Archive | August, 2004

A breakthrough in measuring the knowledge economy

Posted on 31 August 2004 by jrobes

Der Economist berichtet über eine neue Studie, die eine Antwort auf eine wichtige Frage versucht: Gibt es einen nachweisbaren (!) Zusammenhang zwischen Investitionen in das Humankapital einer Gesellschaft und ihrem wirtschaftlichen Wachstum? Bisher konnte nur belegt werden, dass individuell von einer besseren Ausbildung profitiert wird: Höhere Qualifikationen sind - im Durchschnitt - mit höherem Einkommen verbunden. Auch die Unterschiede zwischen Industriestaaten und Entwicklungsländern können so erklärt werden. Aber für die unterschiedlichen Entwicklungen der Industriestaaten gab es bislang nichts, was auf Bildungsinvestitionen als Ursache hingewiesen hätte. Warum also in Bildung investieren? So resümiert auch der Economist einleitend:

“To what extent is economic growth driven by the acquisition of ‘human capital’? Many economists have pursued the answer over the past 20 years, but without great success. Despite building and rebuilding elaborate growth models, they have failed to prove that better education and training significantly raises a country’s long-term growth.”

Kanadische Wissenschaftler haben jetzt einen Weg gefunden, diesen Zusammenhang herzustellen, indem sie die Daten der International Adult Literacy Survey auswerteten. “Literacy” wird hier verstanden als “the ability to use different kinds of written material to perform real-world tasks of varying complexity”. Mit einem mutigen Kunstgriff haben sie die Ergebnisse der 16-65-Jährigen auf ihre Fähigkeiten “zurückgerechnet”, die sie zum Zeitpunkt ihres Eintritts in das Berufsleben hatten und konnten so eine Zeitreihe entwickeln. Einige Unwägbarkeiten bleiben. Aber der Economist fasst zusammen:

“The team identified a clear and significant association between investments in human capital in each period and a country’s subsequent growth and labour productivity.”

Was zum Beispiel bedeuten könnte, dass es durchaus sinnvoll sein kann, in die Verbesserung von “basic skills” zu investieren. Wer an weiteren Schlussfolgerungen interessiert ist, kann den Artikel beim Economist erwerben. Oder er nimmt sich die Studie selbst vor. Das kostet nichts.
Economist, 28 August 2004
Serge Coulombe, Jean-François Tremblay und Sylvie Marchand: Literacy scores, human capital and growth across fourteen OECD countries. Juni 2004 (pdf)
[Kategorien: Human Capital Management]

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Educational Blogging

Posted on 30 August 2004 by jrobes

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Ein phantastischer Artikel, der nicht nur einen umfassenden Überblick zum Thema “Weblogs” bietet, sondern auch ausführlich über deren praktischen Einsatz in Schulen und Universitäten berichtet. Auch einen “Knackpunkt” des Bloggens spricht Stephen Downes an:

“What happens when a free-flowing medium such as blogging interacts with the more restrictive domains of the educational system?”

Wenn Schüler oder Studenten gebeten werden zu bloggen, dann besteht die Gefahr, dass sie das nur für den Lehrer bzw. Kurs tun, und wenn das Semester endet, “students drop blogging like wet cement”. Vielleicht muss man hier zwischen zwei Dingen unterscheiden: (a) Blogs als das, was Downes “personal publishing” nennt, etwas, das eng verbunden ist mit Motivation und Engagement eines Autors und in der Regel unabhängig von pädagogischen Konzepten und außerhalb von Bildungsinstitutionen passiert. (b) Wenn dann Blogs Teil eines pädagogischen Konzepts werden, verändern sie zwangsläufig ihre Gestalt - mit den oben genannten Konsequenzen. Und bis zu dem Punkt, wo es vielleicht keinen Sinn mehr macht, von Bloggen zu sprechen, weil die taktischen Rahmenbedingungen der Bildungsinstitution das “Wesen” (?) des Bloggens dominieren. Aber es besteht natürlich immer auch die Chance, dass selbst unter diesen Vorgaben Weblogs in der Form des personal publishing entstehen. In beiden Fällen sehe ich aber Blogs als Bereicherung.
Stephen Downes, EDUCAUSE Review, Volume 39, Nr 5 September/Oktober 2004
[Kategorien: Weblogs]

PS: Ich werde in nächster Zeit auf weitere Artikel dieser Ausgabe eingehen. Die Titel sind vielversprechend!

