Archive | March, 2004

Emergent Learning

Posted on 31 March 2004 by jrobes

Wer kann mir bei der Übersetzung des Begriffes “emergent” helfen? Was passt im Deutschen?

Jay Cross jedenfalls sucht nach einer Beschreibung, die aktuellen Trends und Anforderungen gerecht wird: “Learning has become a core business process. Emergent learning enables us to push beyond the confines of e-learning to explore combinations with informal learning, storytelling, social network analysis, appreciative inquiry, workflow learning, conversation, contextual collaboration, organic KM, simulation, dynamic portals, expert location and blogs.”

Konsequenterweise ist aus dem “e-Learning Forum”, einer internationalen Community von Experten, Beratern und Praktikern, deren CEO Jay Cross ist, vor kurzem das “Emergent Learning Forum” geworden. Doch, wie gesagt, ich höre und verstehe die Botschaft, allein, mir fehlt das Pendant im Deutschen …
Jay Cross, CLO, April 2004
[Kategorien: Trends in der Weiterbildung, e-learning]

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Why Training Spending Levels Don’t Matter Anymore

Posted on 31 March 2004 by jrobes

Der Autor argumentiert, dass die Ausgaben für Weiterbildung, die viele Unternehmen in ihren jährlichen Geschäftsberichten ausweisen, immer weniger aussagen. “Therefore, I argue that training expenditure should no longer be used for providing a value comparison without looking at other effectiveness metrics. Between 1999 and 2002, organizations that adopted e-learning and moved toward a more just-in-time learning environment significantly enhanced their learning capabilities. In addition, they achieved savings that translate into similar or less spending per employee while providing their workforce with more training to support business goals.”

Wobei er im Folgenden ausführt, dass umgekehrt die Einführung von e-Learning nicht automatisch einen Effektivitätsgewinn bedeutet.
Nick van Dam, CLO, April 2004
[Kategorien: Bildungscontrolling]

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Soziale und regionale Differenzierung von Weiterbildungsverhalten und Weiterbildungsinteressen

Posted on 30 March 2004 by jrobes

Okay, der Titel lässt keinen Zweifel an seiner akademischen Urheberschaft, und so hat das BMBF auch eine griffigere Schlagzeile mit auf den Weg gegeben: “Leistungsbereite setzen stärker auf Weiterbildung.” Dieses Ergebnis gehört zu einer Studie, die im Auftrag des BMBF von den Universitäten in München und Düsseldorf durchgeführt wurde, um eine “umfassende Topographie der Weiterbildungslandschaft Deutschland” zu erstellen. Alleine würde es nicht genügen, meine Aufmerksamkeit zu gewinnen, aber die gesamte Anlage der repräsentativen Studie erscheint vielversprechend: 3000 Telefoninterviews und 160 persönliche Gespräche. Und dann wurde nicht nur das konkrete Weiterbildungsverhalten untersucht, sondern auch die Bildungsinteressen, -einstellungen, -motive und -barrieren für 10 soziale Milieus herausgearbeitet: die Etablierten, die Postmateriellen, die Modernen Performer, die Konservativen, die Traditionsverwurzelten, die DDR-Nostalgiker, die Bürgerliche Mitte, die Konsum-Materialisten, die Experimentalisten, die Hedonisten. Leider ist derzeit nicht, wie angekündigt, die vollständige Studie, sondern nur eine Kurzzusammenfassung am angegebenen Ort.

bmbf, 30 März 2004 (pdf)
[Kategorien: Weiterbildung allgemein]

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The 2004 Top 100

Posted on 30 March 2004 by jrobes

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Die amerikanische Zeitschrift Training Magazine hat wieder ihre “Training Top 100″ herausgegeben. Dem Ergebnisüberblick vorangestellt ist der Satz “If you can’t measure it, you can’t manage it“, und für jede einzelne Erfolgsstory scheint dieses Jahr der Satz zu gelten: Ohne ausgewiesenen ROI läuft nichts! Die Spannbreite der erwähnten Ansätze ist riesig: Kirkpatrick, Six Sigma, Balanced Scorecard, Performance Scorecards, die Beziehung zwischen Weiterbildung und Mitarbeiterfluktuation, Weiterbildung und “time to productivity”, etc.

