Archive | September, 2004

Yahoo Groups Personalbereich

Posted on 30 September 2004 by jrobes

Heute muss ich etwas Werbung für eine Online Community der besonderen Art machen: Unter Yahoo Groups gibt es ein deutschsprachiges Diskussionsforum für das Personalwesen, in dem aktuell ca. 400 Mitglieder nach Informationen fragen bzw. Antworten geben. Alle Unternehmensgrößen sind dort vertreten. Dabei geht es in den Fragen um alle Themen der täglichen Personalarbeit. In der Beschreibung der Ziele des Forums heisst es, “dass dank der gegenseitigen Ratschläge die Beauftragung von Dienstleistungsunternehmen manchmal umgangen werden kann und auf diese Weise Kosten eingespart werden.” Und es funktioniert!

Letzte Woche fragte z.B. ein Mitglied, wie man am besten vorgeht, wenn man den Bildungsbedarf seiner Mitarbeiter ermitteln möchte. Binnen 48 Stunden gab es eine Reihe entsprechender Hinweise und Tipps, z.B.: Für jede Position Kompetenzprofile erstellen, das Soll-Profil mit den tatsächlichen Qualifikationen der Mitarbeiter vergleichen und aus dem Gap den Trainingsbedarf ableiten. Oder, wenn diese Schritte nicht möglich sind, regelmäßige Bedarfserhebungen bei den jeweiligen Vorgesetzten einholen.

Die Antworten sind kurz und knapp und meistens mit dem Angebot verbunden, bei Wunsch nach weiteren Informationen doch gerne direkt Kontakt aufzunehmen. Empfehlenswert! Und ganz am Rande sei noch angemerkt, dass unter Yahoo Groups jeder die Möglichkeit hat, selbst ein Diskussionsforum zu eröffnen!
Yahoo Groups Personalbereich
[Kategorien: Online-Communities]

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Global Knowledge Review

Posted on 30 September 2004 by jrobes

Es gibt eine neue Knowledge Management-Zeitschrift, aber nur die September-Ausgabe wird man umsonst lesen können: In dieser Ausgabe melden sich KM-Experten aus aller Welt mit kurzen, persönlichen Statements zu Wort. Und das ist wohl auch die tragende Idee hinter dieser Zeitschrift, obwohl es schwerfällt, regionale bzw. kulturelle Aspekte in den Beiträgen zu erkennen. Aber man sollte sich die Gelegenheit zum Blättern nicht entgehen lassen! Interessant z.B. der Beitrag von Lilia Efimova aus den Niederlanden, in dem sie über den Zwang, “tree structures” zur Datenablage zu nutzen, klagt. Darüber ärgere ich mich auch täglich!
Global Knowledge Review, September 2004
[Kategorien: Knowledge Management]

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Driving Higher Ed Institutions to an Enterprise Approach

Posted on 29 September 2004 by jrobes

Die Autorin - COO von WebCT, einem LMS-Anbieter - beschreibt den Einsatz von e-Learning in großen Institutionen (Universitäten) als einen logischen Entwicklungsprozess, der fast zwangsläufig zu einem “enterprise approach” bzw. einer “institution-wide strategy” führt. Das wird klar strukturiert und überzeugend dargelegt. Es gibt aber auch Stimmen, die fragen, ob dieser Ansatz der Komplexität des Lernens gerecht wird. Und deswegen ist der folgende Kommentar von George Siemens, der sich unmittelbar auf den Artikel bezieht, mindestens so interessant wie der Artikel selbst:

“Learning is different. Learning is by nature multi-faceted and chaotic. Organizations that now lock into enterprise-level systems will be able to do an excellent job of delivering courses. They won’t, however, be positioning themselves well for informal learning, performance support, or knowledge management. The concept is simple: one tool can’t do it all without losing functionality. The more feature-rich an individual tool becomes, the more it loses its usefulness to the average user. Connected specialization, modularization, decentralization - those are learning foundations capable of adjusting to varied information climate changes.”