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From Classrooms to Learning Environments: A Midrange Projection of E-Learning Technologies

Posted on 30 August 2004 by jrobes

Stephen Downes schaut über den Tellerrand. Seine “mid-range projection” geht auf Learning Objects, Repositories, Content Syndication, Personalization und Learning Environments ein und spart auch kritische Einwände und Bedenken nicht aus. Er schließt mit der Feststellung, “that the world of learning will become more integrated with the other parts of our lives than ever before.” Wie auch immer die Schritte im einzelnen aussehen mögen.

Noch mehr angesprochen hat mich allerdings sein Einstieg:
“The introduction of information and communications technologies is also in the process of passing through two stages. The first stage, which we are now completing, is what might be thought of as the electronic classroom. The physical environment in which teaching and learning occurs is being replaced with an electronic classroom, but the process of teaching is very much the same. In the second phase, however, we will begin to use technology in new ways, to advance beyond what was possible in the classroom.”

Nun kann man sich sicher trefflich streiten, wo das deutsche Bildungssystem genau steht. Zumindest für die betriebliche Weiterbildung hoffe ich, dass die erste Phase langsam abgeschlossen wird; zu lange schon werden “einfach” fertige Lernprogramme entwickelt bzw. eingekauft und Mitarbeitern online zur Verfügung gestellt; selten werden das zugrundeliegende Bildungskonzept zum Thema gemacht und die Möglichkeiten des Online-Lernens ausgeschöpft. Aber - wem sag’ ich das …
Stephen Downes, The College Quarterly, Volume 7, Nr 3, Summer 2004
[Kategorien: e-learning]

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Training Outsourcing: The Real Economics

Posted on 27 August 2004 by jrobes

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Interwise hat jetzt den Webcast freigeschaltet, den ich letzten Freitag besucht hatte. Und mit mir immerhin 100 andere Teilnehmer, vorwiegend aus dem englischsprachigen Raum. (Irgendwo in der rechten Spalte steht auch mein Name.) Das Ganze ist eine nette Abwechselung, wenn man mal keine Lust aufs Lesen hat. Immerhin braucht man nur einen Kopfhörer und ist live dabei! Ich will deshalb gar nicht viel über die Präsentation sagen: Josh Bersin stellt die Ergebnisse einer aktuellen Studie vor, die über die Outsourcing-Felder in der Weiterbildung informiert und das Einsparpotential - typisch amerikanisch - mit konkreten Zahlen beziffert. Wie immer das Interesse am Thema auch ist: Der Blick ins Interwise-Archiv der “Recorded Events” lohnt sich!
Josh Bersin, Interwise, 19 August 2004 (Registrierung erforderlich)
[Kategorie: Weiterbildung allgemein, HR Management]

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Fremde Federn Finden

Posted on 27 August 2004 by jrobes

Ehre, wem Ehre gebührt! Debora Weber-Wulff, Professorin für Medieninformatik an FTHW Berlin, hat ein gut strukturiertes und informatives Lernprogramm zum Thema “Plagiate” entwickelt. Es geht um die Geschichte von Plagiaten, die Frage, wie man Plagiate erkennt und welche Software dabei unterstützen kann. Abschließend kann der Lerner an zehn Beispiel-Texten testen, ob er selbst in der Lage ist, Plagiate zu identifizieren. Kurzweilig und für Lehrende bestimmt hilfreich! Danksagung und Impressum bieten zusätzliche Hintergrundinformationen. Und man darf wohl davon ausgehen, dass das Kapitel zum Haftungsausschluss Vorbildcharakter hat. Mein Lieblingssatz aus dem Programm:
“Copy from one, it’s plagiarism; copy from two, it’s research.” (John Milton)
Debora Weber-Wulff, FTHW Berlin, Juli 2004
[Kategorien: e-learning]