Platz 1 nimmt übrigens IBM ein, die mehr als 750 Millionen Dollar in die Weiterbildung investieren, die Hälfte davon in e-Learning-Lösungen. Und für ihr Blended Learning-Programm für Leadership Experience, “Role of the Manager@IBM”, wollen sie einen Reinertrag von über 200 Millionen Dollar nachweisen können. Da kann man nur gratulieren!
Tammy Galvin, TrainingMag.com, März 2004
[Kategorien: Weiterbildung allgemein]

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The Ultimate Survival Skill for The Information Age

Posted on 29 March 2004 by jrobes

Ich bin sehr vorsichtig bei Artikeln, die in der Einleitung ausführlich „the rapid rate of change“ betonen und mir vorrechnen, dass im Jahr 2020 „the rate of knowledge will double every 35 days“. Das sind Bedrohungsszenarien, die in dieser verkürzten Form unsinnig und überflüssig sind, und so möchte ich den Artikel von Dave Kahle auch nur bedingt und mit einigen Einschränkungen empfehlen.

Vorneweg: Dave Kahle hat eine zentrale Botschaft, die er loswerden möchte:
I believe there is one core skill which will define the most successful individuals. It’s the ability and propensity to engage in self-directed learning. The only sustainable effective response to a rapidly changing world is cultivating the ability to positively transform ourselves and our organizations. And that’s the definition of self-directed learning.“

Wie er jedoch auf diese Kompetenz hinführt und sie beschreibt, dass ist – um es vorsichtig zu sagen – verkürzt, aber leider nicht ganz untypisch. Ich will versuchen, das an vier Punkten darzustellen.

1. „Change“ als Bedrohung?
Auf meine Bauchschmerzen mit einem Bild von „change“, das in erster Linie Unsicherheit und Angst verbreiten soll, bin ich bereits eingegangen. Das sind Phrasen. Und diese Phrasen werden auch nicht besser, wenn ich permanent darauf hingewiesen werde, dass es um nichts Geringeres als „survival“ geht.

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Knowledge Communities in Japan: A Case Study

Posted on 29 March 2004 by jrobes

Vor dem Hintergrund einer langen Tradition von “inward-looking and high-context based company-communities” beschreibt der Autor, wie japanische Unternehmen mehr und mehr dazu übergehen, knowledge communities aufzubauen, und wie sie dabei einen ganz eigenen Ansatz entwickeln, Tradition und Technologie zu verbinden. Besonders auffällig, so der Autor, sei der häufige Gebrauch von Nicknames in online communities:

Another feature is that in some top-level companies, knowledge communities are operational on an employee-nick-name basis (knowledge exchange based on handle name). Actually, this trend is a big surprise even to me, though I was born and raised in Japan. Use of multiple identities such as handle-name on internet had been considered incompatible with Japanese traditional culture for a long time.
However, it is being gradually accepted in business community that the use of a nickname enables employees to exchange knowledge more easily, irrespective of organizational hierarchy. Interestingly, use of nickname revived altruism, another Japanese tradition of collectivism, in the new form
.”