Das Argument ist nicht neu. Wir kennen diese Frage aus anderen Lebensbereichen: Wer beherrscht heute noch alle Funktionen eines Handys oder Autos? Aber mit Bezug auf ein Learning Management System habe ich dieses Argument noch nicht gehört: Denn das hieße ja, dass ein LMS - wenn ich es richtig verstanden habe - zwar alle diese Bereiche (”informal learning, performance support, or knowledge management”) abdecken kann, aber nur auf Kosten seiner “usefulness to the average user”. Ich glaube dagegen, dass diese Frage nicht primär eine technische, sondern eine strategische ist: Wie stellt sich Corporate Learning überhaupt zu Themen wie dem arbeitsintegrierten Lernen, informellen Lernprozessen, Performance Support oder Knowledge Management? Aber natürlich würde mich auch interessieren, wie die technische Integration dieser Lösungen aussehen könnte.
Barbara Ross, Learning Circuits, September 2004
[Kategorien: Learning Management Systems]

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E-Learning an deutschen Hochschulen

Posted on 28 September 2004 by jrobes

Martin Röll und Beate Paland haben ein Konferenzweblog zur Informatik 2004 angeboten, die vom 20. - 24. September an der Universität Ulm stattfand. Da E-Learning in verschiedenen Beiträgen ein Thema war, hat mich Martin Röll netterweise auf die Veranstaltung hingewiesen. Berichtet wurde von den e-Learning-Erfahrungen in Furtwangen, Duisburg/Essen, Osnabrück, Darmstadt u.a. Leider gibt es diese Form der Live-Berichterstattung viel zu selten!
Beate Paland, Konferenzweblog zur Informatik 2004, 22 September 2004
[Kategorien: e-learning]

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Messbarkeit des Wertbeitrags von Corporate Universities

Posted on 28 September 2004 by jrobes

Ich habe letzten Freitag einen Workshop besucht, den Jürgen Deller und Augustin Süßmair von der Fachhochschule Nordostniedersachsen/ Lüneburg organisiert hatten. Gastgeber war die SAP in St. Leon-Rot - etwas mehr als eine Stunde Autofahrt von Frankfurt entfernt. Es gab verschiedene Referate und Präsentationen von Forschungsergebnissen zum Thema - äußerst lebhaft diskutiert. Dabei wurde aus meiner Sicht ein Dilemma deutlich:

Um Aussagen über die Messbarkeit von Weiterbildung treffen zu können, konzentrieren sich die Bemühungen immer noch häufig auf einzelne Trainingsmaßnahmen. So geschehen auch im Rahmen zweier Diplomarbeiten, die in St. Leon-Rot präsentiert wurden. Der Vorteil dieser Arbeiten liegt sicher darin, dass man sich von betriebswirtschaftlicher Seite dem Thema ROI nähert und die Scheu vor entsprechenden Modellen verliert.

Das Dilemma liegt nun darin, dass wir auf dieser Ebene keine …

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Wayne’s World: Visions of a Strategic Futurist

Posted on 27 September 2004 by jrobes

Es gibt zwei Fassungen dieses Interviews mit Wayne Hodgins, Direktor von Worldwide Learning Strategies at Autodesk Inc. (?), und ich empfehle unbedingt die Langfassung. In dem Gespräch geht es um me-learning, embedded learning und, da Wayne Hodgins als „the Father of Learning Objects“ gilt, natürlich vor allem um diesen Punkt.

Ich muss zugeben, dass ich das Prinzip von Learning Objects vor allem aus theoretischen Beschreibungen und nicht aus unmittelbaren Erfahrungen kenne. Und die Theorie begegnet mir zudem in vielen Fällen in einer schwer nachvollziehbaren Form. Immer wieder taucht die Frage auf, „how we might get both reusability and context into a realistic content model“ (Peter Baumgartner spricht an anderer Stelle vom ROI-Paradox, dem “Reusable Object and Instruction Paradox”). Wayne Hodgins zieht in diesem Interview eine schöne Parallele, um die Idee der Learning Objects zu verdeutlichen: Er vergleicht das Prinzip der Learning Objects mit dem Hausbau:

“On average, 85%-95% of all materials in every building built in the past ten years, commercial and residential, are pre-built components. Things like doors, windows, cupboards, sinks, ceiling tiles, and light fixtures are all manufactured to meet specific standard dimensions and attributes. This means that almost all of the material in any building is pre-manufactured and sitting in a warehouse awaiting delivery BEFORE the building is conceptualized, designed, or built. In many respects, creating a new building is really a very complex assembly project.

Although almost all the materials are pre-existing standard-based components, the process of conceptualizing and designing a structure offers tremendous opportunities for creativity and innovation, resulting in unique new buildings. These same component “building objects” can also create dull, uninspired, “cookie-cutter” housing or office buildings. This underscores the importance of architects, designers, engineers, plumbers, electricians, artists, craftspeople, and customers. Objects, like building components, enable enormous creativity. However, their effective use demands careful conceptualization, specification, selection, and assembly.”