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Strategie für Lebenslanges Lernen in der Bundesrepublik Deutschland

Posted on 26 August 2004 by jrobes

Eine erste Zusammenfassung gab es schon im Juli, jetzt liegt das vollständige Strategiepapier der Bund-Länder-Kommission vor. Keine konkreten Forderungen oder Handlungsempfehlungen, um der sensiblen föderalen Struktur unseres Gemeinwesens gerecht zu werden, aber eine systematische Darstellung mit Ergebnissen einer Umfrage zum Lebenslangen Lernen und zahlreichen Good-Practice-Beispielen im Anhang. Den Rahmen der Erörtungen bilden “Lebensphasen” und “Entwicklungsschwerpunkte”. Und die einleitende Definition des Lebenslangen Lernens wird sich in vielen Folgestudien und Artikeln wiederfinden. Da bin ich sicher.

“Lebenslanges Lernen umfasst alles formale, nicht-formale und informelle Ler-nen an verschiedenen Lernorten von der frühen Kindheit bis einschließlich der Phase des Ruhestands. Dabei wird “Lernen“ verstanden als konstruktives Ver-arbeiten von Informationen und Erfahrungen zu Kenntnissen, Einsichten und Kompetenzen.”
Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung, Heft 115, August 2004 (pdf)
[Kategorien: Lebenslanges Lernen]

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Put E-Learning Standards to Work For Customers

Posted on 26 August 2004 by jrobes

Der Autor gibt noch einmal einen kurzen Überblick über die laufende Diskussion und zieht Parallelen zu anderen technischen Entwicklungen. Aber sein abschließender Appell irritiert mich etwas: “And for the sake of customers, our industry must press on for one or two key standards, which, for e-learning integration, I see as AICC and SCORM.” Das habe ich doch schon vor zwei Jahren gehört …
Leonard Greenberg, LTI Magatine, 25 August 2004
[Kategorien: e-learning]

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E-Learning an deutschen Hochschulen - Trends 2004

Posted on 25 August 2004 by jrobes

In der Pressemitteilung zu dieser Studie heisst es: “Nur fünfzehn Prozent der Hochschulen setzen konsequent auf E-Learning.” Und an anderer Stelle wird der Geschäftsführer des Auftraggebers, das Multimediakontor in Hamburg, zitiert: “Die Studie zeigt, dass viele Hochschulen trotz intensiver Förderung noch nicht im digitalen Zeitalter angekommen sind.” Diese Nachricht ist nicht überraschend und bestätigt die Eindrücke aktueller Untersuchungen (siehe z.B. Kubicek u.a. 2004; Europäische Kommission 2004). Sie stimmt nichtsdestotrotz nachdenklich, was die bereits investierten und jüngst wieder bewilligten Fördergelder betrifft. Da hilft dann auch das schönste “Kursbuch eLearning” nichts, wenn die angeschobenen Projekte nicht in eine langfristige e-Learning-Strategie eingebettet sind - und an diesem Eindruck kommt man auch bei der Lektüre dieser Studie nicht vorbei.

Ansonsten gibt die Studie Auskunft über den Grad der Computerunterstützung bei den befragten Hochschulen (immerhin 95 von 331 in Deutschland gaben Rückmeldung), die “computeraffinen” Studiengänge (Informatik und Mathematik), die Akzeptanz von e-Learning bei Lehrenden und Studierenden sowie die Erwartungen, die die Befragten in den zukünftigen Einsatz von e-Learning setzen.

Einige Aussagen dieser Studie haben leider hoch-spekulativen Charakter, z.B. dort, wo die Befragten gebeten werden, die Studienergebnisse computergestützter und traditioneller Lehrveranstaltungen hinsichtlich ihrer Qualität zu vergleichen. Hier wäre es sicher interessanter gewesen zu erfahren, ob derartige Vergleiche überhaupt schon durchgeführt wurden.