Hideo Yamazaki, Knowledge Board, 10 März 2004
[Kategorien: Knowledge Management, Online-Communities]

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I’m Blogging This

Posted on 26 March 2004 by jrobes

Auf der einen Seite pflege ich eine Webseite, bei der sich nach wie vor einige Leser fragen, was dieses “blog” hinter “weiterbildung” im Titel soll. Andere erkennen sofort, dass diese Webseite mit einer bekannten Blogging-Software, nämlich Movable Type, gebaut ist. Von daher bin ich Teil der Blogging-Community oder Blogosphere, wie es auch heisst. Und es stimmt, ohne die Blogging-Community und -Software gäbe es diese Webseite nicht, weil meine HTML- und FTP-Kenntnisse mich im Internet nicht weit bringen würden. Über diese persönlichen Verstrickungen hinaus ist es natürlich spannend zu beobachten, wie diese neuen Möglichkeiten, das Internet zu nutzen, uns, unsere Kommunikation und das Internet verändern; und welche Rolle diese Möglichkeiten für die Wege bedeuten, auf denen wir Informationen suchen, finden, mit anderen austauschen, also lernen.

Diesen Phänomenen sind auch die Autoren auf der Spur und unterscheiden - auf der Grundlage ausführlicher Interviews und Inhaltsanalysen - zwischen fünf Motiven, warum Menschen bloggen: “documenting one’s life; providing commentary and opinions; working out emotional issues; ‘thinking by writing’; and promoting conversation and community.” Die vielen O-Töne machen das Ganze zu einer sehr informativen Lektüre; vor allem und gerade für die, “die fragen, was dieses ‘blog’ hinter ‘weiterbildung’ im Titel soll” (siehe oben).
Bonnie A. Nardi, Diane J. Schiano, Michelle Gumbrecht und Luke Swartz, 23 März 2004 (pdf)
[Kategorien: Weblogs]

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The next society

Posted on 25 March 2004 by jrobes

Ursprünglich wollte ich an dieser Stelle auf einen Beitrag aus der aktuellen Mitbestimmung hinweisen (was ich natürlich auch mache: “Wissensarbeit lässt sich nicht standardisieren” (pdf). Das Schwerpunktthema des Heftes ist übrigens das Offshoring von IT-Arbeitsplätzen.). Bei der Lektüre habe ich dann gemerkt, dass das Wissen des Wissensarbeiters in diesem Artikel keine große Rolle spielt. Also, was tun? Das interessante Stichwort einfach fallenlassen? Ist nicht notwendig, fiel mir ein, solange der Economist mitspielt und Peter F. Druckers Essay “The next society” noch nicht ins Archiv verrückt hat. Also, kurz gegoogelt, und … die Welt ist wieder in Ordnung, dem Economist sei Dank! Alle Kapitel des Essays stehen im Netz, auch “The new workforce”, in dem Drucker eine, wie ich finde, treffende Studie des “Knowledge Workers” präsentiert. Mit klugen Hinweisen und Bildern zum Thema “lebenslanges Lernen”. “Schooling traditionally stopped when work began. In the knowledge society it never stops.”
Peter F. Drucker, The Economist, 1 November 2001
[Kategorien: Knowledge Management]

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How to Be an Educated E-Learning Consumer

Posted on 25 March 2004 by jrobes

Ein typisch amerikanischer “How To”-Artikel, der aber wichtige Dinge klar auf den Punkt bringt. Ins Stammbuch eines jeden Corporate Learning-Kunden, der sich auf das Projekt “e-Learning” einlässt, schreibt der Autor folgende Empfehlungen:
1) Demand pilots and prototypes — preferably for free
2) Avoid the LMS death march
3) Use YOUR buying model — not the supplier’s model
4) Use RFPs and don’t ignore off-shore companies
5) Pool resources internally

Und das Wichtigste: “DON’T lose your sense of humor.” Recht hat er.