Learning Objects sind immer noch Theorie für mich. Aber das Bild hat einige Konturen bekommen. By the way, Wayne Hodgins wird auf der Online Educa auftreten.
Werner Trotter, Global Learning, September 2004 (pdf)
[Kategorien: e-learning]

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The New Literacy

Posted on 24 September 2004 by jrobes

Der Artikel beschreibt sehr anschaulich, wie die Informationsgesellschaft von heute und morgen die Ansprüche an einige unserer Kulturtechniken bzw. diese selbst verändert.

“The challenge to us as educators lies in keeping up with an information environment that has changed dramatically in the past 10 years, a decade during which the very nature of information has changed in appearance, location, accessibility, application, and communication. Thus, it is crucial that when teaching literacy to our students, we emphasize skills that reflect the information environment of the present, not the past.”

Aus “Reading”, so die Autoren, wird “Exposing Knowledge”, aus “Arithmetic” wird “Employing Information”, aus “Writing” wird “Expressing Ideas Compellingly”, und hinzukommt “Ethics: Right and Wrong on the Information Highway”. Abschließend werden noch eine Reihe von Tools beschrieben, die die Herausbildung der entsprechenden Skills unterstützen können.
Sara Armstrong und David Warlick, TechLEARNING, 15 September 2004
[Kategorien: Lebenslanges Lernen]

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Inside Business: Nichts dazugelernt

Posted on 24 September 2004 by jrobes

Die Ergebnisse dieser Studie haben diese Woche die Runde gemacht, von der Welt bis zur FTD, und Richard Straub (IBM) kam auch in Hamburg kurz darauf zu sprechen. Guter Einstieg für Keynote Speaker und Bildungsappelle.

“Die berufliche Weiterbildung bleibt in deutschen Unternehmen auf der Strecke. Zwar halten 76 Prozent der Firmen Weiterbildung für essenziell, um die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten, umgesetzt wird dieser Anspruch indes nur selten. Und wenn, dann nur mit geringem Erfolg. Bei Weiterbildungsstrategie, Fortbildungsprogrammen und E-Learning ist Deutschland Schlusslicht in Europa.

Das ist das Ergebnis einer Studie, die das Forrester Research Institut im Auftrag von IBM durchgeführt hat. Im Rahmen der Studie wurden 255 Firmen in Frankreich, Deutschland, Italien, Skandinavien, Spanien und Großbritannien befragt.”
Eva Kühnen, Financial Times Deutschland, 21 September 2004
[Kategorien: Weiterbildung allgemein]

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Abschließende Bemerkungen: 1. Fernausbildungskongress der Bundeswehr

Posted on 24 September 2004 by jrobes

Es waren wohl weniger Teilnehmer gekommen als erwartet. Und ob sich für die 65 Aussteller dieser dreitägige Kongress gelohnt hat, möchte ich bezweifeln. Der Leerlauf war unübersehbar, und einige gelangweilte Gesichter gaben bereitwillig Auskunft über die jeweilige Stimmungslage. Aber es half wohl nichts, denn seitdem sich die Bundeswehr im vergangenen Jahr öffentlichkeitswirksam dem Thema e-Learning zugewendet hat und ihre uniformierten Vertreter unübersehbar auf einschlägigen Veranstaltungen präsent sind, gilt sie als äußerst attraktiver Auftraggeber. Und ich habe mehrmals den Satz gehört: “Der Glump kann schon überzeugend bitten!” (Heinz Glump ist Chef-Koordinator für Fernausbildung.)

Auf der anderen Seite sind einige der interessantesten Experten, die sich mit dem Thema Online-Lernen auseinandersetzen, derzeit an Hamburger Hochschulen, wie z.B. Rolf Schulmeister oder Peter Dehnbostel. Und das wiederum zog andere Referenten an. In der Summe ergab sich so eine Reihe fundierter Referate und kurzweiliger Workshops, die mir einige neue Informationen und Perspektiven boten.

Allerdings muss ich zugeben, dass mein vorsichtiger Annäherungsversuch an die Erfahrungswelt der Bundeswehr selbst am Mittwoch scheiterte: Der Referent, der über das Thema “Wissensmanagement an der Führungsakademie der Bundeswehr” informieren wollte, hatte offensichtlich nicht bemerkt, dass auch Zivilisten anwesend waren - zumindest einer, der mit dem gebotenen Abkürzungssalat wenig anfangen konnte.