Und an anderer Stelle heisst es, dass zwei Drittel der Befragten “E-Learning eine wichtige bzw. herausragende Rolle bei den strategischen Überlegungen zur künftigen Entwicklung ihrer Hochschule” zuschreiben. Nur - welche “strategischen Überlegungen”? Geht es um Kostensenkung, um die Erschließung neuer Bildungsmärkte, um eine bessere Vermarktung eigener Kompetenzen oder gar einen Paradigmenwechsel in Lehre und Forschung?? Hier ist aus meiner Sicht noch viel Spielraum für weitere Studien.
MMB Institut für Medien- und Kompetenzforschung, 23 August 2004
[Kategorien: e-learning]

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Outsourced Training Begins to Find its Niche

Posted on 24 August 2004 by jrobes

Wenn ich mir die Newsletter und Ankündigungen der letzten Tage anschaue, macht das Thema “Training Outsourcing” derzeit klar das Rennen. Was steckt dahinter? Schon immer haben Unternehmen Teile ihrer Weiterbildungsaktivitäten “eingekauft” - im einfachsten Fall ist es z.B. der Rhetorik-Trainer, der für die Schulung von Mitarbeitern ins Haus geholt wird. Doch warum sollen nur einzelne Trainer eingekauft werden, warum sollen nur einzelne Projekte von Externen durchgeführt werden? Warum nicht z.B. das Hosting eines Learning Management Systems dem Anbieter überlassen? Und das Entwickeln von e-Learning-Programmen? Und alle administrativen Arbeiten, die mit der Organisation von Trainingsveranstaltungen verbunden sind? Ja, warum nicht die gesamte Weiterbildung von einem erfahrenen Bildungsunternehmen managen lassen?

Die Begehrlichkeiten der Anbieter sind da, das Interesse der Unternehmen auch, der Markt, vor allem der amerikanische, ist in Bewegung. Wie üblich, werden Reports und Artikel geschrieben, Vorteile dieses Business Modells diskutiert, Markttrends eruiert und eine Plattform gegründet (www.trainingoutsourcing.com). Auf der diesjährigen Online Educa wird dem Thema ein eigenes Panel gewidmet (mehr darüber: hier).

Das größte Problem: Es gibt zwar Belege für steigende Aktivitäten auf diesem Markt, aber nur wenige prominente und bekannte Deals, die sich zudem auf den amerikanischen Markt beziehen: Accenture & Avaya University, IBM & US Army - der Artikel gibt hier einen guten Überblick. Und so muss heute noch festgestellt werden: “Task-oriented arrangements still account for 85 percent of training-related outsourcing, and will continue to dominate the field, say experts.”
Ich bin gespannt, wann der erste Deal in Deutschland einen Schritt weiter geht.
Paul Harris, Learning Circuits, August 2004
[Kategorien: HR Management]

PS: Ich habe letzte Woche - zwischen zwei Olympia-Einheiten - auch einen Webcast zum Thema besucht. Aber davon berichte ich, wenn die Aufzeichnungen online zur Verfügung stehen.

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Weiterbildungsblog

Posted on 24 August 2004 by jrobes

Die ZEIT hat den Weiterbildungsblog entdeckt und kommentiert.
Carola Padtberg, ZEIT Blogger Salon, 20 August 2004
[Kategorien: Weblogs]

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Not shaken, not stirred : mobilising the offline learner

Posted on 23 August 2004 by jrobes

Ich hoffe, meine Sympathie für die Möglichkeiten des Internets muss ich an dieser Stelle nicht besonders betonen. Trotzdem bin ich etwas zusammengezuckt, als ich folgenden Satz las:
“Many of the most promising learning opportunities occur when online access is least convenient - on trains and planes, in airports and hotels.”

Ich weiss nicht, wie es anderen geht - aber mein Leben spielt sich eher seltener in Zügen und Flugzeugen, auf Flughäfen und in Hotels ab. Ich bin weder Geschäftsführer noch im Vertrieb, und Telekommunikation und Internet erlauben mir heute, viele Dinge online zu managen, für die ich vielleicht vor einigen Jahren hätte reisen müssen. Wenn ich aber mal “in Zügen und Flugzeugen, auf Flughäfen und in Hotels” bin, dann weiss ich die Zeit durchaus offline zu nutzen. Auch zum Lernen, indem ich mir eine Fachzeitschrift, ein Buch oder einen Ausdruck mitnehme. Um nicht missverstanden zu werden: Ich schätze Laptop und Internet-Verbindung auch in diesen Situationen, aber ich war noch nie in einer “Bildungs-Notlage”.