Susan Guest, LearningCircuits, März 2004
[Kategorien: e-learning]

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Lerntypenanalyse nach Honey-Mumfort

Posted on 24 March 2004 by jrobes

Ich habe gerade 80 Fragen beantwortet (braucht ca. 10 Minuten) und weiss nun, dass ich ein tendenziell “theoretischer Lerner” bin. Nun ja, die kurze Anleitung, die es mit der Auswertung gibt, ist mindestens ebenso hilfreich:

Bevor Sie Ihren bestehenden Lernstil weiterentwicken, überprüfen Sie doch einmal, ob Sie die sich Ihnen bietenden Möglichkeiten schon voll nutzen. Die Wichtigkeit, die wir dem Lernen während der Arbeit zuschreiben, basiert auf der Erkenntnis, dass sich hier in der Regel sehr viel mehr Möglichkeiten anbieten als sich außerhalb der Arbeit je anbieten können. Diese Lernform ist sehr wirklichkeitsnah, es gibt kein Problem bei der Übertragung des Gelernten aus einer beliebigen Situation auf den Arbeitsplatz und die Umsetzung des Gelernten kann unmittelbar erfolgen, was nach einem Training oftmals sehr schwierig ist. Möglichkeiten zum Lernen und Möglichkeiten als solche zu erkennen, ist ein entscheidender Schritt. Wenn Sie darüber hinaus noch versuchen, diese unter dem Aspekt zu betrachten, wie sie zu Ihrem Lernstil passen, so sorgen Sie dafür, diese Möglichkeiten wirklich effektiv für sich zu nutzen.”
(via trainerlink) http://till.schnupp.net
[Kategorien: Learning Styles]

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Confessions of an Early Internet Educator

Posted on 24 March 2004 by jrobes

Vor sechs Jahren entstand die Concord Law School als eine der ersten Online-Universitäten. Die “Confessions” sind weniger Bekenntnisse oder gar Beichte (leider!) als ein sachlicher Erfahrungsbericht. In ihm zählt der Autor auf, was den Erfolg dieses Bildungsexperiments ausmacht, nämlich vor allem: der Paradigmenwechsel von “institutions of instruction” zu “institutions of learning”, in deren Mittelpunkt die Entwicklung eines “powerful learning environment” steht. Und die ungebrochene Aufmerksamkeit, die man der Entwicklung einer “online student community” schenkt.
Jack R. Goetz, DETC Occasional Paper Number 20, Februar 2004 (pdf)
[Kategorie: e-learning]

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The Guerra Scale

Posted on 23 March 2004 by jrobes

“The Guerra Scale” ist eine Anordnung verschiedener e-Learning-Ansätze nach dem Grad ihrer Komplexität, Funktionalität, Entwicklungszeit sowie dem notwendigen Input von Programmierern, Grafikern und Fachexperten. “It describes an increasingly interactive user experience using a one-to-ten scale, in which “one” involves the common experience of simply reading text on a screen and “ten” represents a virtual reality scenario.” Ein plausibler und hilfreicher Versuch, Komplexität zu reduzieren.

guerra_scale.gif

Tim Guerra und Dan Heffernan, LearningCircuits, März 2004
[Kategorien: e-learning]

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Education needs to adapt to a changing world

Posted on 23 March 2004 by jrobes

Das Bildungssystem steht unter Druck. PISA war der Schock, der auch die Letzten wachgerüttelt hat. Jetzt müssen Taten folgen, und zwar, laut OECD-Generalsekretär, auf folgenden Feldern: “ensuring quality of learning for all; addressing teacher shortages; providing opportunities for adults to continue learning; financing lifelong learning; and reacting to the increasing diversity of student populations.” Diese Punkte sollten auch auf der Agenda der Bildungsminister aus OECD-Ländern gestanden haben, die sich am 18. und 19. März in Dublin trafen.

Besonders gefallen haben mir folgende Hinweise: “… more informal learning settings are necessary. The creative use of information technologies could play a role.” Und: “Education systems need to take account of the needs of immigrant and minority populations, whose numbers will grow as a result of globalization. Diversity of cultures and knowledge are assets for all societies.”
Donald J. Johnston, International Herald Tribune, 19 März 2004
[Kategorien: Weiterbildung allgemein]