Jedenfalls: Drei Tage sind etwas zu lang, aber das Niveau der Experten und Vorträge stimmte! Man darf jetzt gespannt sind, ob die zeitliche und örtliche Nachbarschaft zweier Kongresse gutgeht (siehe der nächste Woche in Hamburg beginnende Campus Innovation).

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1. Fernausbildungskongress der Bundeswehr (3. Tag)

Posted on 23 September 2004 by jrobes

Der letzte Kongresstag und erste Konditionsprobleme. Aber ich wollte unbedingt den Vortrag von Gabi Reinmann aus Augsburg hören. Immerhin ist sie eine der wenigen Hochschullehrer in Deutschland, die sich aktiv mit dem Thema “Informelles Lernen und Weblogs” auseinandersetzen! Ihr Vortragsthema: “Was High-Tech-Medizin und virtuelle Bildung gemeinsam haben: Die Rolle des Lernexperten im Medienzeitalter”. Reinmann argumentierte gegen eine technokratische Sicht der Neuen Medien, wies auf die damit verbundenen “Fallen” hin (von der Schnelligkeits- bis zur Spaßfalle) und sprach sich für einen lernorientierten Ansatz aus.

Alles richtig und mit Hilfe guter Überblicksfolien beschrieben! Aber es reizte auch nicht zum Widerspruch! Vielleicht wäre etwas mehr Zeit für das Verhältnis von informellem und institutionalisiertem Lernen besser gewesen, das Reinmann in ihrem Vortrag unter den Titel “Entgrenzung des Pädagogischen” stellte. Denn wie Unternehmen und Hochschulen auf der einen Seite aufwendige LMS-Lösungen einführen und auf der anderen Seite online informelle Lernprozesse unterstützen, dieses Thema wäre sicher mal eine Keynote wert!

Ach ja, im anschließenden Workshop stellte Karl Wilbers aus St. Gallen unter dem Stichwort “Nachhaltigkeit auf strategischer Ebene” sein Stakeholder-Konzept vor - in Abgrenzung von der vorherrschenden “Scorecard-Fixierung”. Mal sehen, ob ich online darüber noch ein paar Informationen finden kann!
[Kategorien: e-learning]

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1. Fernausbildungskongress der Bundeswehr (2. Tag)

Posted on 22 September 2004 by jrobes

Den zweiten Tag habe ich Rolf Schulmeister von der Uni Hamburg gewidmet. Sein Workshop-Thema waren “Lernplattformen und Ausbildungsmanagementsysteme”. Vorneweg: Der Vormittag wurde sehr unterhaltsam, vor allem, weil Rolf Schulmeister immer wieder kleine Geschichten und Kollegenschelten einstreute. So z.B. gegenüber Wilfried Hesser, dessen Äußerungen in der Welt vom Montag er kurz und knapp als “unziemlich” einstufte.

Sonst war das Thema sehr lehrreich. Schulmeister hat 2003 eine LMS-Evaluation publiziert und stellte uns das zugrundeliegende Evaluationskonzept vor. Da Peter Baumgartner für das österreichische Bildungsministerium fast zur gleichen Zeit den gleichen Auftrag bekommen hatte, aber ein alternatives Beurteilungsverfahren wählte, gab es schon mal Stoff für entsprechende Verweise.

Nun - um zum für mich interessantesten Teil zu kommen - sollte man meinen, hatten die Hamburger Hochschulen mit der Studie Schulmeisters die notwendige Transparenz und Entscheidungshilfe, um das ihren Anforderungen entsprechende LMS auszuwählen. Wie aber sieht es heute aus?

Wenn ich richtig mitgezählt habe, gibt es sieben Hochschulen in Hamburg, die derzeit vier unterschiedliche LMS-Lösungen einsetzen: WebCT, CLIX, ILIAS, movii. Auf meine Frage, ob dieses Vorgehen denn effizient sei und ob es in Zeiten knapper Kassen nicht Sinn macht, die “LMS-Wunschlisten” der Fakultäten auch mal offen zu diskutieren, lautete die Antwort, es gäbe schließlich die “Freiheit von Forschung und Lehre”. Nun ja, schon, aber um jeden Preis? Und was macht eigentlich das Multimediakontor Hamburg?