Die Zeiten mögen sich ändern. Wer deshalb etwas über das “Universal Delivery Management System (UDMS)” erfahren möchte, das sich zwischen Content (offline) und LMS (online) schiebt, dem sei der Artikel empfohlen.
Clive Shepherd, The Training Foundation, 13 August 2004
[Kategorien: e-learning]

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Cool Interactive: Olympic Sports

Posted on 23 August 2004 by jrobes

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Tolle Informationen und interaktive Grafiken, die verschiedene Sportarten und -disziplinen beschreiben. Leider habe ich nichts gefunden, was unseren Vielseitigkeitsreitern helfen würde. Trotzdem. (via elearningpost)
Interactive Graphics, August 2004

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Deutsche Telekom: Implementing a global enterprise-wide Learning Management System

Posted on 20 August 2004 by jrobes

Diese aktuelle Case Study findet sich auf den Seiten eines amerikanischen Consultant!! Immerhin einer der ersten mir bekannten Berichte über die Implementierung der SAP Learning Solution (LMS) - und in den zitierten “Business Objectives” werden sicher einige (Groß-)Unternehmen sich und ihre laufenden Projekte wiedererkennen:

“- Reduce training cost by consolidating 12 disparate systems into one
- Reduce training costs by providing a standard platform for self-directed elearning thereby reducing the volume of classroom instruction
- Increase training process efficiency by standardizing workflows and reducing
paperwork across all four divisions.”

Daneben enthält der Bericht weitere interessante Informationen über den Stand des Rollouts (2.000 T-Mobile User können seit Juni 2004 zugreifen), den weiteren Implementierungsprozess, den geplanten Break Even, den Prozess der Anbieter-Auswahl, avisierte Nutzerzahlen, eingesetzten e-Learning-Content und die kritische Rolle eines “Business Analyst”, der zwischen Usern und Implementierungsteam vermittelt. Kurz und informativ!
Bersin & Associates, Juli 2004 (Registrierung erforderlich)
[Kategorien: Learning Management Systems]

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Constructivism, Cognitivism, and Behaviorism in the Corporate World

Posted on 20 August 2004 by jrobes

Der Autor macht sich einige interessante Gedanken zum Nutzen von Lerntheorien, angeregt durch die Frage eines Studenten: “When do you employ each of these philosophies in your instructional designs?” Seine Antwort: “What I like about the question is its pragmatism. It suggests that constructivism, cognitivism, and behaviorism are all perspectives that you try on to achieve specific goals rather than fundamentally correct or incorrect positions about how human beings learn.”

Dazu gibt es Kommentare und eine ausführliche Fortsetzung dieser Gedanken (“Constructivism, Cognitivism, and Behaviorism in Weak Science”). (via Stephen Downes)
Michael Finkelstein, E-Literate, 16 August 2004
[Kategorien: Weiterbildung allgemein]

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Bildung aus der Fabrik

Posted on 19 August 2004 by jrobes

Ich kann nicht genau erkennen, was der aktuelle Aufhänger des Artikels ist. Das architektonische Kunstwerk oben - der geplante MobileLifeCampus der AutoUni in Wolfsburg - wäre sicher einer, wird aber nur kurz erwähnt. Es geht um die Zukunft der betrieblichen Weiterbildung, den Status von Corporate Universities und das Neben-, Mit- und Gegeneinander von CUs, Privathochschulen und Universitäten. Wahrscheinlich ist das aber genau der Status Quo: Nachdem, abgesehen von VW, andere Großunternehmen in der öffentlichen Diskussion ihrer Bildungsmodelle und -curricula zurückhaltender geworden sind, ist aus dem Thema etwas die Luft raus. Viele Projekte und Investitionen, die noch in guten Jahren angestoßen wurden, wie z.B. die ESMT, laufen nebeneinander, ohne dass ein klarer Trend zu erkennen wäre. Und auch die Kooperationen mit den großen internationalen Business Schools stehen nach wie vor. Wenn etwas wächst, dann ist es aber der Druck auf den Universitäten, öffentlichen wie privaten, sich erfolgreich auf dem Bildungsmarkt zu positionieren.
Manuel J. Hartung, ZEIT, 19 August 2004

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High Turnover: Should You Care?