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Corporate learning 2004

Posted on 23 March 2004 by jrobes

Die Financial Times hat wieder ein Supplement “Business Education” herausgebracht. Es besteht aus einem Mix aus Marktinformationen, Case Studies und individuellen Erfahrungsberichten. Der “Corporate Learning”-Markt wird hier bestimmt durch den Wettbewerb zwischen Business Schools, Corporate Universities, e-Learning- und Distance Learning-Anbietern. Es geht um neue Business Modelle, Allianzen zwischen Bildungspartnern und immer wieder um Online-Learning, um sich auf die Zeitpläne der Kunden einzustellen. Und die Kunden wollen lernen, immer mehr, flexibel, neben der Arbeit, und allzu viel kosten sollte es auch nicht. Die typische “Corporate”-Lernerin sieht dementsprechend so aus: “Sarah Mike, a successful 35-year-old lawyer and mother of three, desperately wants to sharpen her management skills but can’t afford to leave work, even for a day.” (aus: “On-line degrees no longer second best“)

Wer einen Überblick über “Corporate Learning” im internationalen Maßstab sucht, findet hier alle Player und Themen. Dass das Bild nicht immer mit der faktischen Bedeutung von betrieblicher Weiterbildung in ökonomisch schwierigen Zeiten harmoniert, ist eine andere Sache. In jedem Fall sollte man schnell auf die Artikel verlinken, weil ich die Publikationsstrategie der FT nicht durchschaue. Heute ist noch alles frei.
Financial Times, Supplement “Business Education”, 22 März 2004

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EMEA e-learning Benchmark Survey

Posted on 22 March 2004 by jrobes

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SkillSoft, der irische e-Learning-Anbieter, hat nach eigenen Angaben letztes Jahr über 40 Millionen US-Dollar in Research and Development investiert. Ein Teil dieses Investments steckt in den 204 Interviews, die die SkillSoft-Researcher in den letzten Monaten mit e-Learning-Nutzern aus 15 großen Unternehmen geführt haben. Es geht um “The User’s Perspective”. Die Antworten zeichnen ein insgesamt sehr positives Bild der e-Learning-Nutzung, aber wo Informationen über das Lernverhalten Mangelware sind, freut man sich über jeden Versuch. So zeigte sich in den Interviews z.B., dass das Lernen nach wie vor mehrheitlich (68%) am Arbeitsplatz stattfinded; und 92% der Lerner sagen, dass sie ihre Lernziele erreicht haben, auch wenn sie “vorher” aus dem Kurs ausgestiegen sind.

Es ist schade, dass auch hier - aus der Sicht eines Kursanbieters beinahe selbstverständlich - das “klassische” Bild von e-Learning gezeichnet wird. E-Learning beginnt mit der Registrierung für einen Kurs. Unterstützung, die sich der Mitarbeiter spontan und via Google aus dem Internet holt; der Eintrag in ein Online-Diskussionsforum, um Antwort auf ein spezifisches Problem zu bekommen, sind aus dieser Perspektive kein e-Learning.

SkillSoft, März 2004 (?)
[Kategorien: e-learning]

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Weblogs for Learning 2004

Posted on 22 March 2004 by jrobes

Die Autoren haben eine umfangreiche und kommentierte Liste von “Weblogs for Learning” im englischsprachigen Raum zusammengetragen. Sie führt sowohl Weblogs auf, die sich den Themen “Education”, “Learning” und “Teaching” widmen, als auch verschiedene Beispiele, in denen Training Professionals Weblogs in ihre didaktischen Konzepte und Veranstaltungen eingebunden haben. Dazu gehört z.B. ein Erfahrungsbericht aus Harvard (”Creating Community”, On-line and Off“), wo Dave Winer seit März 2003 eine Blogging-Community aufbaut; oder der Artikel von Richard Ferdig und Kaye Trammel (”Content Delivery in the ‘Blogoshere’“), die sich aus pädagogischer Sicht mit den Vorteilen von Blogs auseinandersetzen: “Blogs can be incorporated into any type of class for all reading- and writing-aged students. They can be used as a knowledge-management tool where teachers and students communicate with each other through the course of the semester, or as a tool to bring reflections or outside material into the class for everyone’s benefit.” Aber das sind nur 2 der über 80, nach Themen geordneten Links!