Wobei ich zugeben muss, dass die Lösungen, die auf der Grundlage entsprechender Wunschlisten entstanden sind und uns heute präsentiert wurden (movii/Brandenburg und metacoon/Weimar), wirklich beeindruckend waren!
[Kategorien: e-learning]

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1. Fernausbildungskongress der Bundeswehr (1. Tag)

Posted on 21 September 2004 by jrobes

Im strömendem Regen bin ich in Hamburg angekommen und sofort zum Tagungsort geeilt, um noch die Key Notes von Peter Baumgartner und Richard Straub zu hören. Mit etwas Verspätung habe ich es geschafft. Peter Baumgartner von der Fernuni Hagen war gerade dabei, die vierte Folie aufzulegen und eine Unterscheidung verschiedener Lehrmodelle zu präsentieren, die er Transfer („know-that“), Tutor („know-how“) und Coach („knowing-in-action“) nannte. Über einige Zwischenschritte, in denen er die Sprechakttheorie und die Theorie des kommunikativen Handelns (Habermas) streifte (ein Zusammenhang, der leider in der Kürze des Vortrags unterging!), landete er bei seinem „eigentlichen“ Thema: Learning Management und Content Management Systeme im Bildungsbereich. Hier ging es in die Tiefe: Baumgartner präsentierte zuerst eine kurze CMS-Typologie (klassische CMS, Groupware, Weblogs, Wikis und Community Content Collaboration) und ordnete dann einzelne CMS-Typen den drei Lehrmodellen zu.

Zwei Botschaften gab er dem Auditorium mit, nämlich
- dass das Potenzial von Content Management Systemen im Bildungsbereich noch brachliegt,
- und dass er lieber mit einer Fülle unterschiedlicher Konzepte („60-80 didaktische Szenarien“) als mit einem einfachen Raster à la offene vs. geschlossene Lernumgebungen arbeiten möchte.

Ein höchst spannender Vortrag, wenn ich auch glaube, dass er viele Zuhörer mit großen Fragezeichen zurückließ. Die Rückfragen bzgl. Blogs und Wikis lassen es vermuten. Wer die Präsentation nachschlagen möchte, kann das, wie immer bei Peter Baumgartner, auf dessen Website tun. Dort gibt es auch weitere Infos zum Thema.

Und Richard Straub? Routiniert, umfassend, eben IBM! Wer ihn aber schon auf der Learntec gehört hatte, kannte die wichtigsten Aussagen. Gut, dass er ein kleines Video zur Zukunft des Lernens mitgebracht hatte, dass aber - von IBM sicher unbeabsichtigt - auf viele Teilnehmer etwas befremdlich wirkte. Der arme Protagonist des Videos war jedenfalls jede Sekunde vernetzt und tauschte pausenlos Daten aus …
[Kategorien: e-learning]

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Der Streit um das elektronische Lernen

Posted on 20 September 2004 by jrobes

Zuerst einmal bin ich wirklich erleichtert, dass der Autor offensichtlich noch kurz vor dem “elektrischen Lernen” die Kurve gekriegt hat! Der Inhalt ist auch nicht neu, aber unterhaltsam und passt gut zum morgen beginnenden Fernausbildungs-Kongress der Bundeswehr in Hamburg. Es geht um teure Lizenzen vs. freie Software. Dabei steht das Multimedia-Kontor in Hamburg, das “die e-Learning-Plattform für alle Hamburger Hochschulen entwickelt hat” (”entwickelt” meint hier wohl mehr “aufgebaut”), auf der Seite lizensierter Lösungen und die Bundeswehrhochschule, die als einzige Hamburger Hochschule nicht Teil dieses Verbundes ist, für die Karte “Open Source”. Die Argumente sind bekannt. Fördermittel sind auch im Spiel. Von “Streit” ist die Rede.