Posted on 18 August 2004 by jrobes

Es geht um “Knowledge Nomads” (und da habe ich mich irgendwie angesprochen gefühlt), die - hochmobil und flexibel - regelmäßig Arbeitgeber und Jobs wechseln (auch wenn das nicht oder nur bedingt auf meinen Lebenslauf zutrifft). Arbeitgeber sind jetzt verunsichert: Sie wollen einerseits Arbeitnehmer, die sich von der Vorstellung verabschieden, ein Leben lang bei einem Unternehmen beschäftigt zu sein. Sie wollen aber andererseits, dass sich dieselben Arbeitnehmer ihrem Unternehmen verpflichtet fühlen - und nicht sich selbst und ihrer Karriere. Also zählt “Halten”, und eine hohe Fluktuationsrate wird als Problem gesehen. Muss aber kein Problem sein, sagen die interviewten Experten:

“Our data show that workers who are highly mobile (who move to new companies frequently) can be as committed to companies as workers who stay put in a single company. Employee commitment and employee mobility are wholly separate.”

Spannend, vor allem, wenn man an die Implikationen für das Personalmanagement denkt. Denn hier kann Weiterbildung eine wichtige Rolle spielen: “Employee opportunities for formal and informal learning emerged as a very significant organizational arrangement that aligns commitments. Opportunities for learning align employees’ commitment to career with their commitment to company.”
Mallory Stark, HBS Working Knowledge, 26 Juli 2004
[Kategorien: HR Management]

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Aufstand gegen die Hüter des Wissens

Posted on 18 August 2004 by jrobes

Jetzt hat sich auch SPIEGEL ONLINE des Themas angenommen, das seit Tagen durch die internationale Presse wandert (zuletzt: Economist) und auf das ich vor einigen Tagen auch schon hingewiesen hatte (hier): die Abhängigkeit der scientific community von den großen Fachverlagen. Leider gibt der Artikel nur einen Überblick über das Problem; die Lösung wird mit “Open Access” und dem Hinweis auf “Gratis-Journale im Internet” nur unzureichend beschrieben. So einfach ist es nun wieder auch nicht.
Thorsten Dambeck, SPIEGEL ONLINE, 18 August 2004
[Kategorien: Zukunft des Internet, Open Access/ Open Content]

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Online Course Development: What Does It Cost?

Posted on 17 August 2004 by jrobes

Angeregt durch den Artikel “Online Course Development: What does it cost?” hat George Siemens (elearnspace) folgende Differenzierung gemacht (und breite Zustimmung gefunden):

“LMS’ are most useful for an organization to monitor and track learning and for sequencing content. If that is an organization’s primary view of learning, then sure, use an LMS. If, on the other hand, learning is primarily viewed as an informal dialogue, collaborative content creation, or a function of communities, then many effective tools exist. Some examples: Groove, Plone, Skype, SNA tools (like Multiply), Convea, aCollab, etc. IF you want to manage learning, use an LMS. IF you want to foster dialogue/community building, use a collaborative tool. Either option, thoughtfully implemented, can result in cost savings.”