Graeme Daniel, WWWTools for Education, 20 März 2004
[Kategorien: Weblogs, Trends in der Weiterbildung]

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Theory and Practice of Online Learning

Posted on 19 March 2004 by jrobes

Es ist diese Woche ziemlich ruhig im virtuellen Blätterwald, so dass ich Zeit habe, auf einige größere Werke hinzuweisen, die schon ein paar Tage auf meinem Tisch liegen. Eine Sache ist das über 400-Seiten Buch von Autoren der Athabasca University, Kanadas “Open University”. Die Artikel des Buches decken die gesamte Service-Kette einer Online Learning Institution ab, und vielleicht werde ich auch noch die Zeit finden, auf den einen oder anderen Aufsatz ausführlicher hinzuweisen.

Wichtig ist in jedem Fall: Das Buch ist unter der Creative Commons-Lizenz veröffentlicht und steht allen Interessierten im Internet komplett zur Verfügung. Da ich diese Copyright-Philosophie für vorbildlich und nachahmenswert halte, möchte ich kurz die Beweggründe der Herausgeber zitieren:

This open-source license format was chosen for a number of reasons. First, it is true to the original spirit of the university, and especially of an open university. We believe that knowledge is meant to be shared, and further, that such sharing does not diminish its value to its creators. …
Second, we believe that education is one of the few sustainable means to equip humans around the globe with the skills and resources to confront the challenges of ignorance, poverty, war, and environmental degradation. …
Third, the Creative Commons license provides our book as a form of ‘gift culture’. …
Fourth, providing this book as open source frees us from potentially acrimonious debates over ownership, return for value, and distribution of any profit. …
Finally, we hope that open sourcing this book will allow it be more widely distributed and read
.”

Wann setzt sich dieses Denken auch hierzulande durch?
Athabasca University, 2004
[Kategorien: e-learning]

PS: In diesem Zusammenhang fällt mir immer ein Zitat ein, das Isaac Newton zugeschrieben wird: “Wenn ich weiter sehen konnte (als andere vor mir), dann deswegen, weil ich auf den Schultern von Giganten stehe.”

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The 2003 OCLC Environmental Scan: Pattern Recognition

Posted on 19 March 2004 by jrobes

Wie haben Google und Amazon die Informationslandschaft und das Verhalten der Information Consumer verändert? Das ist eine der zentralen Fragen, mit denen sich das Online Computer Library Center (OCLC) in diesem Report auseinandersetzt. Es geht um Bibliotheken und ihre Zukunft. “In the subsequent three years [2000 erschien der letzte “environmental scan” des OCLC], Google has become uibiquitous, the major player in search technologies, and often a substitute for a visit to the local library’s reference desk.”

In der vorliegenden Bestandsaufnahme gehen die Autoren in einzelnen Abschnitten auf soziale, ökonomische und technische Fragestellungen ein und untersuchen ihren Einfluss auf “Research”, “Learning” und “Libraries”. Ein faszinierendes Dokument! Am besten hat mir das Kapitel “Social Landscape” gefallen, in dem die Charakteristika des heutigen Information Consumers beschrieben werden: self service, satisfaction, seamlessness. Für Bibliotheken bedeutet dies: Was können sie Kunden bieten, die die Bequemlichkeit des Internets schätzen und die zudem mit den Resultaten ihrer Webrecherchen im Großen und Ganzen zufrieden sind? Welchen Mehrwert können Bibliotheken bieten, vor allem in den westlichen Industrienationen?