Interessant ist folgendes Argument, mit dem Professor Hesser von der Bundeswehrhochschule zitiert wird:
“Dieses Land hat große Schwierigkeiten mit Verantwortung”, sagt er, “und will sie loswerden, in dem man ,outsourct”. Ich bin der Auffassung, dass es zum Kerngeschäft der Uni zählt, die Lehre zu gestalten.”
Wo hört das “Gestalten der Lehre” auf? Learning Management als Teil der Lehre? Das Ganze erinnert etwas an die aktuelle Outsourcing-Diskussion in der betrieblichen Weiterbildung - nur mit umgekehrten Vorzeichen! Vielleicht liefert ja der Kongress einige Antworten - in jedem Fall wird es deshalb die nächsten Tage hier etwas ruhiger werden.
Florian Hanauer, Die Welt, 20 September 2004
[Kategorie: e-learning, Learning Management Systems]

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The popularity and importance of search engines

Posted on 20 September 2004 by jrobes

Nicht die aktuellen Daten zur Bedeutung von Suchmaschinen sind das Interessante dieses Reports. Sondern die Ergebnisse, die er unter dem Stichwort “Positive Search Experiences and Impressions” zusammenfasst:

“Asked about their experiences and sentiments when using search engines, most Americans express satisfaction, trust, and self-confidence. Some 87% of search engine users say they find the information they are seeking most of the time they perform searches. … And search engine users applaud themselves as well. A whopping 92% of searchers express confidence in their skills as searchers – over half of them say they are “very confident” they can accomplish what they want when they perform an online search.”

Meine eigenen Erfahrungen: Ich habe inzwischen zwei Präsentationen vor HR Kollegen gehalten, die ich “Orientierung im Labyrinth” genannt habe. Es geht um das Internet, und wie Personaler es für ihre tägliche Arbeit, die schnelle Suche nach Informationen oder die eigene Weiterbildung nutzen können. Das “Warming Up” besteht aus einigen Informationen über das Internet & Google, dann folgt ein Überblick über Online-Ressourcen und abschließend, als Kür, erzähle ich über aktuelle Trends wie Social Software/ Networks, Blogs und Wikis.

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In eigener Sache

Posted on 17 September 2004 by jrobes

Einige wissen es bereits: Nach fünf spannenden Jahren, mit allen Höhen und Tiefen, die die Personalentwicklung in der letzten Zeit zu bieten hatte, werde ich am 30. September aus der Deutschen Bank ausscheiden.

Wie es genau weitergeht, ist noch nicht entschieden. Ich habe eine Phase des Nachdenkens und der Neuorientierung eingeplant. Weiterbildung und e-learning, das werden auch zukünftig meine Schwerpunkte sein. Aber in welcher Form, das ist derzeit noch offen.

Anregungen und Ideen im Sinne des aktiven “Knowledge Sharing” sind herzlich willkommen!

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Wenn die Alten jünger werden

Posted on 16 September 2004 by jrobes

“Noch investiert die Wirtschaft wenig in die Bildung älterer Mitarbeiter. Während im Jahr 2002 immerhin 36 Prozent der 35- bis 49-Jährigen ihr berufliches Wissen auffrischten, war die Quote bei den über 50-Jährigen nur halb so hoch. Das ist erstaunlich wenig gemessen daran, dass seit Jahren von Politikern, Verbänden und Unternehmern ständig das Prinzip des lebenslangen Lernens beschworen wird. Der Berliner Altersforscher Paul Baltes glaubt, dass dieses Ziel für viele Menschen unattraktiver ist, als gemeinhin angenommen wird: »Lebenslanges Lernen – das klingt zuerst nach einer wunderbaren Idee. Tatsächlich löst das Prinzip sehr gemischte Gefühle aus. Die Botschaft lautet ja: Du bist niemals komplett. Es wird in deinem Leben keine Phase geben, in der du dich einfach bequem treiben lassen kannst.« Baltes hat das 21. Jahrhundert deshalb »Zeitalter des chronisch unfertigen Menschen« genannt.”

Wer nimmt eigentlich “gemeinhin” an, dass das Ziel des “Lebenslangen Lernens” - präsentiert als Diktat des Arbeitsmarktes - attraktiv oder “eine wunderbare Idee” ist?
Elisabeth Niejahr, Die ZEIT, 16 September 2004
[Kategorien: Lebenslanges Lernen]

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Didaktische und Strukturelle Überlegungen zur Integration von Notebooks in den Hochschulalltag

