der Personalentwicklung, Internet oder z.B. gar e-Learning ist nicht die Rede. (via mwonline)
jobpilot, 4 Oktober 2004
[Kategorien: HR Management]

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The Brain. Man’s Best Friend

Posted on 12 October 2004 by jrobes

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Für Liebhaber: Learning Lab Denmark Quarterly widmet sich in dieser Ausgabe ganz den neuesten Erkenntnissen der cognitive neuroscientists. Ein Artikel widmet sich z.B. dem Thema “Emotional Learning”, ein anderer der Frage: “How do we learn?” Allerdings sollte man beim Lesen etwas Phantasie mitbringen, denn die Beiträge sind in der Regel “ergebnisoffen”:

“Taken as a whole, efforts to understand the human brain can be helpful in the design of education for everyone. But, just as Christopher Columbus did not know what he was going to find when he set sails, we cannot yet predict all the implications of brain research on education.” (Bruno della Chiesa)
Learning Lab Denmark Quarterly, Issue 3, Oktober 2004
[Kategorien: Weiterbildung allgemein]

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management,
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