Auf drei Trends (”Patterns”) im Informations- und Knowledgemanagement weist der Report besonders hin:
One might be described as a decrease (or disappearance in some cases) in guided access to content. The second pattern is perhaps an element of the first: there is a trend to disaggregation not just of content, but also of services, technology, economics and institutions. The third pattern is that of collaboration: gaming, open-source software, Web conferencing, blogs, instant messaging, learning objects and “hack fests” are all forms of collaboration, enabled by advances in technology. The three trends have deep implications for all the organizational areas of libraries and allied organizations.”

Ich denke, es gibt derzeit keine Institution der Weiterbildung, die nicht vor der Herausforderung steht, ihren Platz in der zukünftigen Bildungslandschaft zu suchen und zu verteidigen. Doch für Bibliotheken ist die Herausforderung durch das Internet existentiell. Und dabei habe ich auch mein eigenes Informationsverhalten vor Augen: ich habe jedenfalls in 3 Jahren Frankfurt noch keine Bibliothek betreten. Und lese regelmäßig, dass z.B. auch heutige Studenten das Internet dem Bibliotheksbesuch vorziehen. Aber gerade vor diesem Hintergrund entstehen derzeit einige der spannendsten Texte zur Informationsgesellschaft und Weiterbildung in der Auseinandersetzung um die Zukunft von Bibliotheken. Dieser Report gehört unzweifelhaft dazu.
OCLC, Januar 2004
[Kategorien: Trends in der Weiterbildung]

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Most Popular Authoring Tools

Posted on 18 March 2004 by jrobes

Brandon Hall, amerikanischer e-Learning-Consultant, hat seine Leser 2003 gefragt, welche Tools sie nutzen, um e-Learning-Content herzustellen. Auf den ersten fünf Plätzen liegen:
1. Flash (Maromedia) 52%
2. Authorware (Macromedia) 50%
3. Dreamweaver/ Coursebuilder (Macromedia) 42%
4. PowerPoint (Microsoft) 32 %
5. Word (Microsoft) 25%
(Mehrfachnennungen waren möglich; 13 Tools erreichten mehr als 5%)

Die Antworten sind aus meiner Sicht nicht überraschend, weisen sie doch einmal mehr auf folgende Punkte hin:
1. PowerPoint und Word auf den Plätzen 4 und 5 unterstreichen, dass sich eine pragmatische Herangehensweise bei der Entwicklung von Content längst durchgesetzt hat. Erfüllen die so produzierten Inhalte die didaktischen Kriterien, die für “gutes” e-Learning entwickelt wurden? Nein, wahrscheinlich nicht, aber …

2. … letztlich bestimmen die Mitarbeiter, was sie als Lernstoff oder Lösung ihres Problems akzeptieren. Und da steht das multimedial entwickelte Lernprogramm neben dem schlichten Word-Dokument. Damit will ich nicht zur Sparsamkeit aufrufen oder die Bedeutung einer vernünftigen Didaktik herunterspielen, sondern unterstreichen, dass es Situationen gibt, in denen auch einfache Lösungen ihren Platz haben.

3. Zudem machen die Antworten deutlich, dass völlig unterschiedliche Lösungen als “e-Learning” bezeichnet werden. Ein guter Grund, sich nicht allzu lange mit Definitionen aufzuhalten.
Dispatch from brandon-hall.com, 18 März 2004 (auf der Seite auch der Link zur - allerdings kostenpflichtigen - Marktübersicht “Authoring Tools 2004“)
[Kategorien: e-learning]

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Test Your Tacit Knowledge

Posted on 18 March 2004 by jrobes

Ich weiss gar nicht mehr, wie ich auf diese Seite von Karl-Erik Sveiby gekommen bin. Aber es ist fun. Und lehrreich.

Join more than 7,000 People! Become a Nose Finder!
Shut your eyes. Then try to touch the tip of your nose with your index finger. At the same time, concentrate hard on what you are doing and on where your arm is at all times. Do the exercise slowly. Allow minimum 20 seconds for it
.”

Karl-Erik Sveiby, 1 März 1998
[Kategorien: Knowledge Management]

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management,
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