Posted on 16 September 2004 by jrobes

Zum Einstieg in das Konzept der Notebook University: Die Autoren geben Erfahrungen wieder, die sie im Projekt eCampus an der Hochschule Duisburg/ Essen gesammelt haben. Es geht um Content-, Communication- und Construction-Tools (Blogs und Wikis tauchen hier leider nicht auf …) und um die Integration von Notebooks in Vorlesungen, Seminaren, Übungen und Arbeiten im Feld. Die Botschaft: Den Blick nicht nur auf Lernplattformen richten, sondern auf eine Lernlandschaft, “die den Zugang zu einem integrierten Informationsmanagement der Hochschule schafft und unterschiedlichste Werkzeuge für die Wissenserarbeitung in den verschiedenen Fächerkulturen zugänglich macht.”
Jörg Stratmann, Axel Nattland und Michael Kerres, Universität Duisburg/ Essen, September 2004 (pdf)
[Kategorien: e-learning]

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elearning-reviews.org

Posted on 15 September 2004 by jrobes

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Das Swiss Centre for Innovations in Learning (SCIL) in St.Gallen hat einen neuen Review-Service gestartet: “elearning-reviews.org provides those interested in research on elearning with concise and thoughtful reviews of relevant publications. The most important goal is a well-balanced selection of seminal publications as well as interesting up-to-date publications from the various disciplinary perspectives.”

Newsletter und RSS-Feed runden die Sache ab. Und weil ich die Idee so gut fand, habe ich gleich eine Review beigesteuert.
SCIL, 14 September 2004
[Kategorien: e-learning]

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2004 Information Format Trends: Content, Not Containers

Posted on 15 September 2004 by jrobes

Ich schätze die Reports des Online Computer Library Center (OCLC), weil sie aktuelle Entwicklungen aus einer Perspektive betrachten, der man beim Thema e-Learning nicht häufig begegnet. Im Vordergrund steht immer die gesamte “Infosphere”, und wie sich der Nutzer in ihr bewegt. Was bedeutet eine rapide sich verändernde Informationslandschaft für eine traditionelle Bildungsinstitution, und wie passt sie sich an? Der unübersehbare Leidensdruck schärft hier sichtbar den analytischen Blick!

Einige Trends, die in diesem Report beschrieben werden, sind:
- “Content is no longer format-dependent and users are not dependent on
traditional distribution channels for access to content.”

- “Micropayment for microcontent is increasingly common.”
- “As forms of social publishing, wikis and blogs are indicators of further change
in the information landscape that could lead to a new publishing paradigm.”

- “… consumer consumption continues to shift from print to all things digital.”
- What is needed is context. We no longer lack content but we do
lack context. There are plenty of efforts being made to address
this gap by companies that see the need and, quite rightly, we
predict, see the context challenge as the next ‘big thing.’”

Die Bibliotheken, so die Autoren, müssen aus diesen Entwicklungen ihre Konsequenzen ziehen. Ihre Rolle als Archivar oder “collector of content” ist in Zeiten des Internets nicht länger konkurrenzfähig. Aber wo Context und Orientierung gefragt sind, können sich neue Aufgaben ergeben: “The “library’s role as archive or steward of information goods is being transformed as a collaborator and, potentially, a catalyst within interest-based communities.”

“We are drowning in information but are starving for knowledge. Information is only useful when it can be located and synthesized into knowledge.”
OCLC, September 2004
[Kategorien: Zukunft des Internet]

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You Don’t Know Me, but … Social Capital & Social Software

Posted on 14 September 2004 by jrobes

Ich muss zugeben, dass ich eine Schwäche für originelle Buchtitel habe (Unerreicht bis heute: „Früher begann der Tag mit einer Schußwunde“ von Wolf Wondratschek!!). Ich glaube einfach an eine tiefliegende Beziehung zwischen dem Titel einer Arbeit und der Qualität ihres Inhalts, und „You Don’t Know Me, but …“ bestätigt diese These! Der Report stammt von der Work Foundation, als Sponsoren treten Microsoft und PwC auf, das Ganze wurde bereits vor über einem Jahr, im Mai 2003, geschrieben, hat aber erst in diesen Tagen seine Runde durch Blogs und Newsletter gemacht. Ich weiss nicht, wie es zu dieser Verspätung kam. Am Inhalt kann es nicht liegen.

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Diese Studie ist das Beste, was ich bis heute zum Thema „Social Software“ gelesen habe! Seine grundlegende Perspektive reicht weit über den Gegenstand „Social Software“ hinaus: es geht um die generelle Beziehung zwischen sozialen Prozessen und technologischen Entwicklungen, einen Alltag, der immer mehr zwischen offline und online oszilliert, die Frage, wie wir vom Internet als Tool profitieren und wie wir aus den sichtbaren Trends und Optionen das Beste machen können.

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management,
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