Aus pädagogischer Sicht stimme ich dieser Aufteilung zu. Nur bei der letzten Anmerkung “either option … can result in cost savings” zögere ich, auch wenn sie m.E. sachlich richtig ist. Denn die Einführung eines LMS kann – z.B. durch die Abstimmung standardisierter Bildungsprozesse, eine Verstärkung des Blended Learning-Angebots und einem konzernweiten Reporting – zu nachweisbaren Kosteneinsparungen führen. Das ist ja auch das Versprechen aktueller LMS-Business Cases! Für die informelle Weiterbildung ist die Annahme entsprechender Kosteneinsparungen zwar auch plausibel, aber nur schwer nachweisbar. Das ist ja gerade der Grund, warum der Fokus der betrieblichen Weiterbildung nach wie vor auf formellen Lernprozessen liegt. Gegenwärtig fast ein circulus vitiosus.
George Siemens, elearnspace, 12 August 2004
[Kategorien: e-learning, Learning Management Systems]

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A Return to Centralized Learning

Posted on 16 August 2004 by jrobes

“Education functions in multinational organizations have been decentralized to a large extent. The strategy was to stay close to the customers of the learning programs and provide training programs targeted to learners’ unique needs. As a result, most international enterprises support a number of internal training organizations, arranged by business unit, country and geographic region. Additionally, learning organizations are segmented by the target audience they support.

Until now, little to no financial information has been available within multinationals regarding overall investments in learning and its effectiveness for the enterprise. Additionally, there are significant overlaps and redundancies in the courseware and curricula developed and delivered through many different training groups.”

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Die neue Generation von Learning Management Systemen, so der Autor, erlaubt wieder eine mehr strategische Sicht auf Weiterbildung, indem sie Learning, Competencies, Tracking und Business Impact system- und prozessseitig vernetzt. Aus dieser Perspektive ist es ein fast selbstverständlicher Schritt, auf ein zentrales LMS zu setzen.
Nick van Dam, CLO, August 2004
[Kategorien: Weiterbildung allgemein, Learning Management Systems]

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eLearning-Anwendungspotenziale bei Beschäftigten

Posted on 13 August 2004 by jrobes

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Der Einstieg dieser Studie trifft sich mit meinen eigenen Beobachtungen: “Verlässliche Aussagen über Lerngewohnheiten der Nutzer beruflicher Weiterbildung sind Mangelware.” Vor diesem Hintergrund wurde das MMB Institut für Medien- und Kompetenzforschung vom Kompetenzzentrum eLearning Niedersachsen beauftragt, etwas über die Lerngewohnheiten von Erwachsenen in Niedersachsen in Erfahrung zu bringen. Aber vor allem auch nach Bekanntheitsgrad und Nutzung von e-Learning-Angeboten zu fragen.

Ein Ergebnis dieser Studie ist in seiner Deutlichkeit überraschend: Nur 5% der Befragten nutzten in der Vergangenheit bereits e-Learning-Angebote. Und 54% können sich unter e-Learning nichts vorstellen. Das sind ernüchternde Zahlen, vor allem mit Blick auf die Projektmillionen, die in den letzten Jahren in diesem Bereich investiert wurden!

Ansonsten: viele Zahlen und Details. Sehr hilfreich auch die Grafik auf Seite 35, die ein Spektrum möglicher e-Learning-Formen abbildet - und zwar nach dem Grad ihrer Interaktivität (sozial - individuell) und ihrer Formalisierung (formal - informell). Wer bereits ahnte, dass e-Learning heute mehr als ein zweistündiges Web-based Training sein kann, findet hier entsprechende Anregungen. Überhaupt taucht der Gegensatz formales/informelles Lernen an vielen Stellen der Studie auf.

Abschließend werden die Befragten in vier Nutzergruppen zusammengefasst: “Viellerner” (19%), “Weniglerner” (21%), “Informelle Lerner” (24%), “Betreuungsorientierte Lerner” (36%). Das ist sehr anschaulich, steht aber neben den Typologien anderer Studien, z.B. der von Christiane Schiersmann und Hans Christoph Strauß, die zwischen einem “distanzierten”, “aktiven” und “aktiv selbst gesteuerten” Lernertyp unterscheiden (in Wittwer/ Kirchhof). Hier könnte ich mir durchaus mal eine Referenz auf übergreifende Untersuchungen zum Thema “Lernstile/ Lerntypen” vorstellen.
MMB Institut für Medien- und Kompetenzforschung, 3 August 2004
[Kategorien: e-learning]

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management,
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